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Der Israelit · 1925-12-10 · Heft 50 (10.12.1925) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 50 (10.12.1925)
Date
1925-12-10
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Sette 6 Nr 50 Der Asraeltt 10. Dezember 1925 städter, der u. a. in wohlabgewogenen Worten darauf hinrbies, wie schwör es der Führer einer Gemeinde habe, das ihm anvertraute Amt im Sinne des überlieferten Judentums zu führen, wenn ihm für fein Tun Verständnislosigkeit, Mißdeutung und Hohn entgegengebracht werde. Daß diese Periode G. s. D. einer anderen Platz gemacht hat, darf im Zusammenhang mit der Würdigung der Verdienste des Jubilars auch an dieser Stelle gesagt werden. Die Festansprache klang aus in die von herzlichen Wünschen begleitete Ueberreichung einer silbernen -r> an den Jubilar. Das Geschenk und die dazu gehörige Urkunde sollten dem Geehrten zugleich den Dank der Gemeinde zum Ausdruck bringen für manche wertvolle Stiftung und Schenkung der letzten Jahre.; und so wie Herr Julius Kaufmann II. erst jüngst die Gemeinde durch Schenkung einer wertvollen erfreut hatte, so sollte ihm die t> zu seinem iso eine besonders innige Gabe fein. Erwähnt feien noch die Gesänge des Synagogenchors der Klausfynagoge in Mannheim, der mit großer Teilnehmerzahl der Feier beiwohnte und unter Leitung des Herrn Th. B o d e n h e i m in schönster Weise zu einem stimmungsvollen Verlaufe beitrug. Der Jubilar, den auch Herr Konferenzrabbiner Dr. Unna -Mannheim, als Vertreter aller gesetzestreuen Gesinnungsgenossen in Baden, zum Jubiläumstag beglückwünschte, gab seinem Dank in herzlichen Worten Ausdruck. Breslau, 3. Dezember. Das Kuratorium des Verbandes zur Erziehung hilfsbedürftiger israelitischer Kinder hat den Kattomitzer Gemeinderabbiner Herrn Dr. Louis L e w i n zur Leitung der Erziehungsanstalt gewählt. Herr Dr. Lewin wird dem Rufe Folge leisten. Er wirkte als Religionslehrer in Frankfurt a. M. und als Rabbinner in Hohensalza, Pinne, Kempen und seit 1920 in Kattowitz. Er hat eine ansehnliche Zahl wissenschaftlicher Arbeiten, diesonders die Geschichte der Juden in Polen betreffen, veröffentlicht. Hannover, 4. Dezember. Her Solomon Beermann, welcher zirka 43 Jahre in mehreren Gemeinden Deutschlands als Kultusbeamter fungiert hat und seit zirka sieben Jahren hier in Hannover als Rentier lebt, und .nun p'ai» ist, begeht am Dienstag, den 28. Kislero seinen 70. Geburtstag. uray. Weingarten (Baden), 6. Dezember. Am nsun m» kann Herr Jakob Ehrlich auf eine 30jährige Wirksamkeit als Religionslehrer, Kantor und Schauchet in der hiesigen Gemeinde zurückblicken. INainstockheim, 7. Dezember. Der gestrige n^p'i 's mp brachte ein für unsere Gemeinde seltenes und schon lange ersehntes Ereignis. Ist es doch nach einem mehrjährigen Interregnum unserem stets um das Gemeindewohl bemühten rührigen 1. Vorstand Herrn I. Lomnitz und dank der Opferwilligkeit der Gemeinde gelungen, in der Person des Herrn S. Friedmann, bisher Volksschullehrer in Schwanfeld, einen Nachfolger des 40 Jahre hier wirkenden, Oherleyrers a. D. Herrn Wurzmann zu finden. Die Freude 8er Gemeinde über die Neubesetzung der Stelle brachte der Vorstand am Schlüsse des Freitag- Abend-Gottesdienstes in der festlich geschmückten Synagoge in zu Herzen gehenden Worten zum Ausdruck. Verherrlicht wurde die Einführungsfeier durch die Anwesenheit unseres allverehrten Herrn Distriks-Rabbiner Dr. Hannover, der in gewohnter Meisterschaft die Wichtigkeit und Bedeutung des Lehrerberufs, zumal in gegenwärtiger Zeit, in der das Judentum zum Kampfe gerüstet sein muß, der Gemeinde darlegte. Herr Hauptlehrer Friedmann entwickelte dann unter Zugrundelegung der symbolischen Bedeutung des Chanuka-Leuchters die Ausgaben und Pflichten des Lehrers und, versprach, nach besten Kräften stets zum Wohle der Schule und Gemeinde zu wirken. 2211 n^s! Briefkasten. S. L. Sie fragen: 1. Wenn eine 100jährige Synagogenfeier am 7,31? stattfindet, darf da ein vniw, der zugleich auch ist, am 7122? mit Harmonium beten? 2. Darf man pi noch von seiner nv'NV essen? 1. Nein. Der feierliche Anlaß ist deine Entschuldigung für Orgel- oder Harwoniumspiel. 2. Es mutz in solchen Fällen eine gemacht werden. I. W. in K. Mir. 6.— für angegebene Spende erhalten und woitergeleitet. H. Z. in Saarbrücken. D.e Gesetzgebung für das jüdische Volk hat erst mit n?n ennn begonnen. Die vorder den Vätern erteilten rvixa find für das jüdische Volk ja nur in soweit pültt». als sie bei der Gesetzgebung am Sinai wiederholt wurden. Vermischtes. Köln a. Rh., 27.November. Zu einem wundervollen seelischen Erleben wurde der jüngste Schabbos in der Adah Jeschurun zu Köln. Nach fast lüjährigem, allmorgendlichem Studium wurde an diesem mp ganz nrapn zu Ende gelernt. Am Morgen beim Festgottesdienst anläßlich dieses außergewöhnlichen Ereignisses hielt Herr Rabbiner Dr. Emanuel E a r l e b a ch einen weihevollen Lehroortrag, dem eine andächtige, vollzählige Gemeinde lauschte. Der junge Synagogenchor und besonders Kantor Söffe gaben den eindrucksvollen Worten dieser Festpredigt den schönen Rahmen. Der Abend vereinte noch einmal die Kehilloh-Mitglieder und so viele Gäste im hiesigen Franz-Hitze-Saal, daß dieser noch zu klein schien. Die Festleitung lag in den glücklichen Händen des Herrn Rektor Gut, welcher auch an diesem Abend die Funken seines köstlichen Humors und feiner Rhetorik sprühen ließ, zur besonderen Begeisterung seiner ihm treu verbundenen Jugend. Das Programm konnte sich sehen lassen. Ein musikalischer Vortrag des beliebten Düring-Quartetts gab den Auftakt, dem die Begrüßungsrede des Vorsitzenden, Herrn Sanitätsrat Dr. Ochs^ folgte. Sie war eine Gesamt-Formulierung des Gemeinde-Lebens durch 15 Jahre hindurch, durch Jahre der materiellen Not wie des seelischen Leids. Und dieser Schijur war eben Begleiter und Hort in schwerer, wie in leidvollster Zeit. Herr Dr. Ochs entrollte den Werdegang der Kehilloh bis zum heutigen Tag — vom Kriegsbeginn bis aus unsere wirtschaftlich sorgenvolle Gegenwart. Der Redner führte vor das geistige Auge der Zuhörerschaft die wichtigsten Stufen der Gemeinde-Ge» schichte, welche gezeigt hat, daß die Adaß-Jeschurun in Köln nicht nur eine Lebens-Notwendigkeit, sondern auch eine Lebensfähigkeit besitzt, welche selbst in unserer finanziell schier katastrophalen Zeit zu höchstem Optimismus- und Gottvertrauen berechtigt. Er gedachte der Heimgegangenen Schiur-Teilnehmer Wallach und Michael Munk vn> Mit aufrichtiger, tief und allgemein mitempfundener Dankes-Aeußerung an den Raw der Gemeinde scbloß Sanitätsrat Ochs seine eindrucksvolle Rede. Mit Begeisterung wurde dann die Fest-Ansprache des Herrn Rabb. Dr. E a r l e b a ch ausgenommen, in welcher er in markigen Strichen das jüdische Leben zeichnete — von der heiter-zuversichtlichen Jugend an bis zur letzten irdischen und feelsichen Taharoh. Nach einem gemeinsamen Tischlied von Frau D i n k e l-L e w e n ste n zum Sijum verfaßt, wurde ein Nittelnachtspiel, verfaßt von Frau Rabbiner Dr. Earlebach, „Schischo mi jodea" betitelt, aufgeführt. Die Darsteller, groß und klein, verhalfen dem jüdischen Stimmungsbild zu voller Wirkung. Ebenso großen, anhaltenden Beifall wie diese Sijum-Ehrung fand ein zweiaktiges Lustspiel von Salo Lewertoff-Köln. Neben Herrn Fred Alexander vom Kölner Schauspielhaus, stellten die Vertreter der männlichen Adaß-Jugend in so vollendeter und gelungener Weise Gemeinde-Typen aus die Bühne, daß man die Originale leibhaftig vor sich zu sehen und zu hören vermeinte. In später — vielmehr „früher" — Stunde trennte sich eine Gemeinde, die zum Morgen-Schiur sich wieder einfinden möge alle Zeit, Amen B. St." Würzburg, 26. November. Der . Arbeitsnachweis unddie Berufsberatung für jüdische Frauen und Mädchen, Würzburg, Kettengasse 26, ist mit größter Sorgfalt bemüht, an Stellensuchende Stellen zu vermitteln, die nicht mit einer Sabbatentweihung verbunden sind. Weitere Korrespondenzen und Frankfurter Berichte in den Beilagen S. 10 und 17. MMnHBBBmBBHHHBaHBmMBnHaamaaai J.G. Heuser jr.feel. WM Nchf. Liebfrauenstraße 5 Gegründet 1781 Große Auswahl in: Tischwäsche - Bettwäsche - Hanshaltimaswäsche Dam enwäsche_-_ Herrenwäsche allen in bester Qualitstt und zu sehr billigen Preisen ferner als Weihnachtsgeschenk besonders zu empfehlen: Weiße Voile- und Ercpe de chine-Blusen im Preise ganz bedeuten ermäßigt LOjährig. Manufakturist. auch sicher. Buchhalter sucht per 1. Februar oder später Stelle als Verkäufer, Lagerist od. Delailreisendcr mit Samstag frei. Angeb. unter 18873 an die Erp. Besseres junges Mädchen sucht per 15. 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