Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 12 (19.3.1925)
- Date
- 1925-03-19
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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y f r « r o p ' t * . 19 März, 1925_______ Vereinigten Staaten zu gelangen. Der Weg wurde zur See unternommen. Aus offenem Meere sielen die Schmuggler über die Emigranten her,' nahmen ihnen alles weg, schleuderten mehrere ins Wasser/wo sie sofort ertranken, brachten die anderen auf Boote und ließen sie hilflos in den Wellen treiben. Einige Boote mit Emigranten wurden zu einem öden Inselstrand getrieben, wo die Emigranten dem Hunger ausgesetzt sind, nur wenigen Booten gelang es, das Ufer der Vereinigten -Staaten zu erreichen. Sie waren aufs Aeußerste ausgehungert und erschöpfte Trotzdem wurden sie verhaftet und, sollen; demnächst zwangsweise über die Grenze gebracht werden. Es wurden Schritte unternommen, um den an den öden Jnselstrand getriebenen Emigranten Hilfe zu bringen. (I. T. A.) Personalien. Rabbi Samuel Lew» Weinberger W- Preß bürg, 3. März. Die Reihen der.Großen in Israel lichten sich. Wieder hat eine ragende Gestalt des jüdsichen Volkes, ein Führer unter den geistigen Schatzgräbern des Judentums, ein Fürst im Reiche der nzmpM mm das Zeitliche gesegnet, um in die Höhe reiner Geistigkeit und Heiligkeit emvorzusteigen. Ein Vs-iwa ,]w alten Stils, ein wahrer 's» »an nwim nach alten Maßstäben gemessen, Rabbi SamuelLewiWeinberger.der berühmte Ober- Rabbiner von Dunajska-Streda (Dumaszerdahely), ist unerwartet plötzlich inmitten seines erfolgreichen Schaffens und Forfchens deni Judentums snlkifson worden. Er zählte zu den wenigen Männern der zeitgenössischen rabbinischen Welt, deren Ruf weit über die Grenzen ihres engeren Heimatlandes hinausreichte. Sein Name hatte überall dort, wo das Gotteswort seiner Geltungskraft nicht beraubt wurde, wy die ihren Bannerträgern Ansehen und Würde verleiht, einen guten Klange Einereiche Persönlichkeit von bezwingender. Festigkeit, schöpfte er aus den Urquellen jüdischer Weltanschauung unversiegbare Willenskraft und stahlharten Mut, mit der p"nm einem Weltstürmer gleich vorwärts, aufwärts zu dringen und feine Umgebung, einen jeden, der in seine Nähe kam, in den bezaubernden Bann feines unermeßlichen. Wissens zu bringen. Er war eine ganze, sestumrundete Persönlichkeit von stolzer Selbständigkeit, einzig allein von der mm und ihrem Gebot bestimmte Bahnen gelenkt und geleitet. Rabbi Samuel Lernt Weinberger entstammt einer hochangesehenen Familie, die ihren Stammbaum auf a*ns» y~in» zurüüführt und aus der in weiterer Folge bedeutende Rabbiner a-pnxi trtrn hervorgegangen sind. Er wurde im Jahre 5620 geboren. Noch sehr jung an Jahren wurde er zum Oberrabbiner in Bodrog-Keresztur gewählt. Bon dort kam er nach Nagybanya und seit neunzehn Jahren war er das religiöse Oberhaupt der jüdischen Gemeinde Szerdahely, in der auch vor ihm weithin strahlende Leuchten des Judentums, wie Rabbi Jehuda Offad v-i und andere, segensreich gewirkt hatten. Hier eröffnete sich ihm ein gutes Wirkungsfeld, denn hier fand er eine fromme und in der Verehrung von m»an von Kindheit auf eingeübte Bevölkerung vor. Er lebte hier ungestört miayn..‘>sn mmn bs umgeben von >nrn oma ->bp. 'bm d’k-p denen es Freude bereitete, an ihrer Spitze einen Mann zu wissen, dessen mrrrnai ms-an in der gesamten rabbinischen Welt Bewunderung hervorrief. Rabbi Samuel Lewi Weinberger b~v nahm auch am öffentlichen Leben des Judentums vollen Anteil. Er versäumte selten ■ eine Rabbinnerversammlung und scheute sich nicht, seine Meinung zum Ausdruck zu bringen, auch wenn sie mit der Ansicht der Mehrheit nicht übereinstimmte. - Umso größere Befriedigung gewährte es den Versammelten, wenn die gefaßten Beschlüsse die Billigung seines scharfsinnigen Prüsergeistes fanden. Er war Mitglied des „Rabbiner-Komitees" der slowakischen orthodoxen Landesorganisation und beteiligte sich rege an allen Sitzungen. Als vor viereinhalb Jahren in Bratislava die Weltkonferenz der Agudas Jisroel stattfand, schloß er sich dieser Organisation an und begründete seinen Anschluß in einer denkwürdigen Rede, die allen Anwesenden noch in Erinnerung ist. An der Wiener mvaa nahm er als Mitglied des „Rabbinischen Rates",'des mmn man nxsi» teil und er erzählte gern, welchen tiefen Eindruck er von dieser bedeutendsten Veranstaltung des orthodoxen Judentums unserer Zeit gewann. Zu den Zeitsragen halachischer Natur nahm er auch in seinen Stellung, die er an die aian ’Vm auf ihre Anfragen richtete. In seiner literarischen Hinterlassenschaft befinden sich 36 Werke, die noch der Veröffentlichung harren. Seine Kinder erzog er in seinem Geiste zu Vorbildern an mm und '»tf nai' Große Bestürzung ergriff die gesamte Gemeinde, und überall, wo die Trauerkunde hingelangt war, bemächtigte sich tiefer Schmerz aller Herzen. Am 2. Adar kamen aus allen näheren und ferneren Gemeinden Deputationen, Rabbonim und sonstige Teilnehmer scharenweise an. Um 10 Uhr wurde der ins in das noaan rra gebracht und die amson begannen. Als erster sprach R. Hillel Weinberger, der Sohn des Verblichenen, dann sein Schwiegersohn R. Michael Preßburger aus Papa. Namens der Gemeinde widmete der greise i"a Josef Fleischmann dem ">vsz Worte der Dankbarkeit und des Abschiedes. Hierauf hielt Herr Oberrabbiner Schreiber von Preßburg einen aaon namens der orthodoxen Rabbiner, worin er die Größe des Dahingeschiedenen als rabbinische Autorität mit ergreifenden Worten wüdigte. Die nachfolgenden Redner, die Herren Oberrabbiner Tigermann (Nove Zamky), Buxbaum (Galanta), Weiß (Topolcäny) und sodann im Tempelhofe Daion R. Anschel Katz und Oberrabbiner Schattiin (Belke Meder) übten auf die Anwesenden einen mächtigen Eindruck. Auf dem freien Platze vor dem i'»i>v rna hielt noch R. Mordchai Grünbaum im Namen der Schüler und ama ’^a einen tiefbewegten ason* Es war schon beinahe Nacht geworden, als der rrn an jener Stätte, wo so viele hervorragende a-^ru ihr aap haben, zur Ruhe gebettet wurde, r nsp./’m ai-iy hsiS» David Fröhlich y'jjf. Bad Mergentheim, 15. März. Am iik bewegte sich auf der Landstraße von Bad Mergentheim nach dem eine halbe Stunde entfernten Ejährigen ehrwürdigen abw ma, in Unter* bälbach ein langer Trauerzug. Arm und Reich, Juden und Nichtjuden, sie alle ließen es sich trotz des langen Weges, trotz des herrschenden Unwetters nicht nehmen, dem Manne, den sie im Leben kennen und schätzen gelernt hatten, die letzte Ehre zu erweisen. Als der Zug Edelfingen erreichte, da wartete seiner am Eingang des Dorfes die ganze Gemeinde, Männer mit schmerzbewegten Zügen, weinende Frauen, und alle schlossen sich dem Zuge an. David Fröhlich wurde zur letzten Ruhe getragen. Wahrlich, ein Frommer ist mit David Fröhlich b~x dahingegangen. Dies waren die charakteristischen Merkmale seiner'Persönlichkeit: esw -nw* er war in all seiner Schlichtheit ein weit über den Durchschnitt hinausragende Persönlichkeit, gerecht gegen jedermann, rechtschaffen in seinem Berufe, fein ganzes Laben war ein Leben ber eisernen Pflicht im Sinne des Thauroh. im naas Und er liebte die Liebestätigkeit, ein Strom des Segens ergoß sich aus seinem Hause in ungezählte Hütten und He^en 'K m ajr naV »mm nnb bei alledem wandelte er in stiller, schlichter Bescheidenheit vor seinem Gotte, für sich selbst die Grenzen des Gesetzes noch empor ziehend, ohne daß je ein Außenstehender davon erfuhr, am Vawi m r»»i aarri 'k ’r»a Und wie die Menschen ihn liebten, so liebte ihn der Ewige. nn»t? auf rinnt? ließ Er ihn an seinen zwölf Kindern erleben, ganz besonders im letzten Jahre. Drei Töchter sah er kurz nacheinander echt jüdische Häuser gründen, noch vor einem halben Jahr durfte er.die Barmizwohfeier des Jüngsten erleben, dann erfreuten ihn alle drei Töchter nacheinander durch die Geburt von Enkeln und mitten aus all diesen mnai? heraus entschlief er sanft in ein besseres Jenseits. . Vor dem Trauerhause brachte Herr Rabbiner Dr. Kahn in warm empfundenen Worten den Schmerz der Gemeinde, die eine ihrer stärksten Stützen verloren hat, zum Ausdruck. Herr Lehrer O t t e n f o s e r rief dem Heimgegangenen im Namen seiner Angestellten und im Aufträge vieler Armen herzliche Worte der Dankbarkeit nach und am Grabe nahm Herr Abraham Fröhlich, Gelsenkirchen, in zu Herzen gehender Weise Abschied von dem Heimgegangenen Bruder. rrasm- Jakob h. Wagner V'xt. Berlin, 15. Februar. Am Freitag, rHva p"t?v wurde aus dem?"a der Adaß, Jakob H. Wagner bestattet, ein Mann, dessen Leben von hohen Idealen erfüllt war und dessen Thorawissen weit über das Maß des selbst bei frommen Kaufleuten Ueblichen hinausging. Er war in Friedrichstadt- Eider geboren, kam aber in frühester Kindheit nach Altona, wo er als eifriger Talmid der Klaus und ihrer damaligen Großen R. E. Munk und R. Jekev heranwuchs zu einem xchten Lamdon und dabei äußerst vielseitigen Menschen. Die Kalenderkunde und die Geschichte der Liturgie wurden seine besonderen Arbeitsgebiete und aus aller Welt ergingen Anfragen an ihn über diese Forschungsberichte. in denen er auch in Fachkreisen als Autorität einen Namen besaß. Seinem ausgedehnten Wissen entsprach seine mit bewundernswertem Fleiße gesammelte Bibliothek, deren zahlreiche Schätze erst vor kurzer Zeit wie durch ein Wunder von einem Brande bewahrt geblieben waren. Das Echtjüdische an seinem Forschertum war, daß es ihm nicht dem Leben entfremdete, und so stand er den in jüngeren Jahren aktiv und interessiert mitten im Kehilloleben der Adaß-Jisroel. Sein reger Geist verbreitete jüdischen Sinn selbst in den Kreisen, die später mehr und mehr seine Arbeitskraft in ihren Bann zogen. Für sich und fein Haus aber blieb er der unwüchsige, thoratreue Jude, als den ihn alle von Kind auf kannten. Dem Lande unserer Väter hat er die Treue übers Grab hinaus bewahrt, indem entsprechend seiner Verfügung sein Irdisches die ihm bei Lebzeiten versagt gebliebene Reise dorthin tun soll. Bei seiner vorläufigen Bestattung waren seine Landsleute fast vollzählig versammelt. Klagereden unterblieben entsprechend seinem Wunsche. Ihn verlor außer der Witwe und den unmündigen Söhnen zu früh die Adaß-Jisroel sowie die thoratreue Judenheit überhaupt. -rrssm Berlin, 15 Februar. Für den in Frankfurt verstorbenen Posener Rabbinatsassessor L. Krause V"xr veranstalteten die hiesigen Schüler und Verehrer des Verstorbenen einen Hesped. Die Adaß-Jisroel hatte zu diesem Zwecke den Raum der Synagoge Siegmundshof zur Verfügung gestellt. Das Leben, Wirken, Charakterbild und Ideal Krauses wurde eingehend und ergreifend geschildert durch die Reden der Herren Rabbiner Dr. Silberberg-Vosen (jetzt Ahawas Zion, hier) und Rabbiner Dr. Munk. Die Veranstaltung wurde aus einem > persönlichen Hesped zu einer Kundgebung des gewaltsam >»r 12 entwurzelten, doch auch im Exil unverwüstlichen Altstosener jüdischen Gemeindelebens, dessen Nachwirkung Gottlob hierorts auch sonst im jüdischen Leben aller hieben religiösen und sozialen Vereinigen keineswegs zu unterschätzen ist. Dieser unsterbliche Geist der altehrwürdigen Kehillo Posen, den man in allen Lebensregungen Berlins verspürbar mitlebt, durfte bei.dieser Totenklage auf las Mitfühlen aller Berliner frommen Juden rechnen, die den Verlust des hier beklagten lebenden Vertretersjenes Geistes auch als ihren eigenen Schmerz Mitempfinden, und so drängten sich Posener und Nichtposener, um in der wohlgefüllten Synagoge den Worten der Klagereden zu lauschen. Möge ihnen allen das Sechuß des Betrauerten beistehen, maxm* Es ist ein Jahresschiur der Talmidim Krauses vorgesehen, sowie auch zu seiner Ehre eine „Krausestiftung" zur alljährlichen Entsendung zweier Bachurim aus Deutschland zum Jeschiwohstudium" innerhalb des Rahmens des Keren Hathora. Seligenstadt, 12. März. Am nixn p~wy wurde der langjährige Vorstand unserer Gemeinde, Hermann Frank unter großer Beteiligung zur naiap getragen. Unter den verschiedenen a'Tsa» hob Herr Rabbiner Dr. Dienemann die wahre Frömmigkeit des Heimgegangenen hervor. Im Namen der Stadt Seligenstadt widmete Bürgermeister Singer dem 75jährigen aas Worte der Anerkennung und des Dankes für seine treue Mitarbeit am Gedeihen der Stadt. Im Namen der jü- , dischen Gemeinde und des Vorstandes derselben sprach das Vorstandsmitglied Herr Julius Bär und verlieh dem unersetzlichen Verluste, den der Heimgang des beinahe 30 Jahre mit Rat und Tat im Vorstande tätigen Mannes bedeutet, Ausdruck. Im Namen der Handwerkskamer Offenbach sprach von den vier Vertretern Her Böhm den Leidtragenden und der jüdischen Gemeinde sein hezlichstes Beileid aus. Zum Schlüsse sprach noch Herr Lehrer Grün bäum im Namen des Synagogenchors und pries die unermüdliche Mitarbeit des Verewigten beim Aufbau desselben. Mit dem Bewußtsein, einen tugendhaften, frommen und bescheidenen Mann zu Grabe getragen zu haben, verließen wir das niaapn mamaxmzz. G. Baden-Baden. 13. März. Dieser Tage starb hier Frau Dua V e i s i n g e r im 63. Lebensjahr. Eine biedere Frau aus der guten, alten Zeit ist mit ihr ins Grab gesunken. Die Beerdigung gestaltete sich zu einer imposanten, von Herzen kommenden Trauerkundgebung. In seiner Gedenkrede sprach Lehrer Grünbaum von dem reinen, tugendhaften und nachahmenswerten Leben der Verstorbenen. -rrasm Baden bei Wien, 16. März. Am 3. März a. c. verschied hier plötzlich Frau Rosa Oedenburger, Gattin des hochgeschätzten und in allen Kreisen der Bevölkerung beliebten Herrn Gustav Oedenburger. Die die am Donnerstag, den 5., unter großer Beteiligung der Badener Judenschaft stattfänd, bekundet die große allseitige Teilnahme. Die Eigenschaften und Verdienste der Verstorbenen hob Herr Oberrabbiner W. Reich in beredter Weise am Grabe hervor. rraxm- Fürkh i. B., 15. März. In tiefe Trauer ist unsere Gemeinde durch das Hinscheiden der allverehrten Frau Rebecca Lehmann geb. Zimmer versetzt worden. iV?5n mivrr'i i p den Ruhm dieser Frau verkündete ihr Gatte nicht nur, der allzufrüh ins Grab sank und die Leitung des Hauses der tapferen Lebensgefährtin uberlassen mußte, sondern ihre Kinder vor allem, Söhne und Töchter, deren Wirken und Wesen im öffentlichen wie im Familienleben Zeugnis von dem Geiste der Erziehungsweisheit ablegte, deren Meisterin die Heimgegangene in all ihrer schmucklosen Einfachheit gewesen. Sie war eben ein würdiger Sproß der edlen jüdischen Familie, deren Name in Fürth von je ein Programm" bedeutet hat, eine avrr von altern Schnitt und Stil, die in glühender Liebe an jeder Mizwoh und jedem Minhag hing, alles Neue und Modische an den alten, bewährten Wertmaßstäben prüfend und dabei doch bis ins hohe Alter mit aufgeschlossenem Sinn der Schönheit der Welt gegenüberstehend. So ward sie die Kameradin und Freundin ihrer Kinder und es gelang ihr, was so oft mißlingt: das Band zwischen Vergangenheit unk Zukunft fest und unauflöslich zu festigen und der Thora m ihrem Hause eine zukunftsreiche Heimstätte zu sichern. Das Andenken der edlen Frau wird im Kreise unserer Gemeinde unverlöschlich fortleben. rraxm Wien. 15. März. Wie I. T. A. mitteilt, hat Herr Dr. Robert Weiß-Wien aus sachlichen Motiven seinen Austritt aus dem Misrachi erklärt. Dr. Weiß teilte in der Generalversammlung des österreichischen Misrachi mit, die ausschlaggebende Veanlassung zu seinem Entschlüsse sei die ablehnende Haltung des Misrachi zu den Verstandlgungsverhandlungen zwUchen der zionistischen Organisation und der Agudas Jisroel. New Dock, 15. März. Der Präsident der amerikanischen Agudas Jisroel, Oberrabbiner Dr. Philipp Klein feierte sein 35jähriges Amtsjubiläum. Seine Gemeinde hat gemeinsam mit der Pinchas Elishu Schul deu Bau einer Filialsynagoge mit tausend Sitzen begonnen. Im Anhang daran wird eine Schule gegründet, in der die Kinder vom jüngsten Alter bis zu 18 Jahren unterrichtet werden sollen. Sie wird außer einem Kindergarten und den Elementarschulen eine Jeschiwoh um. fassen. Gleichzeitig wird dafür Sorge getragen, daß dortselbst — West 95 th. St. bei Amsterdam Avenu — ein jüdisches Zentrum geschaffen werde, das alle Fäden des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens zusammenfaßt. Diese Musterinstitution der Orthodoxie Amerikas deynt sich von Tag zu Tag in bewundernswerter Weise aus und verspricht durch diese Gründung erhöhten Glanz.