Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 6 (4.2.1926)
- Date
- 1926-02-04
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Nr. 2 2er Israel i t Feb^ar?1926 Traktate Erubm, dienochmit eigenen „Slichaus" Öberfcmtm 'WWWWH Skk8kM licht wurden, die Teilnehmer bis lange nach Mitternacht in bester Stimmung erhielten. Es zeichneten sich dabei aus die Herren Leo Ansbacher, Moses Birnbaum, Leo und Wolf Bodenheimer, Jakob Felsenstein, Manfred Neuberger (auch als. Autor mancher Stücke), Leo Schnerb und Zimmet. Der Herr Rabbiner, selbst brach mit den Letzten in später Nachtstunde, erWachden»! der Vorhang gefallen war, auf. - Es war mehr als ein bloßes . FD,- es war “ö mftrn «ns MMUM llM M jüngere Generation, die dieses miterlebt, hat Eindrücke gewonnen, die für alle Zukunft unserer Gemeinde reiche Früchte tragen werden. Der Verwattungsrat der Jeschiwah. Am Sonntag vormittag traten hiesige und auswärtige Freunde der Jeschiwah zur Gründung eines Verwaltungsrates zusammen. Nach einer kurzen Begrüßung des Herrn Rabbiner Dr. S. Breuer entwickelte Herr Dr. I. Breuer die Gesichtspunkte, aus denen sich die Notwendigkeit der Erweiterung des Kuratoriums durch einen Verwaltungsrat, der auch auswärtige Mitglieder. umfaßt, ergibt. Nach ausgiebiger Aussprache, an der sich die Herren Dr. Jsaac Breuer, Dr. Merzbach, Rabbiner Dr. Raphael Breuer. Leopold Oppenheimer. MkMts Sk, Amilllill mm. Min aofeflö »enöaiim. ®uTtau Itaufmann u. v. L bölMigen. wird drr Bärwaltungsrat gegründet. -Demselben-steht.die gleiche Einflußnahme auf den Lehrplan und die Lehrverfassung wie dem Kuratorium zu und'er kann seine Anregungen in Form von Anträgen zum Ausdruck bringen, wobei die letzte Entscheidung in den Händen des Leifers. liegt. Im Interesse einer nützlichen gemeinsamen Arbeit erhalten die Mitglieder des Verrvaltungsrates jeweilig die über bic ^iteixrrgere Äes ÄurOtorium5. Ml ' ° .! -u D*, in dieser Hinsicht keine Gewissenssorgen. Anders Ein Mittagessen. „Eine seltsame Ueberschrift", wsrd mancher denken! „Soll etwa über ein Mittagsmahl ge? sprachen werden, über Speise und . Trank, über deren Zubereitung usw., das gehört entschieden zwischen die Folien eines Kochbuchs, nicht aber in die Spalten des „Israelit"! Du hättest Recht, entrüsteter Leser, wäre von all den Voraussetzungen die Rede, die Du soeben an diese merkwürdige Ueberschrift geknüpft. Aber, „weit gefehlt"! Dieser Artikel verfolgt eine, we- .-crrtbeire Csr ergö^It MMen, yosfünngsfrölien MenMM/Mö e i n Mittagessen sich nicht leisten können; erzählt von Abwehrmitteln gegen das fürchterlich? Gespenst, „Hunger" genannt, das über so Maßen Kreisen , das Schwert drohend zückt. Es braucht nicht illustriert zu werden, die grausame Gegenwart spricht deutlich genug: All die vielen Vereine und Logen jeder Richtung, die in vorbildlichsrnSßifß }^? - ^^Ör|orjeii)erl^ er^aüen^ j« weiter ausbauen, können zusammen der Not nicht Herr werden, die Gott über seine Menschen geschickt. Das ist auch nicht ihre Aufgabe, hat doch jeder seiner Pflicht Genüge geleistet, wenn er bis zu den Grenzen seines materiellen oder auch ideellen Könnens zur Linderung der herrschenden Not beigetragen hat. Die großen Zentralisierungsbestrebungen gerade auf dem Gebiete der sozialen Fürsorge haben es notgedrungen mit sich gebracht, daß die verschiedenen Kategorien der zu Unterstützenden als Einzelne zu wenig Berücksichtigung finden, während andererseits der Drtttai nDttiiDgnDßn MM mch? Hilft ssbsfttt känn. Co ist <?«=> Tatsache, baß den zentralisierenden Fürsorgegemeinschaften von der Allgemeinheit größere Summen zur Verfügung gestellt werden, als. im Verhältnis den einzelnen sich daran beteiligenden Körperschaften zusammengenommen zufließen würden. Fast jede einzelne Fürsorgegemeinschaft hat Interesse an der Linderung der Not einer bestimmten Klasse von Bedürftigen. So hat seit kurzem die „Soziale Kommission der Agudas Jisroel Frankfurt a.. M." die „Lehrlingsfürsorge" sich an erster Stelle zur.Aufgabe gemacht. Uns TMdrern ist eZ -MeuMMvörstänblichr kein unsere schMsntMWt-wni'Mhne besuchen-die Jeschiwah oder erleLuen-döNsKaufmannsberuf zumeist in der Heimatsst-ÄdtuäJüdisches.^ Milieu ist ihnen fast ausnWiMss Michertz uns-entstehen . y->\$no ,sjuvi)rsniü6M y städtchen ünö' auf den Dörfern. Sie haben ein Opfer Mehr ihrem Judentum zu bringen; sie haben Sorge zu tragen, daß ihr Kind — fern von der Heimat — (zumeist bietet sich in der Heimat keine Gelegenheit zum Erlernen eines Berufs, in Schabbos geschlossenen. Geschäften) in jüdischem Kreis heranwachse, dort den gewählten Beruf erlerne. Mit. her oft nach langem Suchen —. in der jüdischen Großstadt — - gefundenen, richtigen Lehrstelle ist die Frage noch nicht gelöst. Der MNlmg öi p löMi M TMs, zrnz; Ml. 22.— (gweiundgwynzig) und. kann wahrlich damit nicht sehr weit kommen. Die Eltern müssen im Minimum pro Monat einhundert Mark zülegen, wenn ihr Sohn in der. Fremde einigermaßen auskommen soll. Können alle Eltern diese Summe heute monatlich aufbringen und wenn nein — dies wird zumeist der Fall sein — soll dadurch ihr gutes, jüdisches Vorhaben unausführbar sein oder sollen die jungen Menschen hungern und darben? Entschieden Nein!!' - Wir reden gar viel und gerne von Erhaltung der Tauroh, von Stärkung, wahrhaft echter JürWlkkt, wir wollenllanalv mnmini MW- Mi wird nicht srhällM, wettn nuv m einzelnen großen- Städten denkende. und gottessürchtige Jehüdim rbohnen. Ganz Deutschland soll übersäet sein von Jereiim uscheleimim; die jungen Menschen..können. Gottes ,Tauroh hinaus tragen bis in die kleinste jüdische Hütte; wir wollen ihnen Gelögsnhöit geben, irn Krsiss |übtfc£)er i^r1 juixcjes ßeken gu fornr?iii wVttEN VkN Eltern materielle Sorgen in dieser Hinsicht ersparen, indem wir für die Bestreitung vpn Mittag- und Abendessest ihrer Kinder in unserer Stadt auskommen. Nur noch Wochen und es wird eine große Anzahl Lehrlinge hier ihre dreijährige Lehrzeit beginnen. Helfen Sie uns bis dahin einen Grundfond errichten, der uns diese große, heilige Aufgabe ermöglicht. Geben Sie uns die Möglichkeit, „ein Mittagessen" für diese Hilfsbedürftigen zu bestreiten. Schenken Sie — nicht uns — der Erhaltung und Erstarkung:' wahrhaft echter Jüdischkeit eine Mark: sie kann, von entschei- MDer Mßiiftmß faifL r ..... —L. Samson Raphael Hirsch und die Israelitische Religioysgesellschafl. Bon Dr. Mendel Hissih (Fortsetzung.) v Qlbev sie jaijert einem Samson Hirsch gsgfnößEr« Sr gchorle Mchl zu Venen, öle vor ihm und nach ihm aus der Not eine Tugend machen und im 'Bewußtsein der eigenen Impotenz bei solchen Gelegenheiten die Parole des Schweigens ausgeben, damit, wie es in der Regel heißt, nicht noch Aergeres Nachkomme. Gewiß wüßte er, daß es auch r\V' eine Zeit gibt, in der das Schweigen angezeigt ist — wie glücklich wäre mancher, wenn er auch nur das verstände! Allein er wußte auch: -»anv T\y> wenn es an her Zeit war, zu' reden. Und wie keinen Änderen fand ihn jeder solcher Zeitmoment auf dem Posten, er stand stets in der Bresche. Tr rta^rti deshalb a«^ tfH ^NsMMUN° genen Kampf sofort auf. Cr antwortete vor demselben Forum der Oeffentlichkeit; er sah sich veranlaßt, seine Erwiderung nicht im „Frankfurter Journal", sondern in dem „Frankfurter Jntelligenzblatte" zu veröffentlichen, in Nr. 83, die am 8. April erschien. Es war ein wahrhaft klassischer Artikel, der am 5. April 1853, in welchem er vor. den, Augen der christlichen Mitbürger und der in den ganz entgegengesetzten Anschauungen herangewachsenen, großen Mehrzahl der jüdischen Brüder die Sache des gesetzestreuen Judentums vertrat, den wahren Charakter der Schmähungen dllklögtö und dt^ Ntchtrtzkert der nb?p gestreuten- Verdächtigung nachwies. Nicht der Schärfe, sondern der Sachlichkeit seiner Ausführungen verdankte er den Erfolg. Eine solche Sachlichkeit war freilich nur ihm möglich, der die' Er verstand e§, mit, einigen '__ Strichen auch dem Fernstehenden wenigstens eine Ahnung davon aufdämmern zu lassen/, daß ‘ diesen alten jüdischen Gesetzen, wie der Heiligt Haltung des Sabbats, dem Verbote des 'Gesäuerten, der Erfüllung der Kukkapflicht eine tiefe' Bedeutung für jede Gegenwart inne wohne, undi daß ihre Lehren, noch von keiner' Zeit überholt seien. Vor allem aber imponierte weiteren Kreisen auch die vornehms Nuhs,.dis spistondl Ue£>er= . lsgeNheil f^ümor>7 mit benrerrH die. hvhle Phrasenhaftigkeit der Angriffeaufdeckt^ Und den Angreifer zürückwies. . emes Auszuges halten wix es füo besier>Dewganzenherrlichen Äufsatz mitzüteilen. Er ist weiteren' Kreisen der jüngeren Generation wenig bekannt und ist leider auch jetzt noch von höchster Aktualität. '•'■■■■*". Die herrliche Erwideküntz - tautet:: ' Das rabbinifche Judenthum und die soziale Bildung. Ein erstes und letztes Wort zur Verständigung- .. _4fhi mit Nr. 78 Des „Franlfurter Journals^ ausgegebenes Blatt hat von der Ankünbung einen Unterrichtsanstalt des 'Israelitischen R.eligioysgesellschaft .Veranlassung genommen, /ich üben rabbinisches' Judenthum und sociale Bildung in - einer Weise, zu expectörieren^ daß Mit der..ganzen' Cxpectoratiön nichts weiter erreicht ist, als bem PlllllllUM zu MMT MIß sßhp Mm C^peetößanten die allerersten Elemente sowohl . der soclalen 'BilöuNg, als des rabbinischen Juden-, thüms. eine unbekannte Größe seien, und wie sehn man in gewissen Kreisen das rabbinifche.Juden-, thum gern bereits als antiquiert und in der allgemeinen Achtung herabgekcimmen betrachten möchte, daß auch die leichtsinnigste Gedankenlosigkeit und die begriffloseste. Unwissenheit auf zw jauchzende Sympathien im Publikum, rechnen zu können vermeinen dürften, sob.atd sie nur über das rabbinifche Judenthum vornehm, d^p Stab brechen,' und wenn sie auch,Hamit taufende von Bruderherzen, die noch mit 'inniger Liebe diesem °attt^en Hbiligthnrnx lll MUkl Wk> MllostgM schmerzlicy verwunDon. . . - : + ■- (Fortsetzung folgt.) Aus Gemeindeu. Vereinsleben. (Gemeindeversammlung.) Die diesjährige ordentlichem e r «( p erfammtun g des WxgkllUMii Mit 3torrS?e(ea(c^«|=t? TU1 t 8 g ) Ö E II. § 1. Mar 3^ Uhr nachmittags (in der Aula der Realschule Am Tiergarten) angesetzt, (Die Chower-Verleihungen.) Mit Schreiben.des Herrn . Rabbiners wurden aus Anlaß des großen Ieschiwah- Sijums folgende Herren ,als Vertreter von Gemeinde, Ausschüssen und verschiedenen Institutionen , mit dem Chowertitel geehrt: Von der Gemeinde-- Verwaltung: die Herren Emil Isaak, Nathan 6 o n d - heimer und Isaak Wolfs. Vom: Gemeinderate: Herr^ Sally Goldschmidt. Schulrat: Herr Felsenstein. Vom Jefchiwah-Kur.atorium: die Herren Nachum. H. L ö e b und Simon M u g d a n. Volksschulverwaltung: Herr Jacob B e st h o f f. Fürsorgekommission: Herr Emil H. Lehmann. Chewra Kaddischa Kabranirn: EllllZ Dirn Da um. llüöivM EMkluL Ltzzsszzirn- Oerrest; Nlln ls s I i § m a n & ml A ch w a ö. SchüMör Mizwah: Herr Leopold i O p p e n h e l m e r. Vom Vorstande dex Klaussynagoge: Herr Josef Wölf..- Bes Hamedrasch und Jeschiwah, Ostendstraße: Herr Siegfried S a l o m o n. Mekor Chajim: Herr Josef Sänger. Agudas Jisroel: Herr Hermann Frank"enthal^ Freie Vereinigung: Herr Louis Kahn. - Aus den Elternkreisen hiesiger Bachurim: -die Herren L. Heymann,. Max S.peier und Jacob Schnerb. Ferner von- Freunden der Jeschiwah: die Herren Julius M. Vier, Meier M-osbacher, Siegmund Schwab und Isaak' Sulzbach. (Neues aus. der Agudas Jisroel Jugendgruppe.) Am . Freitag, den 5. Februar sprechen beim gemütlichen Bei- , f«mmenfein, bie Herren Emis ggtz Lthlkl Wllll Strnntzr Fs?ttag ö&cnü (Nach Schul) Swrlchuorlrag'.' von Herrn Joses Bamherger. ^Hebräischer Sprachkurs: Zu folgenden Kursen können noch Teilnehmer ausgenommen roerden. Für . Herren: Mauzoei Schahbos 8.30—9.30 Uhr, Dienstag 8.30—9.30' Uhr, für Damen: Montag -.7—8 Uhr,. Dienstag 5.15 bis-