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Der Israelit · 1926-03-29 · Heft 14 (29.3.1926) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 14 (29.3.1926)
Date
1926-03-29
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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M. März 1926 DerJsraelit Nr. 14 Seite 8 m Sieben Mk.40Pfg. Eigenartig mutet es an, daß, während die sogenannten Sprachlegionäre — nsem im — au| $>er Straße ein Recht für sich herausnehmen, jeden zur Rede zu stellen, auch mit Beleidigungen zu überhäufen, der sich einer anderen Sprache als der hebräischen bedient, man auf der anderen Seite, im „Doar Hajom" und auch im zionistisch offiziellen „Haolam" sich gar nicht ge nug entrüsten kann über die Mitglieder des Sabbatschutzes, die am Freitag vor Sabbat-- «kngang auf der Straße die Geschäftsleute, Arbeiter und Händler um die rechtzeitige Schließung der Ge schäfte und Niederlegung der Arbeit bitten. Es sollen sich dabei Straßenszenen abgespielt haben. Das stimmt. Aber nicht aus Verschulden der Sabbatsreunde, auch nicht der Händler, sondern sie wurden heraufbeschworen durch jugendliche Elemente aus nationalen und Arbeiterkreisen, die die Sabbathüter aus das gröblichste beschimpfe ten und auch tätlich angriffen. Aus die unerhörten Beschimpfungen im „Doar Hajom" und „Haolam" hat nun auch Oberrabbiner Kuck mit einer Erwiderung und msmt. Er nimmt die MWWer ueg Sabbatvereines, die, fern von jeder Zudringlichkeit, ehrlich der Sabbatheiligung dienen, vor all den Verleumdungen in Schutz. Die jüdische Gemeindeordnung in Palästina. — Zusammenkunft zwischen Dr. Pinchas Lohn und Colonel Symes. I e r u s a l e m, 12. März. Der Chefsekretär der Palästinaregierung, Colonel Symes, empfing den vor kurzem hier eingetroffenen Präsidenten der Weltorganisation Agudas Jisroel, Dr. Pinchas Kohn, und erörterte mit ihm die Frage der Organisation der jüdischen Gemeinden in Palästina aus Grund der Eemeindeordnung. Wie der Palestine Telegraphie Agency mitgeteilt wird, hat Colonel Symes in feinem Gespräch mit Dr. Pinchas Kohn erklärt, die Palästinaregierung bestehe auf einer einheitlichen Organisation der jüdischen Gemeinschaft, jedoch werden die Anhänger der Agudas Jisroel-Bewegung das Recht behalten, eine eigene Gemeindeinstitution privaten Charakters zu bilden und in die offizielle Gemeinde nicht einzutreten. (Das wäre mittelbar der schlimmste Gewissenszwang. Red.). Zn einem Gespräch mit dem Vertreter der Palest ins Telegraphie Agency sagte Dr. Pinchas Kohn, die Agudas Jisroel hege keine gesonderten politischen oder wirtschaftlichen Ambitionen. Einzig auf den Gebieten von Religion und Erziehung wolle sie unabhängig sein. Sobald den Anhängern der Agudas Jisroel ihre Unabhängigkeit auf religiösem und erzieherischen Gebiets gesichert ist, könne in politischen Belangen ein gemeinsames Vorgehen unter einem vereinigten Komitee möglich werden. Zn unserer Konferenz mit Dr. Weizmann in Wien, setzte der Aguda-Führer fort, haben wir diesbezügliche konkrete Vorschläge gemacht; bis jetzt aber i „L ia zisMWM MllM lM worl auf nufere Vorschläge erhalten. Sobald in bei Frage der jüdischen Eemeindeordnung ein Uebereinkommen erzielt ist, wird es leicht sein, in allen anderen Fragen zu einem Abkommen zwischen Zionisten und Agudisten zu gelangen. Dr. Pinchas Kohn schloß: Ich kam nach Palästina, um die Lage persönlich, zu studieren. Die jetzige Periode wirtschaftlicher Depression im Lande entmutigt uns keineswegs, jüdischer Wille und jüdische Kraft werden sie überwinden. Araber und Juden leben in freunschaftlichen Beziehungen zueinander, die britischen Beamten benehmen sich den Juden gegenüber gentlemanlike. liefern wir einen eleganten Kneifer mit Gläsern, Double ohne Fassung, der eigens für Nase und G esichtsbildung hergerichtet wird. Es ist nicht mehr nötig, daß Sie sich mit schlechtpassenden Gläsern, falsch und schief sitzenden Kneifern behelfen, die Augen dadurch vernachlässigen und schädigen. Besprechen Sie sich mit unseren Fachleuten ohne Kaufverpflichtung, wir beraten Sie gut und bedienen Sie sehr preiswert. Lieferung für alle Kassen. Orthozentrische Kneifer-Gesellschaft, Opernplatz. Für die Reise Feldstecher, Operngläser von 20.— Mk. an. Schutzbrillen und Kneifer in allen Farben Ls ist ausschließlich Sache der Leser, die im Jnserateuleil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesehlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. tonten, Herrr Benny Cohn, feierte darauf Herrn Tan nenberg in herzlicher Ansprache. Sichtlich gerührt, dankte Herr Tannenberg den beiden Herren für die Ehrung und die freundlichen Worte. Er hielt dann noch eine größere, zu Herzen gehende Abschiedsrede, worin er besonders hervorhob, wie schwer ihm das Scheiden aus seinem Amte werde. Er versprach, auch ferner in innigem Verkehr mit seiner Gemeinde zu bleiben und wünschte ihr ein weiteres Blühen und Gedeihen. Herr Friedemann, der nunmehr die Funktionen feines Vorgängers übernommen hatte, hielt zum Schluß eine Antrittsrede, mit welcher er der Beweis guter oratorifcher Befähigung erbrachte. Jesberg, 21. März. Der pensionierte Lehrer Jakob Höxter, der feit 1899 am hiesigen Orte amtiert, ist als Religionslehrer und Kultusbeamter nach Helden bergen berufen worden. Frielendorf, 21. März. Der Lehrer Wetzlar in Aurich ist als Religionslehrer, Kantor und vniv hier gewählt und von Provinzialrabbiner Dr. N. Cohn Marburg in fein Amt eingeführt worden. Felsberg, 21. März. Der Lehrer L. Kleeblatt, bisher in Meerholz, ist von der Regierung zu Cassel als Lehrer und Kultusbeamter hierher versetzt worden Stadtlengsfeld. Nach 30jähriger Tätigkeit an der Tjjejjgen pmultanen <S±ab±|«^uIc ist Lehrer Willi Qatz in den Ruhestand getreten. Die ertedrgto Sfelle tmrk kaum wieder durch einen jüdischen Lehrer besetzt werben, da die Zahl der jüdischen Kinder sehr zurückgegangen ist. Vermischtes. Wiesbaden, 3.. März. Am Montag cpiib jtm veranstalteten die Teilnehmerinnen des bereits im vorigen Wintersemester gut und in diesem Jahre besonders gut und regelmäßig besuchten, unter vorzüglicher Leitung des Herrn Lehrer H es stehenden Damenschiurs der Agudas Jisroel im Hotel Kronprinz einen kleinen Unterhaltungsabend. Abwechslungsreiche Darbietungen, von den Damen P l o t k e und E r t e s ch i k sowie bereits bekannten Darstellern gut ausgeführt, sorgten dafür, daß die Purimstimmung aus der Höhe blieb. Den Glanzpunkt des Abends bildete das zierlich kleine Eeschwisterpaar Heinz und Ruth Kahn mit ihrer reizenden Darstellung und in ihrer besonders gewählten Kleidung. Herrn Lehrer Hes sei an dieser Stelle Dank und Anerkennung ausgesprochen, daß er es durch seine besonders gute Vortragsweise versteht, eine stattliche Anzahl begeisterter Hörer und Hörerinnen bei allen seinen Schiurim dauernd um sich zu sammeln. Briefkasten. T. Köln. Wenden Sie sich an Herrn Michael M. Mainz, Frankfurt a. M., Ostendstraße. D. B. Ja! Familiennachrichten. Barmizwo: Benno, Sohn des Herrn Jsak Weißberg, Köln. 'q. Personalien. Merzig, 21. März. Eine eindrucksvolle Abschiedsfeier veranstaltete die israelitische Gemeinde am verflossenen Samstag ihrem aus seinem Amte in den Ruhestand tretenden Prediger und Religionslehrer Herrn Tanne n b e r g. Nach Schacharis - richtete der Vorsitzende des Vorstandes, Herr N. Hanau, eine längere, tiefempfundene Ansprache an denselben. Er schilderte m warmen Worten seine Verdienste um die Gemeinde während seiner dreißigjährigen Tätigkeit und dankte ihm für sein segensreiches Wirken im Namen der Gemeinde und wünschte ihm einen langen und glücklichen Lebensabend. Hierauf führte er seinen Nachfolger, Herrn Friedemann, in sein Amt ein. Der Vorsitzende der Reprasenfrankfurter Berichte. Abschiedsfeier in der Israelitischen Volksschule. M DonmiMg naöjnffifffg roar bic ^uIa bcr?sraelitischen DoMfyM ln Der VM«nsnaß? ^ug^wt von den Kindern der Schule, dem Lehrerkollegium und geladenen Gästen aus dem Freundeskreise der Schule. Die abgehenden Schüler und Schülerinnen feierten Abschied, und die Jüngeren und Jüngsten gaben der Abschiedsstunde die Weihe, und die Würze mit einer großen Reihe allerliebster Aufführungen, Gesänge und Vorträge. Herr Rektor B. Stern richtete dann eine herzliche Ansprache an die schulentlassenen Schüler und Schülerinnen und mahnte sie, im Geiste der Schule ihren ferneren Lebensweg zu befchreiten. Vereinskalender. Veteln Wetot Lhasim. Vorträge für Pesfach. 1. Tag nvs. eine Stunde vor Nacht: .Der Messigtzqedanke in der nvü'Hagadah*' Herr Redakteur S. Schachnowitz. 2. Tag, eine Stunde vor Nacht: Herr Arnold Merzbach über „mwn mms»". isnan Vw tiaw. 3/< Stunde vor nniö (Lanqestr. 18), Herr Dr. Willy Hosmann: Betrachtungen zur nnvsn. -nnan nm eine Stunde vor Nacht: Herr Dr. Elieser Posen: tPTwn tw- 7. Tag nos. eine Stunde vor Nacht- Studienrat Max Munk, rziv D’ riZf'lp. 8. Tag nvL, eine Stunde vor Nacht: Dr. Weg er, Midrasch. IbI Birobrot 11)^ unter Verwendung biochem. Aufbausalze.1 das Volksbrot der Zukunft Man beachte den vorzüglichen Geschmack; Erhältlich in den mit den Biroplakaten ausgestatteten Lebensmittel - Geschäften BROTFABRIK FRIEDRICH GÜNTHER Hermesweg 8—12 - Hansa 3862 u. 795. Hansa Gross Wäscherei vorm. Gebr. 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April -s na» stattfindenden "Q-Feier unseres Sohnes LUDWIG in der Svnagoge Israelitische Männer-Krankenkasse, Rechneigrabenstr. 18, laden wir Freunde und Bekannte höflichst ein Börneplatz 10 Hugo Hess und Frau Schmerzerfiiilt machen wir Verwandten und Freunden die traurige Mitteilung, daß unsere geliebten Rabbiner Dr. Philipp Klein und seine Frau Julie, geh. Hirsch in New-York im Laufe dieser Woche nach kurzem Krankenlager verschieden sind. Ne w-Tork, Frankfurt a. M., London, Haarlem, Berlin, Wien, den 26. März 1926. ®ie trauernden Hinterbliebenen. Ä ' Ä! ■ > 7, '! ,! ’ W :J:| ' tly f1■ Li u 1 ■ K v;? <■- f -iE i V r jl i \ Jj

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