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Der Israelit · 1925-07-30 · Heft 31 (30.7.1925) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 31 (30.7.1925)
Date
1925-07-30
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Der Israelit Nr. 31 Seite 9 30 Juli 1925 _______ sophischen Auswertung der Tatsachen zum äußersten Optimismus gelangt. In der Psychologie sichert Geley die Existenz eines höheren, von den G e h i r n f u n k t i o n e n unabhängigen Seelenlebens und führt den Ausbau des physiologischen Organismus des Einzelwesens auf einen zentralisierenden leitenden Dynamismus (ähnlich dem „Ding an sich" Kants, dem „Willen" Schopenhauers) zurück. Geley selbst ist kein Theist, aber seine Lehren und Ideen werden dem theistischen Forscher eine Fülle wertvoller Anregungen geben. n. Das Buch Hiob, neu übersetzt und aufgefaßt. Von Lic. Dr. M. Thilo. Bonn 1925. Marcus und W e b e r. 144 S. - Verfasser ist sich dessen bewußt, daß der Versuch einer neuen Erklärung des Buches Hiob kein geringes Wagestück ist. Einmal wegen der Ausdehnung, Bedeutung und Schwierigkeit des Buches, und dann wegen der Fülle des Vorhandenen, wodurch es dem Deuter schwer wird, etwas Neues und Gutes zugleich zu sagen. Thilo hat es für gut befunden, textliche Fragen ganz auszuschalten, und ich nehme nicht an, daß das nur ein Verlegenheitsmittel sei, um den großen Leserkreisen etwas Einfaches und Lesbares zu bieten, sondern daß er es überhaupt nicht für angezergt hält, als um Jahrtausende Nachgeborener den alten Bibeltext zu meistern. Das ist seinem Buche entschieden zum Vorteil gewesen, in dem er sich bemüht hat, dem Bestände des überlieferten Textes und der Sinngemäßheit zugleich gerecht zu werden. Er überblickt mit Sicherheit alle Richtungen, die sich in der Bibelkritik und Deutung mit Hiob beschäftigt haben und kommt seinerseits unter Zugrundelegung von Kap. 28 zu dem Ergebnis, hier solle Gottesfurcht als höchste Weisheit gelehrt werden indem durch sie der Mensch zur Erreichung der wichtigsten Lebensziele gelange; nicht aber führe dazu die Grübelei, so wenig in der Bergmannsarbeit die Weisheit gefunden werde. Er hält Kap. 28 für ein vom Verfasser an geeigneter Stelle eingefügtes Stück, von dem aus sich die Hauptgedanken auch der Gespräche herleiten. Elihu ist dem Verfasser ein notwendiger Bestandteil, durch den Hiob, erst vorbereitet wird, die Belehrung der Gottheit demutsvoll anzunehmen. Er sowohl wie seine Freunde haben sich von der Auffassung Gottes als Richter loszumachen und die Unergründlichkeit der göttlichen Pläne zu heilsamen Zielen anzuerkennen. Diese Auffassung, welche Thilo durch Vergleiche mit der Weltliteratur zu stützen weiß, scheint uns ebenso neu, , wie wahrscheinlich zu sein. Es freut uns auch, ihn gramj matisch in Verbindung mit dem Lehrgebäude Königs zu finden, dessen Grundsätze er trefflich zu nützen weiß. Doch einige Bemerkungen. Die Rücksicht auf Lesbarkeit, welche Verfasser in dankenswerter Weise geübt hat, sollte doch den Stempel des Buches im Ganzen unangetastet lassen. Die Gleichheit des Ausdruckes 114,16,17, selbst 18 ist echt episch, wie ja die Anfangserzählung im Ganzen (> Ii—•.?—9 >f, — 3a: In—II5 etc ), so daß das Festhalten des gleichen Wortlauts zur Sache gehört, ya als „Gott den Abschied geben" ist geistvoll. Doch kannte noch die mischnische Zeit den Ausdruck 112 als verschönernde Umschreibung für fluchen, mi dem Banne belegen (B. M. 59b). Vllg »xn als Allsehender ist auch merkwürdig, wo es doch einen Erdenmenschen bezeichnen kann. XII15 03 ’aVyp’ yrr erfordert den Einblick in Mischna Sotah V5, wo die Zusammensetzung dieses Satzes mit dem berühmten ">2 jms tj die Auffassung Thilos gerade bestätigt, daß Hiob nicht aus bloßen Nützlichkeitsgründen, sondern aus wahrer Hingebung Gott gedient habe. Diese Bemerkungen, denen noch manche andere anzureihen wären, sollen dem Verfasser auch zeigen, wie aufmerksam wir die Schrift gelesen haben. In einer kurzen Besprechung, wie sie uns hier nur möglich ist, können wir den Wert dieses Buches gar nicht erschöpfend würdigen. Hoffentlich führt aber diese kurze Darlegung Viele dazu, sich durch eigene Anschauung davon zu überzeugen. Wir wollen dabei auch an seine Arbeiten über das Hohelied und Kohelet erinnern. Dr. L. A. R. Philosophie und Offenbarung. Von Emil Brunner/ Prof. an der Universität Zürich. Tübingen 1925. I. C. B. M 0 h r. Preis Mk. 1.50. Die Antrittsrede Brunners in Zürich bietet auch dem jüdischen Theologen reiche Anregung. Sie hebt mit kühnem Selbstbewußtsein das Primat des Schöpfungs¬ und Offenbarungsgedankens vor der in ewigen Widerspruch mündenden rationalistischen Philosophie hervor und sucht, auf Kant fußend, die Grenzen zwischen Philosophie und Glauben zu ziehen. Freilich stört die offenbar durch die Lehre von der Erbsünde bedingte zentrale Stellung, die in dem Lehrgebäude Brunners das „radikale Böse" einnimmt. Es ist nicht einzusehen, warum die Sündenschuld Voraussetzung aller Offenbarung sein soll. S. Reue Menschen auf aller Erde. Eine Palästinafahrt. Von Felix Salten. Paul Zsolnay-Verlag Berlin—Wien Leipzig 1925. 276 Seiten. Bilder aus Erez Jisroel von wundervoller Anschaulichkeit, leuchtender Farbigkeit und beseelter Innerlichkeit. Das Buch ist eine Art Reiseführer, der einen von Station zu Station, durch die altberühmten und die neuen Stätten mit sicherer Hand geleitet und jede einzelne in ihrer landschaftlichen, historischen und etnographischen Besonderheit prächtig erfaßt und prächtig darstellt. Trotzdem kann man das/ auch technisch vortrefflich ausgestattete Werk nur gereiften und gefestigten Lesern empfehlen^ die die Spreu vom Weizen, das Falsche vom Wahren scheiden können. Denn Scckten sind infolge einer unjüdischen Erziehung Grundbegriffe des Judentumsfremd. Er ist — das mag von vornherein gerne anerkannt werden — eine durchaus maßvolle, vornehme und selbst im Irrtum noch sympathische Natur. Aber ihm, der ehrlich und warm gottgläubig ist und unbewußt nach einer Totalität seiner jüdischen Weltanschauung strebt, fehlt das umfassende Wissen. Ihm mangelt das Bewußtsein. des absolut und unabhängig frei schaltenden und waltenden Gottes, dessen Waltungen, so rätselhaft sie unserem kurzsichtigen Auge manchmal erscheinen mögen, stets Ausfluß von Weisheit und Güte sind, weil Er eben Inbegriff und Vater aller Weisheit und Güte ist. Auch die Vorstellung der Teschubah, der reuigen und klarsinnigen Einkehr in sich selbst und mannhaften, unaufhaltsamen Rückkehr zu seinem besseren Selbst, ist ihm unbekannt. Sein Vater nimmt nach einem Leben der Abirrung in späteren Jahren seine Jugendfrömmigkeit wieder aus, Salten nennt das „Erscheinungen des Alters". Auch der tiefste Grund der Sehnsucht und des Dranges der Juden nach Erez Jisroel ist ihm verschlossen. Er schildert ergreifend die ungeheure jammernde und weinende Trauer an der „Klagemauer", ahnt aber nicht, daß sie der Erkenntnis der eigenen Sündhaftigkeit und Gebrechlichkeit, dem heißen Hange nach alt-neuer Reinheit und Fehlerlosigkeit, der ungestillten Sehnsucht nach Herunterziehung der Gottesherrlichkeit auf die Erde entspringt. Der wahre Heiligtumscharakter Palästinas ist ihm ganz verborgen. Wohl beugt er sich ehrfurchtsvoll vor den Patriarchengestalten, wohl durchrüttelt ihn mit Macht die Gewalt der geschichtlichen Erinnerung. Daß jedoch Erez Jisroel trotz aller breit entfalteten Kraft und bewunderungswürdigen Aufopferungsfähigkeit nur dann wirklich und wertvoll gedeihen kann, wenn es unter den Fittigen Gottens in Einvernehmen und harmonischen Zusammenklang mit seiner Thauro betreut und gebaut wird, ahnt er nicht. Es ist schade. Dieser adelig feine Schriftsteller, dieser tief, rein und leidenschaftlich stark empfindende Mensch, der zur Ehrfurcht prädisponiert ist, könnte jüdisch Bedeutendes werden, wenn er mit seiner großen Kraft sich eine neue Zukunft zimmern wollte, in dem er sich mit der Lehre und Lebensanschauung des Judentums in ihrem ganzen Umfang vertraut machte. — Einige feiner Feststellungen seien hier noch verzeichnet. Von Tel Awiw schreibt er: „Und vom Bürgermeister an bis zum letzten Lastträger ist in diesen Mauern alles jüdisch. Die Polizisten, die Elektrizitätsmaschinisten, die Arbeiter am Wasserdienst. Alles. Selbstverständlich kann die Permanenz solcher Funktionen nie gestört und nie unterbrochen werden, auch nicht durch den Sabbat. Daß vom Freitagabend bis zum Samstagabend Christen oder Mohammedaner an die Stelle der sabbatfeiernden Juden treten, ist ein Ghettobrauch gewesen. Er muß hier, wo es kein Ghetto mehr gibt, auch keines im Geiste oder in der Seele, notwendig verschwinden. Und so wie hier am Sabbat jede Arbeit ruht, die Ruhepausen verträgt, so tun alleihrenDienst, der keine Unterbrechung duldet: die Polizei, die Männer, die an der Elektrizität, am Wasserwerk oder am Verkehr beschäftigt sind. Auch währe nd des Sabbat s." — Zu Ehren des Purimfestes wird im Kasino am Meeresstrande von Tel Awiw Foxtrott und Shimmy getanzt. — Sp. Die hebräischen Handschriften der Rationalbibliothek in Men. Von Arthur Zacharias Schwarz. Leipzig. Karl W. Hierfemann. Großfolio, 20 und 272 Seiten und 9 Faksimiletafeln. Ein prächtiger Band liegt vor uns, eine Prunkausgabe seltener Art. Die glänzende Hülle birgt aber diesmal eine gediegene Leistung in sich. Schwarz hat die reichen Schätze der Wiener Nationalbibliothek, soweit es sich um hebräische Handschriften dreht, in Rubriken behandelt (Bibel, Bibelauslegung, Talmud, Sprachwissenschaft usw.) und durch möglichst ausgiebige Kennzeichnung jeder einzelnen Handschrift den Kenner in den Stand gesetzt, auch aus der Ferne einen Ueberblick über das Ganze zu gewinnen. Schwarz hat die bezeichnenden Seiten bei jedem Bestandteil herausgefunden. Reicher Stoff wird dem Erforscher jüdischer Schönschrift, dem nach jüdischer Kunst Strebenden in den verschiedensten Zeiten und Orten hier geboten, die dichterischen Schlußworte der Schreiber fehlen nie und wir lernen in den Abnehmern dieser Arbeiten (auch diese sind meistens dabei genannt) die Förderung kennen, welche die damaligen Reichen diesen Bestrebungen geboten haben. Mit Vergnügen koird der Erforscher des biblischen Kanons z. B. die verschiedenartige Aneinanderreihung der späteren Propheten (Jesaja usw.) oder der Hagiographen bemerken und sie mit den Angaben des Talmuds vergleichen. Dem Arbeiter auf dem Gebiete jüdischer Liturgik kommen reiche Angaben bezüglich der verschiedenen Gebetsriten entgegen. Man lernt hier die Arbeiten jüdischer Mathematiker oder Geographen kennen. Auch die Kabbala ist vertreten, und die jüdische Sprachforschung führt uns ebenfalls führende Geister vor. Der Sammler verdient den wärmsten Dank der Forscher und auch der corkva' der Kennner und Schätzer jüdischen Schrifttums; ebenso auch der Karl W. Hiersemannsche Verlag in Leipzig, der dem Werke die glänzende Ausstattung opferwillig hat zuteil werden lassen. /; Berlin. Rabbiner Dr. L. A. Rosenthal. Emö" es™ M28 ’p-ia bv 7M52" “IDO nwn nn-in» D’tnp^ ima pip b"i •'"Bhai 'i'airr '■> 'nnn ptun» Selbstverlag des Verfassers: Robb. Isidor Goldmänn. Oradea-Mare (Grohwardein, Rumänien). Es ist dies ein grohangelegtes Sammelwerk, nach Art des Vtoac? sm», und enthält auch viele mcm zu verschiedenen Gelegenheiten des Jahres, wie p^v'^i 'Vy ny’apVi unö dergleichen, auch viele interessante eigene Zusätze aus dem reichen"Wissensschatze des Verfassers, was dem Werke einen besonderen Wert verleiht. Ein Umstand, der das Werk für jeden rrn, besonders für avna D’enn und ü’S’oa höchst wertvoll, fast unentbehrlich macht. Dasselbe ist prachtvoll ausgestattet. Da der Verfasser über keine materielle Mittel verfügt, so ist das Erscheinen der anderen Teile f/i o p^n) von der Abnahme der bereits erschienenen Teile abhängig. Schon dieser Umstand läßt es als wünschenswert erscheinen, daß das Werk recht viele Abnehmer finden möge, zumal da der Preis im Verhältnis zu dem großen Umfange des Buches (220—270 Quart-Seiten) und der schönen Ausstattung sehr mäßig ist. (200 Lei, 1 Dollar.) Es wäre zu wünschen, daß es dem Verfasser vergönnt sein möge, recht bald den dritten Band ('11 'a pVn) herausgcben zu können. Dr. G. Feldmann. Merkbuch für den israelitischen Religionsunterricht. Von S. R 0 s e n f e l d e r. Ladenburq a. N. Selbstverlag. 64 Seiten. Der Religionsunterricht muß sich vor allem an das Gemüt wenden, aber auch einen geeigneten Wissensstoff vermitteln, der bleibendes Eigentum der Schüler werden soll. Diesen Merkstoff hat der Verfasser des vorliegenden Büchleins knapp zusammengestellt. Die Auswahl zeigt den erfahrenen Lehrer. Der Verfasser bietet nicht etwa nur eine systematische Zusammenstellung, sondern auch eine Anzahl Notizen, die einerseits dem Lehrer Anregungen bieten, andererseits dem Schüler Gelegenheit gewähren, das Erlernte zu wiederholen und sich die hebräischen Ausdrücke korrekt einzuprägen. Bei einer Neuauflage würden wir empfehlen, die zehn Gebote ungekürzt aufzunehmen. E. iltP» niyoa Von Mosche Tennenbaum, Robb: zu Modaoa, Slowakei. (Gedruckt bei Josua Juda Ganz Torna, Slowakei.) Nach Art der Palästinareisenden in früheren Jahrhunderten, Eldad Hadani, Binjamin von Todelo usw., sucht der Verfasser in einem umfangreichen Buch die Eindrücke die er im heiligen Lande gewonnen hat, festzuhalten und wiederzugeben. Diese Methode, tatsächlich Geschautes und traumhaft Erlebtes, Leben^und Literatur zu verbinden, alles mit Agadastellen und Angaben alter Forscher zu verbrämen und mit Glossen und Bemerkungen zu verzieren, die nicht aus den Berichten herauswachsen, sondern in dieselben hineinwuchern, gilt heute, in der Zeit de,-, realen Denkens, als überholt und überwunden. Ihre letzten Vertreter, allerdings mehr auf exegetischer und wissenschaftlicher Grundlage, dürsten L u n z und Grün Hut gewesen sein. Man liest aber diese gemütlichen kurzen Beschreibungen in rabbinischem Hebräisch nicht ungern. Schließlich ist doch Palästina für uns nicht allein ein Objekt landwirtschaftlicher und sozialökonomischer Experimente. Es ist eine Sache des Herzens. Und aus dem Herzen zum jüdischen Herzen spricht und schreibt Rabbi Tennenbaum, frisch und kunterbunt, mit Liebe und Bitterkeit, ziemlich unbeschwert von den Sandsäcken realer Erwägungen in seinem Höhenflüge. Es kann nichts schaden, wenn man beispielsweise über die Vätergräber, über Hebron, über die warmen Quellen von Tiberias, über die Freudenfeuer bei Miron nach eigener Anschauung und nach alten Aufzeichnungen etwas mehr erfährt, als uns ein Badeker und moderne Touristen über diese Dinge zu berichten wissen. Bei Berührung politischer Palästinafragen hätten wir freilich etwas mehr Sachlichkeit und vor allem im Tone mehr Takt gewünscht als hier etwa auf Seite 179 in der Bewertung der Persönlichkeit des Rabbi K 0 0 k betätigt wird. Das Buch verdient von Palästinafreunden gelesen zu werden. Es ist zu beziehen beim Autor nach der oben angegebenen Adresse. — z. Das Buch des Propheten Michah. VII und 124 und Nachtrag 16 S. Uebersetzt und erläutert von Rabbiner Dr. A. Posner. Frankfurt a. M. 1924. I. Kauffmann. Verfasser, ein bibelwissenfchastlich wohl unterrichteter Mann, hat sich hier mit Glück an eine der schwersten Aufgaben herangemacht, das neuerdings vielfach zerrissene und zerfetzte Buch Micha zu übersetzen und zu erklären. Er hat den Text durch gesperrten Druck hervorgehoben und konnte so die Erklärung damit verbinden, ohne daß der klare Ueberblick dadurch gelitten hätte. Seinen Bemerkungen sieht man es an, daß ihm die Fragen der neueren Bibelforscher bekannt sind. Das bestätigen auch die angehängten Hinweise, welche z. T. diese Ansichten berücksichtigen. Im Innern des Buches, das die Uebersetzung und Erklärung enthält, hat er sich dagegen von ausdrücklicher Bezugnahme auf die Bibelwisfenschaftler ferngehalten. Es ist erstaunlich, mit welcher Einfachheit und Glätte sich all die scheinbar so fraglichen Dinge miteinander verbinden und sich auseinander erklären lassen, wenn man voraussetzungslos an sie herantritt. Indem er die starken sprachlichen Beziehungen des Buches zu Deuteronomion und Jesaia hervorkehrt, trägt er damit Belege für die Einheit der Michaschrift zusammen. Zu bemerken wäre: 7,10 und noch föüst muß 2 na-, „Freudiges am Feinde sehen", an ihm Freude er-

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