Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 5 (28.1.1926)
- Date
- 1926-01-28
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Sette 2 Nr. 3 Mssvkl. itzikrsuf sprsH N«tzM DWia'L e v,y mit großem Feuer für die Erweckung des, jüdischen Lebens in Amerika und besonders für die Aufbesserung des jüdischen Schulwesens. Der, greift Chassidim-Rybbi aus Zolkiew, Rabbi R i m o l d, warnte vor Extremem Nicht Schnee und nicht' Feuer — wie der Midrasch sagt. Rabbi Garfinkel sprach mit hinreißendem, Schwuüge von der einigenden Kraft der Erez Jisröel-Ärbeft^die alle Kreise der Orthodoxie vereinigen werde?! Das Schlußwort sprach Bettelheim. Cs traten viele neue Mitglieder bei. Eine Gruppe von Zio-' nisten war ausgesandt worden, das Meeting zu sprengen. Sie applaudierten, wenn die Weih-1 nachtsrede Stephen Wifes erwähnt wurde, sangen laut die Hatikwa und schlugen auf die.Ordner los.. Ein Ordner rief Polizisten, welche die Ruhestörer aus bem Saale führtet», ö)orau|‘ bas SJieeitrtg tu würdiger Weise wettergefuhrt werden tonnte. Sie Keren-Hajiscliuw-Kanipagne in ümerika- Kabeltelegramm unseres New-Yorker B. 8. Korrespondenten. (JPZ) New-York. „Agüda opened' Keren Hajischuw campaign, issuedappeal in all dailies, prominent men like Samuel Lamport, Häri-Y Fischel: and rndre than 8Ö' täfcbis joint." (Deutsche Uebersetzung: Die Agüda eröffnete ihre Keren Hajischuw-Kampagne; sie veröffentlichte in allen jüdischen Tageszeitungen Aufrufe; prominente Persönlichkeiten wie Samuel Lamport, Harry Fischet und mehr als 80 Rabbiner haben sich angeschlossen.) Ein Fest der Orthodoxie in Bratislava. Die Nachricht von der Entscheidung des Völkerbundsrates bezüglich der Unabhängigkeit des orthodoxen Judentums im Heiligen Lande hat in der gesamten treu-jüdisch gesinnten Judenschaft von Bratislava großen Jubel hervorgerufen. Nirgends in der Welt konnte die Bedeutung der Entscheidung, durch welche das religiöse Gemeindeleben in Erez Jisroel von der drückenden zionistischen ZwangshÄschaft endgültig befreit wurde, so in WM MMN LtkWkttk kNMM wmih BIS M UM M Der Slowakei. Denn was sich jetzt im Gömeinvelöben in Erez Jisroel abspielt, ist im Wesentlichen eine Wiederholung der Stürme, die vor einem halben Jahrhundert das Judentum im ehemaligen Ungarn in seinen Grundfesten zu erschüttern drohten. Rabbi Chajim Sonnenfeld — i'»' tut 'i — hat diese Kämpfe in seiner Jugend in seiner Heimat miterlebt, und wohl diese Erlebnisse sind es, die seine Kräfte gestählt haben für den zähen Kampf, den er und seine wackeren Mitarbeiter Jahre hindurch gegen das zionistische Gemeindegesetz geführt haben, bis der Völkerbund die furchtbare Gefahr der religiösen Gewissensbedrückung vom palästinensischen Judentum abgewälzt hat. Die Agudas Jisroel nahm die Botschaft mit besonderer Genugtuung auf, weil sie von der Entscheidung des Völkerbundes auch noch die Nebenwirkung erwartet, daß die Besseren unter den hierländischen Zionisten und Misrachisten nunmehr viellsrcht bsch wserben, roeit x>otri rocifjren jüdischrn W?g nhgkirrt seien und rewevptt gum Judentum zurückstreben werden. Aus vielfachen Wunsch haben daher die Aguüa-Gruppen von Bratislava (Orts- und Jugendgruppe) pp» nens p"vm ein Fest veranstaltet, um ihren Mitgliedern und allen Anhängern der Unabhängigkeit des glaubenstreuen Judentums die prinzipielle und geschichtliche Bedeutung der Völkerbundsentscheidung zu erklären. Der Prunksaal der orthodoxen Gemeinde war .-gedrängt voll und mindestens so viele, als drinnen Platz fanden, mußten Platzmangels wegen wieder umkehren. Nachdem den Anwesenden Erfrischungen gereicht wurden, begrüßte der Ortsgruppenpräses, Herr Markus Fürst, den Oderrabbiner und die Erschienenen mit freundlichen Worten und skizzierte kurz die Veranlassung des Festabends. - . Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Schreiber, dem SYtmmn trTffift wm?mf Dielt sodann eme groBQngeieöte Neve, in Der er Die rcti* giösen Zustände, die heute in Erez Jisroel die Gemüter D c i I % l %e 1 11 1 Ä 1 ä7t t * 28 )Januckr 1926 .hilftzmaßnaytzM. zwUMN; .'mit denMeryyltnMn.verglicht die Wr 30. JMei; hier-Mnde.die Selbständlgkelt der Orthodoxie h'erbeifühilen." Aehälich wie .bei hen Ereig-' nisten des" Chänukkawund^rS . legen die' heutigen Vorgänge im Judentum.den Treugehliebenen große Pflichten auf/ wenn das Judentum ln feitter Reinheit und-Mätzrh^it erhalten, und, ungeschwächt den ^.kommenden! Generationen ' überliefert werden.soM Die göttliche' Fürsorge :tat guch di.esmal. Mundex, als sie . iy . den -Herzen der nichtjüdischen "Vertreter der -Weltmächte' in Genf Verständnis für die eigentliche Lebensaufgabe des jüdischen Volkes und> für die unvergängliche religiöse .Bedeutung des Heiligen'Landes weckte in einem Augenblicke, da die Brüder im Erez Jisroel nicht gegen äußere Feinde, sondern gegen die viel gefährlicheren inneren Widersacher der p".iin sich zur'Wehr setzen müssen. Es erfülle die ganze slowakische Judenheit mit, Stolz, daß der vorderste und mutigste Anführer in dürser G. s. D. erfolgreichen Abwehrbewegung, Rabbi S o n N e n f e l d mv} ein Sohn unesres Landes und würdiget Schüler des 1310 ans und der Prestburger n a -> V -> ist)- an deren EMkrsätzön ök unskschüttsrlkch trsu füsthstt. UM? stük- Mtschettt Verfall der ganzen Fesiversamnrlung forderte der ehrwürdige Redner zum Schlüsse die Aguda-GrUppen und alle treuen Juden aus, den Brüdern in Erez Jisroel unausgesetzt behilflich zu sein, ihre schwere Ausgabe zum Wohle des bn bis.311 Ende durchzuführen. Hierauf schilderte Herr. Oberrabbiner Simon Hirschl e r, temperamentvoll und große Begeisterung hervorrüfend, die Lage der orthodoxen Judentums in Vergangenheit und Gegenwart vom Gesichtspunkte der Erkenntnisse, die? gus den jüngsten -Kämpfen) gewonnen wurden, und feiert die Agudas Jisroel-Organisation als die Wiederherstellerin der wahren und historisch allein daseinsbeechtigten jüdischen Gemeinschaft. Der Beschluß des Völkerbundes fei der beste Beweis dafür, wie schwer all diejenigen sich gegen die jüdische Gesamtheit vergehen, die da glauben, aus vermeintlichen Rücksichten auf gewisse politische und kulturelle Strömungen außerhalb des Judentums und ungünstige Machtverhältnisse sich mit den Zionisten gegen die Interessen der Thöratreue verbinden zu müssen. Wie in der Vergangenheit, so zeigt u M guH in Mssssn Tszzn. W «ui» Irr llttMüMlrche Festhallen an den unverfälschten jüdischen Prinzipien und die Unabhängigkeit der jüdischen Wahrheit von jeder Bestrebung des Abfalls überzeugend zu wirken und den Erfolg' zu bringen vermag. Das Faktum von Genf legt Zeugnis für Agudas Jisroel ab, die, durch diesen politßchen Erfolg ermutigt, das begonnene Werk der Zusammenfassung der. jüdischen Kräfte sicherlich fort* setzen — und m. G-H. im SonnenglaNz der p"nin auch vollenden wird. Der nächste Redner, Herr I. Braun, weist darauf hin, daß der Forderung der Stunde und dem Geiste, der <rrrs bem (Qertf&x- SBolietrbixnb&Befcfytiif} . Txtcfji rtüg« getan wnrb, wenn wip uns? i??s> ^rfpsgeK be^ Nabhi Chajim Sonnenseld und der aufopfernden Arbeit einer kleinen Heldenschar, die mit ihm in den schwersten Zeiten durchhielt, freuen und dem Beschützer Israels n •> 0 2 n \>y ]P i s n b y i Loblieder singen. Nach dem Beispiele unserer Ahnen erwächst jetzt uns allen, der großen, breiten Schicht des Volkes, die Pflicht zu positiven Taten , 1« p nnsi 'oi pa’n nrr -nsi ^n-a I'O' dafür zu sorgen, daß in Erez Jisroel das nunmehr hoffentlich von allen zionistischen unjüdischen Hemmnissen befreite wahre Judentum zur vollen Blüte und zur! reichen Entfaltung gelange. Herr Dr. Karl Rosenbaum gibt im Namen der orthodoxen Jugend, die in den Agudas Jisroel Jugendgruppen organisiert ist, seiner Freude über den Genfer Beschluß beredten Ausdruck. Er ergreift die Gelegenheit, um -die Wünsche der Jugend an die Führer der Orthodoxie zu übermitteln und diese gerade jetzt, da sie von den natwirnmim ßornm tim omuom iiuMntum aufs schärfste artgefembei und auf die schmutzigste Weife in ihrer Ehre gekränkt werden^ der Verehrung und treuesten Gefolgschaft der Aguda-Jugend zu versichern.^ Herr Rabbiner Herzel beleuchtet die Veranlassung des Festes mittels geistreicher Erklärungen von mehreren b"m und findet vielen Beifall. Herr Rabbiner Baruch Löbl berichtet ist'einer längeren Ansprache über seine Eindrücke' in Erez -Jisroel, von wo er erst vor einigen Wochen zurückgekehrt ist. Wenn man die Zustände dort in der Nähe beobachtet und Gelegenheit hat, in intimeren Unterhaltungen mit allen Schichten der frommen Bevölkerung die wahre Lage kennen zu lernen, weiß man erst den Wert des Genfer Beschlusses richtig einzuschätzen. Wenn das gesamte Judentum den Brüdern in Erez Jisroel helfend zur Seris rvrrb^ roürbsrr bxe 92erf>cittTix||e .kbnnen, In tiefer Rührung spricht darauf Herr Rabbiner Da- . f?! Di vrwr .fmsfinöet ssnmiDiefem ttugenDIiff der. bereMMn FreudeMber Sen Erfolg-in Geich doppelt Lekrüöend^ daß es, WM eigenen^ BMejstPnhpÜber die dieser jüdische> Sieg errungen werden, mußte, und hofft, daß angesichts der Hilfe von n^^.i -alle>Sünder recht bald zur Einsicht und Umkehr kommen werden. . Mrr Fürst dankt^ zum' Achluß^ ällem . Exschienenen und den, Rednern, die dazu.beigetragen haben, dieses Fest zu einem schönen, ..Erlebnis^non dauerndem'Werte zu gestalten.. .;r;. - HaWahrsMMngtMMlmud-; Thora-Schule zu Häuuover seitens des Landesdirektoriums dös Keren Ha- . thora^Deutschland. ,- Am 14. Januar 1925 (28. Teweth-5686) nahm Herr Rabbiner Duckesz als Mitglied des Ländesdirektoriüms des Keren Hathora das Verhör von den etwa 70 Schülern ber Talmu- Skr Kkttll tOKJöorß lli MNk nooer ab/ im Beisein Des LanDrabbiuers/ Herrn Dr. Freund, Rabbiner Balsam, Lehrer Levisohn und. von mehreren Mitgliedern des Schulvorstandes' Das Resultat war in allen Klassen ein sehr befriedigendes. Die Schüler der. obersten Klasse trugen unter Leitung ihres Lehrers die aus . rrs'ir» rraa gelernte rrn», fileßend und Verständnis-. voll vor. Die Schüler der mittleren-Stufe lernten m»* mit und bewiesen durch präzise Antworten auf die gestellten Fragen, daß sie das Gelemte gut erfaßt hatten, und dje Anfänger lasen 'und übersetzten Tefillö und Pentateuch ^kortekt und sicher^ ' Am .Schluffe' der -Prüfung, die nahezu vier Stunden in Anspruch nahin; richtete Herr- Dr. Freund einige Worte an die Lehrer und Schüler, dankte ersteren für die-geleistete Arbeit und ermahnte sie und die Schüler, weiter fleißig, und strebsam aus der nie versiegenden Quelle der Thora zu schöpfem Herr Rabbiner Duckesz dankte Herrn Landrabbiner Dr. Freund für das Interesse, das er und feine Gemeinde-der Schule entgegenbringen, und hob besonders das'Verdienst des Vorsitzenden und des ganzen Vorstandes der Schule herl?f! MH Mfst rMftMMi MstlM AlökllkN ölk Schule auf ihre jetzige Höhe gelangt ist.' 'In der sich an diese Prüfung anschließendes Sitzung wurden einige Verbesserungen betreffs - Ausdehnung des Lehrstoffes beraten. Den jüngsten Erfolg des Schulvorstandes, daß es ihm gelungen ist, durch Entgegenkommen der Jüdischen Gemeinde in Hannover für die Schule drei geräumige, helle Zimmer im Hause der alten Synagoge zu erwerben, dürfen wir wohl als gutes Omen für das weitere Gedeihen der Talmud Thoraschule des Keren Hathora in Hannover,, die jetzt 6 Monate in Betrieb ist, anfthen. Aus ree LsMMüs. Halberstadi. Schon feit längerer Zeit kann man beobachten, daß zionistische Vortragsabende durch die Teilnahme von Agyda-Mitgliedern gehoben werden: Die Aguda-Jugend hilft den Saal füllen; und beteiligt sie sich gar an der Aussprache, seufzt der Vorsitzende erleichtert auf: die Veranstaltung ist gerettet. Denn wie . wirksam auch immer der Aguda-Redner sprechen mag, das Schlußwort des Zionisten gibt den Ausschlag, und als hochwillkommenes Material kann er die agudistischen Bemerkungen verwenden und nach Herzenslust zerpflücken. Nicht ganz so, doch beinahe so, ging es in einer hiesigen Versammlung, in der Herr Dr. Wolfsberg vom Misrachi sprach. Mehrere Reihen ügudistischer Jugend, bei der die Wißbegier stärker ist als taktische Erwägung, trugen zur Saalfüllung bei. Der Vortrag war klug und in Angriffen mäßig. Die oro-Zionisten (Misrachisten gibt es roerttge ^atten nid^t oiet tsagu jjw jagen. 32Bds tun? Ser zionistische Vorsitzende versteht sein MeNer. „Der Feind steht rechts," rief er. und damit zog er am Draht schon einen Herrn herauf, der es unendlich gut mit. der Orthodoxie meint. Um so besser für den Vorsitzenden: es mußte notgedrungen daraufhin ein Mitglied der Jugendgruppe yntreten und zwanzig Minuten sprechen. Das geschah glücklicherweise so beherrscht) daß, der Vortragsredner im Schlußwort nicht genug aüf feine Kosten' kam. Immerhin — unsere Aguda-Jugend hat sich einmal wieder um den Zionismus verdient gemacht. Darüber denke man geruhsam nach. N. Hersfeld. Die Jugendorganisation hat einen neuen Bezirksverband eingerichtet, der die hessischen Jugendgruppen umfaßt. Eine von etwa 250 Teilnehmern aus 25 Gruppen besuchte Versamlung in Hersfeld wurde von Herrn Julius Löwenthal namens der Landesörganiifltien ssgnidh mm öik kinlkNknvkll MmfiiQmm m Dezirisfeiremrs, Herrn Markus Posen, Beifällig aus und trat m die Aussprache ein, an der sich die Herren Rab- Poslscheck-Konien: Landesdirektormm da» Keren Hatorak in Deutschland, ■ Hamhurg Kr, 24?53 (f. 5oö.!Ä. ManröwE ' - JCsfSfi liälSfäk-KsSmlipä kl FrailcfuTt a.MLNrJ.ii ÜJ> iP- ScU X PranUkrl aJI.; ► tii ttalorali-Homitnssarlal Nurnlierg Nr. 1Ö44Ö (P- Sct}-* Ä. f4iirnt>er£) ^'r Kercn^Hatorah-Kommi8»anat; Köln Nr, SO 131 (P, Scb. A, ^01») Keren Katorah-Kommissariat Leipzig Nr. JO 147. - (P. Set— A. Leipzig) - - -fiL- Ä-4L. A ll. .JL ÄllL K , ,v -. / i...' . n., -nw.': . ’>'■ - . Keren Hator^K-Kommissariat Breslau; P. Scli. A. Breslau t^r.' 665lPlür Iwan Keren Hatorah-Komnüssariat^Hamburg' P, Sch.^A. Nr. 40953 'lär Dr, Julius Baer