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Der Israelit · 1924-10-02 · Heft 40 (2.10.1924) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
65 (1924)
Issue
Heft 40 (2.10.1924)
Date
1924-10-02
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Nr. 40 De i ctt^die Empfindungen der Orthodoxie, diedie Israelit " ff* ’ 2. Oktober 1924 WMr •r-Vit?'* «KV 'ff'aWBßn 5"., -memsimh -Bf v°slW. m, mSwÄm.'ip..« ftam tagt. m„ M MjMNLLMM « « Recht. genau so wie der mdrsche Mlnrsterposten, detz fpinerchit nur vom Etat gestrichen, aber ck^ fpctq| nicht aufgelöst wuWe. ' 'Es ist darum eiü HiH 'nichts zu l^WdMM^^Mlltakt. eisieo dä§ vielen, die dH^AeM'dM MinMrMrpölitit. G Litauen, spezW Hn Mrs 'Wgen'He IWn Hzeichnen. ■ * des Antisemitismus, eme^ > < Unter dem Zeichen der Erkenntnis, daß die Ach me h r d es Am Isis qm i tßHnät^SrM dchr ganzen; deutschem "Volkes - W';s femtb- M Reichstagung des „Vereins zur Abwehr des Mtifeinitismus") diec dieser Tage unter Vorsitz de^ Reichsministers a. D. Goth ein, dem sich nuvmeW AtW' RöichÄLrtzlLtt <L W KechEn b sich im Vorstande an die Seite stellt, in Stuttgart, stattfand. Und.-in. diesem. Zeichen, er--, scheint uns der Abwehrverein von erhöhter. Be deutüng und seine Wirksamkeit von wahrem Segen. Der Antisemitismus ist, einKrebsschaden des deutschen Volkes, gegen den alle Teile: desselben mgleichem Matze ankämpfen müssen. " GLLHE 'bezeichnet^' "naE MMMftMkfft lichen Bortrage des. Stuttgarter Stadtpfa.rrers. Lamport den Rassenantisemitismus als einen Schandfleck der deutschen Nation. Die antisemitische. BtzwegtzM. sei: nicht deutschen Ursprunges, sondern, habe ihre Wurzeln. in. Frankreich.. Fritsch habe sich in seinem antisemitischen Kalender von 1893. Ernest Renans Ausführungen, aus dem Jahre 1655 zu eigen gemacht, die aber bereits 1873 von Renan als wissenschaftliche Ärrtümer widerrufen worden seien. ~ Was wird es. nützen? fragt man sich kopfschüttelnd. Solche öffentliche Kundgebungen bringen Nutzech weniger uns im Inlande als Deutschland in der Welt — indem diese erkennt, daß. das heutige Deutschland doch noch lange nicht von militärischen und demagogischen Maulhelden i beherrscht wird und, Recht und, Gerechtig-l keit ihre warmen Anwälte haben. . , , . - Wchkg, m MntWL Ein Jahr ist seit der Tagung der Kenessio Gedaulo verflossen. Dieser bede-itonde Kongreß, auf welchem die besten und gröMD Männer des WWMMMALHO W. LU/Kenefstv Geoaulks sollte: Mar nur'ÄnM MnonsMtiven? und, lWNifatorisMr CharakM NabM^'WnonftMich nä^ch außew W und orgM msatm^M nacUmneN; nichff desto tüeniger haW sie eine Reihe konkreter Leistungen zur Folge. Die von den Gegnern totgesagte Orthodoxie hat. i^'eMrHMe gWrg^.'däL'sie kein „WyM Leichnam^ ist und daß ihr Fell noch nicht auf d«n Wlrkt Zum- Verklmfi seilgeboten werden fjjjtft,.-Me; ihre: Gegner ech NÄnschstenl oWrgtaübtem Mit starker' Hand und zielbeWußtöM Sinn nahm die Orthodoxie die Zügel fest in ihre Hände, um ihre Geschicke 'selbst zu lenken. WfedEM, zeigte, es sich, daß das, historische Nlö§NtllNt" dÄZÜ' 'berufen ist, im tMischett'"MU mente das wankende jüdsiche Schisflein zu sWMrj uM^ es^Mri^Mr: iW:'oxdheMm7Gö'fE ZU retten. Wir können uns nicht mehxj. wie Prophet Jonas, irn entscheidenden Schicksals- 'llügenblick in einen Schmollwinkel des Schiffes zurückziehen und erst, nachdem uns der große- . hat,. dem.Geb«te^Le» 'ginnen, sondern' wir müssen: uns, zur Tat: ’ auf-- raffen, ehe es zu spät ist. , Die -Kenessio Gedaulo war vor allen5 Dingen eine' Kraftprobe der Orthodoxie, die an die Verteidigung ihrer geschichtlichen' Positionen schritt. Denn es ist O einzig und Ein die Thorain der ucher^ wahrer Nationchismus verankertist. Während^ unzählige Nationen, deren Existenz' an nationale Eroberungen gebustden war, vom Erdboden verschwunden' sind, bestand und steht Israel in seiner' Größe - < trotz seiner Zerstreuung in allen Weltteilen-weiter/nur weil es die Thvra zum ' lebendigen Zentralisationspunkteseines Einzel- und Gesamtheitslebens machte. Die Thora ist unsere geistige Hochburg, unser einziger Schutz und unsre alleinige Stütze im schweren Kampf des Lebens. Wie ein vx •mit} eine göttliche Feuersäule zog sie vor uns und bahnte unsden mit Steinen' und Dornen belegten Weg in der verödeten und' verdunkelten Weil. Sie begleitete Uns, wie die Bundeslade, auf dem langen Golusmarsch, indem sie diö uns *) Vortrag, gehalten in der Agudas Jisroel (Basel) anläßlich ihrer Keren Hatora-Aktion. gegentretenden Feinde verjägts! AyfaafiL*1k Wfitmfh/ il lÄMl Hül ‘ .W vM MÄL MMM l mM und uberzog sich mtt schwarzen schien jegliche HoMmrL angeschnitten m Wr Rettung nicht W'MMM Dennoch/ a. .liefe MrahM' eim Wnder GottHljHnH Hi uM e^chuM wiedezHcht. I ' "DiMgMge HoMsxg unseres Uoltzs Mrtze aber vchsidM Greueln-d Krieges härA^etWffeßr ünfe iM rhrernz InnerH essschüttert. leyranstalten. WAWsHMossen, die WrgM'äus 'ihnen verdrängt' und ms' SchlaMeßA FeschMpt. Iberernander, verwanLettesis sis hie WM^W^Kbjn Ml ^in. Bttzhamidrosch; in dieMfsilMW iritb ffeüchten. Höhlem zwischen Lehen: ünh- WD spi- Dierten sie' eifrig die Thgra, 'WGM das uns tief erschüttern üM im Felde möglich war, chürdtz, WM Ueberall trafen sie auf eine geistige ZerstöruM, MMeWW7W1MMMsi?GM7''M^fkWftKk Freunde und Kollegm : sind ihre .: Todfeindege- 'roorden, die sich wie Löwenüber sie warfen. Mbbrs- Wd' Schüler wurhen zusämsilen mitsden tzememstM Verbrechern m-Kerker geworfen. Das W»MWÄM^ stxeng' verboten, M/in/der SyMgoge am: Iomkippur' versammelten Äuden wurden "mißhandelt und auseinandergejagt. Am Peffach wurde den Kindern auf gewakÄMi 3Heise Brot in den Mund gegeben. ' ' IohlW. Men^dse'kogMuWW'-,-^W^s", unser^. ehMMgjen Bxüdtzr, 'dxe sK,vE..jh,diMn Stämme'/ loMtrennt/ hsitten/ äüf /d'M wasssn . der. Thorafeinde, erinnert, unsan jene Zeit des Rabbi Mbä, des Rabhi -.Chänisia chM Tradjon und des Bobö ben. Bute und . all die bis/ züM Tode geckärterten die wohl ihren Körper Preisgaben, sich aber die ThoM die Seele ihres Körpers und. den Ode m i h r es L e b e ns, nicht aus ihren Händen nehmen, ließen. . psniV Es verbrannte lediglich das Pergament, wahrend die heiligen Buchstaben hoch in den Lüften schwebten und jemand zum Himmel hinaufsttegen. Doch^ weitaus schlimmer. als damals ist es heute. Gegen unsere' äußeren Feinde. waren wir Betrachtung - zmn Wochenabschnitt. - Don Rabbiner Ar, Winkler in Kopenyage«. Ir -">-1 Miurrvi .Wenn vieleLeideü das Volk treffen werden, bahn wird es sprechen an^ jenem Tage: Ist ey.nicht' darpm.. .weih mein G,ott' nicht in meiner Mitte ist, dätz diese Leiden mich treffen1?. Ich abÄ werde Mem Antlitz-verbergen an jenem Tage ob all dem'Bösen, das es'«verübt." — Eiaenllich ist: es doch' ein Sündenbetzenntnis/ das das Volk hiermit ablqat, warum, so. .fragt der Ramban, soll.'es,dafür bestraft werden? Auf eine zweite AuffälliZkest t)mi weisend, daß' es zuerst •»mnom »Ich werde Mein Antlitz verbergen" und hemach i'Nvn dasselbtzimv er stör kt er-Form gesagt wird, versucht der Maharam Schiff, (s'dm. Pv i'VNM2) beide, Schwierigkeit,, in folgender.Weise zu lösen: Das Antlitz vor' deM Kinde verberget ist,stcherlkch nicht dasselbe, wie sich'voN' ihm e'n ts ern en. Im erstbren Falle" ist der Vater' noch' immer in der Lage, des ungeratenen Sohnes Sttmme zu hören, wenneine Gefahr ihm droht, aber nicht wenn-,er sich ganz entfernt.- Auch' der chimmliche Vater verbirgt gleichsam Sein AntliM wenn ' wir/sündigen. Unsere Dersehlungen richten' eine Scheidewand auf/die Seinen Anblick iverhindert. Anerst heißt es daher : •»rvinönr „Ich werde Mein Antlitz verbergen". Doch unter dem Eindruck der überaus schweren Leiden wird düs Volk sagen: Könnte es woht fein, daß der Vater im Himmel nur' sein Angesicht abgewendet habe? Wir leiden ja so unendlich und «unser/Geschrei wird nicht^ehört.!. 91p, wsr. können upsdie 7 Ursache nur 'so' erklären/ '2^2 dätz. mein Gott njcht iü^ meiner Nähe tst.'däß Ex sich.west.von' uns'entfernt hat. Da jedoch aus-eiüer solchen Betrachtung: iheraüs das. Volk den Weg' zur MÜckkehr anzutreten unterlassen könnte,- so -stellt Haschem öoruch hu fest, daß'.biese..Wnahme nicht zutrifft: .Nicht entfernt häve Ich' Mich,, vielmehr' oiü/ Ich in. allen euren Nöten mit euch.' Koch was euch'unbegreiflich erscheint,' warum die Leiden so drückend sind, das ist-allein deshalb: '2Zrri. Eure schweren Vergehen bedingen es,- daß.Icheuch Meinen Anblick^ noch-mehr, als sonst /entziehen, müsse. Demgemäß erklärt sich'auch der Nachsatz : lans niiyi ..Und nün schreibt euch diese" Lehre' aus'!. Denn überall wo diese Lehre ist» , da ist auch Gottes G egen w a r t sicher. Und , darum ruft uns auch der Prophet zu:/uttp./ur!7J2. 'n "wii „Sucht den Ewigen, dg Er . sich von/euch finden läßt, ruft Ihn an, da Er nah e ist". — EW' AstM^rkütig/zur. LftüWe. In der 65. Slichö: in'ftn? .1^ 22t ('->5^ Ö12& nlpy). Die Kommentatoren geben dazu eine durchaus falsche Erklärung/weil'siedie Bedeutung der: Worte nicht richttg. erfaßthabem Dos Wort hat außer der üblichen- Bedeutung „ ergänzen", noch Me.andere,^, nämlich „sich ergeben", „Überliefern", genast entsprechend demarabischen „aslama", wovon der Nllwe „Islam" herrührt, als Bezeichnung. der Ergebenheitvgk auch; xy v"' >2"' tiy mmi; n n"s »"2. Eine große Anzahl von Stellen? in der agadifchen und liturgischen Literatur.- die - bisher falsch. verstanden würden, werden .durch-diese Erksätüngsweise äüfgehellt. M>7M?' 'bdoeutet also - nichts anderes^ als /.dt e U e b erg äb e'f ein erde el e". ü^''N'' -ist nämlich nach /Ps/ 221 21 und -Midras cfer-nä'rrsü/gleich Seele. Ebenso ist das Wort. in »v.i»s TTJ^nn ,f, r2//v «]OipV» entgegen der. falschen Deutung:. ..Döp den mjt gäWm 'HerM Betenden", mit'/von denen"'die th r/LebeuchrNzüg eben b er e 1 t stn b“' zu übersetzen; ebenso in -in nvnx» 21S2 ai/ eiviv^ und/ lä^forüv in tjro <UjärI?H? rVaM Mfi tttars GlM Änfang p ü nt t l i ch'8 Uhr.

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