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Der Israelit · 1925-01-29 · Heft 5 (29.1.1925) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 5 (29.1.1925)
Date
1925-01-29
Page
– (sequence 17)
Language
German
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29. Januar 4925 oje unserem Leben Sinn und Bestand geben. So wie es auch die früheren Bahnbrecheer des jüdischen Geistes taten, von denen so mancher ein baal m'lochoh war, was nämlich Herr der Arbeit heißt: sie beherrschten die Arbeit, weil sie die Thauroh über die Arbeit stellten, well sie die Arbeit zum Diener der Thauroh machten, allerdings zu einem Diener, über dessen Unentbehrlichkeit man nicht diskutierte ... Der Siedlungsplan der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel will Heimstätten schaffen für jüdische Familien, die ihr Leben minder Heiligkeit des Landes vereinigen können. Die Heiligkeit des Landes verlangt nach Juden, die sich im Innersten der Verantwortung ihres Tuns bewußt sind. Der Jude, der in Erez Jisroel arbeitet, muh sich als Scheliach zibbur betrachten. Jede, auch die unscheinbarste Handlung, die er verrichtet, kann ein Gebet oder aber ein Irrtum sein. Der Scheliach zibbur aber darf sich nicht irren. Deswegen werden wir Jeschiwaüs im Herzen des Emek, in der Mitte der gesetzestreuen Siedlungen errichten, damit der arbeitende Jude sich für sein schweres Tagewerk dort innerliche Sicherheit und Kraft erwirbt, wo allein Juden aller Generationen sie'empfangen haben, in unserer Tauroh'. - . . - Die Vereinigung mit dem Lande, die gleichfalls eine von 'n anbefohlene Pflicht ist, verlangt die Arbeit jüdischer Menschen. Der Siedlungsplan der Heimstätten hat die Mitarbeit der ganzen Familie , zur Voraussetzung; wer auf den Gewinn aus jüdischer oder gar nichtjüdischer Lohnarbeit spekuliert, wird hier nicht auf seine Rechnung kommen. Denn die verwahrloste Erde Erez Jisroels verlangt nach der Innigkeit und Liebe der Arbeit jüdischer Menschen. Einige hunderte Chassidim arbeiten bereits mit ihrem Rebbe im Emek. Sie haben die Heiligkeit der Feldarbeit im Lande erfahren, sie erlebten jedesmal die Segnungen, die 'n uns verheißen hat, wenn sie ein kleines Samenkorn der Erde anvertrauten und zur Erntezeit der Boden, der heilige Boden von Erez Jisroel ein Vielfältiges ihnen zurückgab . Jeder Jude, der in Erez Jisroel lebt, sollte ein Scheliach zibbur sein. Wo muß der neue Scheliach zibbur seine Brochoh beginnen, wenn sein Vorgänger gefehlt hat? Mitchilas habrochüh, fchetoh bo, beim Anfang der Brochoh, wo jener geirrt Hat, Darum werden die Siedlungen der gefetzestreuen Juden Heimstätten der Lehre und der Arbeit sein müssen. Die Mehrzahl der heute im Emek Arbeitenden haben schon geirrt, als sie noch kaum den Beginn der Brochoh ausgesprochen hatten.. Gesetzestreue Juden werden in den Emek kommen, werden arbeiten wie sie und so Gott will, die Brochoh bis zum Ende führen. Die Erez Jisroel-Bewegung in der polnischen Orthodoxie. Unter dem Namen „Sichron ' Äwrohom" haben sich hier eine Reihe orthodoxer Kapitalisten zu einer Gesellschaft zusammengeschlossen, die bereits 400 Dunam Boden in „Schiach Abrik" angekanft hat, in der Nähe der Rothschildschen Mühlen, 32 Km. von Haifa und 2 Km. von der Bahnstation Gida entfernt;, angrenzend befindet sich auch der neugekaufte Bodenkomplex des Jablonaer Großrabbiners. Die Aguda hat eine großzügige Aktion zum Ankauf von Boden in Erez Jisroel unternommen, an deren Spitze Senator Ascher Mendelsohn steht. Bis jetzt wurden für 3000 Dunam die Einzahlungen geleistet. Weiter haben sich orthodoxe Gruppen zu diesem Vehufe zusammengeschlossen. Ans der Bewegung. Frankfurt a. M Die Palästinazentrale in Frankfurt a. M. ^ruft für den 21. und 22. Schwat (15. und 16, Februar) eine Erez. Aism el- Konferenz nach Frankfurt a. M. ein. Die Einladungen sowie das Programm - der >1 Tagung . werden in den nächsten Tagen versandt. V ’ " D er Jsraerit Blätter Frankfurt a. M. Die .Palästinazentrale steht, in Verhandlung wegen Ankaufs von 10.000. Dunam Boden in Erez Jisroel. Der Kauf dürfte in den nächsten Tagen zum Abschlüsse gebracht werden. Die näheren Bedingungen für den Weiterverkauf werden alsbald betanntgegeben. Frankfurt a. M. Die Palästinazentrale in Frankfurt a. M. teilt mit, daß soeben eine Herm statte n- B a u g e s e lIschaft für den Bau von Häusern aus Holz und aus Stein und anderem Material auf geschäftlicher Grundlage gegründet wurde. Die Gesellschaft errichtet Büros zunächst in Frankfurt a. M., Wien, Warschau. Jerusalem. Das Sekretariat des Völkerbundes hat die Jerusalemer Agudoh verständigt; daß für die nächste Session des Völkerbundes die Eingabe der Jerusalemer Aguda betr. Gemerndefragen in Palästina auf die Tagesordnung gesetzt ist. Jerusalem. (A. I. P. B.) Die hiesige Agudazentrale hat einen offiziellen Brief von Sir Herbert Samuel erhalten, in dem er mitteilt, das; das Gemeindegesetz einer nochmaligen Bearbeitung unterzogen und der. Öffentlichkeit zur Diskussion vorgelegt werde. Jerusalem. (A. I. P. B.) > Nach Meldung des „Doar Hajom" wird der Gesetzentwurf für die Wohl-, t ä t r g k e k t s i n st i t u t i o n e n zu gunsten der Aguda abgeändert. Hierdurch wird auch von gegnerischer Seite diese erfreuliche- Nachricht bestätigt. ’ 0 Vf"--.1 1 .. ' ' Postscheck «Konto des der „Agudas Jisroel“ in Deutschland: Berlin Nr. 18901. s Jerusalem. Unter starker Beteiligung der hiesigen A. I. fanden Neuwahlen für den Vorstand und die einzelnen Kommissionen der Ortsgruppe statt. In den Vorstand wurden gewählt: die Herren Rabb. Epstein, M. Deutsch, M. Blau, Jakob Herling, R. S. Jungreis, A. Porusch, R. Katzenellenbogen^ Dr. Wallach, I. L. Chagis. . Warschau. (A. I. P. B.) Im Zusammenhänge mit den Beschlüssen der Krakauer Zentralratssitzung und zur Belebung des Agudagedankens in Polen bereisten die Mitglieder des G. A. der Agudas. Jisroel, die Herren Kalman Pappenheim, Julius Holländer und Rabb. Dr. Joel Pollak mehrere wichtige Orte. Seit einigen Monaten ist Rabb. Tobias Horowitz in Polen tätig. Es ist ihm geglückt, hervorragende Erfolge zur Stärkung der .Organisationsfonds, vor allem des Keren Hathora, zu erzielen, Wien. Rabb. Dr. Ivel Pollak bereist Ostgalizien zwecks Ausbaues und Vertiefung der Agudaidee. In Przsmysl wurden mehrere Volksversammlungen abgehalten. Es tagen ununterbrochen Kommissionen zur Verwirklichung der einzelnen Unternehmungen. (Keren Hathora. Keren Hajischuw). In Zloczow fand eine Versammlung statt, an der die gesamte jüdische Einwohnerschaft teilnahm. Herr Meisels aus Przemysk erntete als zweiter Redner ebenfalls großen Beifall, An Ort und Stelle wurden von einzelnen Herren ein Haus für eine Veth Jakob- Schule, mehrere Lokalitäten für die Ortsgruppe, sowohl für das Sekretarrat als auch für Vorträge geschenkweise zur dauernden Verfügung gestellt. Sambor. Am 25. Tebeth fand bei Herrn Oberrabb. Lewin in Sambor, Präsident des Zentralrates der Agudas Jisroel, eine Sitzung des Landesvorstandes für Ostgalizien statt, an welcher sich die Mitglieder des Wiener G. A., Rabb. Dr. Pollak, Rabb. Horowitz und Rabbi Moses Lau beteiligten. Es wurde beschlossen, eine Landesversammlung unverzüglich einzuberufen und weiter eine rege Propaganda zur Hebung der Aguda in Ostgalizien zu entfalten. Przeinysl. Anfang Tebeth wurde hier die Jefchiwah, die auf Initiative des Großrabbiners von Sadagora gegründet wurde, eröffnet. Als Leiter wurde dsr als hervorragende Lamden, bekannte Rabbi Schabfe Segal berufen. Es ist zu hoffen, daß die neue Lehrstätte sich zu einer zentralen Jeschiwah für Ostgalizien entwickeln wird. - Jvlomea. Hier referierten in einigen größeren ichen DersaminlnngeLbfe . Söhne .jbes . Wizniher '.uaom über^ tzeu AgüdägWaicken. Ferner hielt Rabbi Nr. 3 Leite 3 Tobias Horowitz ein zündendes Referat über die Aufgaben der Agudas Jisroel. Kolomea. Unabhängig von der Tournee des Rabb. Dr. Pollak, hat auch der berühmte Volksredner Rabb. Moses Lau und Rechtsanwalt Dr. Benzion Feßler eine Propagandareise in Ostgalizien unternommen, die von ausgezeichnetem Erfolg getränt war. Insbesondere in Lemberg fanden einige start besuchte Volksversammlungen statt. Warschau. (A. I. P. B.) Seit Januar erscheint in Pitrokow eine Wochenzeitung ,,Das jüdische Leben", redigiert von A. - V. Eckerina»», sowie eine Monsttszeitung in Lomza unter dem Titel „Unser Wort". Beide Blätter erscheinen in jiddischer Sprache. Hamburg. (A. I. P. B.) Unter den: Eindrücke der Schilderungen von der traurigen Lage der Jeschiwvth in 'Litauen hat die Keren ' Hathora-Zentrale große Volksversammlungen in Hamburg, Frankfurt, Berlin. Hannover, Kiel, Leipzig und Dresden einberufen, bei welchen die Rabbiner von Poniewierz, Rakow und Krinikl und Dr. Deutschlättder referierten. Wien. Herr Dr. Robert Weiß-Wien, der die Unterredung zwischen Dr. Weizmann und Dr. Kohn angeregt und auch an ihr teilgenommen hat, teilt uns mit: „Ukber die Wiener Besprechungen zwischen Herrn Dr. Weizmann unh Herrn Dr.. Kohn sind sowohl in der zionistischen wie in der agudistischen Presse Nachrichten verbreitet, die denr tatsächlichen Sachverhalt nicht entsprechen. Auf meine Anregung hin haben Herr Dr. Josef N e u m a n n , Generalsekretär des Misrachi, und ich. als P r i v a t p e r so nie n und ohne jede tr.gend'wie geartete' offizielle Vollmacht Herrn Dr. Prnchas Kohn besucht und bei' ihm angefragt, ob er gewillt sei, anläßlich der Anwesenheit des Herrn Dr. Weizmann in Wien, mit diesem an neutralem Orte zu einer unverbindlichen Aussprache zusammenzutrefsen. Herr Dr. Kohn -äußerteauf unsere Anfrage seine prinzipielle Bereitwilligkeit, mit Herrn Dr. Weizmann eyentuekl zusammenzukommen. Wir brachten ° dies zur Kenntnis von Herrn Dr. Weizmann, wobei wir dem tatsächlichen Sachverhalt entsprechend betont haben, daß die. Anregung von uns als Privatpersonen ausgehe, was sowohl Herr Dr. Weizmann als auch Herr Dr. Kohn zur Kenntnis genommen haben. Die Unterredung selbst nahm einen überraschend friedliebenden Verlauf und es ist sehr bedauerlich, daß die gegenseitige Presse im Hinblick auf das uns allen gemeinsame wirtschaftliche Erez Israel-Werk nicht dieselbe Einsicht besitzt, wie die beiderseitigen führenden Persönlichkeiten, die bei strengster Wahrung des eigenen prinzipiellen Standpunktes niemals an ihre Verantwortlichkeit vor der jüdischen Geschichte unserer Tage vergessen haben. (Wir stellen hiernach fest, daß die durchsichtigen Nachrichten zionistischer Blätter, Herr Dr. Kohn habe die Unterredung gesucht, oder .sie sei überhaupt von agudistischer Seite angeregt worden, falsch.waren. Red.). Wien. Am 15. Tebeth fand eine Sitzung der Zentrale des Keren Hathora statt. Kalman Pappenheim, Mitglied des G. A., berichtete über feine Eindrücke und Besprechungen während seiner polnischen Tournee. Die Beth Jakob-Schulen entwickeln sich gut; es wird jedoch von einigen beteiligten Kreisen beantragt, daß .'der Merkas Hachmuch des Keren Hathora Fortbildungskurse für die Lehrerinnen veranstalten möge. Auch die Sammlungen für die polnischen Talmud Thora-Anstalten und Jeschiwvth weisen beträchtliche Resultate auf. Dr. Deutschländer berichtete über die Hamburger Tagung, über die Erziehungskonferenz,- das Landesdirektorium des Keren Hathora für Deutschland führt die beschlossene Rettungsaktion zur Entschuldung der Jeschiwvth Litauens (Wilna und Kowno) mit bewundernswerten Erfolgen durch. Der Zentrale wurden von ben Landesdirektorken Schweiz und Belgien Beträge überwiesen. Subventionen wurden gewährt für die neugegründete Jeschiwah . in Przemysl, für die Jeschiwah in' Kischinew und dem Schulwerke der Agudas Jisroel in Erez Jisroel. Lublin. (A. I. P. B.) Der Präsident der Lubliner Aguda. Moses Schen'ansky, schließt sich der Kommission an, die sich in den nächsten Tagen nach Erez Jisroel begibt, um dort große Bodenkomplere zu erwerben und um für zweihundert Agudamitglieder ein geschloffenes, zehntausend Dunam umfassendes Gebiet zu kaufen. Es handelt sich durchwegs um solche Mitglieder, die den Boden zu bearbeiten bereit sind. Dwinsk. (A. I. P. B.) Hier fand ein grandioser Empfang für den soeben zurückgekehrten Gaon, Rabbi Josef Rossin statt. Nach vielen Bemühungen ist es den Führern der Agudas Jisroel gelungen, die Nückrsifeerlaubm's für den Gaon aus Sowjetrußland zu erwirken. Eine Delegation der Agudas Jisroel fuhr ihm bis an bie Grenze entgegen; am Bahnhof selbst waren Tausende und Abertausende versammelt, um ihrem Oberhaupt den Ausdruck der Verehrung und Freude zu übermitteln. Sejmdeputierter Dubin und Präsident Dr. Wittenberg hielten begeisternde Ansprachen. Der Gaon hat erneut auf die dringende Notwendigkeit, die Agudas Jisroel zu stärken, hingewiesen. Riga. (A. I. P. B.) Soeben wird der Vierteljahrsbericht der lettländischen Agudas Jisroel versandt, aus welchem die interessanten Details einer intensiven Tätigkeit ans allen Gebieten des Agudaprogramms ersichtlich find.- Besondere Beachtung verdient die, aufopferungsvolle .Arbeit der agudistischen Sejmfraktion zu gunsten der russischen Auswanderer, die ' Bemühungen.

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