Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 33 (13.8.1925)
- Date
- 1925-08-13
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2446951-2450337-2450369--72419-2529791- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 33 Seite 5 iS, August 1828 _ JJort in dessen heilige Tiefen einzudringen uns bestreben. Dann gehet ein herrliches Leuchten und Strahlen aus den Buchstaben der Thora, die 2iip niniw „schwarz wie Raben" sind, hervor, ein Leuchten und Strahlen, welches in uns, vienn auch nicht eine klare Erfassung des göttlicken Wesens, denn solches bleibt für uns ein heiliges Geheimnis '11 vixi '2X1' x$ '> so doch eine erhebende und beseligende Ahnung von der Erhabenheit und Vollkommenheit unseres göttlicken Schöpfers entstehen läßt. Ja, "dann wird in unserem Inneren eine beseligende Ahnung davon aufgehen, wie die ni'Tnx 2"2 22 Buchstaben der Hin nicht i"1 Träger leerer „Aeußerlich-, keilen", sondern ein „schwarzes Feuer" sind, Welches aus dem heiligen Abgrunde „Hellen, weihen Feuers", unergründlich tiefer, göttlicher Weisheit, hervorgeflossen ist.!122$ tfX '22 Vy .mm? NX- Der Possuk. Von Dr. P. Jacob Lohn in Leipzig. (Schluß.) Diese beiden Stellen in Raschi und lirr'p n"bv sind die Grundlagen für den seit Jahrhunderten bekannten Gebrauch, am Schlüsse der Echemone-eßreh den; pios seines Namens zu sagen, damit er einem geläufig, werde und man sich seiner nach dem Tode erinnere, um den „Leiden des Grabes" zu entgehen. Diesem Zwecke diente ein bereits im Jahre Y'jrn in Wilmersdorf gedrucktes und nach dem Alphabet geordnetes v'$iri und aus dem gleichen Grunde findet sich in vielen Siddurim ein Register der gebräuchlichsten jüdischen Namen mit den dazu gehörigen v'piosr auch das oben erwähnte Heftchen verdankt diesem Gebrauche sein Entstehen.;. .. :. Die' Frage, wie es komme, daß für 52 Namenskombinationen ein geeigneter pivs in pi nicht zu finden ist, beantwortet der Verfasser des ' „Sefer. Schem Jisroel" in zweifacher Werfe. ^Entweder — meint er — gibt es tatsächlich keineNamen, die mit Buchstaben beginnen und enden, denen kein Vibelvers entspricht, oder, wenn 'es doch solche geben sollte, sind sie nicht hebräischen Ursprungs. Daß die erste Antwort nicht zutrifft, zeigt schon der eingangs erwähnte Name vi»'2ibp und viele andere, im Buche j'v'2 2'v angeführt. Richtiger dürfte > darum die zweite Antwort sein, denn tatsächlich ist ja Dia^^p griechischen Ursprungs, wie auch die meisten im j'v'2 2'v verzeichneten Namen fremden Sprachen entnommen sind. Eine vollständig befriedigende Lösung gibt aber auch, diese Antwort nicht. Da diese Namen nun einmal, trotz ihres fremden Ursprungs — für jüdisch genug erachtet wurden, um als viij? ow gewertet und damit zur Thora gerufen und in wichtigen Akten, wienairo und ta verwendet zu werden,' da sie ferner so sehr in den indischen Gebrauch übergegangen sind und den hebräischen Namen so völlig ersetzen, daß ihre Inhaber keinen andern hebräischen Namen besitzen, so ist und bleibt es doch erstaunlich, warum nicht auch solche Leute die Möglichkeit haben sollen, sich durch einen pivs den Leiden des Grabes (12,11 vi2n) zu entziehen? In Wirklichkeit bewährt sich der talmudische Tatz, daß Alles und Jedes in der Thora annedeutet,ist, (xi"i)X2 xr'Lii xbi,'i'v X2'b> auch m diesem Falle. Der iiL'p fügt seinen Ausführungen über dieses Thema noch hinzu, daß man bei Namen, wie etwa mbrp' für die der Inhalt vieler Verse, wo vom Frieden Me Rede ist, mehr als eine Andeutung l-ii) gebe, nicht nötig habe, auf v'pivs mit -^sprechenden Anfangs- und Endbuchstaben zu achten. Wie leicht es aber ist, auch für schwierige Namen ein r»i in -pn zu finden, mögen Nnige Beispiele beweisen. Vom Verfasser des berühmten Werkes 2117 11X-Rabbi Jizchok b. Mosche aus Wien, Nnem Schüler des Rabbi Jehuda-hachassid, erzählt Asulai in seinem Werke „Schem-Hagedo- Der Israelit lim", daß er und seine Zeitgenossen über die Schreibweise des Namens I2’ps7 im Zweifel waren, ob er mit x oder .1 am Ende geschrieben werden müsse und daß ihnen daraus große Verlegenheiten erwuchsen. Als der Meinungsstreit darüber am kritischsten wurde/machte man den Rabbi Jizchok im Träume auf den Vers nn»V Ä ’iff'Vi p'ix1? Viii iix aufmerksam, dessen Endbuchstaben ihn über die richtige Schreibweisse belehrten, da sie die Worte I2'p27 'i ergeben. Rabbi Jizchok soll auch aus diesem Grunde sein großes Werk mit den ersten beiden Worten dieses Verses benannt haben. In der Einleitung zum Buche ji^ipi nxs wird vom Wilnaer Gaon erzählt, er habe auf die Frage, in welchem Verse der Thora sein Name angedeutet sei, die Antwort gegeben, es sei der Vers i»$27 J2X, das x sei die Abbreviatur seines Namens i.i'$x Sohn des (ja) nvbw. Auch den Chatam Sofer (Rabbi Moses Schreiber) sollen seine Schüler nach der Stelle gefragt haben, in der der Name des großen Gesetzeslehrers Maimonides angedeutet sei, und er soll ihnen geantwortet haben,, daß dies in dem Verse v'ixv 71x2 '7wl» N121 der Fall sei, aus dessen Anfangsbuchstaben sich der Name D"2»i ergebe, der ja bekanntlich in Aegypten gelebt hat. Ich möchte dieser Namensanlehnung an Bibelverse nach deren Inhalt — wenn es nicht gegen den allgemein geübten Gebrauch verstieße — sogar vor der üblichen (der Gleichheit der Anfangs- und Endbuchstaben) den Vorzug geben, nicht nur aus logischen Gründen, sondern hauptsächlich darum, weil diese Methode bereits im Talmud erwähnt ist. Im Talmud (Chulin 138) heißt es: „Wo ist inder Thora ein Hinweis auf rw» gegeben? — In dem Verse: 1272x11 V2272 (Nach Raschis Erklärung z. St. ergibt das Wort tnnra einen Zahlenwert von 345— m?»)* Wo ist ein Hinweis auf iivx? In dem Verse: 1'Tivx ITIV.I '22X1- Wo ist ein solcher auf '211V1 In dem Verse: 1111 1», welches Onkelos mit X'2i xi'» übersetzt. Die Zuhilfenahme des DiVpJix M2iri in der letzten Antwort zeigt übrigens, daß die für Namen nötigen v'pivs auch dem Dinn entnommen sein dürfen. Daß dem Targum Onkelos wie auch den: des Jonathan b. Usiel fast dieselbe Heiligkeit zugeschrieben wird wie dem Terte der Thora selbst, geht klar aus einer Stelle im Traktat Megillah 3 hervor, in der es bezüglich der Targumim' heißt: viiv'i 11ml Dii22> daß die beiden Targumim bereits am Sinai mitgegeben wurden (so Raschi in Kidduschin 49) und von Jonathan b. Usiel und Onkelos, nachdem sie später in Vergessenheit geraten waren, wieder rekonstruiert wurden. Interessant und lehrreich für unsere Abhandlung ist eine Erklärung des Werkes „Vene Jehoschua" zur Talmudstelle in Kiddüschin 30 in der die Zahl der Thoraverse angegeben wird. Im Verlaufe seiner Ausführungen schreibt der Verfasser: „Weil ich gerade davon spreche, daß die Soferim ihren Namen dem Umstande verdanken, daß sie alle Thoraverse zählten, will ich eine Schwierigkeit erwähnen, die mich seit vielen Jahren beschäftigt. In alten und neuen Büchern findet sich häufig die Behauptung, daß die Zahl der in der Thora enthaltenen Buchstaben 600,000 .betreffe und daß dies in dem Worte $Xi2>'angedeutek sei, dessen Notarikon v'2727 w' ,11171$ ni'nix xi2i bedeute. Die Zahl aller jüdischen Seelen (gemeint sind Stammseelen) entspreche darum der Buchstabenzahl der Thora, weil jede jüdische Seele an einem' Buchstaben der Thora teilhabe. Dies ist eine fast allgemeine Tatsache, die häufig im mit und rr$27 erwähnt wird. Ich stand erstaunt und verwundert da — schreibt der. Verfasser — als ich nach Zählung Don fünfzig Versen berechnete, daß die tatsächliche Zahl aller Thorahuchstaben höchstens die Hälfte der angegebenen erreiche. Ich fand schließlich in dem Buche vii2X$ idm daß dem Verfasser diese Schwierigkeit ausgefallen war, und er gibt die Gesamtzahl der Thorabuchstaben mit 310,000 an. Nachdem der Pene Jehoschua eine Beantwortung dieser wirklich sehr schwierigen Frage aus dem genannten. Buche zitiert, fährt er fort: Ich selbst glaube die Frage dahin beantworten zu können: Nachdem sich als tatsächliche Zahl der Thorabuchstaben 310,000 ergibt, dürfen wir annehmen, daß sie zusammen mit dem Targum, der ja auch vom Sinai stammt, wie dies oft im Midrasch und in den alten Werken, besonders im n"W bei der Abhandlung über die Pflicht, wöchentlich die Thora 212171 iixi xipn v'227 zu lesen, zum Ausdruck kommt, wohl die Zahl von 600.000 erreichen. Mein Lehrer, der gewesene Huszter Rabbiner ibxii2'i2 nwn n ]iX2Y in seinem Werke .111711 $27 012721121127'will dies sogar in dem ersten Worte der Thora bestätigt finden, denn 7i'2Ml2 ergibt das Notarikon nimä ni'nix xiai üw 27' .1721211. Eine allgemeine Begründung dieses Gebrauches, daß sich jeder einen seinem Namen entsprechenden pios wähle, ist. da er einen kabbalistischen Hintergrund hat, sehr schwer. Vielleicht sollte der pivsder täglich einigemale (in der Schemone-Eßre) wiederholt, ein Wahlspruch fürs Leben werden und die Frage nach dem Namen, resp. nach dem pivs bedeutet eine Frage nach der Devise des Lebens. Wer aber nach seinem Ableben einen piva als die Richtschnur seines Lebens anzugeben vermag, d. h. wer von sich sagen kann, daß sein Leben sich nach den Vorschriften und Gesetzen der Thora geregelt hat, der entgeht sicher den Leiden des Grabes. Bei Namen also, für die ein piva mit übereinstimmenden Anfangs- und Endbuchstaben nicht zu finden ist — was, da wir durch Benutzung der Targumim die Pessukimzahl um das Doppelte vermehrt haben, wohl kaum mehr der Fall sein dürfte — wäre nach der Regel des Rabbi Meir zu verfahren, von dem der Talmud erzählt, daß erx»w2 p"i»-'d. h. auf die Bedeutung des Namens geachtet habe. Würde sich nun etwa für den Namen vi»'2i$p auch in den Targumim kein geeigneter pioa finden lassen, so gälte es, die Bedeutung dieses Namens zu ergründen und einen pivs in *p7i zu suchen, der seinem Inhalte nach diesem Namen entspricht. Diese Methode wäre — wie oben ansgeführt und als Meinung desl"$27 iix'p mitgeteilt wurde — fast der andern vorzuziehen, steht ihr jedenfalls in keiner Weise nach. In dem bereits zitierten j'v'2 2'v isv findet sich eine lange Abhandlung über den Namen Di»'2V?p' als deren Resultat sich ergibt, daß der Name aus zwei griechischen Wörtern zusammengesetzt ist. die „schön" und „Gesetz" bedeuten. Ein Vers aber, der der Bedeutung dieses Namens entspricht, dürfte gewiß nicht allzuschwer zu finden sein.*) *) Die Entscheidung, die dem Redakteur der „Jüdischen Jugendblätter" auf seine geworden ist, dürfte schon aus dem Grunde falsch sein, da das n am Ende des Satzes das 0 wohl kaum ersetzen kann. Bekanntlich find nur solche Buchstaben untereinander verwandt und a'sbnnn, die ein gemeinsames Organ haben. Nun gehört aber das n in die Klaffe der Zungenlaute nLrn' während 0 zu den Zischlauten vxyr zählt. Es mühte schon, wenn das 0 durchaus durch einen verwandten Saut ersetzt werden soll, da es auch keinen pias mit p beginnend und mit 7 endigend gibt, ein solcher mit v oder v am Ende gewählt werden. Wochenkalender. vom 13.-22. Aug. 1828. / 23. Aw bis 2. Elul 6688. Samstag Aug. 15 na-i 25 3« Nausch-Chaudesch benschen Mauled: Mittw. nachm. Sonntag 16 26 Montag 17 27 vienstag 18 28 Mittwoch 19 29 svp 1123 01' Donnerstag 20 30 1. Tag Nausch-Chaudesch Freitag Samstag 21 22 D’BSHP 1 2 ^8 2. Tag Nausch-Chaudesch