Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 65 (1924)
- Issue
- Heft 41-42 (9.10.1924)
- Date
- 1924-10-09
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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9~£)6iofcer J924 Der Israelit - PlStier Nr. 17 Seite 3 Wenn ich mich äüfchicke, nieverzuschreiben, was ich in eMgen Tügen Aufenthalts in Krakau gesehen, erlebt md empfüstdön choche; foM es schwer, aus'der Fülle der AestW' die märkaytesten festzühalten, ist..es schwer, das Wesentliche vom Bedeutungslosen zu sondern, denn mir, der dort hingekomcken war, um, neben der Arbeit für Agudas Jrsroel, jüdisches Leben im Osten sich anzusehen, scheint alles beachtenswert, chürdig, über den Augenblick ,inaus meinem Erinnerungsschatze angefügt zu werden. Man sagt, daß es der Fehler nach dem Osten sfahrender Menschen sei, daß sie das, was ihnen die Oberfläche der Dinge zeigt als ihren Inhalt nehmen, daß sie glauben, die Seele schon analysieren zu können, wenn sie das ostjüdische Antlitz gesehen; ich weiß mich frei davon, ich will nur schlicht erzählen, was an äußerlichen Dingen mir ausgefallen, denn bas war schon vieles. Und das suchende Auge und das lauschende Ohr warew diese Tage vollauf beschäftigt. Den Gegensatz zwischen Ost. und West spürte ich an eigener Person schon bald, nachdem ich nur Galiziens Loden betreten, hatte; Auf der letzten deutschen Station, auf der ich Aufenthalt genommen, in Gleiwitz, war ich bzw. mein, östlichem Habitus zu Ehren, in den letzten Wochen recht wirr und lang gehaltener Bart Gegenständ höhnischer und feindlicher Bemerkungen: „Sieh mal den polnischen Juden" hörte ich mir oft Nachrufen, in Galizien hingegen sicherte die Länge und Ungepflegtheit meines Bartes mir sofort freundliche Aufnahme. Auf der ersten Station — den Namen habe ich vergessen —, wo ich auf den von, Warschau nach Krakau fahrenden Schnellzug wartete) wurde ich, sofort von jungen und alten Juden umringt, nach dem Woher und Wohin gefragt, mit guten Ratschlägöns wo »ich in -Krakau billig und chön wohnen könnte,, versehen und war ein Objekt beonderer Be- und Verwunderung, als ich einige kleine Jüngelchen mit „Adassia "-Schokolade traktierte: der Hechscher des Perliner RaMnats wurde kritisch gemustert und lebhafte Diskussion war sgfort im Gang. Die verschiedensten Typen galizianischer Juden begegneten mir hier sofort: Der behäbige breite Baalbös, fortwährend Zigaretten rauchend, mit allen auf dem Du-Fuß stehend,! der assimilierte,-glattrasierte junge Mann, der anscheinend auf fein UntertlWchem in westliche.Gepflogenheiten sehr stolz ist und der chassidische Bocher, mit der zwar für mein Empfinden häßlichen, flachen Mütze, dafür aber Besitzer wunderbar tiefer, strahlender Augen uNd langer, länger „Peaus", auf die er sehrstolz, zu fein scheint. Diese Augen: in ihr scheint sich die Märchenwelt ganzer chassidischer Vergangenheiten zu. spiegeln,, sie sind so wunderbar schön, so beseelt, so ausdrucksvoll, daß man spürt, sie haben Unreines, Unedles noch nicht gesehen. Ich habe sie auch nur bei Kindern und Jünglingen gesehen, das Auge des Vaters hatte nicht mehr jenen Glanz und jene Schöne. —7 Daß ich ein „Rabbinerdoktor" fei, war selbstverständlich und so sehr ich mich dagegen wehrte, diesen Titel konnte ich nicht wieder los werden- Es war übrigens für meine Lodzer jungen Freude eine gewaltige Ueberraschung, als ich ^.ste aufklärte, daß Samson Raphael Hirsch nicht Doktor gewesen — „Bes Jaakauw" — die orthodoxe Lodzer Frauenzeitung — hat von ihm Aufsätze abgedruckt, der Mechaber firmierte selbstverständlich als „Dr." — wie denn überhaupt der Respekt vor der westlichen Bildung das ist, was mir an dem sonst so überaus sachlichen und kritischen galizianischen Juden als geradezu unverständlich erscheint. Ein Freitagvormittag in Krakäu. Das Bild, in meiner frühesten Kindheit geschaut, dann jahrzehntelang auf dem Grund meiner Seele schlummernd, die alte Elbstraße in Hamburg, glaubte ich plötzlich in vielfacher Vergrößerung zu sehen, als ich unter Leitung meines lieben Freundes Salomon Birnbaum den Freitagmorgen zu einem Spaziergang durch das alte Krakauer Judenviertel benutzte. Auf dem großen und geräumigen Markt wird alles, aber auch alles, gehandelt, ich brauche einzelnes nicht aufzuführen, weil j das die Fülle und Mannigfaltigkeit -doch nicht ausschöpfen könnte, nur eines habe ich nicht gesehen, wovor -man mich im Westen so viel-gewarnt hatte: Bettler en masse. Gewiß, die acht Tage Krakauer Aufenthalts stellten an unsere Börse mannigfache Ansprüche, aber es will mir scheinen: Wenn wir im Westen solche jüdischen Massen hätten, dann würde es bei uns viel schlimmer ausfehen. Allerdings hörte ich von Pinchas Kohn, diesem genauen Kenner Polens, dast Krakau nicht nur die frömmste, sondern auch die vornehmste Gemeinde des Ostens ist, daß die Stätten der Armut in Krakau gegenüber denen etwa in Warschau geradezu vornehm anmuten. Und doch: ich habe in Krakau einen Blick in ein Häuserviertel, wo nachts die Obdachlosen, zu dreißig in einer Stube, Quartier suchen, getan — und fand es schlimm genug. Uno diese Stätte drückendster Armut liegt ganz nahe schönen und ansprechenden Gebäuden, so liegt sie in nächster Nähe des prächtigen Gemeindehauses, das dem Zentralrat seine Pforten ja in gastlichster Weise öffnete, so daß wir selber Genuß von den komfortablen 80 Ledersesseln seines geräumigen Sitzungssaales hatten, in nächster. Mhe .auch des jüdischen Spitals, das ich zwar' Nur öon außen sah, das aber ebenfalls einen stzhx>onspr.echenden Eindruck machte. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Geflügelfchächthaus in dem Massenbetrieb des Freitagvormittags, durch kleine Fenster reicht man das Tier hinein und ist einige Sekunden später im Besitz seines von kundigster Hand geschlichteten Schabbosbratens. Daß in allen Bäckereien, Fruchthandlungest>-Krämereien ein hastiger Hochbetrieb herrschte^ war-. Dr - den Einheimischen selbstverständlich, mir wurde bald schwindlig und ich suchte Zuflucht in einem der zühlosen;,Stübel", die jetzt menschenleer waren, da die Mikwdh alles Männliche übergeschluckt zu haben schien. Daß ich mir bei diesem allgemeinen Orientierungsgang auch das „goifche" Krakau ansah und es wunderhübsch an der Weichsel gelegen, überragt von den prächtigen, in den verschiedensten Zeiten und Stilen errichteten Bauten des Wäwel fand, sei nebenbei erwähnt. rot? ttt Krakau. Me der Bettler im Märchen, der sich zü einer bestimmten Stunde in einen Prinzen verwandelt, so verwandelt sich der Jude des Ostens, selbst der ärmste, in einen wahrhaft vornehmen, wenn der Sabbatstunde nyht. Et spricht mit stolzer Betonung: „Ich habe meine Kleider gewechselt, Sahhcrt zu Ehren." — In den seidenen Kaftan gehüllt, auf dem Haupt den Straimel, steht auch der einfachste Mann am Schabbos wie ein Fürst aus, aller Rangunterschied scheint ausgelöscht und mit dem Gewand des Werktags auch seine Sorge und Not abgelegt. Eine halbe Stunde vor nm»-Beginn gingen wir d. h. Dr. Pinchas Kohn und Dr. Leo Deutschländer, die zur Vorbereitung der Zentralratssitzung schon vor nav nach Krakau gekommen waren, und ich durch die Straßen und Gassen des Judenviertels. Aller geschäftlicher Verkehr hatte schon ausgehört, die Läden wurden versperrt, ryan sah nur Alte, die behäbigen Schrittes, und Jungens, die in., hex frischgßwaschenen Sabbatsauberkeit strahlten, die fröhlichen Gemütes einem der zahllosen Stübel oder einer der acht großen Synagogen sich zuwandten, nachdem sie vorher uns drei noch kritisch gemustert hatten. Von diesen Krakauer Synagogen ist die berühmteste die des R'm p, die älteste die „Alte Schul", welche über 900 Jahre alt sein soll uyd die schönste die Reb Eisik bar Reb Jekeles-Schul. Letztere besuchten wir Freitag abend. An ihra Gründung knüpft sich eine ähnliche Erzählung wie an die der Meiselschul in Präg: aus Dankbarkeit für das Aufsinden eiy.es im Traum nachgewiesenen Schatzes soll sie erbaut, anstelle von Wassex und Mörtel zum Befestigen der. Steine nur Eiweiß verwandt worden sein. Währ ist jedenfalls, daß die Schul wunderschön ist, mit prächtigen Wandgemälden nach selbstverständlich biblischen Motiven uyd außerordentlich kunstvollen Beleuchtungskörpern; daß der erhabene Eindruck ein wenig durch moderne elektrische Lichtanlagen gestört wird, ist eine ja auch andern Ortes oft bedauerte Tatsache. Der Gottesdienst in der Haüptfynagoge spielt sich, in der Stadt des natürlich ganz wie bei uns ab; daß dem westlichen Ohr, das leider an Chor gewöhnt ist, die Wechselgesänge zwischen ] n und den ihm umstehenden Bpnw» besonders behagen, ist nur zu natürlich. In eine andere Welt waren wir versetzt, als wir auf dem Nachhauseweg im „Gerer Stübl" Gut-Schabbos sagten: Hunderte von inbrünstig betenden Menschen, auf kleinsten Raum zusammengepfercht, flackernde Kerzen, dicke, heiße Luft, die kaum das Atmen erlaubt: und doch, diese Stübl sind her Jungbrunnen für unser Volk im Osten und wenn wir Westler es verstünden, selbstvergessen darin unterzutauchen, so wäre uns gewiß wyhler. Jede Hand streckte sich uns zu herzlichstem bb'!>? diVz? entgegen, wir spürten eine Atmosphäre natürlichen Brudertums und waren glücklich im Kreise der Männer — und stellten im Stillen Vergleiche an, wie wir im Westen drei Brüder aus dem Osten wohl anders, ganz anders bewillkommnet hätten. Am Schabbosmorgen waren wir zu minv in der alten Schul, wo ein ungeheures Gedränge, Eintritt nur gegen Karten, war, weil ein alter sm mit einem neu einstudierten großen Kreis von n-«*vy«pa sich produzierte. — Zu rechtem Genuß dieser zum Teil prachtvollen Darbietungen konnte man nicht gelangen, die Szenen am Eingang, wo der Gemeindezerberus in Gestalt eines mit Lederriemen bewaffneten jüdischen Herkules die Scharen der Einlahbegehrenden abwehrte, waren zu störend. Zu nmnn mnp und zu -iviv warenwir in R'mos Schul, einer verhältnismäßig kleinen Synagoge, sie ist aber durchflutet von taufend Erinerungen an den großen Mann: Rmo's Sefertauro, Rmo's Stuhl, fein Stock, fein Kiddufchbecher und vor allem fein nnv, auf das man durch die Fenster der Frauenfchul sieht, all das wird zu einem großen Bild verwebt, das in unserer Seele aufging. Rmo's Schul, zu der es mich wieder und immer wieder hinzog, ist voll von auserlesenen Kostbarkeiten in gehämmertem Silber und anderen edlen Metallen, auf die die Gaboim voller Stolz aufmerksam machen nmnn nana an der Stelle, wo trän einst gestanden, gesprochen zu haben, wird uns eine stets stolze Erinnerung bleiben. Daß man auch hier die Gäste mit Ehren überhäuye, und trotz allen Sträübens in der Rabbonimreihe placierte, soll, dem Westen zur Nachahmung empfohlen, nochmals erwähnt werden. Zu tmp vereinigten wir uns im Haufe des würdigen Herrn Berl Fraenkel, des Vorsitzenden der Krakauer Agudas Jisroel. Chaffidim mannigfacher Art, an den verschiedenen Formen des Straimel erkennbar, trafen wir in diesem gastfreien Hause» auch lernten wir hier manche Krakauer Originale kennen, so „Reb Schlome Erezjisroel Jid", einen alten Mann, der nur hebräisch, unter Benutzung eines felbstverfaßten Lexikons, spricht. Eine seiner sprachlichen Erfindungen sei hier festgehalten: Wenn er zu nat? „lebende Fische" kauft, so fordert er vom Händler „Dogim hip hoh" und der Verkäufer weiß Bescheid. Zu nmijm whv waren wir bei Reb Jzchok Bau» ninger, dem zweiten Vorsitzenden der Krakauer Gemeinde, in seinem mit erlesenem Kunstgeschmack ausgestatteten Heim. Wenn unser Magen sich auch das mannigfache »Durcheinander,- das der Krakauer naw und auch dieser sein Abschluß an ihn stellte, nicht! gefallen lassen-wollte; unsere Seele schwamm in Jubel: diese von Innigkeit durchglühten chassidischen Gesänge rpit ihrem .Gemisch von: Schwermut und Lustigkeit, Göluslüst und Golusleid widerspiegelnd, nahmen uns gefangen und hielten uns fest, als der nxv schon läntzst von uns geschieden. Einen gewaltigen, tiefen Eindruck hat dieser nav in Krakau, dieser erste vsv im Osten, in mir hinterlassen, er wurde vertieft, weil ich diesen ganzen Schabbos — und ganz besonders einen herrlichen Freitagabend — in der Gesellschaft Pinchas Kahns verleben durfte und so Gelegenheit hatte, einem Manne näherzutreten, den die westliche Jugend -—und leider auch die gesetzestreue — nur unter der Brille zionistischer Kritik oder — was noch abstoßender ist — Gronemannfchen Leizonus — zu sehen gewohnt ist. Eine Stunde im apSP rna Wenn bei uns im Westen eine Frau in gehobener sozialer Stellung, deren Kinder ein Fräulein, deren Wirtschaft eine Köchln versieht, sich ein wenig um andere kümmert, dann rühmt alle Welt ihren edlen Sinn, ihre humanitäre Veranlagung. Seitdem ich in Krykau gewesen, urteile ich anders. Seitdem ich dort eine Sara Schenirer und ihr Werk kennen gelernt, weiß ich erst, was eine jüdische Frau leisten kann, wenn sie wahrhaft Frau, zutiefst Jüdin ist. Als Msses groß geworden war, da ging er hinaus zu seinen Brüdern, er sah ihre Pot, sah, wie der Egypter seinen jüdischer Bruder bedrückte, sah, wie niemand helfend dazwischen trat, da tötete er den Egypter. Wenn man einst eine Geschichte dieser Fryu und ihrer heute noch gar nicht abzuschätzenden Leistung schreibt, .mag man ähnlich beginnen. Sie hat gls erste, als einzige das gesehen, was heute in Polen jede weiß, was Nathan Birnbaum auf dieser Zentralratssitzung mit geradezu erschütternden Worten den polnischen Vätern zugerufen: Das jüdische Mädchen' in Polen geht v"in verloren, entfremdet sich väterlichem Geist und väterlichem Einfluß, weil niemand da ist,' der sich uni es kümmert. Sie erkannte es und machte sich daran, , den ’m diesen unheilvollen Geist der Entfremdung und der Entartung zu töten. Während des Krieges als Flüchtling in Wien, durch die Lektüre der Hirfchfchen Schriften und Lehmannfchen Geschichten angeregt und begeistert, faßte sie den Plan, in ihre Heimat zurückgekehrt, ap>r> rna - Stätten für die jüdischen Töchter zu gründen, wo diese für die Sache des Judentums begeistert, mit dem Inhalt jüdischen Schrifttums vertraut gemacht, zu wahrhaft jüdischen Menschen herangebildet werden. Ohne jede finanzielle, ja nur moralische Förderung von außen, schuf sie sich eine Schar gleichgesinnter Mitarbeiterinnen, die sie in ihrem Heim in Krakau ausbildete und als die Pioniere dieser heiligen Sache dann in 25 bis 30 polnische Orte sandte, um gleich ihr zu wirken. Wenn uns im Westen das Wort: „Iß Brot mit Salz, trinke das Wasser abgemessen, schlafe auf der Erde, führe kümmerlichstes Leben" als ein Rat, dessen Befolgung für den andern gut schien, so hat diese Frau mit ihren Helferinnen es buchstäblich erfüllt, und darum konnte sie, ohne jede pädagogische Vorbildung, ohne jede erprobte Methodik, den Weg gehen und es war der Weg des Lebens: nnrn bv nann mn -p! Sie hat kein Lehrbuch, nach dem sie unterrichtet: das, was sie ihren Schülerinnen berbringen will, hat sie. sich aus den vorerwähnten Schriften zufammengestellt und ihre Helferinnen schreiben sichs ab, so primitiv ist alles aufgebaut, und doch ist der Erfolg und der Eindruck ihres Strebens ein gewaltiger. Die heilige Aufgabe trägt die, welche sich ihr hingeben, und läßt sie den rechten Weg finden. — In Krakau selbst, wo verstehende Männer, nachdem sie die große Bedeutung des Werks erkannt haben, der Frau Schenierer fördernd zur Seite stehen, ist dem eigentlichen aps» wo nur iPTij? ’yiöV gelehrt werden, eine Schneiderinnen- und eine Modistinnen-Werkstytt angefügt worden, daß den Kindery der Segen des p« -pn vs rrn ns’ aufgeht. Wir im Westest, deren Töchter in der Gesichertheit einer jüdischen, ihren Notwendigkeiten Rechnung tragenden Atmosphäre aufwachsen, verstehen gar nicht, was die Idee der aps?' ma-Schulen bedeutet, wer aber dieser Zentralratssitzung beigewohnt hat und weiß, daß das jüdische Problem des Ostens das der Töchtererziehung ist, der ahnt, welche gewaltige Tat diese Frau getan und welchen Dank das Gesamtjudentum ihr schuldet. — Ihr mit allen möglichen Mitteln fördernd beizustehen, scheint mir als eine der heiligsten Pflichten der Jüdinnen des Westens. Auf dem alten rpn! Habe ich eben mit einigen Strichen ein Werk geschildert, das der jüdischen Zukunft dient, so sei auch einer Stätte gedacht, die ein gewaltiges Stück jüdischer Vergangenheit beherbergt, des alten Krakauer ni>w ma. Wenn je eine Stätte den Namen B"nn n*a zu Recht | führt, so ist es diese, auf der Israels Größte ruhen. Von!den vielen d^ix und D->mp die hier ruhen, nenne ich j nur die Namen der leuchtendsten Sterne, des Bach (Rabbi Joel Sirkes), Tas, Tausfaus Jomtob (R. Jomtob Liepmann Heller), Rmo (R. Mosche Jsseles), Mgale Amukaus (R. Noffon Schapiro), Megine Schlaumau (R. Jhaufchua Charif). Vor ihren Gräbern habe ich gestanden und die Schauer der Ewigkeit gespürt und des Wortes tiefsten Sinn empfunden: „Die Gerechten, auch in ihrem Tode, werden Lebende genannt." Wie leben, leben alle diese Männer noch unter uns, wie dirigiert Rmos Wort unser tägliches Leben, wie begleitet Taus-