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Der Israelit · 1926-03-25 · Heft 13 (25.3.1926) · page 22

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 13 (25.3.1926)
Date
1926-03-25
Page
– (sequence 22)
Language
German
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tzLttL S DU 7 wißheit geworden. Seiner Umsicht und Gewandtheit, vor allem aber der in ihm lebendigen jüdischen Bruderliebe, die den Keim des Guten überall erspäht und nutzbar zu machen weiß, ist es bereits gelungen, den Rahmen einer Aguda Organisation und eine Anzahl von Gruppen in New- Pork wie im Lande zu schaffen, und einer verhältnismäßig stattlichen Anzahl von Gesinnungsgenossen das Verständnis der Aguda-Jdee soweit ZU SrWlktzkN. Dag stk rbeiier m Betracht ksmmsn. Böi Der unüdersehdarrn Ausdehnung bes Arbeitsfeldes ist gerade diese seelische Gewinnung von verständnisvollen Mitarbeitern im Lande selbst die erste Vorbedingung dauernder Erfolge. Das natürlichste und wirksamste Mittel für die Verbreitung von Ideen, eine viel gelesene Tagespresse, steht uns in Amerika leider bisher Nicht zur Verfügung; mit Ausnahme des der Aguda einigermaßen wohlgesinnten „Jüdischen Tageblatts" (Gedalja Bublik) befindet sich vielmehr die gesamte Presse im schärfsten Gegensatz zu „Agudas Jisroel" und sucht deren Verwurzelung im Lande systematisch ^it verhindern. Diese Gegnerschaft hat sich seit der bekannten Londoner KarnpssiaMe LüUlS Llsiskjg zu einer wilden Hetze gegen die Aguda entwickelt, der man die abenteuerlichsten Verleumdungen an den Kopf wirft, ohne daß eine an Schallstärke halbwegs ebenbürtige Abwehr möglich wäre. Es ist bedauerlich, daß dieses Boxersystem des amerikanischen Presse-Zionismus einen starken Teil jüdischer Kraft auf beiden Seiten in fruchtloser häßlicher Polemik verzehrt, während gerade die amerikanische Erde Raum genug böte, um neben einem erfolgreichen Drive des Keren Hajeßod auch der kolonisatorischen und kulturellen Erez Jisroel- Arbeit der Aguda die nötigen finanziellen Mittel zu liefern. Die Ausstreuungen der zionistischen Wkfsk inbejjettf *»te ich feffffeilen konnte. nicht nur den BodenveNauf der Ägu!)a schwer geschädigt, sondern auch denjenigen der zionistischen Körperschaften selber, denn das einmal geweckte Mißtrauen des Publikums gegen die Landgesellschaften macht natürlich vor den Pforten der zionistischen Companies nicht Halt. Ich habe versucht, in einigen Jnterwiews der Wahrheit eine Gasse zu brechen und in einer Anzahl von Versammlungen Herrn Dr. Ehrmann und unsere amerikanischen Gesinnungsgenossen in ihrer mühereichen Organisations-Arbeit ein wenig zu unterstützen. Ein besonderes Kapitel bildet die dringend notwendige Klärung innerhalb der r a b b i n i - schkN WM AMkNWik' Ueber die Ursachen, die SS den aus dem Osten flammenden rabbinischbn Autoritäten Amerikas so außerordentlich erschweren, eine unabhängige, ihrer eigenen Einsicht entsprechende Wirksamkeit zu entfalten, ist schon viel geschrieben worden. Auch hier kann nur eine starke Aguda-Organisation allmählich den Gesundungsprozeß einleiten. Einstweilen ist es ein erfreulicher Erfolg, daß mehr als hundert Rabbinen den Mut gefunden haben, ungeachtet des Terrors der Presse, für Agudas Jisroel und den Keren Haji-fchuw einzutreten. Die Sammlungen für den Keren Hajischuw Deren Erfolg för tzik wirtschaftliche und kulturelle Arbeit dsr Aguda IN Sieroct eine ße&snr frage bedeutet, haben dank der Hingebung Dr. Ehrmanns und seiner Mitarbeiter einen schönen Anfang genommen. Es wäre aber ein verhängnisvoller Fehler, wollte man aus Stimmungsrücksichten die Tatsache verhehlen, daß das Ergebnis dieser Sammlungen bisher weit hinter dem minimalsten Bedarf der agudistifchen Pa-! lästina-Arbeit nach ihrem jetzigen Stande, um 1 wievielmehr im Verhältnis zur notwendigen Aus-! gestaltung des Werkes, zurückbleibt. I Es war meines Kollegen Herrn Wreschner 1 und meine Aufgabe, die Arbeit Br. Ehrmanns , in dieser Hinsicht insbesondere in den begüterten I up town-Kreisen zu ergänzen; ich muß aber sagen, ' daß Wunsch und Eifer dieser Kreise, an dem i Aufbau eines wahrhaft jüdischen Erez Jisroel 1 unter wcskllMiHM Materiellen O^ern rnitznl mlrhtt, Söch noch örhövlicher Mklgkrung fähig I ist. Selbst die den Zionismus grundsätzlich abs 35IOHlt ■ ff 1 - - lehnenden Schichten müssen zu possitiv agu- - distischer Leistung erst erzogen werden. Am erfreulichsten ist der Widerhall, den der > Ruf der Aguda in den Kreisen der Äugend - gefunden hat; man darf erwarten, daß gerade die - Jugendorganisation sich rasch entwickeln und auch - die „Pirche Aguda Israel" Hand in Hand da- - mit erstarken werden. t lieber unsere Verhandlungen mit dem 7 Sein* glaube ich sagen zu dürfen, daß die i xft «tu&iaüjafta Mretuna Der Der i Aguda nahestehenden Thora-Jnststustöttsn ds§ - Ostens in den zentralen Organen der großen , Hilfsorganisation den Wünschen der leitenden - Persönlichkeiten keineswegs entspricht. Es ist zu , hoffen, daß ein Wandel zum Besseren in dieser! Hinsicht nicht ausbleiben wird. Eine von wohlwollender Seite angeregte Aussprache mit. dem amerikanischen „Misrachi" : wegen des Versuches irgendwelcher gemeinsamer ' praktischer Arbeit für Thorazwecke ist, obgleich wir uns dazu bereit erklärten, nicht zustande ge-! kommen. Eine Genugtuung war es mir, gelegentlich niemer Neffe dem Präsidenten eooübg? gegenüber Zeugnis ablegen zu dürfen für bir Tatsache, daß das jüdische Volk seine historische Aufgabe, Träger des Gottesgesetzes zu sein, auch heute nicht preisgegeben hat, daß eine große Volksorganisation wie „Agudas Jisroel" für die ewige Herrschaft der Thora im jüdischen Volke zeugt und daß diese Organisation, Treue zur Vergangenheit mit lebensfrischer Kulturfreudigkeit verbindend, auch in Amerika feste Wurzeln geschlagen hat. ' Daß in den orthodoxen Massen Amerikas selber die Bedeutung einer solchen unmittelbaren Vertretung des historischen Judentums vor den Völkern geahnt, vielleicht schon erkannt und gewürdigt wird, zeigte sich mit er- Miichs? Drnimmi in Der grstjiii m]amrnlung in Cooper-Union, die auch in dieser Hinsicht einen Erfolg für unsere Bewegung bedeutete. Die Stärke der jüdischen «Parteienin Polen. Der polnische Ministerialrat Adelsberg hat unlängst als Vertreter des Ministeriums der großen Rabbinerkonferenz beigewohnt und daselbst Ausführungen gemacht, die wert erscheinen, voll gewürdigt zu werden. Nach seinen authentischen Akten bestehen in Kongreßpolen — also ohne Einrechnung der vorkrieglich österreichischen und deutschen Landesteile Polens — 379 Gemeinden, in benen Me MMssntMtm Deretts gewählt sind. Diese 379 Gemeinden haben zusammen 2323 Röpräsentanten gewählt. Davon sind 2 Zeire Zion, 21 linke Poale Zion, 186 Misrachisten, 257 Zionisten, 17 Bolkisten, 316 parteilosOrthod o x e und 1458 A g u d i st e n. Da die parteilos Orthodoxen sich letzthin mit den Agudisten vereinigt haben, so verfügt die A g u d o über 1 7 7 4 von 2323 Repräsentantensitzen; das sind mehr als 76°/». Das alte, neuerdings wieder stark ertönende Zionisten-Fanal: „Erobert die Gemeindestuben!" hat demnach in Polen ein Echo gefunden, das Musik ist in unseren Ohren: >NSS nn’.-r v'ziv!? *58110 J51I Die Beth Jakob-Bewegung in Polen. Krakau, 14. März. Wir hatten diese Woche die Ehre, Herrn Dr. Deutschländer, Direktor des Keren Hathora, in unserer Stadt zu begrüßen. Donnerstag abends, gleich nach seiner Ankunft, hielt Herr Dr. Deutschländer eine längere Sitzung mit dem Kuratorium der Beth-Jakob-Schulen ab, wobei wichtige Beschlüsse gefaßt wurden über die Möglichkeit einer bedeutenden Ausdehnung der Beth- Jakob-Arbeit, welche im Mittelpunkte des orthodoxen Lebens in Polen steht. Freitag morgens besuchte Herr Dr. Deutschländer die Beth-Jakob Lehrerinnenanstalt, die unter der Leitung des Fr!. PUt,, aus Jiirifli Ml unD duflerte feine Uebermschung über die sehr 2n. März 1926 dieser Frist gemacht haben, besonders aber in Chümosch, Dikduk und hebräischer Sprache. Nachmittags wurden einige Lehrerinnen examiniert,, welche an dem Robower Fortbildungskurs Anteil genommen haben. Freitag abends wurde Herr Dr. L. Deutschländer von der sehr rührigen, arbeitsfähigen Mädchengruppe der Agudas Jisroel, deren Begründerin und tüchtige Leiterin ebenfalls Frl.!si, emgelaben, zöo fernem Vortrage, außer den Milglwdkrn V?r Müdchengrnsisie. die über dreihundert zählen, eine große Zuhörerschaft lauschte. Der Vortrag dieses bedeutenden Pädagogen hat auf die Zuhörerinnen großen Eindruck gemacht. * Sonntag, den 21. Adar, traf Dir. Dr. L. Deutschländer in Lodz ein. Ihm zu Ehren fand abends eine Sitzung des Waad Hapoel der Lodzer Aguda statt. Nach den Begrüßungsworten des Vorsitzenden Senator Mendelsohn referierte Dr. Deutschländer über die letzten Ereignisse in dev gesamten Aguda. Insbesondere über die Tätigkeit Dr. Salomon Ehrmanns und Jacob Rosenheims in Amerika, sowie über die Arbeiten. Pinchas KokM im heiligen Lande. Am 22. und 23. Adar fand m Lodz Die erste Landeskonferenz der agudistifchen weiblichen Jugendorganisationen Polens statt. Es waren hundert Delegierte von sechzig Ortsgruppen anwesend. Unter den ausländischen Gästen waren die Heren Dir. Dr. L. Deutschländer als Vertreter des Geschäftsführenden Ausschusses der Agudas Jisroel Wien, und Dr. Eliah Munk in Vertretung, der reichsdeutfchen Jugendorganisation der Agudas Jisroel. Namens des Zentralkommiffariates der „B'noth Agudas Jisroel" eröffnet Friedensohn um 12 Uhr mittags die Konferenz mit einem ausführlichen Bericht der orthodoxen Frauenbewegung. Nach Verlesung von mehr als 200 Begvützungsic?cgr«mmsn ÜM8ÄM Diß DQHlim ZkM der, Koslowski (Lodz) Rothschild (Zürich) Mondry (Mlawa) in das Tagespräsidium gewählt. Die erste Sitzung wurde mit den Berichten der Ortsgruppen ausgefüllt. Die zweite Sitzung wurde unter Vorsitz des Frl. Rothschild eröffnet. Frl. Mondry referierte über Zweck und Leistungen der Frauenorganisationen, dem sich eine lebhafte Diskussion. anreihte. Es wurden besondere Kommissionen dev Führerinnenausbildung, Presse und Literatur, sowie Statutenausarbeitung gebildet. Ueber den weiteren Verlauf der Sitzung am folgenden Tage stehen Berichte noch aus. ^fmuejen^eti; non Dir. Dr. L. DeutslHlander fand eine Prüfung öcr lermnen statt. Es fanden Prüfungen in Krakau. Warschau und Lodz statt. Bei allen Prüfungen haben sowohl die Lehrerinnen der erwähnten Städte selbst, als auch aus deren Umgebung teilgenommen. Insgesamt wurden Lehrerinnen von dreißig Beth- Jakob-Schulen zur Prüfung zugelassen. Die Ergebnisse sind recht zufriedenstellend. Im Sommer dieses Jahres soll der Lehrerinnenfortbildungskurs in Krakau selbst abgehalten werden. Die Dozenten des vorjährigen Kurses In Jollen Ipterbet durch die am Veth-Jakob- LshrMiMölffeininnr in jSvnW LesHLstiZLz» Lehrkräfte wirksam unterstützt werden. Aus diese Art und Weise wird das ungeheure Material leichter bewältigt.werden können. Auch hier zeigt sich neuerlich der bedeutende Wert der Erziehungsarbeit der Agudas Jisroel. Die «Entpolitisierung und Äberparleilichkeik" des Keren Hakorah. Bekanntermaßen gibt es Kreise, die dem Misrachi. und der Achduth näher stehen als der Agudas Jisroel. Zum Teil gehören sie auch zur Aguda, zum Teil nicht. Aus solchen Kreisen dringt zuweilen ein Vorwurf gegen den Keren Hatorah. Ec sei nicht „überparteilich". Oder, der Keren Hatorah gebärde sich nur als überpartei^ m imD MMilWw n gm fwi bMen 9tn^ein; uw- Ijamil LEM CHWm TUT m lini) ftfm

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