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Der Israelit · 1923-11-08 · Heft 45 (8.11.1923) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
64 (1923)
Issue
Heft 45 (8.11.1923)
Date
1923-11-08
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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8. November 1923 Der Israelit Nr. 45 Seite 7 Schmittafond. Ansbach: Dr. Brader 10.040.000. Cüstrin: Löwy 25.000. Dinslaken: Sally Mar 1.000.000. Emden: Julius Mindus 1.000.000, Ortsgr. 7.000.000. Karlsruhe: NN. 2.000.000, Dr. Weil 500.000. Köln: M. L. Munk 3.000.000, NN. 2.100.000 (durch 'Gruppenverband). Malsch: Hetz 250.000. Chaloh-Spenden. Brückenau: Gundersheimer 5.827.576, 680.000. Cüstrin: dch. Löwy 125.000 von A. Totenkopf. Hardheim: dch. Lehrer E. Wertheimer 55.000.000. Michelstadt: Bick 1.000.000. München: Frau Löwenstein 11.000, Frl. Löwenstein 212.000. Oldenburg: Lehrer M. Meyberg 152.500. Schweinfurt: dch. Rabb. Dr. Stein 600.000. Schulen-Konto. Ansbach: Dr. Brader 1.000.000. Biebrich: Sulzbacher 10.000.000. Brückenau: Synagogenspenden 5000. Frankfurt a. M.: Herrmann Hirsch 11.000.000. Oldenburg: Parnes 270.900. Kenessio Gedaulo der Agudas Jisroel. Aurich? Carl Jonas Wolff 7.900.000. Frankfurt a. M.: David Joseph Weil 1.000.000 (anlätzlich des Vortrages des Herrn I. Rosenheim.) Jawnefond. Ansbach: Dr. Brader: 1.000.000. Burghaun: Stern 50.000.000. . Emden: Julius Mindus 1.000.000, S. Volley 1.000.000, Mar v. b. Walde 2.000.000, Jacob o. d. Walde 3.000.000. Fulda: T. Goldberg 20.000.000. R. M. b. H.: Aschbach: Wechsler 7.750. Brückenau: Gundersheimer 100.000. Fürth: NN. dch. Gruppenverband 1.800.000. Hahfurt: Mar Kahn 10.000.000. Leipzrg: Steinmarder 3.000.000. M a r k t b r e i t: Frau Baumblatt 50.000. Rhina: dch. Lehr. S. Oppenheim 50.000 v. Sokel Klobe. S i e g b u r g: dch. I. Strauß 20.000.000. Heinrich Herz-Haus. Fulda: Dr. Herz 40.000.000. Manschaw-Skenim. Ansbach: Dr. Brader 26.000.000. Kindergarten Jerusalem. Ansbach: Dr. Brader 11.000.000. Erez Jisroel-Fonds. Abterode: dch. H. M. Oppenheim 193.370, 200.000. A sch b ach: Wechsler 261.000. Birst ein: A. J.-Jgr. 111.000.000. Berlin: N. Scheftelowitz 2.000.000, Eebr. Pinczower ' 100.000. Berlichingen: Feodor Roberg 100.000. Breslau: Ludwig Herrnstadt u. Eo. 5.000.000, Dr. Freyhan 336.000, Menko Berlinger 2.000.000. Burgpreppach: Präparandenschule 214.000, 323.286. Bunde (Ostfr.): I. S. Jankelowih 500.000, 567.800. Commern (Rhld.): M. Löwenstein 500.000. Danzig: L. Nachmann 64.322.000. Dinslaken: Sally Moses 500.000. Deutsch Krone: Julius Fellner 500.000. Dorn darf (Rhöngeb.): R. Ullmann 10.600.000. Frankfurt a. M.: Frau Dr. Ehrmann 10.000.000. Frau Eust. Mosbacher 40.000.000, Sara Lohn 400.000 Isidor Marx 300.000, d. A. I. J.-E. 3.000.000 dch. Isaak Schnerb, Rob. Aron 1.000.000, Markus Rosen u. Frau 1.000.000. Fürth i. B.: A. J.-Jugendgruppe 10.000.000. Fulda: Josef Stern 2.146.000. Freiburg: N. L. Weil! 10.000, 25.000. Gaukönigshofen: Lehrer I. Bravmann 100.000. Gurhagen: Julius Katzenberg 143.250. Großkrotzenburg: dch. Lehrer Emanuel 662.000. Halber st ad t: Nutzbaum u. Friedmann 40.600.000, Gruppenverband 112.060.000. Harburg: dch. S. Stein aus d. Eem. 5.063.000. Hinter st einau: Aron Hetz 10.000.000. H e i l b r o n n: Jacob D. Reis 35.050. Höchst: A. Flörsheimer u. Co. 500.000. Heidelberg: N. Löffelstiel 300.000. Hamburg: A. M. Jacobsen Söhne 2.000.000. Hettstedt: Herrmann Adler 1.000.000. Hannover: Louis Levisohn 10.000.000. Karlsruhe: A. I. J.-Gr. 600.000.000, NN. 3.000.000. Köln: Dr. E. Mayer 2.500.000. Ludwigshasen: Rabb. Dr. Mayer 20.000.000. Leer: Harry Knurr 10.000.000. Nürnberg: Alfred Klugmann 1.161.000. Oldenburg i. O.: Lehrer M. Meyberg 337.625.000. Schönlanke: Rabb. Dr. Bamberger 15.000.000, Jul. Hirsch 50.000. Straßburg: Maurice Müller 500.000. Würzburg: Salomon Fulder 1.000.000. Wiesbaden: Frau B. Salzberger 10 dän. Kronen. Schweinfurt: Just. Dr. Hammel 25.000.000, A. Schelzer 10.000.000, Simon Heutzinger 5.590.000, Meta Schwarzenberger 3.000.000, L. Steinhäuser 500.000. Bamberg: L. Kuhn 2.000.000. Halber st ad t: dch. Eruppenverb. 400.000, Aler Meyer 500.000 dto., M. Neumann 40.000.000 dto., Klein 15.000.000 dto., Oppenheim 25.000.000 dto., durch Gruppenverband 380.000.000. Brückenau: Lehrer Gundersheimer 10.000.000. Breslau: Ludowsky 100.000.000 dto., N. N. 100.000.000 dto., H. Sichel 10.000.000 dto. Köln: Semborn 5.000.000 dto., Ortsgruppe 38.000.000. Siegburg: Gemeinde Siegburg 5.000.000 dto. Pfungstadt: Eebr. Mainzer 20.000.000 dto. Personalien. Karlsruhe, 29. Ott. Die Beerdigung des Herrn Rabbiner Dr. Schiffer fand am Freitag nachmittag 3 Uhr statt. Wegen der Nähe des Sabbats mutzte von längeren Hespedim abgesehen werden. Kurze Nachrufe hielten die Herren Rabbinatsassessor Meier, M. Altmann vom Vorstande, Kaufmann Ettlinger im Namen der Chewra und im Namen der Familie der Schwiegersohn des Verstorbenen Dr. Lieben aus Prag. Am Sonntag Nachmittag 4 Uhr fand eine gröhere Trauerfeier in der Synagoge statt, die vollangefüllt war von Gemeindemitgliedern und auswärtigen Gästen. Zunächst sprach Herr Rabbinatsassessor Meier Worte der Würdigung, sodann ergriff Herr Rabb. Dr. Unna, Mannheim, das Wort zu einem ergreifenden Nachrufe im Aufträge des Berliner Rabbinerseminars. Für den Orthodoxen Rabbinerverband sprach Herr Distriktsrabbiner Dr. R. Breuer, Aschaffenburg, deren Reden nachhaltigen Eindruck hinterliehen. Zuletzt sprach noch Herr M. A l t m a n n den Dank der Gemeinde an ihren treuen Führer aus. Mit einem erqreifenden i"»»-Gebete des Herrn Kantor B a r u ch schloß die eindrucksvolle Gedenkfeier. Am Sonntag den 4. November veranstalteten die östlichen Kreise der jüdischen Bevölkerung eine Trauerkundgebung in ihrer Synagoge, wobei angesehene Rabbis ergreifende Hespedim hielten. Karlsruhe, 30. Okt. Am 8. Kislew (16. Nov.) feiert Herr Bezirksrabbiner Dr. Löwen st ein in Mosbach seinen 80. Geburtstag, i»niK?i vw> i'i»' m- Wiesbaden, 4. Nov. Im Alter von 80 Jahren ist hier Elchonon Buchbinder gestorben. Er war ein Mann von echter jüdischer Gesinnung und Lebensführung bis zum letzten Atemzuge. Am Tage, da er seine reine Seele scheiden sah, bereitete er sich auf den Abschied vor wie ein wabrer p'nx und traf aufs kleinste alle Anordnungen bezüglich der niinp. Bei der Bestattung hielt vor einer großen Trauergemeinde Herr Rabbiner' Dr. Kahn einen ergreifenden novn, in dem er die d^s nun des Verstorbenen als Abglanz feines inneren Wesens und frommen Sinnes schilderte. n"uxm Dettelbach (Bayern), 2. Nov. Am nav Parschath feierte Hauptlehrer Mannheimer sein 25 jähr. Ortsjubiläum. Herr Kultusvorstand Sittenheim würdigte in einer Ansprache dessen Verdienste. Eine Deputation der politischen Gemeinde unter Führung des Bürgermeisters Schwarz, Herrn Prälat Lippert, Herrn Finanzamtmann Regierungsrat Hartmann gratulierten. Die Realschülerin Ella Frenkel dankte im Namen ehemaliger Schüler unter Ileberreichung eines Blumenstraußes in gebundener Rede und in launigen Anspielungen auf Wesen und Wirken des Jubilars. Letzterer dankte allen und betonte den Idealismus für das rechte Wirken des jüdischen Lehrers. epor> p Hüttengesatz bei Hanau, 4. Nov. Der diesjährige 14. Cheschwan war für unsere Gemeinde anlätzlich des ersten Jahrzeitstages für den Kaufmann n"» Raphael Lind V'xr ein besonders ernster Tag. Mit besonderer Wehmut aber auch mit stolzen Gefühlen gedachten wir noch der von Herrn Lehrer Ehrenreich in Langenselbold an seinem Grabe gesprochenen Worte für den achtundachtzigjährigen Greis, welche in dem Verse ausklangen: is-?” nH 12^' m« nH ixrv d’-hwd 12» Gleich Adlerschwingen erneuerten sich auch mit jedem Tage seine Geistesschwingen für die Ideale des Judentums. Nicht besser können die in seinem Sinne erzogenen acht Kinder als auch die Gemeinde das Andenken des ehemaligen echt jüdischen Recken ehrn, als wenn sie in seinem vorbildlichen Geiste weiterwirken und die heilige Flamme des jüdischen Eiferers in hellstem Glanze weitcrstrahlen lassen. ^>"xt Bl. Briefkasten. A. Schr. in Sereth. Alle Briefe empfangen, verbindlichen Dank. F. in K. Mk. 320000 und 2 dän. Kronen eingeganqen und verbucht. W. L. in St. Es ist in dem Falle nicht gut raten, besonders wenn man Neigung und Eignung des jungen Mannes nicht kennt. G. P. in Leer. Betreffend Abonnement verweisen wir auf die letzte Nummer. Die Expedition erfolgt regelmäßig an jedem Donnerstag. fodast das Blatt von rechtswegen am Freitag in Ihrem Besitz fein müßte. S. F. in Wien. Oesterr. Kr. 10000 empfangen und dem hiesigen Brotverteilungsverein weitergeaeben. G. P. Eine Annonce kostet Goldmark 1.20 3 Annoncen 3X1.20 3 60 Goldmark. Dr. E. Eh. P. Selbstverständlich war in diesem Fall Bibeltext im Sinne von Bibel au sgabe zu verstehen. Besten Dank! D. R. in H. Unseres Erachtens werden die Mazzotbäckereien ohne weiteres bereit sein allmähliche Anzahlung anzunehmen und zum Goldkurs gutzuschreiben, da »die Aufwendungen für Löhne ja nicht sofort gebraucht werden. Soviel uns bekannt, sind die zuständigen Organifattonen seit läugerem in der Frage tätig, ohne ledoch bisher eine durchgreifende Abhilfe gesunden zu haben. Sprechsaal. Ein Vorschlag zum Mazzesbezug. Die vom Verband der Mazzesbäckereien festgesetzten Preise von 50 bezw. 55 Pfg. für je 1 Pfund Mazzes für 1924 fordern wiederum lauten Widerspruch heraus. Aufgebaut auf reiner Goldwährung ist es unverständlich und ungerecht, warum man die Preise 40—60 o/o höher bemessen hat als im Frieden, zumal die Hauptausgaben, die Weizenpreise (? Red.) und die Arbeitslöhne, bis heute noch lange nicht der Goldwährung angepatzt sind. Es ist unverantwortlich, daß in Ausnutzung der Konjunktur die Preise so exorbitant gegen früher bei 30 und 35 Pfg. willkürlich erhöht wurden. Und wer wollte behaupten, daß bei den alten Preisen die Fabrikanten nicht aus ihre Rechnung kämen? Im Gegenteil, dieser Erwerbszweig war schon früher lohnend und gewinnbringend. Gar mancher Hersteller hat mit dem. Verdienst fast ausschließlich seine Jahresausgaben bestritten. Während früher die Konkurrenz für einen beide Teile befriedigenden Ausgleich der Preise sorgte, setzt jetzt der Verband in einseitig prioatwirtschaftlichegoistischer Weise, ohne Rücksicht aus die Allgemeinheit die Preise fest. Wie wir durch die Not der Zeit vielfach, besonders im Wirtschaftsleben zu den Methoden früherer Zeiten zurückkehren, so sollten auch wir wieder wie unsere Väter die Mazzos selbst fabrizieren. Auf genossenschaftlichem Wege könnten leicht durch Zusammenschluß größerer Kreise die notwendigen Einrichtungsgegenstände beschafft und ein Bäcker angeworben werden. Abwechselungsweise würden dann nach einem Plane in den einzelnen Gemeinden die Mazzos von den Gemeindeangehörigen selbst hergestellt. Dadurch würde die Herstellung bedeutend verbilligt. Auch die geringbemittelten Eemeindemitglieder könnten dann wieder ihren notwendigen Bedarf decken, wozu sie jetzt bei den außerordentlich hohen Syndikatspreisen nicht in der Lage sind. Dieser Antrag wird zur Diskussion in dieser Zeitung gestellt. Breslau, 22. Oktober 1923. An die Redaktion des Israelit, Frankfurt a. M. Der deutsche Mazzetrust diktiert den Mazzeverbrauchern durch die lokalen Verteilungsstellen für dieses Jahr: Sofortige Bestellung und Barzahlung von ‘/2 Goldmark per Pfund Mazzos. Vielleicht nimmt, sich dieser Sache eine jüdische Stelle an, damit es nicht nötig wird, die amtlichen Prüfungs- und Wucherstellen damit zu betrauen. — In der Vorkriegszeit kostete die Mazzo 30 Pfg. pro Psd. bei teuerem Mehlpreise, höheren Arbeitslöhnen, teueren Frachten und eigenem Betriebskapital, das jetzt die Verbraucher i/» Jahr unoerzinst hergeben sollen. Ich begreife nicht, daß sich nicht Kreise gegen diesen empörenden und unwürdigen Zustand in einem so verarmten Lande tatkräftig wenden. Die Aguda Jugend-Gruppe Köln hat Arba Minim für 15—20 Lire zur Verfügung gehabt, die Andern konnten billigst nur mit 40—50 Lire versorgt werden. Fast alle kleineren Provinz- Gemeinden hier waren dieses Jahr ohne Esrog! Der nicht ganz religionsstarke Jehudi wendet sich mit Unwillen von diesem Treiben ab und verzichtet auf den Gebrauch. Oder ist diesen mächtigen Herren nicht beizukommen, wenn nicht die Behörden damit befaßt werden? Mit vorzüglicher Hochachtung <S. S. Mazzenversorgnng 5684. (Zum Rundschreiben des Verbandes der Mazzenbäckereien.) (Von einem Dorfschullehrer.) Milten hinein in die Sorgen des Alltags fliegt das Schreiben des Verbandes der Mazzenbäckereien. Zu einer Zeit, wo der Einzelne nicht die Summen zur Bestreitung der Bedürfnisse des täglichen Lebens auszubringen imstande ist, verlangt der Verband unter allerlei Verklausulierungen Vorauszahlung in Goldmark mit den üblichen Strafbestimmungen. In kurzen Zügen soll zu dem Vorgehen des Verbandes Stellung genommen werden. Zunächst sei die Frage gestattet: Warum tagt der Verband erst zu einer Zeit, in der das ganze wirtschaftliche Leben fluktuiert? Damit soll gesagt sein,: wäre es dem Verbände, dessen Mitgliedern man doch Kurzsichtigkeit in wirtschaftlichen Dingen nicht nachsagen kann, nicht möglich gewesen, schon früher seine Dispositionen zu treffen? Wenigstens hätte man das System der zur Zeit so beliebten Vorauszahlungen schon früher beginne,: sollen, etwa im September, wo Handel und Wandel noch in hoher Blüte standen. Die aus diesen Vorauszahlungen entstehenden Vorteile wären hier den Bäckereien zugute gekommen und man hätte sie ihnen gegönnt. Momentan ist die Aufbringung solcher Summen dem größten Teil der Bezieher unmöglich und wird von Vielen auch nicht geleistet werden, weil ihnen umgekehrt auch die Vorteile einer Markbesserung zugute kommen.

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