Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2446951-2450388-2450389--72799-2530172- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 2 Nr. 1 D e i 3 s r a.e irt DlStter - werden. Unsere Zukunft muß von uns' in schwerer Arbeit gestaltet und geschützt werden. Der große Erfolg vor dem Völkerbund gibt der Orthodoxie nur die Möglichkeit, ungehemmt für ihre 3n* tereffert in (Er03 Stsroel Utth für hie Ausgestaltung ihrer Zukunst m El'sroel gu ärUlUa. . Es wäre verhängnisvoll für uns, bloß mit Worten Siege zu feiern. Wir find tief überzeugt, daß der große Erfolg vor dem Völkerbund, daß der ausdauernde Kampf unserer thoratreuen Brüoer in Erez Jisroel nur dadurch möglich war, daß Agudas Jisroel die von ihr geweckte Aktivität der Orthodoxie seit der Kenessio in erhöhtem Maße auch dem wirtschaftlichen Aufbau von Erez Jisroel zuführte. Dieser Umstand darf nicht außer Acht gelassen werden. Die Position der Orthodoxie in Erez Jisroel hängt einzig und allein von dem Willen' der thoratreüen Judenheit ab, Kayüfii Apd Mengen jiir Eres Jisroel 3Ur Verfügung zu füllendie Den «wen Hifchrr«,s ein gottgeweihtes, weltabgewandtes Leben führt, dahin ergänzen werden, daß sie die Bedingungen schaffen, die tausenden thoratreuen Brüdern die Möglichkeit geben, ihre gottgeweihte Arbeit dem Aufbau des heiligen Landes zu widmen. Es muß Gemeingut aller thoratreuen Söhne unseres Volkes werden, daß die jüdische Heimstätte nur dann das Heim der Thora und des unverfälschten jüdischen Geistes werden kann, wenn sie auch für den wirtschaftlichen. Aufbau des Vaterlandes mit ungeschwächter Energie arbeiten. Rabbi Chaim Sonnenfeld, dem wir unseren großen Sieg, der zum guten Teil sein persönlicher Erfolg ist, in erster Reihe zu danken haben, fordert immer wieder und mit dem allergrößten Nachdruck tiQüft Der maitum ücs mm oder, besser gesagt, rm Jnt^ässt Uv Erhaltung Des alten Jlfchuws auch die wirksamste Förderung des wirtschaftlichen Aufbaues des heiligen Landes im Geiste der Thora. Hoffen wir, daß ihm und seinen edlen Mitstreitern nicht nur von England und dem Völkerbund Gehör geschenkt wird, sondern auch von seinen eigenen thoratreuen Brüdern. Der erste Erfolg ist errungen. Er ist aber wertlos, wenn-er auch der einzige bleibt. Die praktische wirksame Arbeit für Erez Jisroel, deren segensreiche Anfänge auf den Kolonien der Agudas Jisroel bereits sichtbar werden, ist der TlkgkI^tklK/ hkll hjE Streiter für die Rechte der Orthodoxie und für die Zukunft der Thora in Erez Jisroel von uns erwarten. ' V. Die Niirx-Arbeil in der Skadk. (Würzburger Referat.) Von Wolf $. Jakobson in Hamburg. (Schluß.) So glaube ich, hat die rrw« in der Stadt viel Md Nlünigfllch? Arbeit HU leisten, die alle beteiligten Kreise völlig ausfüllen kann. DH möchi? zum Schluß noch zu-Aller Frage einiges sagen, was mir wichtig erscheint: es handelt sich hierbei um die sogenannte „Politisierung unserer rm*r Jugend." Ich habe hierbei nicht die sogenannte „große Politik" der Agudas Jisroel im Auge; über sie habe ich erst jüngst, unter Hinweis auf das betreffende Tatsachenmaterial meine Meinung wie folgt zusammengefaßt: „Ich glaube, daß man die Kattowitzer Resolution, welche sagt, daß die Agudas Jisroel der Förderung aller jüdischen Interessen auf religiöser Grundlage, unter Ausschluß jeder-«politischen Tendenz, dient, nicht unim geworden ist, wenn man, g&ttßgHi ¥?n % zustimmendey/ Meinungskundgebung der rabbinischen Größen, seitens unserer Führer den Weg gegangen ist, den man ging." Ich betone das hier nur, weil es ein trauriges Zeichen von Schwäche ist, wenn junge Agudisten immer fo schnell mUfym, mmn man ihnen Don Köder von der „verderblichen, AgrrdapottttL" hmhätt. Nicht gilt für uns das Wort „right or wrong, rnh countrh", wohl aber ^bleibt ewig wahr jenes ‘pY> 2WK minrps by\Sßon dieser Politik rede ich nicht; sondern ich denke an die' sogenannte „Gemeind epolitik", die auf die Frage hinausläuft letzten Endes: „Gemeindeorthodöx oder trennungsorthodox?" Ich meine, daß dien-nrr-Jugend sich da jeder persönlichen Stellungnahme zu enthalten hat, sich ihren Standpunkt ausschließlich diktieren lassen muß vom 2-1 der n^'np'von ihrem 82NN2 82«. Gewiß wird der einzelne lass? Tana fein dürfen, das. ist wohl niemandem verwehrt, niemals n>tr& afeer eili stlgnöisi sich Dn§ Recht nehmen dürfen, öffentlich gegen eine Entscheidung seines 21 Stellung zu nehmen; maßgebend ist für uns allein der *112$? seine Interpretation erfolgt für ihn ausschließlich durch den orthodoxen 22 der n'rnft* Diesen Standpunkt pflegen zwar manche als zu „klerikal" abzulehnen; Seez 3isvoef €t*de Veutel Mk, 3 pro 8tüek zu haben bei der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel Frankfurt a. M., Büro Tongesgasse 18. Srnkimmi Dr. 8. OmnnüeimeT, Essngnüsimsr Anlage 31. uns muß aber in der Agudo Autorität Höchstes bleiben, jene Autorität, die das jüdische Gesetz schützt, indem es den pi formuliert: w pVirin by N^M2 122 DJT .22'2» .217MN ^21 N2'2V.2 bff ,7^>1N2 122 .21'2V.2 by 02221» 1^'82 1'^s 0V2NV.2 ^21 Ü2'2V,2 lw .221') ,21'2V.2 2N8 2.22NV2 122 2N8 2.22.2VN ^21 (•2"»2 i2J?2 Ich bin am Schlüsse meiner Ausführungen angölangN aröetten wir in unseren Gruppen je, baß durch sie das jüdische Leben in der Stadt entscheidend beeinflußt wird, so daß wir im innigen Zusammenschluß der Gleichgesinnten einander befähigen, den Gefahren der Stadt entgegenzutreten, bauen wir unsre Agudoorgane aus zu jüdischen Kraftquellen, sorgen wir, daß jede Stadt zu einer jüdischen Stadt wird, arbeiten wir mit gesammelter Kraft an diesem Ziele, daß der kritische Beurteiler, wenn er in unsere ,2b'.2p kommt, beglückt und freudig ausruft: äbtzn-7 Kmp KVT XI xb.2 ('.2"2 P22.21V) Fürwahr, diese LtLdt glsichs JsrusMm, glölcht «'2M m «N2P ^Ui2^Jerusalem, der Ttadi voller Schöne, arbeiten wir auf dieses Hochziel hin in dem Bewußtsein, dadurch das Kommen des ir»» mitzuarbeiten, im Sinne des Wortes von pni'^2 nbv» bv vbVi2'2 K12X xb N"2PN 2»8 :b.2 n'asrn) .202» b\V D*?TP12'2 812817 2V „Das ewige Jerusalem, die von Gott zu erbauende Stadt unserer Sehnsucht, baut Gott erst, wenn wir hienieden 0*?V12''die Stätte vollendeter,'gottwohlgefälliger Harmonien zu Seinem Einzug vorbereitet haben. a"22- ,ÜZÄ>üar'lsr6 Aus der Bewegung. Hamburg. Aas Landesdirektorium des deutschen Keren Hathora schreibt , uns: Vor. mehreren. Monaten ist all dieser Stelle eine Kundgebung des. Herrn Oberrabbiner G r u n w a l d in- S z a t m a r erschienen, die dahin lautetef. iittg öxe Sejdpiroci in «Sgatmar keinerlei «Sendboten ln. «nttrysttr, «nö, sttzrr, M «ü solcher ausgebe, ein Betrüger fei. . ■ Durch diese Notiz hat sich der ehemalige Sendbote der Szatmaer Jeschiwa, Herr Tobias G r o ß beleidigt gefühlt. Die von uns in Szatmar angestellten Ermittlungen haben nun ergeben, daß Herr Groß in der Tat bis Peßach dieses Jahres als beauftragter Sammler der Szatmaer Jeschiwa in Deutschland tätig wall Herr Oberrabbiner Grünwald bestätigt uns, daß Herr Groß mit der Jeschiwa vollkommen ordnungsmäßig abgerechnet hat. Berlin. (AJPB.) Die „Central-Vereinszeitung" vom 18. Dezember bespricht in einem polemischen Attikek die häßlich-chauvinistischen Kampfmethoden der jüdischnationalen Presse. Unter anderem wird die Kampfesweist' sagen dis Slgndn srrnähnt. Es hsiht dort n>Lrtlich: „Dio s.LL,!u rr fa,„ *ur u. bie betannihd) bte zioniftlsch-jübrsche Arberk in Pcrkästlna. mit großer Skepsis verfolgen, weil sie-mit Recht in ihr nur eine politische und keine positiv-jüdlfche, d.. h: religiöse Arbeit sehen. Man sollte meinen, Laß jeder Mensch, gleichviel, wie er sich zur Religion stellt/ vor den Gläubigen die größte Achtung bezeugen muß. Das ist ein anerkannter Grundsatz aller anständigen Menschen, der sogar in her Politik hochgehalten wirdl Daran aber scheint sich die südisch-zionistische Presse nicht zu halten. Man eifert nach Herausstreichung des Zionismus gegen die Aguda in kaum beschreiblicher Weise." „Allerdings wird der Aerger der zionistischen Presse verständlich, wenn man liest, daß die Genfer Mandatskommission den zionisttschen Gemeindegesetzentwurf für Palästina endgültig abgelehnt hat. Man weiß, daß gegen diesen Gesetzentwurf, weil er im wesentlichen die poliiischen und nicht die religiösen Interessen berücksichtigte, die Aguda mit Nachdruck Sturm gelaufen war. Ihre Bemühungen haben Erfolg gehabt. Dieser Erfolg zeigt — nnb bas ist bas Sntschsibsnbs für ans - bafj- bis M--r gar nicht baran t>enlif Palästina nuc im ^innc Der zionistischen Idee zu verwalten." " Berlin. (AJPB.) Dr.« Nathan Birnbaum ist aus 5)an'.- burg in Berlin eingetroffen und wird sich gegen den 25. Dezember nach Wien begeben, um dortselbst durch etwcr zwei Monate Aufenthalt zu nehmen. Newyork. Am dritten Chanukaabende hat in der großen Synagoge in der Norsolkstreet ein vo Zeire Agudas Jisroel von'Newyork veranstalteter L-npsangsabend stattgefunden, an welchem ca. 2500 Pei Sonen teilgenommen haben. Die Männerabteilung und Frauengalerie waren überfüllt. Herr M, G. Molk eröffnete den Abend mit einer temperamentvollm Rede, in welcher er die Ziele und das Wesen der Aguda zeichnete. Der würdige Raw der Gemeinde, Rabbi Kahane, sprach hieraus über die Bedeutung des Chanukalichtes. Ihm folgte bk MMchä Rszs Us, Rabök W. 3uüq. Der Die Xätw feil der Aguda besprach. Redakteur.Hstsch spesch üböi' dis Aufgaben der Orthodoxie in Amerika. Nun ergriff Dr. Ehrmann, stürmisch begrüßt, das Wort, um seine Eindrücke und Tätigkeit in Erez Jisroel zu schildern. Eine Fülle schöner Gedanken und Magidus wechselte mit der sachlichen Darstellung der Verhältnisse in Erez Jisroel ab und riß das Publikum zu wiederholten Beifallsstürmen hin. Als erstes sichtbares Zeichen des Eindruckes dieser Rede überreichte der Präses der' Jugendgruppe, Mr.. Fogel.. Herrn Dr. Ehrmann einen Scheck auf 1000 Dollar für eine Kolonie der Aguda in Emek Jisroel. Die Kantoren Schorr und Schramm verfchottien die ungemein eindrucksvolle Feier mit gesanglichen Vorträgen. Der Abenb darf als sin flrofeer ©tea ber Slaubatbee bezeichnst Am 4. Ehanukgavkntz hat im „Hervrsh Ssntr-s der 86- Straße eine Soiree zu Ehren Dr. Ehrmanns stattgesunden. Eine gewählte distinguierte Gesellschaft hörte die^ Ausführungen und Anregungen des GäM mit großem Interesse an, nachdem Dr. Leo Jung «e Einleitungsrede gehalten hat. / 4 Die Bildung eines Komitees der.Palästinazentralein Amerika ist im Zuge. Prominente Eroßküufleute, wie Joseph H. Cohen, William Fischmanst Henry D. Weill,. Selig Schworzschild führen die Angelegenheit unter Leitung Dr. Ehrmanns. 7 ' / Papenburg. Am iVoa mn fand hier eine Bezirkstagung: der Agudas Jisroel-Iugendgruppen Ostfrieslanö-Emsland' statt, zu der etwa 150 Personen hauptsächlich ausdem Emsland erschienen waren. Räch ooraufgegangenenr SDbuffaf«(Soitesbtejtft in her festlich erleuchteten Synagoge: PoSlscheck-Kofiien: / v Landesdirektorium des Keren Hatora.H in Deutsckland, Hamburg Nr.' 24753! II Keren Hatorah-Komrmssariat Leipzig Nr. 70147 (P. Sch. A. Leipzig)?». ä. eJ!« UÄk-Oaiiöiniiftt fioFliii. T.Scöi Ai ßffliai-.ffri um J?r KCTen Hatorah-Kommissariat Frankfuit a.M.Ur. 4166^ <P. 5ck. A.PranUur4 a.M Rj&ISfiWSlti. / Keren Hatorah-Komniissariat Nürnberg Nr, 18440 (P, Sch‘.' A. Nürnberg) . Keren Halorak-KömmisäMiat Breslau, P. Sch. Nr» Ö0 für Iwan Malier» - Keren Hatorah-Kommissariat Köln Nr. 50131 (P. Sch. A. Köln} ' || ‘ Keren Hatorah-Kommissariat Hamburg, P. Sch. A. Nr. 40 953 für Dr. Julius Baer .