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Der Israelit · 1924-06-12 · Heft 24 (12.6.1924) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
65 (1924)
Issue
Heft 24 (12.6.1924)
Date
1924-06-12
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 24 Seile 15 Der Israelit 12. Juni 1924 auf ewige Zeiten. Heißt es ja von einem solchen Zusammentreffen von Menschenwesen zu diesem hohen ^weck i!wi brr tf’x 'i 'st 11211 rs* Noch höher . als das Selbstlernen ist die Bemühung für das Lernen anderer gekennzeichnet, 01x22 '1 ton •>*? vnv diese Menschen sind mein, spricht 's 'n aus sie werde ich rechnen können, überall und zu allen Zeiten, ivx ar>5 -iniK I3i5n 113 -5 V'X b»v' 1L-X3 vv'75 'vbvni vbiio 1V15 'irr (Maleachi 3, 15 17.) Betrachten. Sie es nie als etwas Geringfügiges, was Sie unternommen: werden Sie nicht irre an Ihrem Werke und lassen Sie'es nicht bei dem Vorsatze bewenden — dann wird Gott Ihr Wirken segnen, daß es Früchte bringe, und darauf könnnen wir ur von ganzem Herzen mx sagen." „Ehrenvorsitzender" sollte für Rabbiner S. R. Hirsch kein bloßer Titel sein, er wollte in der Tat ersten Anteil an der geistigen Arbeit des Vereins haben und begann gleich nach dessen Begründung mit einem Vortragszyklus über die Ges etzeslehr e , den er, solange es ihm seine Kräfte gestatteten, durch all die Jahre fortsetzte. Neben ihm wirkten als Dozenten Rabbiner S. Fromm V'ST' der je am Sabbat nachmittag aus Lnr?n mx»lernte und Karl Guggenheim mit einem vielbesuchten nnivv-Schiur. folger wirkte kurze Zeit Perez Posen b"xr dann 1883—1887 Herr Maximilian Michel. Seit 1887 bis zum Abschluß des ersten Vierteljahrhunderts führte Herr Josef Wohlfahrt als erster Vorsitzender die Geschäfte des Vereins. 1902 übernahm Herr Markus Hirsch die Führung des Vereins; er gab sie 1910, nachdem schon der Verein einen hohen Blütenstand erreicht hatte, an Nathan Hamburger weiter, der mit bekannter Aufopferung bis zu seinem früh erfolgten Tode (Sukkaus5684) seines Amtes waltete. Zurzeit wirken im Vereine sieben ständige Dozenten, und zwar die Herren Ehrenpräsident Rabbiner Dr. S. Breuer (gelegentliche Schulchan-Aruch-Vorträge), Rabbinats-Assessor G. Posen (Gemoro Tr. ■pVin), Rabbiner Dr. Jos. Breuer (Gemoro naw bxpm' und Rektor B. Falk (D’’n und NU7»)H. Ha! pern ( o"w), Redakteur S. S ch ach n 0 - w i tz . npsr» und jüdische Geschichte), Professor WMi fl M D & if Die alte Synagoge mit dem Gemeindehause, dem ersten Vereinslokale in der Schützenstraße. Innenansicht des. gegenwärtige» Vereinslokals Langestratze 18. Dieser Mischna-Schiur wurde, nachdem ihn Karl Guggenheim im vorgerückten Alter aufgegeben hatte, von Herrn Dr. Jonas B 0 n d i weitergeleitet. Von Anfang an hielt Direktor Dr. Mendel Hirsch je am Sabbat nach dem Morgengottesdienste seine beliebten und stark besuchten Tehillim- Vorträge. Den Gemoro-Unterricht übernahm in der Folge Herr Aabbinatsassessor Gerson Posen. Im Vorstande des MekorChajim säßen nach der Gründung neben dem erwähnten Cmanuel B e e r s. A., Jonas Ving und Perez Posen, ebenso die Herren Jakob Strauß, Emil Schwarzschild und Gustav Alt-; mann, die sich um die Gründung sehr verdient gemacht hatten. Nach dem 1878 erfolgten Tode Emanuel Beers übernahm Jonas Ving das Präsidentenamt, das er bis 1882, da er seinen Wohnsitz nach Hamburg verlegte, inne hatte. Als sein Nach¬ A. Weyl (v'X'-iri). Im Winter und in der Omerzeit, bei besonderen Anlässen im Sommer und vor den Feiertagen, ist der Sonntagabend für die Lehrtätigkeit gut ausgenützt. Sommer wie Winter wird allmorgendlich nach Schul Mischna gelernt (Mitgliederlernen), bzw. „Mizwas Haschem" und Dinim. Diesem Morgenlernen schließen sich die Jahrzeitstiiftungslernen an. Im Winter haben die Mikro-Vorträge am Freitag abnd und im Sommer die Midrasch- Vorträge eine Stunde vor Sabbatausgang stets ein volles Haus. Im übrigen geben ein klares Bild über den derzeitigen Lehrbetrieb im Mekor Chajim die an anderer Stelle regelmäßig abgedruckten Lehrpläne und Ankündigungen des. Vereins. Zur Entstehungsgeschichte des Mekor Chajim. Zum ersten Teile der Chronik in der Festsch i t geht uns von Mitbegründern nachstehende wertvolle Ergänzung zu: Im Hotel lUmann in der Allerheiligenstraße kamen die auswärtigen jungen Leute zusammen, die, sofern sie gemeinsame religiöse und geistige Interessen hatten, eng zusammenhielten. Unter ihnen wa.'en auch die Herren 'Jakob Strauß und Cmanuel Beer, von denen die erste Initiative ausging. Die bessere Gesellschaft in Frankfurt war damals ziemlich erklusiv, und es fiel den auswärtigen jungen Leuten schwer, Anschluß zu finden. Zum gemeinsamen Lernen hatten diese kaum Gelegenheit. Der Hamburger „Mekor Chajim" bestand damals schon, und die jungen Leute waren sich darüber einig, daß hier etwas Aehnliches geschahen werden müßte. Man wandte sich an die Gemeindeverwaltung und fand auch die Zustimmung des Herrn Cmanuel Schwarz schild. Zusammen mit dessen Sohn, Herrn Emil Schwarzschild, begab sich dann Herr Jakob Strauß zu Rabbiner S. R. H i r s ch b'str und beide trugen dem Herrn Rabbiner den Plan vor, der ihn mit solch glühender Begeisterung aufnahm, daß man, nachdem der Herr Rabbiner auch seine Mitwirkung versprochen hatte, sofort an die Gründung treten konnte. Der ersten Verwaltung gehörten neben den in der Festschrift Genannte^ auch die Herren Emil Schwarzschild , Gustav AItmann und Jakob Strauß an. Wie sehr ursprünglich der Verein nur für die Jugend und vornehmlich für die auswärtige, gedacht war, beweist die Bestimmung der ersten Statuten, daß mit der Verheiratung eines Mitglieds seine Mitgliedschaft aufhört. Ein Gruß von der Kanzel. In seiner auch an sich ungemein wirkungsvollen Predigt am zweiten Schwuaustage, von der man nur wünschen könnte, daß sie in Druck späteren Zeiten erhalten bleibe, kam Herr Rabbiner Dr. S. Breuer ''*1 zum Schlüsse auch auf den Mekor Chajim zu sprechen, würdigte in kurzen, eindringlichen Worten seine fünfzigjährige segensvolle Wirksamkeit zur Verbreitung der Thoralehre und verband seine Wünsche für die Zukunft des Vereins mit der Hoffnung, daß es ihm gelinge, zur Erfüllung des Bibelwortes beizutragen: 1'13 mbv 311 'n '11»'b 7>13 t>31! Richtigstellung. In meiner Arbeit in der Iubilüumsfestschrift des Mekor Chajim-Vereins bedarf ein zu Mißverständnissen führender Setzerfehler der Berichtigung. Aus Seite 95 heißt es: „So .hat z. B. jede der drei Reformsynagogen in Frankfurt a. M. ihr eigenes Gebetbuch". Jeder mit den Verhältnissen vertraute Leser wird wohl herausgefunden haben, daß hier ein neckischer Druckfehlerteufel seine Hand im Spiele hatte, und es natürlich anstatt „drei" ,, z w e i " heißen muß. Prof. Dr. A. Sulzbach. DieJnbiläumsfeier. Für die akademische Feier Sonntag vormittag 3.45 Uhr im großen Saalbau ist folgendes Programin vorgesehen: 1. Chorgesanq, 2. V 0 rspruch , 3. Begrüßung, 4. F e st r e d e , 5. C h 0 r g e s a n g , 6. D 0 z e n t e n g r u ß , 7. A n s p r a ch e n , 8. S ch I u ß g e s a n g. A b e n d s 6 Uhr in der Frankfurt-Loge beginnt die Veranstaltung mit dem Auslernen der r>in3vv Während der darauf folgenden Festtafel werden Ansprachen gehalten, ebenso Rezitationen _ und Gesangsvorträge geboten. frankfurter Berichte. Westendvorträge der A. J.Iugendgruppe. Mit diesem Sabbat nimmt die A. I.-Jngendgruppe die voriges Jahr mit großem Erfolge durchgeführten Sabbatvorträge im Westend wieder auf. Diesen Samstag 5.30 Uhr mittag spricht Herr Rabbiner Dr. Joseph Breuer im Voiksbildungsh e i in über das Thema: „Der Heiligt umssege n". Gäste, Damen und Herren, willkommen. Bereinskatender. (Wegen Raummangels verkürzt.) Verein Mekor Lkajirn. Samstag vorm, nach Schluß der Synagoge .Dinim"; Herr Rektor Falk, - 12'Ai Uhr in der FrauAnfynagoge der Klaus ms# ipiD; Herr Professor A. Weyl. — nachm. i'U Uhr (Hörfaal) »Mikro"; Herr Dr. W. H osm a nn. — 1 Stunde

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