Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 65 (1924)
- Issue
- Heft 29 (17.7.1924)
- Date
- 1924-07-17
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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gelte, 4 M. 29 Wir sind nur verpflichtet, denjenigen Glaubensgenossen von seiner Sünde zurückzuhalten, der unbewußt, irren«sündigt, genau. so wie wir einem. Kinde gegenüber hierzu verpflichtet sind. Jedoch nicht gegenüber solchendie mit vollem Bewußtsein nnvu sündigen, selbst wenn sie nicht abtrünnigfinaia, sind, diesen gegenüber haben wir keine Verpflichtung. — .brriff' unti^sk. fiTasr nr»K bv N'WI lavb nm*i msa inu s'N iivL naiv- Unbeschadet unserer Ehrfurcht vor der Größe des im glauben wir doch annehmen zu dürfen, daß jedem gewissenhaften nmvi.Vsnj die tnnvtf? lautende Ansicht eines -pff zu ernsten Bedenken Anlaß geben wird, ... Zum Schluß sei Herr Dr. Unna auf ein Gutachten des as ü3n hingewiesen. Dieser sollte als Oberrabbiner der drei Gemeinden (Hamburg, Altona, Wandsbeck) darüber entscheiden, ob. es Mitgliedern der Hamburger Portugiesengemeinde erlaubt sei, den Gottesdienst der Portugiesen zu meiden und an dem der deutschen Juden teilzunehmen, weil in der Portugiesengemeinde Männer zur Thora aufgerufen würden, die in ihrem Privatleben das Religionsgesetz durch ViV’n raff usw. verletzten. Der ax QDrt entschied, daß die „Austrittler" unbedingt zum Perlassen der Synagoge verpflichtet seien, abschon den Portugiesen durch Dir? die Beteiligung am aschkenasischen Gottesdienst untersagt war. Würden sie in der Portugiesen-Synagoge verbleiben, so würden sie der gleichen, Strafe unterliegen wie der Sünder selbst: , pis ßff «rvii nntyn bsi mnvn NN1N IL'NI mp» 1N1N2 ^^Älfy gerade auf Grund des Arewuth verlangte der aL y2y eiyen Austritt! l Vielleicht trägem die Obigen Ausführungen dazu bsj, der halachifch gänzlich ünbereAigten Verwendung des Ärewuth-Gedantens für gemeindepolitische Zwecke Einhalt zu tun. * * * Bei dieser Gelegenheit sei darauf.hingewiesen, daß die gegen die Heranziehung des Rabbenu Jauno zu narr geltend gemachte Stell, faß*? prr 'W brusn ]a rr^ novnzwar zumv naia "7*o gebracht wird/ aber keineswegs Unbestritten ist. - , . ,, niftut j^sn in n (der somit? die Ansicht des mnv wohl teilt) weist darauf hin, daß. der snn/ns diese Auffassung widerlegt; das f'N fei nür auf K.älle anweydhar,.die,im Talmud umstritten und ohne, endgültige Entscheid düng geblieben sind, nicht aber auf Materien, die im Talmud nicht, erörtert sind, Aehn'liche Ansicht ist auch 2"^. arr^v mder sich hierbei auf (welcher n^Hv Kaff", zitiert) «rjH 'NS. niim onV> f"37n beKeyt. mit?« 6::u .ttanifl :Unl Tau... .IttL iS® Jitof7 UonrrpMeMÄ * NaMichke» '-U! f V.!(.- läiiiü: . 3iu -.HC ,i. ' Peutf^ei Reieh Die rabbinische Mitwirkung bei der Leichenverbrennung. Be r fi n, 10. Juli. In einer der letzten Repräsentantensitzungen der Berliner Jüdischen Gemeinde entwickelte sich eine interessante Auseinandersetzung zwischen Liberalen und Konservativen über die Mitwirkung der Gemeinderabbiner bei der Leichenverbrennung. Anlaß dazu bot eine Vorlage des Vorstandes, die sich mit der Ablösung der bisher privatim von den Gemeindemitgliedern an Lie Rabbiner gezahlten Vergütungen für Leichenreden beschäftigt; es soll für alle derartigen Amtshandlungen der Rabbiner künftig feste Gebühren erhalten, die durch die Gemeinde selbst erhoben und eiMrr Kasualien-Kasse D e r 3 rr ö f I tt -;- ‘ _ ** ' vy- . zugeführt werdeir. Hierniw MeWM' den Rabbinern zunächst 30 Drozent gleichmäßig M Muschoügebühr monatlich bezählck 20 Prozent sMeck Wohlfäh'rtszwecken züfljeßen, und der Rest wird unter che Rabbiner nach der Zahl der von jedem jährlich vorgenommenen Amtshandlungen verteilt. Gegen die Festsetzung einer Gebühr für Leichenreden im K r e m a t o r i u m hätten nun die. Konservativen Einspruch erhoben, weil durch die Erhebung einer solchen Gebühr die Verbrennung religionsgesetzlich legitimiert würde. Der betreffende Ausschuß beantragte demgemäß auch jetzt diese strittige Frage auszuschatten. Die Herren Moritz A. Loeb, Dr, A. Loeb und Hans Goslar lehnten die. Festsetzung einer Gebühr aus den oben angegebenen Gründen entschieden ab, während' von liberaler Seite Prof, Türk sich dagegen wehrte, düß die Weltanschauung der liberalen Gemeindemitglieder als minderen Rechtes behandelt werde als diejenige der Konservativen. . Der Vorstand erklärte, daß die Gebühr für die.Teilnahme der Rabbiner an deN Verbrennungen bis heute erhoben werde, daß aber ein endgültiger Beschluß endlich einmal gefaßt werde» müßte. Rechtsanwalt Stern protestierte dagegen, daß die Konservativen in einer Angelegenheit, die nicht gemeinschaftlich sei, sondern nur die Liberalen angehe, Liesen ihre Weltanschauung aufzwingen wollten. Der Gemelstdeoorstand berief sich zugunsten der Verbrennung auf ein Gutachten des Herrn Rabbiner Dr. Baeck, wogegen Herr Goslar ausführte, daß die Konservativen, wenn es sich um die wirkliche Weltänschauung der Liberalen drehe, diesen niemals Schwierigkeiten machten; bei der Verbrennung wolle man aber nur eine moderne Mode nachmachen, die gär nicht äuf religiöser Uebekzeugung beruhe. Allerdings sei zuzugeben, daß mit der Einführung bsr Orgel undrnit der Preisgabe des Sabbats der Bruch mit dem Judentum, derart vollkommen sei, daß dieFeuerbestattung nur einen weiteren Schritt auf diesem abpyustlgen Wege bedeute.. Schließlich wurde der Ausschuhantrag, der die Position »Krematorium" aus der Gebührenordnung vorläufig ausschaltet, angenommen. Verein für rituelle Speisehäuset» Nauheick, 10. Juli. Die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins zur Förderung ritueller Speisehauser» e. 33., Hamburg, die am 6, Juli ö.I. ist Bad Nauheim stattfand, ständ unter dem.. erfreulichen Zeichen .des wiedererwächestden Interesses.für die Bestrebungen des Vereins». Nicht nur waren. Mitglieder ustd. Gäste in stüttlicher Anzahl erschienensondern die Tagung gewann erhöhtes Interesse, .dadurch, daß eine Anzahl, von Rabbinern aus best benachbarten Pezirttn-. sowie Vertreter -er Bereinigung .traditionell-gesetzestreuer Rabhiner, Berlin, des ortho-, doxen. RabbinerverbaNdss Deutschlands, Frastkstltt, und hetz Bundes gesetzestreuer Gemeinden, Hälberstädt, anwesend waren» Außerdem waren zum erstenmal seit destt KestehStt des Vereins öfstziellie WrMster Ws SBMe* fßijbis HMlist. Dt MW Mr Atzr^Umlüng /Hjkk El'üo Meyer-Hambuch, erAiÜe zunach^ Mm Orisrabbiner Sr. EhrwürdöN Herkn Provistziab-Rabbiner Dr, HMschfsltz bas WM gu ÄM ÄSArüßuMs». Her MMet Ae IMtrn. ZW Ms. %<&• eMs chürdrgte. unö M MiWe GejamtW, zur Kräftigen Mitarbeit auffotdekte. Alsdann etstättste der . Börsitzende anhand Ms schriftlich VörgekMen GeschäMberichtes, sowie der Abrechnüng den Bericht über das, verflossene/ GefGis^jahr. . HiskäUf hjSlt , HM Direktor? Dr. Carleb ach-Hamburg ein .ausführliches Referat, das anschaulich schiltzMe, 'was 8er Verein bisher geleistet, was noch zu. erstreben sei Md welche Schwierigkeiten z» ÜberwmMn feie». Vor allein (egte her Bedner; Nachdruck.auf die., Tatsache, haß 8er Verein die Wirte-? schäft 'zur tätigen Mitarbeit herangezögeN habe und gab; der Hosfnurig Ausdrück, daß das Vertrauen, däs auf' diese Weise dem Wirtestande entgegengebrächt werde, öte: erhofften Erfolge zeitigen möge. Nach deM mit größetn Beifall äufgenommenem Referate legte her Borsitzende die in großer Zahl eingegangenen Anträge vor und er-? öffnete die allgemeine Hiskussion, die sich sehr lebhaft' gestaltete und für das Interesse, das weite Kreise an- Mr Mitarbeit des Vereins stehinen, beredtes Zeügnis/ öSkegt'esti Mtz Olskitspö^'lHsMst, an B'MÜMh tüiH M,llMystd, -aß, Me ^ÄtMest, die' ciy. Mr H^ltarh^tj des 'Ahreintz. Mnehmen, nicht nur die. Mttglied'er .und? der Vorstand, sondern auch die Rabbiner u»d die Wirtevertreten waren und ergab, daß alle diese Faktoren gewillt seien, die vorhandenen MitzMnde bezüglich des? Kaschrus durch gemeinsaine Arbeit zu besestigen. Äa dte^ Mckeratdek/M' sUsehr' laW MM MM die ch,HiaMM' üMr. Re elstzeidW '. ÄütckM seE etstges fchkMti'.wekdetl. , tote tÜeifM4 AnstAW ÄÄMW dM BWastif' M MürrjM MrMWst. Eine MMiWe-' bildet^ Mr Äntkügdes' Vorstimde^- auE vertreMsf in de» Bvkstasth.' ES^ herrscht^ ÄstWti'Mit dä^ rücket,' vM g-msttz cker inr Mcti statt^ehabten Vötbesptechustg eiste' ofHielle Bettköümtz bet dÄN Äetetst'Mchaffeck wetckest M^te. ÜWet' Re Forstt grstg' aber .dick Meistustg Reit aüseistcindeck, Kürstäl; Hst -ie fück die Wähs vot'äüsgesetzte Ochafftlst^ deck Wrteokgastisatiött noch' nicht' zück Tatsäche gckwWest . isck Ochtteßüch würde eiü Antrag üost Hetckn SttektM Dr» Eärlebäch^ HäMbuckg angenommen: „Dick ö r gä n hsiler tck W kt Geschäft ist berechtigt, zckr Mahtüng Ser Jitteresfen der Witte 2 Delegierte als stimmberechtigte' Teilnehmer an Mn VörstandssitzüNgeN zu diesen zu entsendest. Kaschruthfrägen uNierliegen Nicht Ser Mi-tberatung dieser Delegierte Des weiteren wird beschlössen, eine Kommission von Damen zu wählen» die Sem Vorstand beratend zur Seite stehen sollen. Bei den Vorständswahlen würden die km Laufe des. Jahres kooptierten Herren: Loewen-- thal-Efchwege, Kahn-Hambutg, Moritz-Hamburg, Pels- Hamburg von der Mitgliederversammlung, bestätigt. VöN ösn ätlsscheidendeN Vorstandsmitgliedern wurden die Herren: Kommerzienrat Fkänkel-MüstchM, Hugo Mainz - HäMburg, KöMMetzfeNtät MarK«Königsberg wiedergewählt, die Herren David Bloch-Frankstirtä. M. und Leo Goldschmidt-FraNkfürt a. M., Neugewähtt. DLt dem Wünsche, daß die Beryästdlüützen vcks TägeK Re ERleitüng neuer srüchtdristgender Arbeit isti koNnneNden Geschäftsjahre bildest mögen,, schloß her Bor^ßerche die Versämmlustg, deren Teilnehmer Mn Msstsstdigen Verhandlungen mit lebhaftestem Jsttereffe gefolgt wären. Orthodoxer Wahlsieg bei ben Lod M Äülu Die Kehillah-Wahlen ergaben bei 3S Mandaten d« Wahl vlon 20 orthodoxest Bertteckeckn. Hiervon Entfallen 1?.aüs Ägüdas J^Scküek, auf Rck Ätexandrer-Ehässidim und l auf Äe MeW. MMdÄ^err ReierkWüppe. ^Ferner ekhieltckst^ die ZkörlMst 8 Mistdätck .^üstö i, Mäje Zwn % HithüchMthl, BÄkiftckst ’i, zioniftische. Handwercker 2. Böst tzS OlB WähGerechÜgtk« gmgen 17 000 zür Ürne. ^n Kall sch MiestMPrDMeM Mttz ZttzS von Äänckäken, jckddch Klcht 8!e MehrhRt. Schwerer Konflikt im jüdischen Parlamentsklukr. Warschau, 1L Juli. Der latente Gegensatz zwichsen den von Grünst a u m geführten z i o n i st i s ch e n Deputierten, die mit ihrem lärmenMn Radikalismus die Gefühle der Polen RkzuSst ünstötttz Sekleßen» ustd SM a^'st d i'stkf'chen Abgeordstetest uMr VHÄtig..'KMs-chP^.E.iiD.ck die für eine 'Maßvolle,, mÜ.M juRschest TraMonen rechnende Haltüng eintretest. Ist Mt in einem scharfen Konflikt zu offenem ÄUSbkuch tzelMgst Bei der Mjm- MdG 'Wer W M GesHck tzMHeM 'dtz staUMlest Mlnderhetten 'HrtEßen Re irischen ÄhgeorMteten bes ch l uß g em äß ohne je de Demonstration best Sitzurchssaäk; ast dek Tsk Über ckoststtest sich 'die Hetreli Wuüö'Mm MÜ Mstöfseck 'sticht ifie „Hattirüa" äMlstimmest- 'Daraufhin teh>rien M orihödoxen, Abgeorbnetest demonstratio in den Saal - zwück, ’hsoräiif ihstHi G r ümckvlr m Ms 'Vel'den ZwMstsst so beliebte Wort „23erräter" HiW. n erMhorke lackt: ^J.h r ' ^sch e B o l t unglücklich!" Das. Präsidium des Klubs gab ein beruhigendes Kommunique vus, worin behauptet wird, Gtünbäüm Und Dmoffen HÄchst nicht 'gewüßt, 'dckß ein Beschluß vorickg, 'keine OeW'nsttäÄonen.'Kr berünstaÜen. StüEMen mvf ^det Ätzitng der wLiksMlüec MhWh. — Mck: MhWg MieGWHM. ., 'W llir-s.ch üu , L0. Zulk. Ueber den Äerlckuf -der ersten SitzüNg wer neugewählten ÄePkäsest'ianz cker WÜkfchMer KdisHest 'Gemeinde ist zu melden: . .. . , Mck uymittelbär vor der Sitzung ckekstnnt gewordene Verordnung - des UnterrichtsMististers MittaszewSky, daß die Sitzungen der jüdischen Gemeinde geheim stattzu-