Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 5 (28.1.1926)
- Date
- 1926-01-28
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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fie«ou»gege6en von dee £andesocgaiiifa(loii der flgudas-Jiseoef in Tevtsekland ’iU-‘ u ' , ,7 - ■- - ■■■ - —»- - > - —1-- ■ ■ ■■ - \2. Jahrgang Krankfun a. Mj Z8> ZaMk IM / tb ^chebak 60M - riamma s I -VE ->p? NWy jx Der Tan dos Beginns der ^ruchtreife in Erez ^isrse! tvckv von jeher für. das jüdische Volk ein freudiger Anlaß, seine innere j| Verbundenheit mit dem heiligen Laude zu dokumentieren. S tzeute bekundest Du Deine Liebe zu Lrez Jisroel durch tat- 5 kräftigste Unterstützung des Reren tzajifchuw, des palästinaaufbau- W ^onds der Agudas Jisroel. 6 Taiaslina-Fentrake ckev Rguctas Aisroet ft Svanfifuvt am Main 6 Postscheckkonto. a IN. SZYoo. Agudas Zisroel in Amerika. MN L A. A, A Eine fieberhafte Tätigkeit macht sich in den Kreisen der Ägudas Jisroel in Amerika bemerkbar, wie sie die größten Optimisten noch vor kurzem nicht für möglich gehalten hätten. Alle Kräfte, alle Geister sind mobil gemacht. Viele Kreise, die der Aguda gleichgültig oder sogar ablehnend gegenüberstanden, legen jetzt kräftig Hand an und arbeiten mit. Es genügte die Aufrüttelung^ die mit der Ankunft Dr. E h r m a n n s in Amerika einsetzte, um verborgene Kräfte ans Licht zu fördern, wie man sie noch kaum geahnt hier zu Lande. i0f5T ®^rrrtarirt t>aite wödt) nicht beri Staub von Bßn Füßen adgesMMtt» s\i* {4°rtr ^rl einen Tag zu verlieren, aus sein Ziel lvsging, die besten Kräfte zu sammeln und zu organisieren, auf daß die Idee und die Ideale der Agudas Jisroel tiefere Wurzel schlagen und in die weitesten Kreise getragen werden. Zunächst wurden die Arbeitspioniere organisiert, die mit Liebe und Selbstverleugnung sich an die Arbeit machten, und der Erfolg übertrifft bei weitem die gewagtesten Erwartungen. Schon am Dienstag den 14. Kislew fand das erste große Meeting der Agudas Jisroel unter Beteiligung vieler ange- HMgk mtöiim Der otaet ~or dem Dr. Ehrmann in groß angelegtem Referat die Ideologie wie das Arbeitsprogramm, die Erwartungen und bisherige Erfolge der Agudas Lisroel, insbesondere in Palästina, vor Augen ührte. Fast alle Versammelten meldeten sich als Mitglieder der Agudas Jisroel an. Die amerikanische Landesorganisation wählte aus Wunsch der Versammlung Dr. Ehrmann zu ihrem Vorsitzenden für die Zeit seines hiesigen Aufenthaltes. Nun folgte Sitzung auf Sitzung, in denen der Arbeitsplan für Amerika in allen Einzelheiten ausgearbeitet wurde. Es wurden verschiedene Ressorts gebildet. So Bvbsnimb Häuser-Vsrkauf in Palästina in Hänßen ßes 9&5ßlH (Sßfs finkel. „Keren Hajifchuw" und andere Palästina-Angelegenheiten leitet Rabbi Levi Jizchok a tj a rx a , anders Nsssorts haben die Herren Samuel D e m e l a un^ Abrahcrtti E 31 ö ft 6 i n übernommen. Die Oberleitung liegt in Händen des Herrn Dr. Ehrmann. In der Folgezeit fanden Massenversammlungen in verschiedenen Teilen der Stadt statt, die der Aguda unzählige Mitglieder zuführten. Viele bedeutende Persönlichkeiten wurden für die Sache der Aguda gewonnen. Von besonderer Bedeutung ist die Gewinnung und Organisierung der männlichen und weiblichen Jugend in den Verbänden „Zeire Agudas Jisroel" und „Beth Jakow". Erziehungskommissionen wurden gebildet und ein gesetzestreuer Frauenverein gegründet mit dem Zwecke, die jü- NWftNfllWkW für CMlW ZU MnWmrui ebenso eine Hilssubn Veratung-sstsUe für Emigranten. Es find Verhandlungen im Gange, daß Agudavertreter in der Zentratleitung des I 0 i n t wie'in den Zweigkomitees in Europa Mitwirken, damit die Jefchiwaus und Talmud Thora-Schulen bei der Verteilung nicht ausgeschaltet werden. Die Agudas Harabbanim, ebenso viele andere rabbinische Organisationen luden Dr. Ehrmann zu ihren Sitzungen ein und erklärten sich für eine friedliche Arbeitsgemeinschaft. Auch die hier anwesenden Chassidimrabbis beschlossen in ^rer testen Sifevmg, m bte Aguda einzutreten. Rabbiner Dr. G v l ß si e! n, Ut, PSästtzM Dßl orthodoxen Gemeinden in Amerika, erklärt nun öffentlich seinen Austritt aus Misrachi und seinen Eintritt in die Agudas Jisroel. Punkto Palästina find bereits wesentliche Erfolge zu verzeichnen. Auf alle Fälle ist es gelungen, all den Unterstellungen und Verdrehungen von der Gegenseite die nackte Wahrheit entgegenzusetzen, unsere positive erfolgreiche Arbeit in Erez Jisroel zu zeigen. Selbst die Presse, die zuerst unserer Sache skeptisch und sogar feindlich gegenüberstand, müß nun langsam zugeben, daß Schöpfungen wie „Machane Jisroel" u. a. glänzendes Zeugnis für die zielsichere Arbeit in MöZ Mroel aMefloi; Sllk MAchyp *>« Keren Hajifchuw konnten zerstreut werden. In öffentlichen Versammlungen wurde der Charakter und die ^Wirksamkeit des „Keren Hajischuw" in einer Weife gezeigt, die sowohl die Sympathien von'Kapitalisten und -Kolonialpolitikern, wie der Rabbiner gewann. Es ist nun ein Komitee organisiert zur Aufbringung von drei M i l l i 0 - nettiDoiiars indreiJahren für „Keren Xu MöME W llll llkl dieser Aktion stehen, bürgen für den Erfolg. Ms orthodoxen Rabbinerverbände rechnen es sich als hohe Ehre an, Hand in Hand mit dem „Chofez Chajim" an dieser Sache mitzuarbeiten. Wir stehen vor einer ganz neuen Aera des Palästina- Aufbaues in Amerika. Gewisse Vorgänge in Palästina haben dem jüdisch denkenden Teile Amerikas die Augen geöffnet, nicht minder auch die bekannten Erscheinungen in den amerikanischen Reformkreisen. All dieses wirkt zusammen, um Führer und Massen in die Reihen derer zu bringen, die mit wahrer Aufopferung nach, alten heiligen Grundsätzen den Aufbau wollen und betreiben, in die Reihen der Agudas Jisroel. Tatenreiche und arbeitsfrohe Männer, auch bedeutende Redner, haben sich in den Dienst der ftljinpn Ifffh? gestellt, mit her Losung: ..Drei MMvttSN Dollars für den Keren Hajisriiuw".!8v¥ turpem gewann die Aktion eine neue Kraft mit der Ankunft des bekannten Rabbiners Rabbi Kalmanowitz aus Rokow. Neue Kräfte.und Arbeiter werden erwartet, der Boden ist bestens vorbereitet. Davon zeugen die 50 000 Dollars, die Dr. Ehrmann schon in den ersten Wochen für Keren Hajischuw aufbringen konnA. Eine ähnliche Summe wurde für Bodenankauf aufgebracht. Möge unjere Arbeit rveiter in gleichem Mllße von Erfolg begleitet sein. Empfangsabend zu Ehren Dr. Ehrmann's in New-Zork. Die beiden Versammlungshallen im Gebäude des „Hias" waren gefüllt mit Zuhörern, welche herbeigeeilt waren, um den illustren Gast Dr. Salomon E h r m a n n zu begrüßen. Die Versammlung wurde von Mr. Abraham G 0 l d st e i n eröffnet, welcher die Persönlichkeit des Gastes würdigte. Nun sprach der Chassidim-Rabbi R. MerTdel £(>oboi;6io über bte bisherige Zütigteit Der Agud« in .Mü Auf: gaben der nächsten Zukunft. Dr. Jung steht in der Aguda die einzige Möglichkeit der Einigung der Orthodoxie, welche durch ihre Zersplitterung nicht diejenige Kraft entfalten kann und nicht die Stellung im amerikanisch-jüdischen Leben einnimmt, die ihr kraft ihrer numerischen Stärke und ihres sittlichen Inhaltes zukommt. Er teilt der Versammlung mit, daß derVölkerbund den Standpunkt der Agudas Jisroel in der Gemeindefrage in Palästina akzeptiert hat, was die Versammlung mit stürmischem Applaus begrüßt. Nun ergMfl Dl. ClIIMSllll tyff ™ «*»«* einstündigen Rede ein Vild der Entwicklung der Aguda im Golus und in Erez Jisroel zu liefern. Großes Jnteresie erweckten auch die Karten, welche zur Illustration des Fortschrittes der Kolonisation in Erez Jisroel gezeigt wurden. Agudas Jisroel erweist sich da als der drittgrößte Boden- Eigentümer in Erez Jisroel, nach Rothschild und der zionistischen Organisation. Bezüglich der Jninvestition von Kapitalien steht die Aguda und die orthodoxen Institutionen an zweiter Stelle nach der Rothschildgruppe. Die geistvolle Rede, reich an Gedanken und Anregungen, wurde oft von Beifallsstürmen unterbrochen. Als nächster Redner (5 o i h im Namen der Zeire Agudas