Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 6 (4.2.1926)
- Date
- 1926-02-04
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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^Februär1926 Ü^r' mi afgabo^eiin; 'li5anaueridnäjira|e 17- " 2Iri= ' mewungen Tbdrüen>;jm Unterricht entgegengenommen, oder ^können beim'Verwalter abgegeben, werden. Auskunft erteilt Her Dfanfred.Neuberger, Am Tiergarten 24. ' Wegen Verhinderung des Dozenten fallt am Sonntag, den 7. Februar, der Geschichtskurs des Herrn Redakteur S. Schachnowitz aus. - Der feit zwei Wochen regelmäßig statLfindende M u f s a r - S ch i u r findet ab 7. Februar nicht wie angekündigt nach dem Minchy-Gottesdienst, sondern um 4 Uhr Pünktlich im Vereinslokal, Hanauerlandsträße 17, statt. ■■■ * ■;; ' 1S ' Am Sonntag, den 7. Februar, abends 8f4 Uhr, referiert Herr Louis Kahn über das Thema: „Die Verbreitlfflg M WWkst MM lll ÜM LllMMkWM" M Aussührungen Des Redners soll sich eine Diskussion anschließen. Zu dieser Veranstaltung sind Damen und Herren herzlichst eingeladen. Wir. bitten um zahlreichen Besuch. - .■ ':l ••. - (Elternabend.) Die Elternschaft der. Realschule und des Lyzeums der Israelitischen Religionsgesellschaft , wird hierdurch auf den Mittwoch, den tO. Februarabends 8% Uhr in der Turnhalle stattfindenden Elternabend aufmerksam gemacht. Pünktliches Erscheinen aller Eltern ist dringend erwünscht. , (Die außerordentlichen Vorträge im Verein „Mekör Ehüjim". Letzten Sonntag mußte des ovo wegen dssr Sonntag-Abend-Vortrag äusfällen. So haben wir dieses Mal nür über drei' Vorträge zu berichten. Die Qualität erje^ie; re»ii)ü(i) bie Q^aniUäl. ätm Sohniag, IO. Sanuor, Iprac^ ^ert <S a n o to r ük-sr: j^e£>erx und Letzten des Chase DDom", Wieuiele Jehudim nehmen jeden Tag den' ’?n in die Hand,' um zu. lernen und sich und' andere zu belehren, und wie wenige wissen von seinem Leben und seinen Schicksalen. Ja,?seinen.Namen kennt man kaum. Was Wunder, daß nach Hunderten me Hörer zählten, die den Worten' des verehrten ' Redners lauschten, der in dem Leben, das „Chäfe Qdom", R. Awxohorn Danzig Vxr. das Leben eines .'Qdom" zeichnete. wie ihn tim am WluA lötnog. LMM fönfDßtf. mm ■ m n uw i'Bw»; m mb». : Nue dsr das östliche jüdische Leben'aus eigener Erfahrung kennt, versteht so markant uNd lebenstreu zu schildert Schreiber dieser Zeilen, der einst während des Krieges, auf dem mm min Wilna am Grabe des ms ’>n ergriffen weilte, sah sich im Geiste wiederum dahin versetzt....... Sonntag, den 17. Januar, sprach wie stets vor,/aüsverkauftem Hause" Herr Emil Goldschmidt über: "vivii-n". Unter .dem reichhaltigen Material, das Talmud und Midrasch zu diesem Thema liefert, wußte er in l^stündigem Vortrag. vortrefflich dasjenige auszuwählen, was besonders geheimnisvoll und, phantastisch klingt und an Hand meisterhaft klar und unwiderleglich vorgetragener Erklärungen zur rvus und besonders aus nTu piD darzutun, was uns unsere v orn mit ihren nvus über die Träume zu sagen haben. glrn Sonntag. r>sn 24. -Sartuar, sprach Hsrr Nabbinar SBaffermänit ans Äarlnsta^l nlls": ülii nn’rtr tw Strtttc der Halacha uttb Ägada". Von dem Verse r>i^»n r>s des Wöchenabfchnittes ausgehend, war es eine regelrechte nan-r, öie er in geistreicher Weise zum besten gab und in einer so populären 'Form, daß ihn wohl jeder verstehen konnte. Es war in unserem Kreise eine nicht alltägliche Art eines „Vortrags", und wie ich aus Aeußerungen feststellen konnte, außergewöhnlich dankbar und beifällig hingenommen. Der ivy rnp»n ift vorüber, bald wird n--rr der Früh- Mil $fi ms fWWi Still» 8M fiHÖJ Sik ntctDc Der ffitnter«SDrträQE Del uns gur mm-. Dollj biZ dahin ist noch ein weitere Serie guter Vorträge vorgesehen, die uns hoffentlich weiterhin gute Freunde für unser Streben zufuhren werden. <5-y-r. (Vortrag von Dr. Moses Auerbach, Berlin.) Es sei schon heute darauf hingewiesen, daß s. G. w, am Sonntag den 14. Februax in der Ägudas Jisroel-Orts- und Jugendgruppe Herr Dr. Moses A teer b a ch, Berlin, einen Vortrag halten wird' über: „Kulturaufgaben der Agudas Jisroel in Erez Jisroel". Wie bekannt sein dürfte, ist Dr. Moses Auerbach. öer Begründer und langjährige Leiter des orthodoxen Schulwerks in Erez Jisroel, es dürfte sein Vortrag somit yllsritigem Interesse begegnen. Näheres wird noch bekanntgegeben. ... D e r I s-rc-e l i t '14. "Stl-i f f a n efTerx. rolr SDiafifiaus, am IS. . SE.i-f ch r * schütteln wir düs Lulow usw. Mit einem Worte: das jüd i s ch e Blut pulsiert nicht, es bedarf des Müstars. Wenn nun der lebenbringende Nerv der. Mussar ist, warum vernachlässigen wir das Studium des Mussars? Hören wir, was Rabbi Mansche Chaim Luzattoin seinem „Mesilas Jeschorim" sagt: „Die wenigsten unter? ben Menschen entschließen sich über die Art und Weise der Vollkommenheit im Dienste Gottes Betrachtungen anzustellen, um sich über das Wesen der Liebe, der Ehrfurcht, der Anhänglichkeit und aller anderer Arten der Frömmigkeit klar zu werden. Aber nicht aus dem Grunde, daß sie dieses Wissen für überflüssig halten, Betriebe, die der Aufsicht der Syn. Gem. JsraeliüscheReligious- Gesesischaft unterstehen: Bäckereien: David Stein, Stolhestratze 12, Aron Mainzer, Hanyuerlandstr. 1. Konditoreiey: Julius Grünebaum, Hanauqrtandstr. 4, Sally Simons, Oftend-? Fräße 60. ... 3ß s g e tr c « e tt - VdfflflligfW' skratze ei, Siegm. Bender. Hanatierlandslraße lös. Leostold Löb, Bleichsiraße 9, Jacob SÄjön, Ilhlandstratze '50, Leo Vogel, Börnestraße 44. - V u r ft t e r e i e n : Max Philipps, Zeit 4, S-SalomoruGe-.LWsnheitnerstuabslS- GcflügelDanölangen: Donas yalver» stadt, Allerheiligenflraße Kl, Wolf Auerbach, Allerheiligenstraße 77. Kolonialwaren: David Bauer, Börnestratze 29, Philipp Heinrich, TNainstr. 23, Markus Visfenbaum, Klingerslraße 11, Mayer Ch. Melämet, Schwimmbad 2. M i l ch h a n d in n g e n: Abr. Rothschild, Sandweg 6, Leonhard Weis, Ostendstraße 11. R e ft a u r a t i o n e n : Julius Ries, Bethmannftraße 52, S. Salomon, Gr. Eschenheimerstraße 19. {j g & m a n o n rn i S RllWllllm. 11 Over» mrnnfiraßö 21, $am. ThcklMckUU, Ostendstraße 12, Thalmann & Schwab. Schützenstraße 4, Victor Ehrlich, Vergerstraße 234. Laut Absatz 2 des § 1 des Gesetzes vom 21. März 1899 betreffend die Synagogengemeindeverholknisis in Srantfurf ol HL find MsllWn im SynggsgM-Gsmstsdstzszit'k MllMMtt ll. M. «sMnds» Judr» »r» dSe Zii^chSÄMl zur Kyuagogengemelnde „Israelitische Gemeinde" befreit, welche binnen der gesetzlich bestimmten Frist von drei Monaten nach erfolgtem Zuzug bezw. nach Erreichung der Großjährigkeit, Vezw. nach Eintritt der Ditwenschafk unter Vorlage einer Bescheinigung des Vorstandes der Synagogengemeinde „Israelitische Religionsgesellschaft" über ihre Mitgliedschaft dem Polizeipräsidenten in Frankfurt a. -M. schriftlich anzeigen. daß sie ausschließlich der „Israelitischen Religionsgesellschaft" angehören wollen. Wie sich schon aus der Bestimmung über die Witwenschast bezw. Volljährigkeit ergibt, hat die Erklärung des Familienoberhauptes Rechtswirksamkeit auch für die. Lhefrau und die minderjährigen Kinder. MM. In der Agud'a-Jugendgruppe hat sich ein MUssarkreis zusammengetan. Ueber die Wege und Ziele dieses Kreises entnehmen wir einem uns zugegangenen Artikel folgendes: Zur Frage, wo finden wir im Tnäch oder Poskin ein Gebot, das uns zum Muffarlernen verpflichtet, möchte ich ein Gleichnis ausdem Munde des Kelmer Rausch Je: schiwo, Rabbi Lüpian ansühren. Wenn ein Haus ge-> baut werden föll, entwirft ein Bauingenieur den Plan und unterichtet seine Arbeiter über alle Einzelheiten. Die Anzahl der Fenster und Türen, die Höhe der Stockwerke und dergleichen mehr.! Nur eines, muß der Bautechniker nicht hervorheben, dg es selbstverständlich ist: den Bau des Fundamentes. — m Der Kijauro ift doh Mchem genau angegeDen. wie wir unser Haus bauen > sollen. Ueber alles, was uns nicht ge- oder verboten ist, haben wir freies Verfügungsrecht. Eine Ausnahme' bildet das „Fundament" der Thauro,. das ist der? „Mussar". Wi bleiben starre Kalenderjuden, die ihren Schabhos mit der Uhr beginnen und-ihn mit der Uhr beenden. Am Abend des fca rber -??n' ifjnfüi wsnn mnn W varvb De« fragen möchte, mit aller Bestimmtheit erklären würbe, daß dieses von höchster Bedeutung sei und auch keiner als wahrer Weiser gelten kann, solange er hinsichtlich dieser Ideale im Unklaren ist. Jedoch der Umstand, daß die obengenannten Tugenden so oft etwähnt werden und jedem einleuchten, ist schuld daran, daß man es für unnötigerachtet, deren Erforschungen Tei-t zu widmen." — Während, wie bereits erwähnt, unser gegenwärtiges Lehrwesen den Verstand schärft, erzieht der Mussar das Herz des Ptenschen. Denn schließlich macht der Mensch von seinem Verstände nach Herzenslust Gebrauch, ebenso wie das Herz den Körper beherrscht Der größte Weise mit ungebildetem Herzen muß zweifelsohne am blinde, irrige Pfade gelangen. Lasset daher unser Herz bilden, denn gar groß und v<rr- Wtwortlich sind dkö Pflichtstt ' , .Wte b^absichilhen, das heißt, wir beginnen bereits mit der Zusammenschließung ernst denkender Jehüdim zu einer Ehewras Mussar. Wir hoffen bestimmt, daß sich gleich zu Beginn dieser unserer neuen Tätigkeit recht viel Interessenten an'die endstehende Adresse des Verfassers melden werden, der gern bereit ist' Auskunft'betreffs der Nr. 2 Seife 3 WWl m MiMl « IllWM gleich yeroörheben, daß unsere Arbeitsgemetnschaftsstunden vorerst nur für Sonntag Nachmittag vorgesehen sind, da unter anderem an diesem Tage gewöhnlich keine Schiurim abgehalten werden. Die eigentliche Bedeutuny und der wahre Zweck dieser Ehewras Mussar — dce übrigens kein Verein sein soll, sondern jeden Juden, der Wch^ auf die Bildung seines Herzens bedacht ist, umfassen Wöge — soll die Erfahrung und nicht Worte lehren. Möge dieser „Funke" zum Mussarüben in unserer mit der Geschichte unseres Volkes so eng verknüpften Stadt wahrhaft jüdische Herzen finden, auf daß er zur ab-- wehrendsn Flamme gegen alle Widersacher, roerde. Lippmumi Kurzweil, Franksuri ll. M., ' Röderbergweg 43. Gutachten über das Sagen des kaddifch. Würzburg, den 22. Januar 1879. Der israelitische Eultus-Vorstand dahier . an Se. Hochwürden Herrn Samson Raphael Hirsch, . zu Känkfurt a, M?'" In Folge der wiederholt'vorgekommenen Beschwerden' einzelner Mitglieder unserer Gemeinde, daß ihnen als Leidtragenden nur sehr selten das. Kaddifch-Gebet zukomme,. auch zuweilen Jahrzeithaltende wegen starker Eoncurrenz darauf verzichten müssen, wurde neulich vom Cultus-Vorstande angeordnet, daß das Kaddisch »an allen irauMllm MD MSWithaltMSM zMMLrkM gehalitzn wsrbs. Hingegen wurde von einer Anzahl Gemeinde-Mitglieder Protest erhoben und auf Wiederherstellung des früheren Usus angetragen. Zur Begründung des hierauf nöthigen Bescheides haben wir beschlossen, nebst dem Gutachten unseres Herrn Rabbinats-Verwesers auch das einiger auswärtiger. Autoritäten einzuholen. ' ' Wir erlauben uns deshalb, Ew. Hochehrwürden, um gefälliges Gutachten über folgende Fragen ergebenst zu bitten: 1., ob das Sprechen des Kaddisch-Gebetes von mehreren Personen zügleich rituell zulässig, oder 2., ob dies nach dem Ritualgesetze ausdrücklich verboten sei; ' 3., unter welchen Umständen das Zusammensprschsn Des Iöddim fisltaiißi fflßrDsn fom NäldtA^ ^^neigte MiUheilung würde' uns gu besonderem Danke verpflichten. " Hochachtungsvoll Sal. Bing Adolph Müller. ) Dem Brief ist folgende Antwort von S. R. Hirsch angefügt: Abgsfsher» dar>r»ri, dap die Wei^e^ nad^ jvelcfj^y pjjj? nur Usngfwfn SÜD, aus einem in unseren synagogalen Ritus sanctionierten Usus beruht, besten Abänderung überhaupt unzulässig ist, so ist auch diese Weise an sich die allein den gesetz-. lichen Normen entsprechende. Sollten mehrere zugleich das Kadidschgebet sprechen, so müßte entweder nur Einer dasselbe laut vorsagen und die- Anderen es leise -mitsprechen, oder es hätten sämtliche das Gebet laut zu sprechen. Ein leise gesprochenes ist aber eben kein das . ja mal? 'f,’ -rav »’ipö sein und demgemäß die Gemeinde zum Abschluß mit auffordern soll. Dem entspricht, aber das Leisesprechen des vrip offenbar nicht. Daß aber zwei oder gar mehrere gleichzeitig dqs Kaddisch laut - sprechen sollten, widerspräche der allgemeinen liturgischen Regel, daß Alles, was zum Vernehmen der Gemeinde gesprochen wird und von sinsnr CMMllM oorgölragm meinen soll. Mil ssnst M Brr?, HßDmDMßit CMbUtzL Ausnahme hiervün bilden nur selten vorkommende liturgische Stücke, die eine gespanntere Aufmerksamkeit voraussetzen lassen, wozu offenbar das Kaddischgebet nicht gehört. Hoch einmal: Die Zagd Gottes. Wir wollen nicht die Unklarheiten des Stückes, wie es andere getan, gleich zum Wertmesser und Ausgangspunkt unserer Betrachtung nehmen. Darin geschieht u. E. dem.Autor einiges Unrecht. Will man Volksbewegung in Wort und Bild bannen, so kann das Bild eben nicht' klarer sein, als das Modell. Uneben, eckig und oerroor-rsu txtav auch im Sstrcn »on jeher alles, rvas ausetrtev burrÜIen §ehu^ucht heruorruuchs^ M die Höhe schoß und sich nach allen Seiten über Stein .imtr Geröll ausbreitete. Programmatische Klarheiten würden. hier die Echtheit zerstören und abgezirkelte Kunst die Kunst vernichten. '■'* ■■ Wenn wir Emil B e r n h a r d begreifen, haben ihm bei dieser „Jagd Gottes" zwei Dinge vorgeschwebt:. Er