Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 11 (12.3.1925)
- Date
- 1925-03-12
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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"i\ü «iy Seite 4 Nr. Ö; 5) e r 3 s r a c I t.t "':' Blätter otu::<*Ui; . 4: .!-. .lL'MLrz1926' Israel bietet diesen Boden öffentlich zum Verkauf an und zwaxfür22 Pfund pro Dunäm. Der Leser dieser' Ankündigung traut seinen Äugen nicht und meint, es' müsse sichum einen Dru ck s e h l e r handeln, wenn nicht die Addition. der. ass Teilzahlungen, angegebenen 58g? -träge dieselbe Summe ergäbe. Dies ist eine. Tatsache, an der die Oeffentlichkeit nicht vorübergehen kann. Nach unserer sehr'genauen Kenntnis kostet der Boden'.im Emek im Einkauf durchschnittlich.3-^4 Pfund. Es handelt sich ausschließlich um. landwirtschaftlichen Boden, zum Teil sogar von mittlerer Qualität, manche Käufe-wurden von den Gesellschaften der Zionistischen Organisation nicht abgeschlossen, weil für den betreffenden . Boden selbst ein Preis von,V/2 bis 2 Pfund zu hoch schien, Es ist ein völliges Rätsel, wie die Aguda dazu kommt, diesen Boden zu 22 Pfund den ahnungslosen Käufern anzubieten. Es gibt dafür^ nur zwei überhaupt mögliche Antworten. Entweder die Agudas Jisroel treibt einen unglaublichen Bodenwucher: und verdient etwa.. 500 Prozent an den Böden — vielleicht will. sie auf diese Weise ihre Parteiorganisation finanzieren —; oder aber die Agudas Jisroel ist selbst ein Opfer ihrer eigenen völligen Unerfahrenheit und Ahnungslosigkeit, und hat tatsächlich einen Preis beizählt, der dem von'ihr geforderten nahekommt. Ist das letztere der Fall, dann kannauch nicht genug -protestiert werden im Interesse der Allgemeinheit gegen ein solches Vorgehen beim Bodenkauf, das die Preise zu.einer unerschwinglichen Hohe, hinaustreiben muß und geeignet ist, dem judkichen Volke das Kommen nach Palästina völlig unmöglich zu machen. Wir wissen nicht, ob die neuen Ratgeber der Agudas Jisroel, die in der neuen Zeitschrift der Palästina-Zentrale, aus die, wir noch zurück- . kommen werden, Dutzende von Seiten mit der Kritik der zionistischen Aufbauarbeit vollschreiben, auch für diese fantose Bodenpolitik der Agudas Jisroel verantwortlich sind. Jedenfalls muß unbedingt gefordert werden, daß die Aguda sofort hinreichende Aufklärungen gibt. Noch eine Bemerkung kann nicht unterdrückt werden. Die Konferenz der agudistischen Palästina-Zentrale in Frankfurt a. M. konnte, sich gar nicht genug tun in der Versicherung, daß die Aguda in echt , kaufmännischem Geist die. Palästina-Arbeit führen, werde.. In ihrem Prospekt würde auch betont, , daß. die.Ansiedlungskosten sich bei der Agudah viel niedriger stellen werden, und daß für 100—400 Pfund eine landwirtschaftliche Existenz für .eine fünfköpfige.Familie geschaffen werden könne. Wir erlauben uns die Frage: wie . stellen sich die Fach- . männer der Aguda diese billige Kolonisation vor bei 'einem Bodenpreis von 22. Pfund? Wir sagten schon, daß wir jede Tätigkeit,jn Palästina begrüßen und uns auch über den neuen' Kurs der Aguda freuen. Es gibt aber auch eine Tätigkeit, die dem Lande mehr schadet als Nützt. Es MUß darüber gewacht werden, daß eine solche Tätigkeit dem Volke als das dargestellt wird, was sie in Wirklichkeit ist." 3. ..." ' /, Fabelhaft spaßig, wie? Denen aber, die die „Rundschau" lesen und in ihr objektive Berichte über Arbeit in Erez Jisroel ustv. zu finden hoffen, sei dieser oben miedergegebene Artikel' Symptom:. i„zuny Verständnis der Vergangenheit' und zur Lehre für die Zukunft." H. K. Aus der Bewegung. Frankfurt a. IN. Auf Initiative der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel ist soeben die erste Nummer einer Monatsschrift „M o r i a h",' ,Z e i t s ch r i f t für den.Aufbau von. Erez,,Jisr.oel im Geiste der Thora' im Hermon-Verlag, Frankfurt a. M. erschienen. Die Zeitschrift" enthält u. a.' Beiträge vün .Dr. Auerbach- Berlin, Dr.'' Jfaac'' Breuer-Frankfurt et. M., Dcrvis Trietsch-Berlin, Dr.' Robert Weiß-Wien u. ch 'm. ' . Frankfurt a. 7N. In Ausführung.her Beschlüsse der Palästinakonferenz der Agudas Jisroel hat die. Wirtfchaftsdelegation. der . Palastma-Zentrale unter Leitung von Herrn Julius Holländer-Frankfurt a. M., die Reise nach Erez Jisroel diese.Woche angetreten.. An der Delegation beteiligen sich u. a. auch die Herren Nußbaum- Halberstadt und 'Heller-Nürnberg. Berlin. Am 22. Februar, abends, versammelte. sich die hiesigen Orts-,und Jugendgruppen, um den.Worten des Kelmer Raw und. des Rabbiners Lau über.„Die Aufgaben der Agudas Jisroel in Erez, Jisroel" zu lauschen. Aus seinem , reichen Wissen ließ.der Kelmer-Raw die Heiligkeit der Erez-Jisroel-Besiedlung.,als Ideal erstehen. Eine große Begeisterung, wie sie,, seit Jahrtausenden unsere Gebete erfüllt und den Geist unserer Väter mit dem Lande der Verheißung verband, kann nicht-, so bewies der Kelmer Raw, plötzlich das Porrecht glaubensfremder Kreise werden. Die. ungestörte Aufmerksamkeit, mit welcher die Versammlung..den. Worten des. Kelmer Rüw folgte,' wurde nur -durch, das ehrfürchtige dich- Erheben vor der mittlerweile eintreffenden ehrfurchtgebieten^en Gestalt des Raw Lau unterbrochen. Dieser erzählte aus frischer Erfahrung von dem furchtbaren Elend, das jetzt in den Ostländssrn herrsche und das.,geradezu eine Masienslucht" perch, Patästma' zu verursachen drohe und beginne., Um^ so. großzügiger müssg.die Arbeit, innerhalb Erez Jisroels aüsgebaüt werden. Auch er mischte seine Ausführungen, mit Perlen seines weitumfassenden Tal-' mud- und Midrasch-Wissens.' .Eine kürze, siegreiche Diskussion' schloß harmonisch den Erhebend''': verlaufenen Abend. ' \v;: 1 stiel. Im Aufträge des hiesigen Kommissariats Kerenchathora hielt cherr Wolff S. Jacobson Hamburg am 2Z. Schw-Xt in den Räumen unseres Synagogengebäudes einen lehrreichen Vortrag über „Jüdische Erzreyungsideale", Der Vortragende hat es verstanden, in fesselnder Weise. die.Zuhörer für feine Ideen zu begeistern.. In feiner Darstellung suchte er hauptsächlich den Gedanken zum 'Ausdruck zu bringendaß unsere heilige. Thora nicht, wie leider ein großer Teil des Laienpüblikums der Meinung ist, von Gesetzen der Härte und Schärfe diktiert ist, vielmehr, zeigte er an der. Hand eklatanter Beispiele, däß sie von Gefühlen des Gemüts und der-Liebe ihren Ausgangspunkt nimmt. Hier war man Zeuge der Worte afc?.' p'oaaä a5>n >'p. . wr»"-,. .vnpn Es war nur zu bedauern, daß ein großer Teil, des nicht gesetzestreuen Judentums keine Veranlassung genommen, den geistsprühenden Ausführungen des Redners zu folgen, vielleicht wäre der eine oder der andere durch diese Anregungen eines richtigen belehrt worden. — Als Vor- . sitzender, des Kommissariats dankte herzlichst Herr Rabbiner Dr. Posner dem Vortragenden für seine Worte UNd knüpfte daran die Bitte, daß dieser. Zweigverein durch die" Opserwilligkeit unserer Gemeinde recht gedeiht lich? Früchte zeitige. ' . Bremen, Montag, 16. Februar, abends, hielt cherr Wolf S. Jaobson vom Landesdirektorium des Keren Hathora.Hamburg in unserer Gemeinde einen begeisternden Vortrag über die Bestrebungen des deutschen Keren Hathora. Als Ergebnis des Abends, der von Herr Rabbiner Dr. Aber geleitet wurde, der in zündender Weise die Ausführungen, des Redners unterstrich, ist die Gründung eines Keren Hqthora-Kommifsariats Bremen zu verzeichnest, has von Herrn Dr. Aber und. Herrn N. Grünberg präsendiert wird, und dem sofort über 30 Mitglieder mit dem Tagesbeitrag von 10 Pfg. aus Bremen und Bremens Umgegend, von wo auch zahlreiche interessierte' Freunde herbeigeeilt wären, beitraten. Krakau. Freitag ünd Schabbots den 6. und 7. c. weilte in unserer Stadt das Mitglied des G. A. der Agudas Jisroel, Herr Dr. D e u t s ch l ä n d e r, welcher neben organisatorischen Arbeiten des Keren chathora haupts'ichlich, der Rekonstruierung und Ausbreitung der Vers Jyakow Töchterschulen. Es wurden wichtige Pläne beraten,, die aber infolge der ungeheuren Ausbreitung der Beis Jaakow Idee und der großen Nachfrage nach Lehrkräften, welche man nicht zu Genüge Nachkommen kann, noch nicht ganz spruchreif sind. v Inzwischen wird hier in dieser. Sache, weiter gearbeitet — wobei die Unermüdlichkeit der Frau Schenirer in pädagogischer und die der Herren Ascher Spira und Moses Läufer, in organisatorischer Hinsicht zusammenwirken, — und wir. hoffen, daß die schwere Aufgabe, welche wir uns. zum Ziele gestellt hohen: die Erziehung wahrer jüdischer, gebildeter Töchter, Frauen und: Mütter, welche von uns durch Jahrzehnte vernachlässigt wurde, mit der Hilfe Gottes und unserer westlichen Brüder, hauptsächlich aber mit der unserer westlichen S ch w estern, welche bereits viel Verständnis und viel Herz für die Sache gefunden haben, uns-östlichen Juden doch gelingen wird. ' , Herr Dr. Deutschländer hielt auch einen Bortrag für die Lehrerinnen und Schülerinnen, der Beis Jaakow- Schule über'die Bedeutung der jüdischen Frau im jüdischen Leben, der auf die Anwesenden einen starken Eindruck machte.; Jerusalem. Vom 27. Februar bis zum 2. Schwat fand im Hotel Wafchawfky in Jerusalem unter zahlreicher Beteiligung von Delegierten aus allen Orten des Landes die erste Landeskonferenz der Poale Agudas Jisroel statt, zu der aus aller Welt herzliche Begrüßungen eingelausen waren. Nach eingehenden Referaten - wurden Beschlüsse zum Ausbau der Organisation, Kolonisation und des Limud Hathora gefaßt. Einen breiten Raum in der Diskussion nahmen die täglich mehr um sich greifenden Relrglonsversolgüngen durch Zionisten ein. Olkusz. Die Jugendgruppe der Agudas Jisroel hat für ägüdistische Aulim ein Lehrgut gepachtet, in welchem hauptsächlich Gartenwirtschaft und Gemüsebau betrieben werden. Kowno. Die litauische Jugendorganisation „Ceire Jisrogl",. welche bisher keiner Organisation angeschlossen war, beschloß auf ihrem Delegiertentage sich der allweltlichen Palästinazentrale der Agudas Jisroel in Frankfurt a. M. in Bezug auf wirtschaftliche Palästinaarbeit astzuschließen. Buenos Aires. Hier wurde von der Agudas Jisroel ein Keren Hathora-Komitee ins Leben gerufen', dem die prominenten Persönlichkeiten der Orthodoxie beigetreten sind-und das bereits eine intensive Tätigkeit entfaltet. rstaeschau. Demnächst erscheint in Vendzist ein Wochenblatt in jüdischer Sprache und ein Monätsblatt in hebräischer Sprache. In Dwinsk erscheint gleichfalls eine periodische Monatsschrift unter dem Titel „Unsere Fahne". Alle diese Organe haben sich die Propagierung des Agüdagedankens zur Ausgabe gesetzt. - . - -Wga: In kurzer Zeit wird hier ein agüdistisches'Tagbla'tt das'„jüdische Wort" 'erscheinen. Warschau. Die Vorbereitungen für das Wiederersch'emsn des „Jüö" sind insofern bereits, gediehen, daß der „Jud" sein Erscheinen als, Woehenblatt wieder äufgencimmen hat. ' Zu P'esfach beginnt der ^Jud"' wieder täglich zu erscheinest:' '?! Lemberg, Nach Schluß der Landeskonfeenz der ‘ ostgalizischen Ägüda hat sich Rabb: , Moses Blech auf eine Propagandatöurnee.,.. nach Ostgalizien begeben. In Dobromyl, Chyrow wurden Massenmeetings veranstaltet, in denen Herr Rabb. Blech begeistert aufgenommene Reden hielt. Eine Reihe weiterer ostgalizischer Ortsgruppen Yak Herr <3\oMx M-rch, M Bv-rträtzW. ew.oeladen. ^Zärölh ,(58ükowina).' Äm 15. Schwat wurde chier iw der'grosienZSynägöge' eiste öffMliehe .Mässenveksämiülung abgehätten. wobei eine Eeirei Agudas 7Jisroel-Orgästisation" gegründet würde, der sich fast die gesamte männliche' orthodoxe Jugend' ästschloß7 Die' Gründüsttz einer Ortsgruppe sieht bevor, auch eine Bgth Jakob Schule solldemnächst ins - Leben gerufen werden. ' Auch in den übrigen Städten de^ Bukowina schreitet die Agüdäbewsgung günstig fort. ' ' - - , . Lemberg. Rabbiner Moses Blech arbeitet, mit gutem: Erfglg.' Er hat bereits, viele,,Städte Ätgalrziens 'bereist. Börrge Woche war er in Dobromisi wo namhafte.Beträge für Keren Hath'ora gezeichnet wurden. Nachher reiste er nach Przömyfl, wo auch die''Beizer Ehasstöim ast der Reorganisation der Ortsgruppe sich beteiligt haben, . Lodz. In einigest -Tagen-, wird dje agudrstrsche. „Jüdische Stimme" anstatt wöchentlich täglich erscheinen. ' Spendenlisten. Rausch-Lhaüdeschspende. Ansbach: 30. Bechhofen: 12.50. Berlin: i.45. Dresden: 1. Dinslaken: 5. Fürth: 102, 37. Günzenhausen: 26. Hüttenbach: 8. Frankfurt:, 18. Lrtnoen: 5. Nürnberg: 30; 85.05.;.; , »r,- Oldenburg: 1450. Treuchtlingen: 40. : , Keren Hathora. Frankfurt a. M. G e den k b u ch : Sijum anl. d. Jahrzeit Dir. Dr. G. Lange s. l. ,136» Brismilo bei: R.-A. Ahr. ,Hvrowitz,70, Brismilo bei Philipp Heinrich 61, bei Hugo Hofmann 56.50, bei Jacob Hirsch 33„ Pidjan ha-ben bei Ist Löb 23.50-. Barmizwoh? bei Robert Aron £6.b0, bei Siegfried Oppenheimer 61, bei Leopold Schwab 42.50, Brismilo bei Dr, Eliser Posen 42, Hauschänö rabbo-Lernen. bei Hermanst Frankenthal 43, bei Paul M. Aron 20, bei Chewra Kadischa, . Rödelheim 15,;; v . : . . S ch ii ob er gelb e r : MinjastR. H. bei D. .I. Meill 43, bei Jfak Nußbaum 20, Mrzwaus-Erlös unö'Sammelbüchse bei Minjan Zaumgevaljöh,'-Mnchöh -bei Beer^ Soüdheimer ü. Co:^--24.81-. - - ' b p e n,d> st,:. Näphtals Schwabacher ' 80,' 'TäMeinde ^estelbach dch. Hptll Mannheimer 20, A. L, Wagenau 10, Ch.' H. Eisenbeeg 10, Lippmann Kurrweil 5, Felix Beifuß u. Frau 100, L..Rosenthal-Hart«eim 10, Simon Mugdan 500. Gunzenhausen: M. Rehseld 5. Challogeld. Alsfeld: dch. Lehrer Kahn 96. i -il Burgpreppach: Frau Leop. Traub, Frau Metä Verl) ney: 23.20. \\ Schwabach: Frau M. Mannes 3.60, 1 Aufrüffpenden. | Rhina: Lehrer S. Oppenheimer 101.84. - R. IN. b. h. Rhina: Frl. K. 2.50, Verschiedene 10.—. Afchbach: 26i20. Erez Iisroelfonds. Aschbach: 43.52. . . - . Bad-Ems: L. I. Kirchberger 100. Cassel: Hermann Schonewald 10. ' Dinslaken: D. Rothschild 3. Fürth: dch. Ras Fellheimer 47. Frankfurt: dch. Benno Braunschweiger 9, dch. Walter Rosenthal 20. . ' ' Gersfeld: Lehrer Kütz 32. ' " Höchberg: E. Eldod 5. Malch: Frau Isidor Mqier 20, Chanukagewinne bei, Frau Dr. Guggenheimer, M. Klugmann und 2. Ehrentreu '16.67, A. Hichestberg 5, Lulius Levin 5, G. Hofmann 1, Spenden am Simchas Thora d. Chewras Bochurim 14. Schaare Zedek-Hofpikal. ' Aschbach: 6. Hüttenbach: 7" t “■ \> •« *? - 4 “ i r» nt. tödifenfonb. : - i. i it Hüttenbach:,, 7. .. 1 - ‘ y =*- 777' '' UcPtuencfcf : 8rfiafdfcfi In offen Ortsgruppen.