Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 4 (22.1.1925)
- Date
- 1925-01-22
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 12 Nr. 4 Der Israelit 22. Januar 1925 Für die Inserate ist die Redaktion nicht verantwortlich. Ls ist ausschließlich Sache der Leser die angebotenen Waren auf ihre rituelle Zuverlässigkeit hin zu prüfen. HERHON Verlags.. In der am 18. Dezember 1924 stattgehabten außerordentlichen Generalveri sammlung der Hermon Verlags-A.-G. legte; .der Vorstand nachfolgende Goldmarteröffnungsbilanz per 1. Januar 1924 vor. .„„ä ---iLiÄSLM I WilauzKorrto tn Goldmark per 1. Ianuar^192^.^^M A k t i v a.Z 1. Von P.-M. 10 Millionen auf G.-M. 8000.- umzustellende U Vorratsaktien. 2. Kassa und Sorten . 3. Maschinen, Schriften und Druckerei-Einrichtung 4. Papiervorrätc. 5. Verlagsvorräte. 6. Debitoren. Mt 8,000.- 2,406.- 39,430- 4,000.— 300 - 20,436.— M. 74,572.- Passiv a. Aktienkapital St.-Aktien-Kapital Mk 36,OÜO.— Vorrats-Aktien . . „ 8,000.— Reserve Kreditoren Bauten . sonstige Kreditoren Mt. 2,140.- 2,832.— Mk. 64,000- 5,600.- „ 4,972.- Mk. 74,572.- Der Bericht des Vorstandes zu dieser Bilanz lautet wie folgt: Bericht des Vorstandes über die Goldmatkeröffnungsbilanz per 1. Januar 1924. Die Eröffnungsbilanz ist auf Grund der Bestimmungen des Handelsgesetzbuches, der Verordnung über Goldbilanzen vom 28. 12. 23 und den hierzu erlassenen Durchführungsverordnungen aufgestellt. Zu den einzelnen Positionen wird folgendes bemerkt: Maschinen, Schriften und Druckerei - Einrichtung sind zu dem Anschaffungswert unter Berücksichtigung einer angemessenen Abschreibung ausgenommen. Dabei ist zu bemerken, daß die Anschaffung zur Zeit starker Inflation billig vorgenommen wurde. Nach den gleichen Grundsätzen ist bei der Bewertung von Papiervorräten verfahren worden. Zu der Position Kassa und Sorten, sowie Kreditoren ist nichts besonderes zu bemerken. Die Verlagsvorräte sind zu dem Anschaffungspreis ausgenommen. Unter den Debitoren ist der Bezugspreis verbucht, der von einem Konsortium für die Uebernahme der in der Generalversammlung vom 4. November 1923 zur Ausgabe genehmigten Mk. 35 Millionen Aktien unserer Gesellschaft zu zahlen war. Wir schlagen vor, die ferner in der Generalversammlung vom 4. November 1923 zur Ausgabe genehmigten P.-M. Millionen 10 Vorratsaktien gemäß 8 31 der zweiten Verordnung zur Durchführung der Verordnung über Goldbilanzen vom 28. März 1824 ebenfalls auf Goldmark umzustellen. In diesem Falle ruht jedoch bis zu dem Zeitpunkt, in dem gemäß den bestehenden Vereinbarungen über die Aktien verfügt wird, das Recht der Beteiligung am Eeschäftsgewinn sowie der Anspruch auf dre Ausübung eines etwaigen Bezugsrechtes. Wir schlagen weiter vor, einen Reservefonds von Mk. 5600 — zu bilden. Das Aktienkapital der Gesellschaft wird alsdann Mk. 64,000.— betragen. Die Umstellung des Aktienkapitals von P.-Mk. 80 Millionen auf G.-M. 64,000 — wäre in der Weise vorzunehmen, daß je eine Aktie von P.-M. 50,000.— auf G.- M. 40.— abgestempelt und für je eine Aktie von P.-Mk. 10,000.— ein Anrechtsschein auf T.-Mk. 8.— ausgegeben wird. Wenn wir in der Generalversammlung vom 29. Juni 24 der Hoffnung Ausdruck gaben, daß es uns im laufenden Geschäftsjahre gelingen werde, auf den gewonnenen Grundlagen in stetiger, vorsichtiger Arbeit weiterbauen und den idealen. Aufgaben unserer Gesellschaft gerecht werden zu können, so hat der weitere Verlauf > des Geschäftsjahres 1024 diese Hoffnung insoweit gestärkt, als wir, bei Annahme i der vor geschlagenen Goldbilanz durch die Generalversammlung, die Erzielung einer angemessenen Dividende für das Geschäftsjahr 1924 in Aussicht stellen können. An diesem Ergebnis ist allerdings in erster Reihe die uns aus dem Betriebe der Zeitschrift „Der Israelit" zufließende Pachtgebühr beteiligt, während bei den engen Grenzen, die unserer Verlagsproduktion infolge des für ein Verlagsunternehmen unverhältnismäßig kleinem Betriebskapital gesteckt sind, und angesichts der noch immer andauernden Absatzkrise auf dem Büchermärkte, das Buchverlagsgeschäft größere Gewinne naturgemäß noch nicht abwerfen kann. Auch die Akzidenzdruckerei arbeitet unter wenig günstigen Bedingungen, solange sie nicht forciert, sondern vielmehr auf solche Arbeiten beschränkt wird, die ohne besonderen Wettbewerb mit der Konkurrenz unserer Druckerei überwiesen werden. Frankfurt a. M., den 1. Dezember 1924. Der Vorstand Mendel. Eisemann. Der Bericht des Aufsichtsrates lautet wie folgt: Bericht des Aufsichtsrates über die Goldmarkeröffnungsbilanz per 1. Januar 1924. Die von dem Vorstand aufgestellte Goldmarkeröffnungsbilanz per 1. Januar 1924 und den dazu gehörigen Bericht haben wir geprüft. Den Ausführungen des Berichtes treten wir bei und beantragen die Genehmigung der Goldbilanz und der vorgeschlagenen Umstellung des Aktienkapitals. Die von der Gesamtheit der Aktionäre auf alte und junge Aktien geleisteten Einzahlungen betragen, in Goldmark umgerechnet, rund Mk. 44,000.—, sodaß der Sachwert des Unternehmens den Erwerbspreis der Aktionäre um etwa 40»/,, übersteigt. Auf Mk. 1000 Papiermark berechnet, hat jeder Aktionär im Durchschnitt 60 Pfennig bezahlt, während der Wert von Mk. 1000 Papiermarkaktien per 31. Dezember 1923 mit 80 Goldpfennigen zu beziffern ist. Wir dürfen daher jedenfalls mit Befriedigung feststellen, daß es gelungen ist, unser Unternehmen, obgleich es mitten in der Inflationszeit gegründet wurde, ohne Substanzverlust über dre Katastrophe hinüberzuretten und unseren Aktionären die Aussicht auf eine angemeffene Rentabilität und innere Wertsteigerung ihres Besitzes zu eröffnen. Obgleich, wie aus dem Berichte des Vorstandes hervorgeht, der großzügige Aufbau des Buchoerlagsgeschäftes, bei dem es sich seiner Natur nach immer um recht langfristige Kapitalanlagen handelt, naturgemäß von der Bereitstellung angemessener neuer Betriebsmittel abhängig ist, sehen wir angesichts der allgemeinen Lage vorläufig davon ab, eine Kapitalerhöhung vorzuschlagen. Wir werden zunächst versuchen, den noch vorhandenen Aktienbestand unter der Hand zu verwerten und im übrigen durch Pflege der vorhandenen Ansätze/insbesondere auch des Zeitschriftenverlages, die finanzielle Erstarkung unseres Unternehmens von innen heraus zu fördern. Gelingt uns dies, so sind wir überzeugt, daß die uns nahestehenden Interessentenkreise zu gegebener Zeit nicht zögern werden, uns auch die zur Durchführung eines Produktronsprogrammes größeren Stiles unentbehrlichen Kapitalien zur Verfügung zu stellen. Frankfurt a. JJl., den 1. Dezember 1924. Der Aufstchtsrat Benario. Die Bilanz wurde einstimmig genehmigt und es wurden ebenso die Anträge des Aufsichtsrates wegen Umstellung des Kapitals der Gesellschaft auf Mk. 64,000.- Goldmark einstimmig genehmigt. Die Umstellung erfolgt in der Weise, daß für jede Aktie im Nennwerte von je Mk. 50,000.- Papiermark eine Aktie auf Mk. 40 — Reichsmark und für jede Aktie im Nennwerte von Mk. 10.000.- Papisrmark ein Anteilschein von Mk. 8.— Reichsmark ausgestellt wird. Der Ueberschutz des Reinvermögens von Mk. 5600.— wird in den Reservefonds eingestellt. Pension Kahn Mainz a. Rh. Kl. Emmeransgasfe 8 Giiiirgerliche Küche. Unter Aufsicht Sr. Ehrw. des Herrn Rabb. Dr. Bondi Die ,Drosema“ Flüssige Scbabbos-Seife erhalten Sie nnr in der Drogerie Schneemann Frankfurt a. M. Zeil39 Hansa2279 A.Metzger , Frankfurt a.M. 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