Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 46 (12.11.1925)
- Date
- 1925-11-12
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 16 Nr. 46 Der Israelit xz. vtooemoer iufzö 12. Schriftzeichen gefunden, die jahrelang nicht entziffert werden konnten. Erst ein Jahrzehnt später gelang es dem englischen Aegyptologen Prof. Allan Gardiner, das Geheimnis einigermaßen zu lüften, indem er eine Reihe dieser Zeichen als Konsonanten bestimmte, die aus hieroglyphischen Wortbildern genommen waren. Erst Pröf. Grimme gelang die Bestimmung sämtlicher Lautwerte, ihrer Zahl nach 22. Er erkannte in der Sprache der Sinaidenkmäler ein Hebräisch, das schon alle Hauptmerkmale des Bibelhebräischen in sich trägt. Die bedeutendsten deutschen Fachgelehrten bestätigten die Entzifferung. Auf einer der Tafeln steht folgendes eingegraben: „Ich, Manasse, Berghauptmann und Tempeloberster, danke der Pharaonin Hjatschepfut dafür, daß sie mich aus dem Nil gezogen und zu hohen Würden befördert bat." Manasse aber und Moses ist der gleiche Name, wird doch auch im Alten Testament Moses einmal Manasse genannt. Die Gelehrten vermuten, daß jener Manasse, der die Schristtaseln aushauen ließ oder selbst ausgehauen hat, identisch ist mit dem Moses der Bibel. Wenn sich diese Vermutung bestätigen sollte — und es spricht, so meinen die Gelehrten, vieles für sie — (so ist es vor allem auffällig, daß der Zeitpunkt der Schöpfung der erwähnten Tafeln zusammenfällt mit dem geschichtlich nahezu einwandfrei festgestellten der Auswanderung der Israeliten aus Aegypten, nämlich dem Jahre 1440) —, dann wäre auch damit wieder eine Entdeckung gemacht, die eine kaum absehbare Bedeutung hat. Nunmehr äußert sich auch der Entdecker der Inschrift, Sir Flinders Petrie, einer der vorzüglichsten Kenner der semitischen Sprachen, im „Observer" zur Behauptung Grimmes: „Vor mehr als zwanzig Jahren habe lebenden Stämme zu stammen, die die allgemeinen, um das Mittelmeer herum verbreiteten Schriftzeichen benutzten, die die Basis des modernen Alphabets bildeten. Bereits mehrmals hat man den Versuch gemacht, die Inschriften zu entziffern, , und einige der Wörter zl B, das der semitischen Göttin' Tani^ sind richtig verstanden worden. Unglück'icherweisse hat Professor Grimme, dem nur Photographien der Inschriften vorlagenx die Verwitterung in den Siemen, die die Photographien zeigen,, als Schriftzeichen ausgelegt. So hat er Inschriften konstruiert, die er in sensationeller Art ausgelegt hat. Seine Auslegung ist aber bisher, obgleich er die Resultate seiner Untersuchungen bereits vor zwei Jahren in Buchform veröffentlicht hat, von keinem Gelehrten angenommen worden." Die Ebene Äesreel, Kleiner Hermon und Gilboagebirge. Dr. Bruno Weil teilt dazu der Presse folgendes mit: Um die Öffentlichkeit vor Enttäuschungen zu bewahren, ist es notwendig, darauf hinzuweisen, daß Prof. Grimme zwar mit Sicherheit in seinem Bortrag die These aufgestellt hat, daß diese Funde das älteste Buchstabenalphabet der Welt und in semitischer Sprache geschrieben sind, daß er aber die von ihm gelesenen Deutungen, insbesondere soweit sie sich auf die Person des Gesetzgebers Moses beziehen, nur mit aller Reserve vorträgt. Ein endgültiges Urteil über den Inhalt der Tafeln wird erst möglich sein wenn die Funde, die der englische Forscher Petrie aus unbekannten Gründen im Sinaigebiet gelassen hat, nach Europa geschafft worden sind. Die Bildung eines Komitees von Freunden der Sinaiforschung ist in die Wege geleite^ um die Untersuchungen an Ort und Stelle fortzusetzen. Die englische Regierung soll sich bereit erklärt haben, dem Unternehmen jedjX- Straßenbild in Tel-Awiw. Die jüdische Kolonie ülosch Pinn, der Hule-See und der große Hermon. wede Hilfe angedeihen zu lassen. Auch die deutschen maßgebenden Kreise sollen nach unserer Information der Idee einer Expedition wohlwollend gegenüberstehen. ich am Sinai am ägyptischen Tempel der Göttin Hathor ein paar grobe Inschriften entdeckt, die sich wesentlich von den ägyptischen Zeichen unterscheiden.' Diese Inschriften schienen mir damals Professor Dr. Grimme (Münster), erklärt hierzu in einer Zuschrift an die Presse: 1. Mit seiner Ansicht,. daß bei der Sinaischrift „die allgemeinen, um das Mittelmeer herum verbreiteten Schriftzeichen" benutzt worden seien, steht Flinders Petrie heute recht isoliert. Einmal kennen wir seine „Mittelmeerschrift, die die Basis des modernen Alphabets bildete", und weiter haben die Aegyptologen Alan H. Gardiner (1916) und K. Sethe (1917) die Entstehung der Sinaischrift aus der ägyptischen Schrift so einleuchtend dargetan, daß ich mich in guter Gesellschaft befinde, wenn auch ich diese Meinung vertrete. 2. Daß auf den Sinaidenkmälern bisher nur der Name der semitischen (soll he ßen: karthagischen) Göttin Tanit sicher gelesen würde, ist wohl ein Irrtum Flinders Petries. Das betreffendst Wort von Denkmal 34 f und 347a pürd eher x,Gade" (tut) bedeuten. ' 3. Daß ich bei meinen Lesungen nur Photographien vor mir gehabt hätte, trifft nicht zu. Außer den von Flinders Petrie angefertigten Photographien und Handkopien standen mir teils Gipsabgüsse,^ teils Papierabklatsche der Inschriften, die überhaupt erreichbar waren, zu Gebote. 4. Ich habe in meinem Buche ,,Althebräische Inschriften vom Sinai" bei jedem einzelnen Buchstaben der Inschriften genau davon Rechenschaft gegeben, mit welchem Grad vön Sicherheit er zu lesen sei. Fälle von Verwitterung der Steine habe ich selbst oft genug angemerkt. 5. Nach Flinders Petrie sollen die Resultate meines erwähnten Buches von keinem Gelehrten angenommen worden sein. Anscheinend kennt er die außerhalb Englands erscheinenden Organe nur unvollständig, und sind ihn und auch noch heute von einigen der einst dort daher Besprechungen, wie die von Landersdorfer, Heyes, Völter, Boeder, Peters u. a. entgangen. £>cm Woche ging, is starben a us ein seinem wendig wo; mo rischer i jährigefiir die der Ag ^ahre ru’tp’, al tung bi Mensch er unte sich der Gummi seine 2 einziger Lebend nachrüt Semmi jahre r war — zeiten Zahllos an die ( daß sie wurden fiir r\h: Tür po suchuno währen sich feil Bescheid er sich stärke i Freude Dichter geword Liebe u 3TJ Wv. Mann, Opfern und V« Möi Freund Freund •ps r>»r Die selbst fi aller K den Sc In der jährigei Nachru Weise Aus hier be 50 j ä h Oberlar Jahre 1875 in Gemein wurde > überhäi Dorstar schenk. Schloß! den Gi Rüstigk gesegne Vitt schied l Lira Es ist teil en 'sonstige