Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 46 (12.11.1925)
- Date
- 1925-11-12
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Nr. 46 Der Isrnekil •>"57 m bw ,ibxp uns!? nb m’xaan tiobmn -n iijBJW x^>p im nxiia nsia x\i osr Vxpa rjnntsw im tutsi .1122 o^wa am nn '2 ikVV p pV p ay kn ^mm mps^? awio*? r irm todpi ranp bv srspn^ nnna ^xiP' 12 nwtib» om» vmb) ir nbvooo omn b^nb «1^ »bi jn Hb asm buwo bv PIX 1271' iap '2P1N1 '1 'XI' bOV V'N1V2 12X knn it nvinxi itx '’ai 'fiin' xk 12121^ mpj? 11221 i?"nir 11221 am a'pinau a^snoan 'pxi bv ,1'v' las nsim m N2 X2 ^in XP2!1'1 aaiiri' jj>"nx •px •x'ain a^pii' p"ny i"Bin ppma 'i ai' n".iV2 1"8 p'WS3 3"3X1 3“) >3VSÜ31T ll"N t]Dl' 1'313 y’b '311» V>pi33 prn' p'VM'^ip '3X 313 33S?3Sra 38T ^X3V' p’33in inyaa ejor» pinn byn bxm' f»312W8W 1'8'33 *]DT> 11X377'-X 3^ nal>V ’pD2N3SS 138K 11V8I? nsna’a’n '’y®’ px^DX Tb min1 l”öi?3y ’I^H 37313 Vö3p333 8V8 ’poi’xpia ^3'a!>X'N' l’tf> 313 •>3338 p’iTsbsi pbr nab© aas ,3yi’T3X3 ^x'333 pnx’ pVai^ 3"382 ,1'pxxVp ''Vx V"N?7 83'v'3 'VX3 8"31 ,pxil>v 3"3XJ ,3X^>B 'jaVt 31D’X 1 n p n ya na^nxi 13V avb N"873 ,iixi?x'l-x mbv rr'33v p"rr>ya a"3i 33 ,035r>bp nsa X3KS 3<'3XS ,]B3’in *]0V 11SW3y>11 33 ,^833^'s NV8 Vl«C 1X83711X33 p1K3 J33T cxi^ vaa 33 ,P'318133X 37313 yiixpxa 3"3xr ,p'3 ^>X3v' V73X7'^X 33 ,p'vv2'3y3 3'^> nva X3X3S 33 ,p33b’I X318’ YV32 y^xii'ponxp 33 ,iB3i>’i 38!>k y»i,3’ bain 33 /lixwx'Vx an33x p'N?xi?a 33 ,i8:nxin? anna pam pXVIX' 33 ,07pV3 ->3338 ^?XpV 313 V333X ^'11'2XL 33 ,p 3P313 ^Xiav xtbiV a"3 ,p’3xViai? 3iy’Vx XJ31P 1^3 X^p13'211 3"3X ,'pv2X'2312 ^'3'3' p"N3X3 81'333VN 7113?^ '233 Y'n p"sri’ys a's^nn 83? 33 ,1,33,3 1',3 bix& i^n p"n’y3 a’aVnn 83? 3"3X3 ,'iVn 3'3' 1V1' Y'T\ p".3'y D'3323!1 83? 33 ,3310 0"N 3py •1"8 p"8’y Q’33138 83? 33 ,C]13'BX Di133K X'33V p"N'?3 D'33308 837 3"3X3 ,71^' IH'Vx X'33v p",3'7 f"3 ,1<3'37 'N 3p7’ X'33v p",3'7 f"3 ■,*l»3nVx 8"N X’33ü p"i3’7 f"3 'l'2pX11 3'X8 . -X'338 p"N'? f"3 ,8'3VV iJlVoB .1"8 D^ri3’ p",3'y D’2B’8n 837 33 p'V^X SJ01’ Dl^t? ■V'8 aVg>13' p",3'7 D'33133 8373 8"8 /^laifo 0"N ^01' Mit Ausnahme des OLerrabbinats (auf dessen Haltung wir noch zurückkommeu) und der von vornherein festgelegten wenigen misrachistischen Rabbinen sind hier alle in Betracht kommenden Kreise vertreten. Auch so maßvolle, vermittelnde und der Aguda fernstehende Persönlichkeiten wie Rabbi Jechiel Michel T u k a z i n s k i und der ehem. amerikanische Misrachi-Führer Abrani o w i tz fehlen nicht. Wie dem auch fei: kein wahrheitsliebender Mensch, welcher Konfession oder Partei auch immer, wird angesichts dieser in jahrzehntelanger öffentlicher Diskussion geschaffenen Sachlage bestreiten können, daß es sich bei dem Wahlrechtsproblem um eine höchst komplizierte Frage spezifisch halachisch-religiöser Natur handelt. Und über diese Frage sollen Männlein und Weiblein, Gevatter Schneider und Handschuhmacher, die Chaluzim und Chaluzoth in den Mauschowaus und die jemenitischen Putzfrauen von Jerusalem am Sonntag ihr Votum in die Urne werfen. Wie das Votum ausfallen wird, ist kaum zweifelhaft: denn zur Urne gehen werden — von einer Handvoll gut disziplinierter Misrachisten und den gänzlich Urteilslosen absehen — nur diejenigen, denen Thora und Gesetzesgehorsam Schall und Rauch, die „nationale Geschlossenh e it", auch wenn sie die Abschütte l u n g d es nisai min ^is? bedingt, alles ist. So wertlos also diese ganze Wahl-Farce auch nach der praktisch-politischen Seite ist — alle Welt sieht ja, daß die Mehrheit der Wahlberechtigten prinzipiell sernbleibt —, so groß ist ihre grundsätzlicheBedeutung. Man kann der schmerzlichen Erkenntnis, die sie vermittelt, nicht aus dem Wege gehen. Zunächst das Oberrabbinat. Wir haben bereits vor einigen Monaten das eindrucksvolle Gutachten Rabbiner' K u k s zu erneutem Abdruck gebracht, worin er sich vor Jahren entschieden gegen das aktive und passive Frauenwahlrecht ausgesprochen hat. Von einer vertrauenswürdigen Persönlichkeit, die Gelegenheit hatte, Rabb. Kuk während der Sukkostage zu sprechen, wird Uns versichert, daß der Oberrabbiner noch heute an diesem Standpunkt festhielt. Daß er darin auch der Zustimmung seiner Dajonim sicher sein kann, ist für jeden, der diese Männer kennt, sonnenklar. Und dennoch schweigt das Oberrabbinat. schweig t dazu, daß hier ein in der inneren Geschichte des jüdischen Volkes unerhörter revolutionärer Vorgang sich vollzieht: die feierliche 81$>,3pa b?b X"33 J D'T23t?X | 8X31,3 '318 m p"8'73 Bemerkungen zu einigen verwandten Stellen in Wajero und Lanldaus. Von Lehrer §uld in Buhbach. (Schluß.) Also wohlverstanden: Nur an diesen zwar räumlich getrennten, aber hinterrinandersolgenden Stellen kommt .112 graben im Targum Jonatan ben Usiel in der Uebertragung von van vor! Welches ist aber die wirkliche Bedeutung von vsn? Nun. die Stelle in Numeri. 11. V. 8 (beim SSRamta!), woselbst das hebräische sie streifen herum von Jonatan ben Usiel ganz richtig mit paan übersetzt wird, zeigt uns zur Evidenz, daß von der ganz adäquate Ausdruck für das hebräische pan und mit isn absolut nichts zu schaffen hat: Weshalb übersetzt nun Jonaian ben Usiel die beiden obigen Stellen im Pentateuch mit van, welches doch „ausiuchen, ausspüren" heißt und dahin überhaupt nicht patzt? lNur ein einziges Mal in K. 26. D. 32. übersetzt er sinngemäß (zufällig?!) richtig das hebr. insn mit löari' weil er die Stelle in Zusammenhang stehend mit D. 28 auffatzt. was aber nicht so absolut sicher ist. Näherliegend ist der Zusammenhang des Verses mit Vers 19. Vgl. cp» 12x2a mit v'a 1x2 dp iX2a'i a'mi. Der Grund ist mir nicht zweifelhast- Es hat Jonatan ben Usiel sicher der Text emer anderen TargumhaNdschrift vorqelegen, in welchem die vorhergehenden, aus die Brunnen bezüglichen Stellen (K. 21. D. 30. K. 26. V. 13. 18. 16. 21. 21), ganz richtig die Ansicht des Targum Onkelos interpretierend, iBti mit osn — suchen, entdecken, ausspüren, übersetzt waren. Obgleich bei Redigieruny seines eigenen Targumtextes der Ausdruck ,112 nicht Sprachgebrauch, will er dennoch den Gegensatz zwischen rns und ISN markieren und greift aus den ihm vorliegenden älteren Handschriften den absolut nicht entsprechenden, dem verbpro nicht synonymen Ausdruck von heraus und benutzt ihn an den 3 obigen auseinanderfolgenden Stellen im Pentateuch. Der Ausdruck vsn ist also aus einer anderen älteren Targumhandschrist in den Targum Ionatan ben Usiel hinübergewechselt und zwar an zwei nicht paffende Stellen. Auch aus diesem Umstande erhärtet sich mit aller Deutlichkeit die Tatsache, daß das hebräische isn von den alien Uebersetzern nicht als „graben", sondern als vsn ausstöbern, aufsuchen ausgesaßt wurde. Der Verfasser der Randglossen zu den Targumim in meiner allen Amsterdamer Pentateuchausgabe spürt die Schwierigkeit und Seltsamkeit des Ausdrucks : ivsni z. St. und bemerkt dazu: 1711,1^ ^2’ "Ivsni" XI,1 ÖX1 "11LN1" p.l'A» P' rpavn 1212 Pisn pp^a xinp ..Manche korrigieren iisni. und wenn es tatsächlich ivsni heißen muß, ist es möglich, daß es die Ausdrucksweise ist für das ^Suchen" einer verborgenen Sache! Auch zur Stelle in Mischpotim: *rn P'X .112' '2, woselbst Targum Ionatan ben Usiel übersetzt: usw. tnix P'X vdn'' findet der Verfasser der Randglossen den Ausdruck vsn nicht adäquat dem hebräischen .112 12. November 1925 ProklamationdßrVolkssouverän!- tät über die Souveränität des Gesetzes. Kann man glauben, daß der an großzügiges Erfassen geschichtlicher Vorgänge einigermaßen gewöhnte Oberrabbiner plötzlich so blind sein sollte, um die Bedeutung des Ereignisses nicht zu verstehen? Nimmermehr. Entweder fühlt sich, der Oberrabbiner zu s ch w a ch, um im Gegensatz zu seinen misrachistischen Anhängern seine eigene Anschauung mutig zu bekennen und — pflichtgemäß durchzusetzen, oder aber er ist heute schon der G e - fangene seiner Politik des Vermittelns, die ihn in Gegensatz zu denen gebracht hat, die seine festesten Stützen sein müßten. Beide Möglichkeiten eröffnen die trübsten Aussichten für den Schutz der religiösen Interessen in Erez Jisroel durch das Oberrabbinat in uller Zukunft. Was heute mit dem Frauenwahlrecht geschieht, kann morgen um die Institution der ins^n und übermorgen um die fundamentalsten m'ijp und niP'X -Gesetze zum Kampf auf Leben und Tod entbrennen. Dürfen die Chaluzim und Chaluzoth mit dem Stimmzettel in der Hand entscheiden^ ob sie die Ansichten des Rabbi Moses Maimonides in dieser Frage für zeitgemäß oder für überholt halten, so kann man ihnen das gleiche Recht unmöglich versagen, wenn es sich für sie darum handelt, die einem modernen Menschen völlig unerträglichen, in „alten orientalischen Vorstellungen" wurzelnden eherechtlichen Bindungen abzuschütteln und sich nach ihren eigenen Begriffen von „Keduscha" ein neues Familienleben auf neuem Grunde aufzubauen. Glaubt Herr Oberrabbiner Kuk, über dessen Meinungen man schon in diesem Falle mit geradezu tötlicher Verachtung hinweggegangen ist, dann mehr Autorität zu besitzen, dann erst, wenn die lodernde Leidenschaft des jungen Geschlechts der Arbeitspioniere noch wesentlich I stürmischer ihr politisches Recht und ihre individuelle Freiheit fordern wird als heute? Wer Verantwortungsgefühl besitzt, wird die Frage verneinen, wird sich sagen müssen, daß gegenüber den Entwicklungen der Zukunft mit der Autorität des Oberrabbinats nach dieser Erfahrung überhaupt nicht gerechnet, werden kann, laß vielmehr alles darauf ankommt, für die Entfaltung immer sich erneuernden freien jüdischen^Lebens im Geisted.erThora auf dem Boden Erez Jisroels die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen. Nicht die Schein-Autorität eines repräsentativen, im Ernstfall versagenden Oberrabbinats, sondern die auf der Treue und Gleich- und er schreibt: „Dem Inhalte (sie lj nach zu urteilen ist vsn der Ausdruck von „graben", wie ich auch oben geschrieben; aber man kann auch annehmen, daß Ionatan ben Usiel meint, daß zu der Arbeit des „Grabens" auch das „durchsuchen" gehört, denn wenn man in einer Grube gräbt, «sucht" man nach einem bestimmten Gegenstand. Die Beweisstelle, Psalm K. 7. V. 17. welche S. R. Hirsch s. A. in der Pentateucherklärung 1. B. M. S. 389 zur Stütze seiner Auffassung von 112 und ivp bringt, ist sehr fragwürdig! Anstatt, wie Hirsch übersetzt: «Cr höhlt eine Grube aus und. gräbt sie weiter, könnte man viel sinngemäßer übersetzen: „Er gräbt eine Grube aus unb durchsucht sie (d. h. durchforscht sie nach Schätzen) und in seinem blinden Eifer und seiner Gier. nach den Schätzen stürzt er in die von ihm selbstgegrabene Grube hinein! .... Aus all diesem ergiebt sich, daß das hebräische 121 mit aussuchen oder aüsspüren zu übersetzen ist. „Ehaoara heißt zwar im Arabischen graben. Ob ivn aber im semitischen Sprachenkreise die Urform oder eine Nebenform von ..graben" ist, müßte erst durch diesbez. Sprachenkenner und Forscher festgestellt werdeiri aber auch das eotl. Ergebnis dieser Untersuchung könnte wenig oder gar nichts an obigen Ergebnissen ändern, denn maßgebend ist hier, wie ich schon oben bemerkte, einzig und allein der „S pr a ch g ebr auch" der Bibel. Endergebnisse: 1. Die durch Jahrhunderte nicht beanstandete Uebersetzung und Auffassung des hebr. verb. ian mit graben ist sehr zweifelhaft, (nach meiner persönlichen Auffassung falsch). - 2. Der einzige korrekte Uebersetzer ist Targum Onkelos, welcher isn als ausspüren, aussuchen, auffaßt.