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Der Israelit · 1926-03-29 · Heft 14 (29.3.1926) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 14 (29.3.1926)
Date
1926-03-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seile 4. Nr/. 14 ./-;// -'/yuu v^sü r.-rn-'f?Ai heit machte. Der Boden Israels ist — nicht nur die rituelle Strenge der Nahrung — d i e g a n z e Thora. Sie wurde Volksseele. Sie wurde National-Urgrund. In ihr wurzelt die Gemeinsamkeit unserer „autochthonen Nahrungsquellen", in ihr „liegen die Geheimnisse der Vorfahrensseelen." (Schluß folgt.). llorresponckenren * ilacbricblen. Lin neuer Vorstoß gegen das Schächten.; , M ü n ch e n, 22. Marz. Der Münchener Tierschutzverein hat eine neue Eingabe im Bayerischen Landtag zur Einsühtung der Betaüb u n g s m eth ö d e für s ä in tli ch e Gchlach ttier e "eingebracht. Die „Münchener Neuesten Nachrichten" bringen einen mehrspaltigen Artikel, in dem M Versuch gemM mirö, Me WA so NrzWcllcilj alZ habe sie m!t Glauben und Nassenkanips NtchtL ZU iuN. Auch der Münchener Tierschutzverein vermeide es, im Gegensätze zu völkischen Rednern und Blättern, die Frage vom Standpunkte des Glaubens zu behandeln. Im. Effekte kommt es aber auf das Gleiche heraus. Die Denkschrift wie die umfangreiche Begründung in den „Münchener Neuesten Nachrichten" zielen, , unter Ausnutzung aller fchächtgegnerischen Aeutzerungen, aber unter Autzerachtlässung der bekannten Gutachten der größten Autoritäten zu Gunsten der Schechitä, auf ein vollkommenes Schächtverbot hin. Grade darum ist zu hoffen, daß/ in Berücksichtigung der Stimmen der wahren Sachverständigen auch diesesmal Vernunft und Recht siegen »erden. Dr. Leo Deuischländer im polnischen Unlerrichlsministerium. Warschau, 20. März. Räch Abschluß seiner zahlreichen Besuche in den verschiedenen Lehranstalten, erstattete Direktor Dr. Leo Deutschländer dem polnischen Unterrichtsministerium Bericht über den Stand des jüdischen Schulwesens und über die Maßnahmen, welche die Regierung zur Hebung und Förderung des Schulwesens, sowie der Lehrer- und Lehrerinnenausbildung. Die Unterredungen dauerten mehrere Stunden und trugen recht herzlichen und instruktiven Charakter. Dr. Eckert, der Departementchef, drückte seine besondere Zufriedenheit über den ausgezeichneten Stand der Chawazekes- und Bees Jaakauw-Schulen aus Und ebenso gewissenhaft ist er auch mit der Wiedergabe des überlieferten Stoffes *r' fonai« v'l, einige sagen lv'inn w-ivol' andere Bücher, «"2 lrnnn rmvii) andere Leseart, peinlich genau schützt er auch abweichende Anpt^tCT* uni) Äejungeur oot SBergeJ|eTt, ctuc^ roenn pe oon vsr Halvchvh nicht «nfgrnvmmrn «uch Minderheiten zu achten, dürsten uns diese Buchstaben-Paare zurusen, den Satz den das Judentum, den besonders der thoratreue Kreis so dringend zu seiner Erhaltung, benötigt. Und ,nun ein. Satz, der in der weltlichen Wissenschaft kaum auftritt Vio npbv „ich hätte meinen können", bny ft sava sp] so wird uns dagegen gelehrt". Der jüdische Forscher hält es für seine Pflicht, auch jeder irrigen Meinung vor-, zu beugen. Es gibt sogenannte Wissenszweige, die größtenteils darin bestehen, falsche Ansichten äuszustellen und zu verbreiten, unsere rnin sieht ihr Hauptziel darin, jede falsche Meinung zu verhüten, und spart hierzu nicht an Worten. Wollten wir achtungslos an diesen scheinbar so harmlosen „ Mahnern zur Wahrheit" vorüber gehen? Und wenn unsere großen Lehrer in bestimmten. Ansichten — bei anderen Verschiedenheiten — geeint waren, so lautet der fast sonderbare Ausdruck: 'jrb l'2'iw xi>xai>3?s"i>b i c ganze Welt streitet hierüber nicht — wer in aller Welt hätte es auch in jener Blütezeit jüdischen Geistes gewagt, der Ansicht der rabdinischen Autoritäten in religiösen Fragen entgegenzutreten? — es gab keine Justiz-, Geheim- oder andere Räte, oder gar andere Personen: die es wagten, dem Gutachten -der berufenen Stellen ihre Ansicht entgegenzusehen. Waren Schamai und Hillest war R: Elieser und R. Josua usw. einig, dann war auch die ganze Welt — natürlich die jüdische — einig.' - Und wie dis scheinbar so trockenen Buchstaben uns Aufschluß geben über die Fragen des Lebens, so sprechen und /«rs^roich'///wLitmSWihsie'//'ÄyiÄstÜ^istg! der orthodoxen Lehranstalten: //In Begleitung, von Direktor" Dr. Lev: Deutschländer befand sich der (Generalsekretär des. orthodören Sejmklubs" Ecke r m ä st n ' /./ Die jüdischest Astträge zum / IreWengesetz/ ' W a r s ch a u , 19. März. . Mit einer Mehrheit von * einer 'S|itrtme' ^04 bcr" Senat, der polnischen Republik die' von den jüdischen Senatoren beantragten Aenderungen im Eesehesentwürs über den Aufenthalt der „Fremden" angenommen.. ' Senator. Dr. Ringel hat 'vor der Abstimstiung in' einer längeren Rede daraus hingewieseü, daß viele : Tausende ' Juden' in . den' Randgebieten, deren Vorfahren seit. vielen Generationen dort leben,. aber wegen der Unklarheiten 'der/ früheren, zarischen und jetzigen pölstisGen/BLrMrsöhäNsvors^rist'est/ unter den Begriff' '„Frentste"' 'Gästen','"' durch das neue Gesetz bedroht, werden.. Einigenichtjüdische Redner, - Insbesondere der Bauernpartei „Piast^'schlossen sich diesen Argumenten an, worauf die- .Abänderungsanträge Mitgenommen wurden.. , In der letzten . Sitzung des E m i g r a t i onsaus - schuf s e s. des.pplpischen.. .Sejm,-ln der das.Emigrationsbudget '.beraten .wurde, / führte der . Direktor / des staat-. lichdn Emigratiostsamtes, NäwronLki/' äüsf es wird gesch^tzt, datz E »US 'foUn MtgsstMss nach Ue'oersee, 103.000nach: enropäistzen. Ländtzm und' 12.000 nach. Palästina auswandern werden. .Inder Diskussion stellteder' nationaldemokratische Abgeordnete Bator die Arbeit des: Palästina-Amtes als ein Muster der Emigrationsregelung hin. -Der jüdische Abgeordnete. Dr. Schipper führte äus/dte jährlsche' jüdifche Auswanderung . von 25.000 Seelen absorbiert die Hälfte des' natürlichen Zuwachses/ der jüsttschstn Bevölkerung,, der' jährlich: 50.000 Meten //ausmacht.. Das Äpswanderungsbedürfnis / der/ Juden steigt immer, mehr/, da .ein Drittel der Juden Polens .brotlos ist/., In den,.kleinen Städten fordert der/Hunger/ zahlreiche Todesopfer. ..Es wird erwogen, eine Kooperatio-Emigranten-Gesellschast. zu bilden, die Reisemittel für. arme Einigranten -ausbringen soll. Die Negierung' müßte dieses- Werk mit, allen Mitteln unterstützen/ . , .. ' Die religiöse Gemeinde in Likasten. ' / . Ä o w n o, .^1. März. Die IBA/ verbreitet Berichte über/die/ Liquidation der jüdischen Gemeiüoen in Litauen. Wie' wir aber bereits berichtet' haben, sind an Stelle/der liquidierten nätiönälweltlichen' Gemeinden vre r e l i g r o s e N ins Leben getreten. Ueber die religiöse Gemeinde in K o w n o wird uns heute offiziell aus Kowno berichtet: In der neuen Kehillaverwaltung sind Vorsteher der verschiedenen Grup-' en vertreten. Die Verwaltung will die jüdische Kehillainstitution aus möglichst ' unparteiische ., Höhe erhalten^ ihr Ziel ist, alle Juden um die. positiven jüdischen Dolkssie auch zu uns aus der Welt der Abgeschiedenen /und halten gleichsam den Kontakt mit ihnen aufrecht. Nicht nur, daß wir keinen Toten nennen, ohne das rrs? loiV^n oder i>"r ln2n2^ ihm segnend beizufügen, bei großen xviz iijX Vyrdjssnp mt| ‘vtvwfjivn r,och Mtztnragr in unsrre Welt vcs Vergänglichen: ' li^'77 fr' denn wir Mnnen UNS dieselben nicht anders denken als v"i [nsr ml, in Edens Wonnen ruhend. Und fei die Denkschrift auf dem schlichten. Grabstein noch so bescheiden, das und n-'äsiä fehlt nicht: fiav ns hier ruht nur der irdische Teil ausbewahrt zum vorübergehenden Aufenthalt (iav heißt etwas nur: zum Wiederhervorholen nieoerlegen). »nn a"n mivt wö3/benn die Seele ist ausgenommen unter der Schär der ewig lebenden, auch die hoch st e u n d letzte der Wahrheiten, die uns in trübster Stünde des Schmerzes Trost spendet, das feste Vertrauen auf ein Fortleben und Wiedersehen nach dem Tode, es wird vom jüdischen Menschen nicht mit hochklingenden Worten hmaüspäsaunt, auch die Dolmetscher jenes Gedankens sind die schlichten mit Kürzungs- 3 et ch e it ge k r ö n ten L etter n/ Kann man in irgend einer Spra/ch e bei Freud/ und Leid, Denken und Fühlen b e ff er, u nd kü rz er aussprechen > als durch unser rvan 'vxn? . ./ Schon verkauft- In der Hochflut .der Reform wurde ein bekannter Führer/ derselben von seiner stoch, religiösen Frau am Erew Pessach ermahnt, nach' Vorschrift das Chomez zu verbrennen. Der Mann, der neuen. Zeit Leistete, sich, aber den üstfeinest Scherz: ,Mas stützt .das?'„Däs/. grö,ßte Chomez bleibt ja stoch inr Haüsä'>.../f,/Baraüf die^Frau schlagfertig: „O nein, lieber' Mastn, östlich' hat 'knein Bäter' schon vor Jahren an einen Goi verkauft . . E. W. angelegenheiten^ M wetMigM^^D'^'[Nääie }}$Vl rg I ö s-e ■ Gemeinde" ”|plf: i kÄn - Ab.söndÄunstÄbetztiff ffetn;/; sonsterw; denGetzestsäh ' zu ' den' lbbsherigest 1 nsttaüglichen' * Ertzerimestten^ im ' jüdischen Mehlllawesen fbekosten.' ^Die'"Ke-/ hilla baut sich , aus . ein spezielles Statut auf und steht in keinerlei - Beziehung' zu st eM' Gesetze' über - die - sogenanntes nationalen'' Kehilloth, welches von ällen Seiten als; unannehmbar erklärt wurde. Diesen Gegensatz allein will aüch; der NäMe' „religiöse Eemeinste" hervorkeh'ren. ' ' . Auf /der jüngst' ' stattgehabten Generalversammlung der / Neuen'. Kehilla ' würde ' Bericht übest die.' Tätigkeit der provisorischeilJ Verwaltüng//erstattet,; und' sastd'' däs. Arbeilsprogr'ämm dis ungeteilte Züstimmüüg' der "Bersammlstng/' / In das Prchivium der' '^ehilläverwÄtuütz/ würden gewählt 'btc' "Herren/Ä/'/ D'i nr/stst st/e i n/ /Vor- / sitzender," P. B l u m stn i h ä l/' Vizepräsident und-. ^/// Dons ki., Kassierer. Als Präsident, der lsteh/rlstä' würde Hdrt - :&j10' s z i n s kn- /gewählt/ zst' Vizstpräsidenken dist^Herrest/ SejmsteputMsr//Drst'H/östzst/ststg,/'ustd P k n ii e tzst i, '-' Dis '* religiös; Gemstinde ' /in /Äoröhp" ha/t sich /somit konstituiert.' /In . einem /Aufrüs'/stn/ die/ jüdische' Bevolkeruüg ^Kstwnös ' werdest / üsttest 'Dtztlegün^g der. Ziele'tzer Genieindstustst des'Drogräinüt^ stest/Berwältung/:' alle / Jüdeü" stex. Stadt"'aufgeforderl/in die Gememdst qinst/ zutteteür Der' Etfolg dieses" 'ÄppÄst' war' 'eist"st"lbsttäü/s. s ' /'/;:///'///, //;./////// AlMchken Ms JMbetungoes arflenfamfchen ,///,,. /'//:' MpMndWMsgese^e^ / / , f. W a s h i n g t o n , 8, März. Der Jüdischest/Te^rchchep^M/mtüxeinem, Mitglied / stest Einwanderungskommission '.'nritgetei.lt, daß. , die. Mehrheit' dest^inchänöexungskommkfslän sich für eine/ Milderung der l^inrvanderungsvorschriften in. dem Sinne/ ausgesprochen hast daß Frauen, .üyd Mastster, sowie : Kinder/ unter 18 Jahrstn von Bürgerst und Deklaranten, (auf Bürgerrecht Anspruch /i^rhebestste) außer" der Quote/ in das Länd gelässen werden. . Auch wünscht die /Mehr-/ heit, daß Emigrststten, die/ bereits/ Einwanderungs-Visa aus der Zeit üor Inkrafttreten des neuen Cistchünderungs-:/ gefetzes besitzen, sowie Frauen unst/mistderjähxi'ge Minder. von Rabbinern /äußer der' .Quote einreisen/dürfen///Es wirst erwartet, daß der Kongreß/^dw Äpträge. E Mrn-/ mkssionsmehrheit zu Beschlüssen erheben wirst/ / /, Die Erledigung des Quotengessttzes wirst//stcchurch/verzögerst daß hie Konrmijsion" beschlofsen' hast zuerst bist/ „Deportations-Bill" zu" erottärn, die das Rstcht zur Aus-' Weisung von -unerwünschten Ostwanstererst innerhalb/fünß Jahren b etrisft. Das Kongreßmitglied Jääobststist (egte/ eine Statistik vor/ - aus ster ^Hetvorgstht, daß/stist Behauptung des Staatsdepartements für EistryänderUng, es würden bei Annahme der Verbesserungen zum Qüotengesetz mehr als 500 000 Verwandte nach Amerika kommen,: auf ganz falscher Grundlage beruht. Es würden höchstens 80 000 Frauen, Männer und minderjährige'Ender ins' Land kommen können. - - s Brief aus Palästina. ’ ■- r/:;/:/-" --;v'; /JNrif wrcimI lb- MW > Eine Konjeienz Mischer SchriMeller und Jour-i- Nülistev itt Tel-Awüv faßtemehrere Beschlüsse- und" sandte auch Hine telegraphische Sympäthietundgebung an// die Kollegen in Rußland, die auf erstem gefährlichen /Posterst: unter gefahrvollen Umständen, die. hebräische Sprache und Literatur hüten:und betreuest. " Der Sitz des Zentral-! komitees des SchriftsteNeroerbandes ist J/ersts/alem^ Die anderen A/einter / bleibest sn stTes-Awiw./ /. Der; Bchem zum Schütz der hrbräischen Sprache ^:im Vukehre.findet, die - moralische und materielle/ Unterstützung des Schrift»" stellerverbästdes. " n.-n ’i’j'U : -jV: i u; ’i ir: Wochenkalender, t vom 8.-10. ApÄl 1928. /i vom 19-AÄ. Wfsäü 'MÜ // -- <' i Samstag V 3 19 J0’2 Sonntag „ & 4 .. 20 iMäntäg-/'/ 5S- Ä iV;-’' Dienstag:- >7/-' 6 ■t:7ibsü 22 /Mittwoch" ./•'ii.t i 23 ■- /D/onnerstag 8 /, r„ 24 r-! Freitag 9 r :/il 25 : Samstag 10 26 ■-. _ j« e-k? e f?f rl --NVS bv ‘ "- ** /!NVS'dö':st-^st ::o/' l|i,;!5'VSi i'X.'•;//; :-:r niu:i «bii w!;-?;/ o: rr pna Rausch Tbaudesch benschen. Mauled, Montag Abends 9^

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