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Der Israelit · 1925-03-12 · Heft 11 (12.3.1925) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 11 (12.3.1925)
Date
1925-03-12
Page
– (sequence 19)
Language
German
Belongs to
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.12: März 1925 Zentrale der Aguda durch SenatorMendelsohnund Se- Mtor Deütscher> der orthodoxe Sejmklüb durch Deputat Stempel.Vertreters die den Gruß der durch sie vertretenen Körperschaftenin mit brausendem Beifall ausgenommenen .Begrüßungsansprachen' überbrachten. Ganz besonders begeisterte die Ansprache des Herrn Oberrabbiner Brande. Tiefen Eindruck auf die Versammlung machte auch die Rede des Senator . Mendelsohn, welche in Genesungswünschen für den tränten Deputierten Elia Kirschbaum ausklang. Herr Meier Mander erstattete den Geschäftsbericht der! Lemberger Zentrale. Die Herren Halpern und Winkler berichteten über die Arbeit der Zeirim. Herr Dr. Deutschländer referiete über den Keren Hathora, Herr SteinerLPrzeMyst hielt ein Korreferat über dasselbe Thema. Ueber Erez Jisroel referierte der Leiter der Palästinazentrale für Ostgalizien, Doktor Benzion Keßler. Nach dem. Referat des Herrn Rabbiners Tobias Horowitz über die Tätigkeit der politischen Leitung und der Wiener Zentrale begann die Generaldebatte. Ws erster Redner trat Herr Rabbiner Moses Blech aus Wien auft Cr erklärte sich zu sofortiger Werbearbeit im Lande bereit, denn die praktische Arbeit sei heute wichtiger als alle Reden. — Der Rabbiner von Skalad forderte die Einsetzung eines großen Aktionkomitees für Keren Hathora nach dem Muster von Wlina. Während dieser Rede erschien Sejmdeputat Oberrabbiner Schapira,. Piotrkow, von den Delegierten enthusiastisch begrüßt. Er hielt ein großes Referat über die Bedeutung der Lubliner Jefchiwah. Die Diskussion nach diesen Referaten dauerte den ganzen Nachmittag und Montag-Abend. Sie umfaßte sowohl das politische wie das Chinuch-Gebiet.. Der Wille, die begonnene wirtschaftliche Arbeit der AgUda in Erez Jisroel energisch fortzusetzen, hat alle Diskussionsredner erfüllt. Besonders leidenschaftliche Debatten hat der. Plan der organisatorischen Umgestaltung der Ostgalizischen Landesorganisation hervorgerufen. Es hat sich nämlich als notwendig erwiesen, der Aguda in Polen eine einheitliche Leitung zu geben. Es wurde nach heftigen Wechselreden mit Majorität beschlossen, sich der Warschauer Landeszentrale zu unterstellen. Ostgalizien entsendet in die Warschauer Zentrale drei Vertreter und in den Zenrtälrat 15' Vertreter. — Spät abends wurde diese historische Landeskonferenz unter stürmischer Sympathiekundgebung und Absingung von religiösen Liedern geschloffen. . i -. Die Konferenz bot ein anschauliches Bild über das fnsch-pulsieiende Leben aus den einzelnen Gebieten der Agudatatigteit. Ostgalizien, wo die Agudaidee bereits nach der Ersten Kattowitzer Konferenz feste organisatorische .Formen annahm, hat unter den Kriegs- und Rachkriegsereignissen besonders stark gelitten. Diese Leiden haben /selbstverständlich auch die Agudatätigkeit ungünstig beeinflußt, Auf Grund'des Eindruckes, den diese Konferenz hervorgerufen hat, ist nun zu hoffen, da,, nun diese Periode der Schwäche endgültig vorbei ist. .Die ostgälrzische. Landesorganisation der Aguda wird oev.int mit der Landeszentrale in Warschau die ungeheure Fülle ron Kräften, welche bas orthodoxe Judentum in Polen in sich birgt, sowohl für Kreen Hachora, wie für Erez Israel zum segensreichen Gedeihen bringen. j Drlegiertentag der schyeizxrische» Agudas Jisroel. [ : Zürich, 5. März. Im Gemeindesaale der Religionsgesellschaft fand am 28. Adar der Delegiertentag der schweizerischen Aguda statt. Der Präsident des Landeskomitees,. A. W. R o s e n z w e i g, eröffnete in Anwesenheit der . Orts- und Ji/gendgruppen Zürich, Baden, Luzern, Base^ und Lugano um 3 Uhr nachnnttags die ^..zung.?um ÜGgesprapDenten würbe Rabb. S. Brom gewählt. Nach einem ausführ lichen Rechenschaftsbericht über die erfolg "reiche Tätigkeit der schweizerischen Aguda durch Präsidenten Rosenzweig verlas Herr I. Roth - /schild den Kassenbericht. Rabb. S. Brom erstattete den-Bericht der schweizerischen Keren Hathora-Zentrale. In neun. Monaten sind 7600 Ms. Herr C h. I. E i s , Zürich, berichtete über "den,Kriegswaisenfonds, dem bis jetzt 60 000 Frcs. zugegangen sind. Für die Erez Jisroel-Zenträle referierte Herr Josef Erlanger, Luzörn. An der..sich anschließenden Generaldebatte beteiligten sich die. Herren H. M. Sternbruch senior und junior,.. Emanuel Her z, Luzern, Josef E r l a n g e r,' Luzern, N o r d m a n n, Basel, Wyler, Basel, Rot h - sch i ld , Rabb.. Ko r n f e i n, Weinst ein, Cb. I. Eis, Ko schland, M. Lorvenstein und Jakob Eis junior (alle Zürich). Im Anschluß daran 'wurde dem Landeskomitee - Entlastung unter Berdankung der geleisteten Dienste erteilt. Herr M. Löwenste i n, Zürich, referierte über die kürzlich stattgefundene Erez Jisroel-TagUNg in Frankfurt a. M. Dazu nahm D e r I sr a e i t l B I ö 11 er das Wrt Herr Jofuä, Goldschmidt und. I. Eis junior. Dann überbrächte der als Gast anwesende Herr W a l d aus Klausenburg (Siebenbürgen) die Gruße der ^guölsten in Transsylvanien. . Es würden gewählt in das Präsidium des Landestomitee die Herren A. W. Rosenzweig, Josef Rothschild, M. Koschland, M. Weinstein, (alle Zürich), R. Sternbruch (Bäsel-St: Gallen), E. Botschko (Montreaux) und Emanuel Herz (Luzern). In das Präsidium der schweizerischen Paluftmnazentrale wurden gewählt die Herren: Eh. I. Eis, Josua Goldschmidt, M. Weinstein alle Zürich) und Josef Erlanger (Luzern), , als Vertreter der Jugend. Als Sitz der Palästinazentrale wurde Zürich bestimmt, ebenso als Sitz des Landeskomitees. Daraufhin referierte Herr Eh. I. Eis über den gegenwärtigen Streit bezüglich des jüdischen Gemeindegesetzes in Palästina und es wurde auf Antrag des Referenten einstimmig eine Resolution angenommen, worin die schweizerische Aguda gegen den geplanten Gewissenszwang seitens des Waad Leumi protestiert; darin wird , der Wunsch und die Hoffnungausgesprochen, daß die palästinensische Regierung, sowie die Mandatmacht den Statutenentwurf der Agudas Jisroel für die jüdischen Gemeinden genehmigen, damit das jüdische Volk im heiligen Lande sich entwickle. Ferner wurde beschlossen, regelmäßige Bulletins unentgeltlich an die Mitglieder der schweizerischen Aguda zu versenden, zwecks genauerer Information über die Aguoatätigkeit und hierzu eine technische und redaktionelle Kommission gewählt. Nachdem Herr Rosenzweig dem Vorsitzenden für die Leitung der Versammlung dankte, schloß Herr Rabb. Brom um 6 Uhr abends die Tagung. 4 1 111 ,|F" Kmm\ Postscheck - Konto der Gruppenverband der „Agudas Jisroel** in Deutschland. Halberstadt: Np. 18901 Berlin. Aus der polnischen Agudas Jisroel. Dekh Jakob Konferenz in Warschau. Im großen Saale der Chawazeleth-Mädchenschule wurde am 1. Adar — 25. Februar — nachnnttags die erste Beth Jakob Konferenz eröffnet. Anwesend waren Sejmdeputat Oberrabb. Lewin- Sambor, Senator Deutscher-Krakau, Deputat Stempel-Krakou. Dr. Deutschländer von Merkas Hachinuch in Wien, A. Spira, M. Läufer vor der Krakauer Beth Jakob Zentrale, I. M. Lewin und A. S. Friedmann von der Warschauer Exekutive der Aguda, Dir. Dr. Niemczewicz-Bialystock und viele Vertreter der Beth Jakob Komitees aus der Provinz. Die Beth Jakob Schulen waren auch in großer Zahl vertreten. An der Spitze die Leiterin Frau Sara Schenierer, Lehrerinnen von Krakau, Lemberg, Gora Kalwaria, Bendin, Lodz, Lublin, Vialystock u. a. Die Eröffnungsrede hielt Oberrabbiner Lewm-Sambor. Zum Leiter der Verhandlung wurde Dr. Deulfchländer gewählt: in das Büro Dr. Niemcewitsch-Bialystv'ck^ A. S. Friedmann-Warschau, Fnedensohn- Lodz. Das erste Referat hielt Herr O. Schapira- Krakau über die. bisherige Entwicklung der Beth Jakob , Schulen. Aus ganz geringen Anfängen wurden im Laufe von 8 Jahren mehr als 40 Schulen geschaffen. Dann hielt Dr. Deutschländer ein längeres Referat über Wege und Ziele der Beth Jakob Bewegung. Redner entwickelte nach Nr. 6 Seite 3 Erörterung einiger prinzipieller Vorfragen über den Typ der Beth Jakob Schulen, den Entwurf eines Normalstundenplanes. Ferner wurde die Frage der ständigen Lehrerausbildung sowie der Fortbildungskurse erörtert. A. S. Friedmann entwickelte ein Programm über Schulbücher und häusliche Lektüre und forderte Zusammenstellung einer Kommission. Einweihung des neuen Agudaheimes in Bialystock. Trotz des geradezu lähmenden Wirtschaftsdruckes, der auf unserer Stadt lastet, konnte die hiesige Ortsgruppe der Agudas Jisroel heute das Fest der Einweihung ihres neuen Heimes begehen. Zur Feier hätten sich'viele Hunderte Gesinnungsgenossen im festlich geschmückten Saale eingefunden. Dr. Niemczewicz begrüßte zuerst die Gäste. Dr. Deutschländer-Wien hielt eine längeres Referat. Nach ihm sprachen Rabb. Dr. Rosenmann und Lehrer Stern. Die Feier wurde mit einem gemütlichen Bankett geschlossen. Gründung einer Landesgruppe im Wilnaer Gebiet. Samstag abend, den 28. Adar — 28. Febr. — fand unter Vorsitz von Rabbi Chaim Oser Grodzenski-Toilna die konstituierende Sitzung des Landesvorstandes für das Wilnaer Gebiet statt. Dr. Deutschländer-Wien berichtete über die Lage der Aguda in politischer, organisatorischer und kultureller Hinsicht. Er referierte ausführlich über Chinucharbeit. Nach ihm ergriff Herr Rabbiner Oser Grodzenski das Wort und oeschäftigte sich eingehend mit den Hauptproblemen der Aguda. Herr Schub-Wilna beschäftigte sich mit den neuen Problemen, die die kritische Wirtschaftslage in Polen aufgeworfen hat. Nach der Konferenz wurde der Landesvorstand neu konstituiert. Es wurde eine Kommission zur Gründung einer Beth Jakob Schule und zur Vorbereitung eines Beth Jakob Lehrerkurses gewählt. Gründung einer Palästinazenkrale für das Wilnaer Gebiet. Für das Wilnaer Gebiet wurde eine eigene Palästinazentrale gegründet, deren Adresse ist: P. Z. Wilna, Benodyktynska 4. Das Wilnaer Rabbinat hat in dankenswerter Weise Bürokräfte zur Verfügung gefiel!: Die „Rundschau" der Zionisten, der Bodcnvelkauf der Aguda und Purim. 1. In den „Blättern der A. I" erschien in der letzten Nummer eine Aufforderung der Palästina-Zentrale zum. Kauf des von Agudas Jisroel neuerworbenen Palästinabodens im Emek Jesreel. Der Preis des Dunams war da mit 22 PfUNd angegeben. Diese entsprechen etwa 100 (hundert) amerikanischen Dollars. Ein Druckfehler??: soll es anstatt Pfund nur Dollar heißen? Im ersten Augenblick scheint es so; umsomehr als der Bericht der Konferenz der Palästina-Zentrale in Frankfurt eben vorher erst meldete, die Konferenz habe den Verkaufspreisdes neuerworbenen Bodens mit 22 Lollars den Dunam festgesetzt; umsomshr, als der Verkaufspreis der kurz vorher erworbenen 4000 Dunam der Agudas Jisroel nur 16 Dollars betrugen; umsomehr (und das merkt sogar die „Rundschau" selbst!) in einem Prospekt der Palästina- Zentrale angegeben wird, daß Heimstätten von der Palästina-Zentrale auf dem neuerworbenen Boden mit 100—400 Pfund angeboten werden und in diesen Heimstätten sind etwa S (!) Dunam Boden zum Gemüsebau usw. eingeschlossen. Ein Drucksehler, also? Im ersten Augenblick schien es selbst dem Rundschau-Berichterstatter. Im ersten Augenblick. Im zweiten Augenblick aber mögen ihm schon in lieblichen Bildern die Chancen, die sich aus diesem Druckfehler (denn es i st ein D r u ck f e h l e rl) für einen Artikel in der „Jüdischen Rundschau" ergeben, vor Augen gegaukelt haben. Und so ließ er sich (dem Leser sei es, da wir uns nun doch einmal in der Purimwoche befinden, nicht vorenthalten) im dritten Augenblick zu einem Erguß nieder. 2. Und er schrieb: „Die letzte Nummer der Blätter der Agudas Jisroel (Beilage zum „Israelit") in Frankfurt a. M. bringt an leitender Stelle eine Aufforderung der Palästina-Zentrale zum Kauf von Palästina-Boden, den die Agudas Jisroel im Emek Jesreel gekauft hat. Sie hat 4000 und später 17 000 2)umm erworben, die „nach dem Urteil der Sachverständigen außerordentlich günstig" sein sollen. Die Palästina-Zentrale der Agudas

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