Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 45 (5.11.1925)
- Date
- 1925-11-05
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2446951-2450337-2450380--72647-2530053- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Sette 32 Nr. 45 Der Israelit 5. November 1925 an, wollen auch keinen herüb erziehen. Wir wollen nur nicht gestört werden, und sind auch zu diesen Auseinandersetzungen nur durch unprovozierten Angriff, durch schwerste Verleumdung und Verdächtigung unserer Sache gezwungen worden. Wir protestieren gegen die Bezeichnung „Separatgemeinde", weil diese Bezeichnung sich als eine Verdunkelung des tatsächlichen Verhältnisses darstellt. Eine Separatgemeinde setzt das Vorhandensein einer anderen jüdischen Gemeinde voraus. Das trifft hier nicht zu. Daß die „Hauptgemeinde" eine jüdische nicht sein wollte, haben wir nachgewiesen. Dagegen wehrte sie sich ja aus Leibeskräften. Alle jüdisch-religiösen Institutionen hatte sie ja geflissentlich zerstört, und noch zum Schlüsse, als drastischste Illustrierung ihrer Verleugnung des Charakters einer jüdischen Gemeinde, bei Erbauung der Orgelsynagoge die alte Mikweh zugeschüttet. Schön war das freilich nicht, aber höchst konsequent und jedenfalls beweiskräftig. Deshalb ist aber auch, von dem höheren geschichtlichen Standpunkte aus betrachtet, in Wirklichkeit die „Hauptgemeinde" die „Separatgemeinde". Und die Neligionsgesellschaft, die, wie wir dies unserer Skizzierung vorgreifend hier gleich bemerken wollen, in Frankfurt alle einer jüdischen Gemeinde nötigen religiösen Instilullonen mit schwersten Opfern und auf ihre alleinige Kosten ins Leben rief: die Schule, in der ihre Söhne und Töchter für die Thora herangebildet und erzogen werden, die Mikweh und sämtliche Kaschruth-Instilutionen, sie hat damit die Fahne ausgenommen, die die „Hauptgemeinde" und ihre Verwaltung mit Füßen getreten und weit von sich geschleudert hatte,- nicht als „Separatgemeinde", sondern vor Gott und Menschen steht gerade sie als die Fortsetzung der altehrwürdigen Frankfurter jüdischen Gemeinde da, deren von den andersdenkenden Brüdern verschmähtes Erbe gerade sie mit solcher Begeisterung und opferwilligen Hingebung freudig angetreten hat. Darin hat sich auch dadurch nichts geändert, daß infolge des hauptsächlich den Bemühungen Sams§n Raphael Hirschs zu verdankenden Austrittsgesetzes sich nach 1876 der Vorstand entschlossen hat, durch Anstellung eines gesetzestreuen Rabbiners, durch Gründung einer Religionsschulc und durch Einrichtung von Kafchruih-Institutionen auch seinerseits den Bedürfnissen des so lange verhöhnten gesetzestreuen Judentums Rechnung zu tragen. Lediglich die Furcht vor einem Massenaustritt bewog ihn dazu. Und schwer genug ist ihm dieser Entschluß geworden, mit dem er seiner ganzen Vergangenheit ins Angesicht schlug, es war ein Gang nach Canossa, und der „Pharisäismus", vor dem er sich damit beugte, mochte ihm als ein kaudinisches Joch erscheinen. In Wahrheit stellt sich diese Maßregel, so sehr sie auch bestimmt war, der Re igionsgesellschaft das Wasser abzugraben, jedenfalls ihre Erstarkung zu hemmen, als der größte Triumph der Wirksamkeit Samson Raphael Hirschs dar. Denn das sieht ja auch der Blindeste ein, daß lediglich das Dasein der Religionsgesellschaft diese Institutionen erzwungen hat und daß ihre Dauer nur von dem Dasein der Religionsgesellschaft bedingt ist. Die einzige Schutzwehr gegen den Ansturm der Reform, das einzige Bollwerk für die Thora ist und bleibt somit in Frankfurt die Ad aß Jeschurun, die Israelitische Religronsgesellchaft. (Fortsetzung folgt.) Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul im Hörsale Friedberger Anlage „MiKrojchiur". Herr Hermann Fron Kenthal. Samstag morgens nach Schul „Dinim". HerrDr. <g. P osen. — nachm. 3y4 1Ibr im Vereinslokale, Meiochim mit M, lbim. HerrDr. W. Ho fmann. — nach Mincho „Kohelet", Herr Arnold Merzbach. S onntag morgen (auch Mittwoch) vvn mx», Herr Red. S. Schachnowitz — vorm. 97< Uhr (auch Dienstag) abend 67-2 Uhr „Gemoro", Herr R. A. G. Posen. — abend 6 Uhr Dortrag des Herrn Rabb. Dr. Ansbach er--Wiesbaden über „Der Einfluß der Formen auf das Geistesleben. Montag abend 7 Uhr (auchMittwoch) „Gemoro", Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. — abends 8^ Uhr (auch Donnerstag) „Gemoro", Herr Dr. E. Posen. Jeden Morgen Mischna. Jeden Abend 8*U Uhr v"lr?-Lernen, Herr H. Halp ern Jahrzeits-Stistungen: Diens tag, 10. Nov.. Dr. Marcus Hirsch-Sttstung. Donnerstag, 12. Nov., Aoigdor Posen-Stistung Agudas Iisroel-Iugendgruppe. Sonntag, 8—9 Uhr morgens, ,33in.3 'VN, Herr Leop. Oppenheimer. —1 Std. vor nm». Gruppe 1, Herr Jacob Landau. — 6—7 Uhr abends, Gruppe 2 Herr Saul Munk. — 6—7 Uhr abends, Gruppe 6 Herr Carl Zunz. — 8—9 Uhr abends, Gruppe 3 Herr Gerson Schnerb. — 8-9 Uhr abends, v'8*3I. wird bekannt gegeben. — 7L9-7M Uhr abends, Literatur, Dr. Harry Abt. — Montag, 7*9—72IO Uhr abends, kjps» 833 83m, Herr Hirschberg (Hegelstr.). — 7s9—7-10 Uhr abends. Gruppe 3. Herr Gerson Scbnerb. — 7-9— 7-10 Uhr abends, Gruppe 4, Herr Willi Strauß. Dienstag, 8-9Uhr abends, Gruppe 6, Carl Zunz. — 7s9—7*10 Uhr abends, pp 3571» 83m, Herr Dr- W. Hofmann. — 7-9—7-10 Uhr abends. Gruppe 1, Herr Jacob Landau. — 7s9—7si0 Uhr abenos, nra 83m. Herr Leo Schn erb. — Syuagogengememde „Israelit. Religionsgesellschafl". atitg. Wir weisen unsere Mitglieder darauf hm, daß die auf Grund des Gesees vom 21. März 1899 abgegebene Erklärung über die ausschließliche Zugehörigkeit zu unserer Gemeinde ohne weiteres auch rechtlich wirksam ist für die Ehefrau des Mitgliedes und für feine Kinder auch dann, wenn diese über eigenes Einkommen verfügen und steuerpflichtige sind. Es können daher weder Ehefrauen noch minderjährige Kinder von der Synagogengememde Isr. Gemeinde" zur Steuer herangezogen werden. Diese Rechksauffassüng ist neuerdings durch eine Verfügung der Finanzämter der Stadt Frankfurt a. M. ausdrücklich als richtig anerkannt worden. ’ i In allen Fällen, in denen somit Ehefrauen oder minderjährige Kinder von ausschließlichen Mitgliedern unserer Gemeinde Aufforderung zur Steuerleistung an die Synagogengemeinde „Jsr. Gemeinde" erhalten, wolle man von unserer Gemeindekanztei eine Bescheinigung über die-ausschließliche Zugehörigkeit zu unserer Gemeinde einfordern und diese alsdann dem zuständigen Finanzamt zwecks Berichtigung der Steuerkarte vorlegen. Sobald die minderjährigen Kinder von ausschließlichen Mitgliedern unserer Gemeinde das 21. Lebensjahr vollenden, find sie jedoch gehalten, innerhalb drei Monaten nach erlangter Volljährigkeit eine Erklärung über die ausschließliche Zugehörigkeit zu unserer Gemeinde äbzügeben. Der Vorstand. Frankfurts. M., 2. November 1925. 7-9-72W Uhr abends, Schwimmkurs, Näheres wird bekannt gegeben. — 9—10 Uhr abends, Gruppe 5, Herr Theodor Spiegel. Mittwoch, 7-29—10 Uhr abends, Turnkurfus (Lehrer Friede), Realschule. Tiergarten 8, — 7-9—7-10 Uhr abends, Aussprache-Abend 14 tag., 7r9—7sl0 Uhr OrlentierunoS'Abend (4 wöchentl.), erstm. 4. Nov. — 9—10 Ubr abends, 0”n YSTt, Herr L. Oppenheimer, Bärenstr. Donner'stag, 799-7-10 Uhr abends» 833 83m 857'X». Herr Hirs chberg .Hegelsir. — Y29 7210 Uhr abends. Gruppe 2, Herr Saul Munk.— 729-7210 Uhr abends. Gruppe 3, Herr Gerson Schnerb.— 7rd—72I0 Udr abends, Gruppe 4, Herr Willi Strauß. — V29-V2IO Uhr abends. 8öj? 833 83m (ni'Aio), Herr L. Kurzweil. — 749-10 Uhr abends, Gruppe s, Herr Theodor Spiegel. Freitag nach Schluß, der Synagoge Sidra-Vor» trag, Herr Dr. P. Kulp. — 8 Uhr abends, Gemütliche Zusammenkunft. Lokal: Mekor- Chajtm. Langestratze 18. 7,3V, 10—11 Uhr morgens, )*V13*P 83m, Herr Dr. Posen» Am Tiergarten. — 10—11 Uhr morgens, •jiny jrftw 3lX'p, Herr L. Kahn. — 12—1 Uhr mittags, mVüs, Herr Lehrer Hirschberg. — 12—1 Uhr mittags, **3qt» 33, Herr Halpern. — 12—1 Uhr mittags, Gruppe 6. Carl Zunz. — 1 Uhr mittags, nru». — 7^—Va4 Uhr nachmittags. S1330, Herr H alp ern. — 723—724 Uhr nachm., Gruppe 4, Herr Willi Strauß. — 724—726 Uhr nachm., fvv 3571» 83m, Herr Dr. Hofmann. — 724—720 Uhr nachm., jnm, Herr Halpern. — 723 -724 Uhr nachm, Gruppe 5, Herr Theodor Spiegel. — 723—724 Uhr nachm., nun. Herr Josef Stern.— 3—4 Uhr nachm., Gruppe 2, Herr Saul Munk. — 4—5 Uhr nachm-, Gruppe 1, Herr Jacob Landau. — 4—726 Uhr, NL'3 83m, Herr Leo S chnerb. — 472—572 Uhr abends, Kap» 833 83m (nmiü), Herr L. Kurzweil. — 729—7210 Uhr abends-, Gruppe 1, Herr Jacob Landau. Don Sonntag bis Freitag täglich morgens v. 8—12 Uhr, (Sonntag von 9—12) Gelegenheit zum Lernen jeder Art. 'm' *13 12—1, Herr Halpern. Don Montag bis Donnerstag allabendlich 8 Uhr, 12»13 3*357»- Agudas Rsroel MSdchengrupye. Sonntag, 728—729 Uhr abends, ,3^27,. Herr Lehrer Hirschberg. — 729—10 Uhr abends, Literatur, Herr Dr. Harry Abt. Montag, 729—72IO Uhr abends, Gruppe 7, Frau Dr. Rosenbaum. Grüneftratze 42. — Y29-*/2io Uhr abends. Gruppe 9, Fräul. Bertha Katz. — 9—10 Uhr abends, *p7iv Herr S. Una, Kl.Obermainftr. 30. , Dienstag, 729—974 Uhr, d*j'3, Herr Dr. W eger. — 97-t—10 Uhr abds.. 3t273r*3n, Herr Dr. Weger. Mittwoch, 729—V2IO Uhr abds., Ausspracheabend (14 tägig), Redner wird noch bekannt gegeben. — 729-10 Uhr abds., Handarbeitsabend, 14 tägig. Freitag nach Schluß der Svnagoge Sidra-Vortrag, Herr Dr. P. Kulp. — 8 Uhr abds., Gemütlicher Heimabend. ' law* mmg. nach Schluß der Synagoge.. m*83T,3:P8S Frl. Martha Markus. — 11—12 Uhr, tvqk 'ps, Herr Herm. Frankenthal. — V2I2—72I Uhr mittags, ö'bnn, Herr L. Kahn. — 4—5 Uhr nachmittags, min, Herr Lehrer Hirs chberg. — 729—7sw Uhr abends, Gruppe 8, Frau Brünn, Kl. Obermainstratze 19. Jüdische Frauenvereimgung. Dienstag, den 10, November, nachmiti. 474 Uhr, 1. Gemütliche Zusammenkunft im Zoologischen Garten (kleiner Saal). Damen (auch Nichtmitglieder) willkommen. Li«jath Chen-Verein. ' Samstag, nach Mincho. 474 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage, „Midrasch über „Abrahams Berufung" Herr Red. S. Schachnowitz. Lernverein llnkerlindau (apz '333). Vereinsräume: Unterlindäu 231. Die Reihe der N3V Vorträge der Winterperiode wird Freitag, den 23. Oktober m 'S 'p n3D 7'*? unmittelbar nach dem 2'357»-Gebet eröffnet durch Herrn Rabbiner Dr. Horovitz. Am Freitag, den 30. Oktober >7^ 'q. 712V V’V wird Herr Dr. Man sprechen. Am Sonntag, den 25. Oktober, abends 6 Uhr, Vortrag des Herrn Dr. Ernst Simon. Thema: Das jüdische Gebet. Montags und Dienstags abends 87- Uhr, wie bisher. nwn b>83 «vv 83m, Herr Rabbiner Dr. Horovitz. Am Mittwoch abends 87- Uhr, wie gewohnt. 'W (Jesaias), Herr Dr. May. V. I. A. (Frankfurt a. M.) Montag, 9. November abends 8 Uhr findet bei Bbr. Dr. Rosenbaum. Grünestraße 42, die Semester-Eröffnungssitzung statt. Tagesordnung: 1. Neuwahl des Präsidiums. 2. Aufstellung des Arbeitsprogramms. 3. Verschiedenes. Gebekzetten. 83'1 N3V Freitag Abend 4.25 Samstagmorgen 8.— Samstag nachmittag 4.— Samstag abend 5.40 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 4.H0 Tefilin-Legen am Morgen 6.25 .