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Der Israelit · 1925-04-08 · Heft 15-16 (8.4.1925) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 15-16 (8.4.1925)
Date
1925-04-08
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 15/16 Sette 3 Ä. April 1925 unserer Feinde, w „Gib- TüMW uM'lüuMher rEMrE OWWv ME MM . roiWer UEuöHrsfanaMmW' verWMn' fölWJ', tDiir^n; geMn aMWeüW um es ziini' AüMM vöm feMr yUlitzM! LDD zü MweHerst all'e Schrecken.!Är ^oUe Äirhtzrr ist Wsttz' geseM mir Mrckef: zum -ÄeüoMM zst, MMre^^ m/sii2^,Gepriesen sek Gott, öet uns Nichk züM Fratze fÄ ihre Zahiw hingegeben hat!" Israel bestand siegreich dieses Kamps, Ia'.nni' p lnni imp iwkdi Je mehr man es quälte,. desto mehr vermehrte es sich!" Je mehr mp es unterdrückte, um es zum Abfalle von der, heiligen Lehre, zu bewegen, desto inniger und fester klammerte es sich an seine heilige Erbschaft. NDU'U nfflfl „Einen Kampf auf dem Trockenen!" , Es beginnt der Kächpf auf dem trockenem Israet wähnt bereits sicheren Boden unter seinen Fützdn zu, haben. Es, wird feiner geistigen Eigenart wegen von den stbrigen Wtionen nicht mehr verfolgt. Es genießt vollkommene Gleichberechtigung mit den anderen Einwohnern seines Aufenthaltsortes. Es kann ganz frei, den AnforHrungen seines göttlichen Gesetzes gemäß lebem. Mn über häk es eben gegen die BerloDstgen, ryMe,,Mfer..freiheitliche Zustand M sichFührt, M käWf.Ä.' 'i3i öttari 233 imirr .totti „Wir wollen sein wie all die Bölker um uns!" — lautzt. Ms Losungswort der irregegangenen Generation. Im Besitze gleicher Rechte glaubt mgn auch die Sitten und. Gewohnheiten der andern Nationen ttächahmen zu müssen. Darum laütöt ein tiefsinniger Ausspruch der Weisen: 71'21?2 nnaai jniaÄlti'TOa g'L'i st^rr iok i?2fr 2s 1N21N rr rix' s2 . „Derjenige fyat seine Pflicht nicht erfüllt, der nicht, am ptiww bas. '0 dH WorW: ^.Wühr ist . es. und .ftaMaft" ustd M Abende M W den Worten: „Wahr ist es und' getreulich" beginnende Gebet spricht." Es genügt nicht, so man blötz am Abende, in den dunklen Perioden des irdischen Daseins, wenn das dunkle Gewylke von Armut und Elend, Not und. Tod am Horizonte des Daseins sichtbar wird, —: die Wahrheit, den Glauben an Gott bekennt,, sondern man muß auch .M Morgen, so uns des Glückes Sonne heiter lächelt, die Wahrheit, den Glauben an Gott, standhaft bekennen. ...... Und so . wird auch in der nys 2tt .11^.1 berichtet: '131 ‘itvs2».vj'iaiwMD.ie alten Wersen erzählten vqn den Wundertaten Gottes die ganze Nacht hindurch. Mährend der ganzen dunklen Israels..FäHilien sitzen ,daheim beimHenüsse des Pessachlämmes..und.halten, treMch.hie.PfuMtzn^,die.für diele 'MM^rteÜt HareM.. Und, richtende« sHäfen-e und,.xMenhe Hand, .dahin, tötet Mizrmms Erstgeburt und rettet Israels Häuser. Dies — Israels, .Hit für Gott pnd Ejoktes 'Ht für Israel -m in vollendeter, /Häernönie pereistt, M Hie. uns scheint, die unvergängliche Bedeutung der ersten Sedernächt, deren leuchtender Strahl die alljährlichen Sede.rnsichte der Folgezeit erhellt! Irren wir nicht, so ist's her Gedankte,. rpit welchem.die Z^äu,roh.,selber die Bedeutung dieser Nacht für alle Zukunft verewigt. Heißt's doch 2. B.M.,Kap...12, D. 42: „Eine onio® ist's für G oft, sie aus Aegypten heraus zuführest: es rist diese Nacht für Gott (zugleich) v'lvv für alte Söhne Israels für.Hre Nachkowwen " Mahrlich! 2'nwV dürfte als. Form der Mehrheit .eine doppelt,? Hut.bezeichnen, die Hut Go,tt.es für Israel und die Hut Israels für Gott und der Vers sagt es deutlich: Gottes Hut bestand in der Hinausführung Israels aus Aegypten, Israels Hut ist die.gleiche, die es auch in der Folgezeit in der Betätigung der für diese Nacht geltenden Pflichten zu bewähren hat. Beiden Momenten war jene Nacht in Aegypten gewidmet, sie bildeten die Merkmale ihres steten Gedächtnisses. Und wenn wir Uns alljährlich un Geiste in jene Nacht zurückversetzen, so sind's diese -.beiden Momente, die unsere Gedanken zusammenfassend beherrschen: UNS oeiye .. E rite, w Der Israelit Dacht, da^ ein hartes Schicksal sie umdräute, ÄMteü' sie M aüf', schopWst! sie MUt' und Trost!aus den erhabenen, Mährhelten, welche durch'die 'Mstudertaten.Gottes, beim Auszuge aus MizverkörpMwerden., BergeNNwärtigk doch cher wunderbäre. . Auszug, aus^. Mzraim wrr?M [ämi. NstMÄ dysDaseimustd dieMaltung Gottes,! -wie, .auch ditz. Lehxe,..daß GMi der^ LenEr, dev ^Weltgeschichte fei ü?ipvÄ.i?mst Da kamen aber die Schüler und sprachen: P'INV 2tt> mrip jm 5r»2fi '1M21 Unsere Lehrer! Es, ist b.ereM die, ZK W des EMMjKKUrIine^ Lastet' üM. dH'Dv! -Bekenntnis vor Gott aM M.orgen / beim MorgenstrahE eines .heiteren Geschickes sprechest. Die PÄer, üH MMe< VeMigten. siH hMestmüM^ M.KamM aÜf, heH Me ire' ü'st inmitten aller sie iLmSrändeÄen Mögen eines härtest G'eWckös^ „Sie hew'ährten Treue und. MMrsteit rst fMtetex. KäWh-M'D. .WÄsti nM ri'2M2 . Mst .ist MM. W.'MM,M m dem Kampfe auf dem T r o.ck e st.e n TWTi zu beMupien, sich ö.on^kerstest glitzernden städ funkMdM.,,De'rHcM^stHi, dstänchKt WlerM 3H MfÄ. Y'lstM yM wahrhaft und' stanohaft zst bleibest am'Mörgen. . AM so hckbest wir Ms auch ist dein KaMpfe . West, Hst WrlyWM Hs^mMiKests WvstadtlWst Lebens mit all. feinem oberflächlrchen Schimmer ustd Glänz und all feiner innerlichen Hohlheit und Fäulnis siegreich zu bewähren. Wir dürfen, uns von, dem. verderblichen Beispiel Andersgesinnter nicht bestechen lassen,. soMern müssen vielmehr auch dieseU Riesenkampf. mit den BersuHungen des grotzstädtischen. Lebens sieghaft bestehen, iii s2 nvN vVvi .Nach solchem heldenhaft errungenen Siege wird endlich der heitzerfehnte Davidssprofse erscheinen, und er wird die Sklavestfesseln materieller ustd geistiger Unterjochung für immer uüd ewig von Israels Duldervolke nehmen, und dann wird auch die nrs» in voller Schönheit und Herrlichkeit inmitten der Menschenkinder residieren und ihr zu. Füßen die himmlische Reine alles menschlichen Denkens und Fühlens, Tuns und Lassens sein. „Wie sie als nsis '123 im Pharaonendienst Ziegel zum Bau der Pharaonenmacht zu bereiten hatten, so schaffen sie jetzt als/i'i2pim Dienste Gottes „Ziegel" für den Vau des Gottesreichs auf Erdest. Alles Irdische^ das im treuen Dienste zu diesem Gottesbäu getragen wird, vermählt sich Mit dem Himmlischen, wikd vom Himmlischen durchdrungen, wird himmlisch und steht dem Himmlischen an Reine nicht nach." inv2 d'öty.i ö5s»2i vbbn m22 nw3»3 i'2^i nnm* «Hirsch zu II. Ä' M. 24, 10.> Von Rabbiner Dr. Felix Sattler in Zwikkau (Mähren): . Bekanntlich soll an dem vbv je eine MeMö vetlefen werdest: am Pessach (gewöhnlich.am ivipn ^>.in die Ralld am. Schobuot (den 2. Festttzg) nii üyd ary,,Sukkyifest. (ebenfalls am iVivn Än Mj;.' Der Ürsprung , dieses rnH .ist im toofc» n»K '('e,. nä^n, »'h'; w? ,. entMten (yergl. ypch . ,dest Plärr z. und .soll darauf hier yicht yäher eiugeggng,en yrerden. Diese drei Megillot werden in matzchetz ^Gemeinden (z.. B-, m Rußland) öffentlich vprgelesen, wie die Rolle Esther am Purim öder sie werden von der ganzen Gemeinde bloß „gesagt", ö. h. aus dem Gebetbuch abgelesen. Jedenfalls geschieht das Vorlesen oher Hersagen dieser drei Megillot überall v 0 r der Thoraverlesüng, was um so auffüllender ist, als die Megillot zu jenem Teile der Heiligen Schrift gehören, der mit ä'avo bezeichnet mtb. Warum genießen dre Megillot den, .Voxzuol.y 0 rHer Thora und .Marum findet die. ^e'xlesüNg. def Nolle,, MtM ,aH PÜrirp, n a ch h.er Tböravorlesung.statt? Dabei, ist noch. zu bedenken, ..daß die Berlesung -der, Mlle Esther eist direktes Äeb.ot hMet, wahrend hie Berlefüng pbengestanNten Ml Rollen! an den drei FMä'genVW^äüf.Listen Mv /stM, . Elch.ys.ÄeMMs..Wtzest. Hst '.M.-M d"1-MMgie. Ist .. werden zuerst hie. bezeichne'ten Hpivd „ der ThMü Jd.qNn hp. ,ll'äip.! Md MlM dp.. pMr , stnZeMM. .,,Dred ÄsfchW.Mch. aüMücklicher.lßörf!chrift.der/MiHH (Rasch-HäschäNa, P, 4), wo ep.cheitzt Jr'Dä Me Tosep^tg Heist allpdingK,eme Wdere HeHrt aus, ästf,hie 'schon hex . WmerksaH.' MaM. iM . vqb. . Talmud' Traktat Nosch- Häschana 32 ä wirst Tosaphöt (s. 0. 2»nnb) die Frage Wochenrundschau. mW, Jevttsalemer Festtage , Die Stadt dep Wallfahrten,, .der ivv^n 2rv . AvW Huget, Vem der Äunh der MMsthhei't, zuflustert", ist m. diesen Rissantagen NH) stut in. eistem seit Jahrtausenden unerhörten . ÄuMMst zum räumlichen Mit'telpunrt unb Dreveziel moderner Tourist.en- PHer geworden, sondern geradezu in das Zentrum der .e^rypN^stameriWifMN Publizist tze^err.t ward.est, Hre^ zionistische Weltreklame M.,Me^ WänzNsmnA fsü vMeichnen, um die sie Barnum"^vesteisten konnte. Es' ist!ihr gelungen, der Afsimilatiön in allen ihren Spielarten ein g e m e i ns a m e s Ideal zu geben; geeint in dem- Sehnen' nachi ,HoMalisterÄng" des jüdischen Bökksdäsems ststd best jü'difchen Einzelexift'änz diktfen sich Zionisten Und Liberale der werbenden alrsta Mater freuen, die Nun auch UM das! Haupt der j ü d i s ch'e st GeMeinschäfk ^ströge sie Nation, Stamm oder Konfession heißen) im Angesichte der höchsten Bildungsstätten aller Nationen der Erde, im Angesicht der Staatenlenker den Lorbeer der akademischen Würde windet. Das ist's,. was die Massen bewegte und dem SpektäkelstüA den Resonanzböden schuf. Es gibt Tieferblickende, die trdtz ihres Tiefblicks heiter, sind,, eben weil jie'in vollem Bewüßtsein der ihrer Äeberzeugüng nach überlebten.eiaensinnigen WähnvörsteÜung des jüdischen VdUes, TräZer einer einzig dastehenden verbalen Gotlesoffenbarung SU fein, zu Gunsten „wissenschaftlicher" Aussässuttgen post AüshtwtzAchelt ein Ende machen wollen. Dyzu scheint ihsten die jübaistische Abteilung oer Universität das tauglichste Instrument. Aber es leben doch auch — unter Juden und Christen — einzelne. Mäyner, die wissen oder dunkel ähnen, chaS M, Menschheit zy verlieren hat, wenn däö zjostistische ÄnpassüNgsschemä n.Nn buch die ustälte judiM Wissenschaft in den SEu.bel des enropälsch-ämerikanischeti Wissenschststs-Betriebs hinein^ieht. In den ausgefüchten, leider verschleierstdest Förm.hst der Höflichkeit deutet es das Ermahnungs-Schreiben an, das das Berliner Rabbiner-Senrinar an Stelle einer Begrützung der Universttüt geschickt hat. Klarer sagt es eist auch sonst überaus beachtenswertes Aufsatz der ,$r öj g f u rk e r Z e i t u n g", der Man äÜf, w'ärusti 8ie BTK b v 'r denl sigürieren/ dä öoih überall die oH'H bor den msvo den . Vorzug hüben. Mit derselben Frage befaßt sich auch 'der> Z. St:: her sich aus eiüe Stelle ist D’-isio jiabä borgst und einen,anderen.Grurtd als Tosaphöt anführi. (V'ergl. auch den St.) Jedenfalls 'ersieht, lüatt daräüs, Hie peinlich es unsere , mit der Eisthalrung der Ranäordnüng nähineN, selbst dort, wd es sich üm b'mH und mÄns handesie. In unserem Falle handelt es sich unt nnin und ä'Äns. um die Priorität, die wir den Megillot b 0 r d e r T h 0 r a einräumen — eine Frage, die tatsächlich schwer zu lösen ist. Ern befreundeter ausländischer Kollege, dem ich vor Jahren diese Frage vorl°»/e, machte mjch aus die lesenswerte Broschüre qrr ^iPietrikoich 1910) aufmerksam wo auf Seite 21 diese Frage mit einer ^Stelle im jerus. Talmud (Rosch-Haschana, P. 4, Halacha. 8) zu lösen vertzchr .Hrrv.. AnknWend an den Psalmvers Vn?»® bemerkt der Jerüfch'alchi: unter x-H ,unter die. .Mb,. . .unter, »Äsp die nwn Md,unier övH jrnpjjas iivm-Gebet ässmeint. ^Mche HM.e — mtt erW kletsten VäriÄwn findet sich "" tm nrdiese Schsie, so be- 21V NNÜV büj,’w' Püüm, da eist Mussaph-chebet nicht per Verlesung, Mstest.He Verlesung der^Äregtllä^ k a n n öahei der „Thoraverlesüng nicht folgen. , Deshalb erfolgt sie gserch nach dem minr? -Gebete. Metych..könnfe man auch Mpgen eistwendey, . daß dem mlnv/Gebete dle Verlesung aus der Thora zu folgen, sich ihm anzuschließen

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