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Der Israelit · 1926-01-01 · Heft 1 (1.1.1926) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 1 (1.1.1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Papenburg MsprWenen'Prolog sowre Mrch PezitatigneV von Frau' Grete> v. d.Malde-EMdem Dann Hieß MWN men des zur Tagung in.Fuldä abwesenden Orgünisciti0M-l oorstündesHerrMäxv: d.Wälde-EmdendieErfchienenen herzlich willkommen, insbesondere HerrnKandesra&t>i^^r 2)r. b c a a s =ötbcnSurq, |ou>ie bcri 5ßot^ianb Ö¥F (gfemeinöe ^apertllmrg-uni) bie ^eiren 5|rc?.u^--. Papenburg, Speyer-Sögel, Klein-Norden. Mit Freuden - konnte -er den Erfolg der Agudaarbeit irrt Bezirke insolge der intensiven Tätigkeit des Herrn Bezirkssökretärs <3. Boley konstatieren, welcher durch ' den guten Besuch der Tagung zum Ausdruck kam' und' deutlich zeigte, daß gerade die kleineren Landgemeinden sich durch das Arbeiten der Aguda wieder für unser Judentum mehr interessieren. Im. Namen des dienstlich verhinderten Herrn Landrabbiner Blum-Emden begrüßte alsdann Herr Dr. de Haas- Oldenburg die Bersamlung und Herr Lehrer Strauß im' Namen der Gemeinde-Papenburg. Darauf erteilte Herr Bezirkssekretär Goley mit einer kurzen Ansprache Herrn Landrabbiner Dr. de Haas dasWortzu seinem Vortrag: „Gesetzestreue, der Halt des Judentums". In fast eineinhalbstündiger Rede setzte dieser bewährte Führer an Sand von vielen trefflichen Beispielen den Zuhörern aiMMiiDer; wie nur FkMnlikn am allen srauflen m ram m deunger WMter Ml Der rüstige Wir Satt let und daß nur „das: zurück zum altjüdischen traditionellen Familienleben" mit seiner stillen Poesie uns Befriedigung bringen könne..> In Herrlichen Worten führte der Redner der . Versammlung ein Bild des wirklichen Sabbats vor Augen mit feinernnvL-i nm^mit seinem Frieden und seiner Glückseligkeit. Nicht zum Austoben im Sport — der den Menschen auf die Dauer einseitig macht — ist der jüdische Ruhetag bestimmt, sondern Sabbatfeier ist der stille Genuß des Freitag-Abends im trauten Familienkreise beim Gesang der Semiraus. Der Sabatmorgen gehört durch Besuch der Synagoge' der Gemeinde und der Sabbat- Nachmittag ist wieder der Menuchoh — der Sabbatruhe — geweiht. Mit einer dringenden Mahnung, das Althergebrachte wieder hochzuhalten, schloß Herr Dr. de Haas feine von den Zuhörern, mit atemloser Stille gefolgten Ausführungen. Nach kurzen Dankesworten der Herren Boley, Lehrer Strauß und Max v. d. Walde, die die Versammlung baten, von einer Diskussion abzusehen und die Richtlinien, die uns eben in so vorzüglicher Weise vornetrat mm, voll UW ganz zu mmn wum in M MMrMMUsö eingetmen. Bei zwangloser llnlörhallung wurde das gemeinsame Mittagsmahl verzehrt, wofür Herr Israel Hes-Papenburg in Hefter Weise gesorgt hatte. Nach gemeinsamem Benschen und Minchohgebete begännen um 2.30 Uhr wieder die Verhandlungen. Begrüßt wurden zunächst noch einige am Nachmittag erschienene auswärtige Gäste, insbesondere Herr Synagogenvorsteher' Aron Weener, worauf Herr Lehrer Klein-Norda mit seinem Vortrag begann. In bekannt interessanter Weise beleuchtete Herr Klein die. praktischen Seiten des jüdischen Gemeindelebens. Gerade heutzutage, wo leider viele Gemeinden ohne Führer und Lehrer dastehen, Müßte darauf gßsehM^wirKenKöäßKnabe nicht nur -am BarmizwöhtügesAne Parschoh leine, sondern so vörzubilden sei, däß' er jede Sidrah leinen könne, Heranbildung zu Chasonim, zu Mohelim, zum Liebeswerke des Gemilus Ehefed fei -Äufgabe nicht, nur-der jüdischen Lehrer,: sondern auch der Gemeindevorsteher und Gemeindemitglieder.. Jen Ausführungen schloß sich eine rege Diskussion an, an der ftcf> her 3ftitöefen4)en: feeiftUtgieti. 3um tes. ^errrt ^rau Sreie o!. LSÖafiie Mnrden auch für die werbliche jüdische Äugenh bessere Unterweisung in jüdischen. Dingen, An Hand eigener Erfahrung in der Gemeinde Emden gab Frau v. d. Walde 8er Versammlung praktische Winke zur Durchführung dieser Aufgaben, -Da ein Teil der Anwesenden gegen 3 Uhr die Heimreise .antreten mußte, wurde der Bezirkstag unter Dankesworten des Herrn Max v. d. Walde-Emden an die Teilnehmer, insbesondere aber an die so sehr gastfreie Gemeinde Papenburg geschlossen. Für die Zurückgebliebenen fand noch eine gemütliche Kaffeetafel statt, die durch Gesangsvorträge des Herrn Boley, sowie Rezitationen von Frau v. d. Walde sowie durch jüdische Gesänge des kleinen sechsjährigen Justin Fromm-Emden verschönt wurde. — In gehobener Stimmung, mit dem Bewußtsein, einen schönen jüdischen Tag verlebt zu haben, fuhr man abends spät , wieder heim. Spendenliste Keren Hathora (durch K. H.-k. Frankfurt). Archshofen: Kehilloh 33. Bad Mergentheim: David Fröhlich 5, Erich Kahn 25. Beerfelden: B. Reinheimer zur Brismiloh durch Karl Zuntz 17. Biebrich: Hch. Lehrer Sulzbacher. 26, ders. 20. Birkenau: Emanuel Löb 5, ders. 5. Frankfurt a. M.: Spenden: Erna Feist 20, Dr. G. Schnerb z. Geburt seines Sohnes 5, dch. Palästina- Zentrale 152,50, S. Adler.5,. Adolf Gans 10, H. Reichert zu Rofch haschonoh 3, Friedrich Wohlfarth 10, S. Bodner 12.50, Albert Mayer 10, dch. Robert Aron Haftorah-Äblösung von I. Grebenau 5, Carl Selig 5, C. Fried dch. Karl Zuntz 3, N. dch^ Hptl. Eschwege 20, aus einer Streitsache 50, Aron Trepp 10, Mizwaus und Schnodern bei Minjan Beer Sondheimer u. Co. 28.80, Erna Feist 25. Philipp Feist 10. Mizwos in mni MeüerWsUim öö, mnmnmmtmm Bei Leo LllvmWmök 7, Bai Paul Awn 15, Bai Leopsld EkhwllB 17, Dr. Isaak.Posen 8, dch. Dr. Jacob Feuchtwanger z. Hochzeit/ Ehrentxeu-Kohn 3, Julius Blümenthal 15, Aba Wolf 10, Karl Zuntz z. Jahrzeit f. Vaters s. A. 6. Gedenkbuch-Erträge: Brismiloh bei Josef S. Oppenheimer 70.55, bei Studienrat Max Munk 20, bei Zeißler 11, Barmizwoh bei Leopold Haas 30, bei Josef Offenbacher 25, bei Samuel Blumenthal (Teil) 70, bei Isidor Wohlsarth (Teil) 42.35, Fritz Stern und Jacob Schlenker z. Hochzeit 50, Josef Strauß bei Brismiloh 10, Dr. Siegfried Oppenheimer zur Brismiloh 10, Hochzeit Beätrice Göldschmidt-Naphtali Abrahams 81, Dr. Nt. 1 Sette 3 Willi Hofmann Brismiloh 27, - Hochzeit Max . Meier- Ktzln-Meta Oppenheimer, Bafel 102.10, Prof. Dr. Schüler zur. Barmizwoh seines SohnesJosef 30, tz, Jahrzeit von Dir. Dr. Gerson Lange s. A. 26. Freiburg: Stud. jur. James Rosenthal-Berlin 5. Freudenberg: dch. Emil H. Lehmann 5. Gaukönigshofen: Lehrer S. Bravmann 13, ders. 15, ls-5°' '; ii: r ' MllsmhMsmi Dff). San AMtz von Samuel Strauß z. Brismiloh 10. Geroda: Jsr. Gemeinde dch. Lehrer Strauß 10. Großkrotzenburg: Josef Waller II.'dch. Lehrer Schuster 3. Heilbronn: Moses Reis 15. Hersfeld: dch. Josef Bacharach, ges. dch. Frau Lehrer Landsberg 12, Schnodergeld 12. Hintersteinau: Jsr. Gemeinde dch. Lehrer Katz 7.50. Hopsten: Familie Alex Reingenheim zu Chanuka 12. Kissingen: Sammelbüchse Hotel Ehrenreich 1 5, durch Jeidel 17. Ladenburg: dch. Lehramts-Assessor Karl .Darmstädter: Sammlung in Ladenburg 7, in Neckarblschofsheim 15dch. Emil H. Lehmann aus einem. Trauerhause 5. Langenschwalbach: Wwe. H. Katz . 3^ M. Marxheimer 1. Sofua Öfblcr fcf>txobetriegii Gc^omuaus 5rovitz 10. Malsch: Kfm. Heß, Kaporas-Ablösung 6. Neukirchen: Markus Nußbaum 18. Niederstetten: dch. Hptl. Oberndörfer 3. ' Pirmasens: Leopold Dreifuß zu Jahrzeit u. 9. Aw 10, ders. 5. . ': - ' Rimbach: Bernhard Weichsel 4. . ...; .... . Sprendlingen: dch. Lehrer Kaufmann: Emil Bendheim .3, Herm. Wolf-Dietzenbach. 2, Janiel Kätz-Egelsbach .2, Sammlung Lehrer Kaufmann 18, Hö. 2, Wolf-Dietzenbach 3, Lehrer Kaufmann 3, Emil Bendheim 3, Daniel Heß z. Genesung s. Sohnes 10. Wiesbaden: dch. Leop. Deutsch 23,05, Ebbe 1, Leo Ackermann 5, dch. Leop. Deutsch 7 Dollar, Ungenannt aus Regb. Wiesbaden 10. Aguda-Hauplfonds. Ansbach: dch.'J. Heilbrunn 15. £>cttbetrf±a.bfcc örisgruppe 700. <Sf rertbÜTTgeixt bdj. £?§??? § J Markenerlos. Halberstadt: Klara Bachmann 60. Jchenhausen: I. Gradmann 8. Entwertete Briefmarken. Louis Halle-Hamburg, Walter Nußbaum-Amsterdam, Gotthold Ehrentreu-Nürnberg, Nathan Sonn-Wien, Jos. E. Prins-Antwerpen. Die religiösen Verhältnisse in Baden. Aus Bade». Karlsruhe, 24. Dez. Der Rabbinatssitz der bisherigen Bezirkssynagoge Gail in gen wird nach Kon stanz verlegt, und Stadtrabbiner Dr. C h o n e in Konstanz wird die Stelle des Bezirksrabbiners übertragen. Damit hört wieder ein orthodoxer Pabbinatsbezirk in Badest auf zu existieren, und nach den z. Zt, geltenden Bestimmungen wird vom grünen Tisch aus Gailingen und Randegg nach Konstanz üößrmtßfßH» sn tmö fiiy sich bausvüfy Tatsache müßte nun aber für die beiden Gemeinden ein. besonderer Ansporn sein, jüdisches Leben in größtem Maße zu pflegen — trotz des über sie gesetzten Bezirksrabbinats und diesem vielleicht — zur Freude! — Rabbiner Dr. Zlocisti, der bisher Rabbiner in Mann- > heim und sodann Unterrichtsreferent beim Ober-' rat war, bekleidet nunmehr das Amt des Bezirksrabbiners in O f f e n b. u r g. Er ist zugleich zum stellvertretenden Vorsitzenden des Unterr i ch t s a u s.s ch u s s e s ernannt worden und wurdewie aus dem jüngst erschienenen Verordnungsblatt tzervorgsht/ auch rnU der Vertretung des Bühl beauftragt. — Die Karlsruher Stadtrabdinchstelle hat nünmehr Dr. HugoH j.ff zuletzt tzastdrabbinej iy Braust-, schweig, inne. ^-DMe MrüelMsche WemeiydeDDM d e.l s.h e.i m WMfHlH köorden. H- Die^ReO gionsschülstölle ÄuEüWeM-W-^dem J^eligioUslehrer Arthur Weil, früher in Frankfurt a. M., übertragen, und die Religionslehrer Moritz D a v i d in U n t e r g r o m b a ch und Gümbert TMlmann m Worthi\m sind zuv Mp gesetzt «»ordern- -Unb' bumst auch von den badl-- -<r - . t.? ■ •. -•. schen Frausn stwss gssagt ssi, wsllsn wir nicht vergessen zu erwähnen, daß eine Frau Lilli Kuhn in Mannheim für einen ausgeschiedenen Abgeordneten, als erste Frau, offizielles Mitglied der Synode geworden ist. Die Synode, deren Mitglied sie ist, nurfr bald zur zweiten Session zusamenkommen und das passive Frauenwahlxecht somit in lebendige Wirksamkeit treten. Wenn es auch mit dem badischen Judentum nicht unmittelbar zusammenhängt, so sei hier hod) Milfflff VW hkNgen llTit6rri(5tgmmlTtßr0 unD Ttaatsprästbsnvisllöicht föi* dsn bslvußtött Zudött schm^zlich war." Ob Hellpach in Karlsruhe oder anderwärts Gelegenheit hatte, festzustellen, daß der jüdische Religionsunterricht „vollkommener als er es heute mancherorts ist", sein sollte,.entzieht sich.unserer Kenntnis. Aber die Feststellung des christlichen UnterrichtsmiNisttzrs und Pädagogen trifft sicher nicht nur für Baden zu. Und sie sollte zu denken geben. ten a. D. Willy Hellpach erwähnt, die wir in seinem Aufsatz über die Simultanschule (Frkftr. Ztg. 1. Morgenbl. v. 20. Dez. 23) finden. Er spricht von konfessionellen Gesichtspunkten und fährt dann fort: - „Ich brauche nicht zu fürchten, das deutsche JudenMm zu verletzen, wenn ich von ihm in diesem Zusammenhänge bisher nicht sprach. Es bedarf selbstverständlich seines eigenen Religionsunterrichtes, und man möchte nur wünschen, daß der überall recht vollkommen sei, — vollkommerter^ als er es Zerrte mancherorts ist. Di^ augemeine christliche Mernluft Der Stmullanschuls Bat das Judenkind'Moch weniger zu scheuen, es die Wmysphäre'M Konfessionsschulen-' aus die HundHstuGndHWm israelitischen Nachwuchs bisher aMMrUseiAvHen und bleiben werden, gemieder/ HA. Msk jAdöch däs Judentum' selber ein zeugendes Element dieser christlichen Welt, der es d'ann'in der abendländischen Zivilisation noch einmal assimiliert hat. ohne seine Eigenart mehr aufjj-Ji müssen^ crls i>!es ßarch die sterung überhaupt unausweichlich, wenn auch oft I. Die badische Orthodoxie und der Oberrak. Schon längst war es meine Absicht, einen „Mahn- und Weckruf" über die trostlosen und traurigen Verhältnisse in den badischen Gemeinden — nicht nur Landgemeinden — zu bringen und aufzurufen zur tätigen Mitarbeit an der Besserung, der Verhältnisse. Der Artikel in Nr. 43 des „Israelit" zeichnete die Dinge nur oberflächlich und geht an den grundsätzlichest Fragen vorbei, ohne der Sache, genügend auf den Grund zu gehen. Wir wollen leidenschaftslos^— soweit dies'überhaupt möglich — untersuchen, warum diese Verhältmsse einer Besserung nicht allmäblich zugeführt werden könnten. Zunäcyst ist da der „Verein zur Währung der Interessen des orthodoxen Judentums", der seit etwa 12 Jahren stiaen SEBinterJdpaf tjMt. TMxsNlkkssMMiM M in dirs«r Qsit nicht stattgesunüen, eine Tätigkeit irgend welcher Art hat in dieser Zeit nicht stattgesunden, Mitglieder in den einzelnen Gemeinden sind/längst nicht mehr vorhanden, Beiträge sind seit vielen Jahren nicht mehr erhoben wdrdeN, so daß also der Verein jede Existenzberechtigung verloren hat, dennoch aber hält sich der bisherige Vorstand für unersetzbar und bleibt ohne Mandat im Lcmte. Der Oberrat als oberste „Kirchenbehörde" ist wohl in feiner jetzigen Zusammensetzung duldsamer 'und liberaler als zur „Äera Meyer", aber wie kann und soll die Orthodoxie vertreten werden, wenn als Ortho- Dßre ms? Leute in Den DBorrat WwlW und SMiM werden,! Aa offentW „mschsllsl lsHstzbLL".sind, sich'«r» Spsissgsstßs ttichn'kümmern und auch sonst in ihrem

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