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Der Israelit · 1923-09-24 · Heft 39-40 (24.9.1923) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
64 (1923)
Issue
Heft 39-40 (24.9.1923)
Date
1923-09-24
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Nr. 39/40 24. September 1923 i sie sehr nötig, aber sie haben sie nicht, trotz allen Ovationen für die Führer und der gehobenen Stimmung in den letzten Sitzungen. Es hat sich gerächt, daß man ein religiöses Gefühl in eine politische Bewegung verwandelt hat, es ist die Strafe dafür, daß man in einer großen Versammlung über die Jewish Agency verhandelt, in dem kein Platz vorhanden ist für einen Chofez Chajim . . . Das Blatt gibt zum Schluß der Aguda einige gute Ratschläge, auf daß sie nicht in die Fehler der Zionisten verfalle; eine Sorge, die sich das „Morgenjournal" u. E. sparen kann. September-Nachnahmen. Die Schlüsselzahl des Börsenvereins ist am 22. September von 14 Millionen auf 35 Milli oneu erhöht worden. Wir beschränken uns darauf, für September freibleibend statt der angekündigten 7 Millionen nicht 17V2 Millionen, sondern einstweilen nur 10 Millionen zu erheben, in der Hoffnung, daß der September- Durchschnitt nicht höher ansteigen wird. Frankfurt a. M.. 24. Sept. 1923. Verlag des „Israelit" G.m.b. H. Vermischtes. Alsfeld, 23. Aug. Wir werden um Ausnahme folgender Notiz ersucht: Hessen. Es sei hierdurch allen Kollegen mitgeteilt, daß wir für die Provinz Starkenburg einen Bezirksrat geschaffen haben, dessen Aufgabe darin besieht, alle Verhandlungen der Lehrer mit ihren Gemeinden und mit den betr. Kreisämtern zu führen. Es ist von heute ab kein Kollege mehr berechtigt, allein diese Verhandlungen zu führen. Die Kollegen mögen sich daher mit ihren Anliegen an den Bezirksrat, der von Herrn Kollegen Kahn-Höchst i. O. geleitet wird, wenden und mögen selbst durch strengste Disziplin und genaue Ausführung unserer Anweisungen dazu beitragen, daß wir Erfolge zu erzielen vermögen. Die gleichen Bestimmungen gelten auch für Oberhessen, wo Herr Kollege Kahn-Alsfeld dazu beauftragt ist, diese Verhandlungen zu führen. Gleichzeitig wollen alle sich nach Hessen meldende Lehrer an obige Stellen um Auskunft wenden. Porto ist stets allen Anfragen beizufügen. Die Arbeitsgemeinschaft der isr. Lehrervereine in Hessen. Kahn - Alsfeld, Simon - Darmsladt. Mainz, 4. Sept. Am Sonntag, den 22. Elul, erstattete der Delegierte der hiesigen Agudas Jisroel- Ortsgruppe, Herr Hugo I. Lahn, ein Referat über den Verlaus und die Ergebnisse der Kenessio Eedaulo. Die Versammlung, die sehr gut besucht war und von dem Vorsitzenden Herrn Rabbiner Dr. B o n d t eröffnet, wurde, Lauschte mit lebhaftem Interesse und großer Anteilnahme dem Redner, der in mehr als einstündigem fesselndem und begeistertem Vortrag über Wien berichtete. Das Referat, das in der Vorhalle der Synagoge stattfand, mußte, da die Minchohzeit bereits überschritten war, vorzeitig abgebrochen werden und wird der Referent demnächst seinen Bericht fortsehen. Herr Rabbiner Dr. Bondi schloß die Versammlung mit tiefempfundenen Worten, die auf die Bedeutung der Agudas Jisroel und insbesondere der Kenessio Eedaulo in Verbindung mit den bevorstehenden Jomim Nauroim hinwiesen. Die Ortsgruppe hofft in aller Kürze eine umfassende Tätigkeit in Anlehnung an die Wiener Beschlüsse aufzunehmen. Briefkasten. Z. F. in Bamberg. 6 Millionen eingegangen und Ausgabe gemäß verwendet. frankfurter Berichte. Moses Simon Vst- Nach schweren, heroisch ertragenen Leiden eines ganzen Jahres ist in den heiligen Tagen Schuhmachermeister Simon erlöst worden. Eine Gestalt, um die uns alle Völker der Erde beneiden können, ein jüdischer Handwerker im edelsten Sinne ist mit ihm dahingegangen: ein Mann der stillen, bescheidenen Handarbeit, die durch das Licht einer nur aus Tradition und Thora zu schöpfenden Gottesfurcht geadelt und zum Gottesdienst verklärt ward. Dem Gottesdienst im engeren Sinne war der Verstorbene insbesondere in der Leitung der ihm ans Herz gewachsenen nnnn IVOD hingegeben, deren Vertreter die Herren Korn und N o w a k an der Bahre warme, ergreifende Worte zur Charakterisierung des Heimgegangenen fanden, indem sie seine Kinder zur Heiligung des teuren Andenkens ihres wackeren Vaters ermahnten. u"3JDm Der Israelit Inhaltsübersicht. 1. Leitartikel: Von der Hütte des Festes und des Lebens.- 2. Wochenrund schau: Ellis Island. — Eine Erkenntnis. — 3. Homiletik: Von Dr. M. Lewin in Hamburg. „Nur am 15. Tage des 7. Monats". — Von Rabb. Dr. B. Cohen in Berlin: Aktuelles aus Jesaja. — 4. Kleines Feuilleton: Der Ursprung des „Mögen Dovid". — (Die neue Zeitrechnung). —5. Aufsätze: Bei König Feisul und Emir Abdullah. — Jerusalem auf der Kenessio Eedaulo. — Die Zukunft des deutschen Judentums. — 6. Korrespondenzen und Ä a chrich t en. — 7. Personalien. — 8. Vermischtes. — 9. Briefkasten. — 10. Frankfurter Berichte. — 11. Vereinskalender. — 12. Gebetzeiten. — 13. Literarische Warte: Prusbul. — Von Dr. med. Willy Hofmann in Frankfurt a. M.: Die '.Bedeutung der MedDin im jüdischen Leben. — Bücherbesprechungen. — 13. Feuilleton-Beilage: Von S. Gordon: Die vier Elemente. — Den Rosengärten entgegen. — Von Armen, Reichen und Geizhälsen. — (Jerusalemer Haudelslage). — 14. Kinderecke: Jerusalemer Geschichten. Wom Winterplarre des Wekor Gijajim. Der Lehrplan für das Wintersemester 1923/24 ist im Inseratenteil der heutigen Nummer in vollem Umfange veröffentlicht, woraus auch an dieser Stelle hingewiesen sei. Da eine Versendung an die Mitglieder dieses Jahr nicht stattfinden kann, empfiehlt es sich, zwecks Orientierung das Inserat a u s z u - schneiden. Für die Festwoche sind folgende Vorträge vorgesehen: Am ersten Tag Sukkaus, eine Stunde vor Nacht im Hörsaale Friedberger Anlage Midraschvortrag des Herrn Red. Schachnowitz. Am D"mn 4 Uhr nachm, spricht im Vereinslokale Herr Dr. W. H ofmann über Koheleth. Am rwfrnn roitf werden die fiy-vorträge des Herrn Red. Schachnowitz nachm. 4 Uhr im Vereinslokale wieder ausgenommen. d Ebenso werden vom genannten Sabbat an die Mikrovorträge Freitagabend nach Schul im Hörsaale Friedberger Anlage stattsinden. Kaufchauoraöüo Lernen. Das Hauschanorabbolernen des Mekor Chajim im Vereinslokale, Langestr. 18, beginnt Sonntag nacht, den 30. September, präzis 9 Uhr. Anmeldungen an den Vorstand erbeten. Israelitischer Arotverteikungsverein. Gedrängt durch den erschreckend hohen Brotpreis und die Armut breiter Schichten der Bevölkerung, appelliert der Vorstand an mildtätige Hände und Herzen und bittet, ihm zu helfen in dieser schweren Zeit der Not durch rasche und ausgiebige Spenden auf Postscheckkonto 53 934 des Vereins. Vereinskalender. Verein Wekor Hhajim. Samstag, nach Schul: „Dinim"; Herr Rektor Falk, — nachm. 4Uhr, im Vereinslokale: „Mikro"; D"nn Herr Dr. W. Hofmann (Kohelet). Sonntag vorm. 91/* und Dienstag 1 Stunde vor Minchoh, „Gemoro". Herr R. A. G. Posen. Dienstaag niDD '« aöenb, eine Stunde vor Nacht im Hörfale „Midrasch", Herr Red. SchachnowiL. Donnerstag: 1 Stunde vor Mincho „Mischna"; Herr Rektor Falk. (Freitagabend nach Schul im Hörfale), Herr Red. S. S ch a ch wow i tz. Samstag, 6. Oktober, nachm. 4Uhr im Vereinslokale upy» py, Herr Red. Schachnowitz. Allmorgendlich Mischnalernen, allabendlich Schaßlernen, Herr H. Halpern. Jahrzeit Stiftungs-Lernen: Dienstag, 25. Sept.: EmanuelLandau-Stiftung. Donnerstag, 4. Oktober: Johanna Bickhardt geb. Frank-Stiftung und Bertha Benjamin geb. Leiter-Stiftung. Samstag, 6. Oktober: Jacob L. Sänger-Stiftg. Mittwoch, 10. Oktober: Max Bier-Stiftung. Agudas Iisroet-Iugendgruppe. den 8. Sept. Vorm. rotD «1D1 für Fortgefchr., Herr Dr. I. Posen, Am Tiergarten 42. — 7211—1/ol2 Uhr, Kizzur Schulchan Aruch, Herr Louis Kahn. — 7211—72 12 Vorm. Tenach, Herr Dr. W. Hofmann, Eschenheimeranlage 1 pt. — 12—1 Vorm. □TOB ‘di für Fortgefchr., Herr Halpern. — 12—1 Dorm. Herr Lehrer Hirschberg. — ^3—4 Nachm. üinDQ 'Dl für Anfänger, Herr Dr. Rothschild. — 4—5 Uhr, Gemoroh Maued Koton, Herr Dr. W. Hofmann. — 7sä2—3 Uhr nachm., cm nn (Hilchaus Schabbos), 3—79.5 Uhr nachm., Pirke Owaus, 7s5—7s? Uhr nachm., Raschi, Herr M. Nowak, anschließend Minchoh/ Sonntag, 7—8 Vorm. nwD. HerrDr.Rothschild. — min ly inan für Anfänger, Herr Leopold Oppenheimer. Sonntag, Donnerstag und Freitag. 8—7210 Uhr abends Gemoroh „Brochaus" im D"D Schwanenftr. 8, Herr M. Nowak. Donnerstag und Freitag, 7—1/28 Dorm. vfirtfD «iDI, Herr Dr. S. Ehrmann. Donnerstag und Freitag, 7—V28 Uhr Dorm. Dl« m Herr Gerson Schn erb. Agudas Zirsroek-Wädchengruppe. N2V, 1ld2—1hl Vorm., D^nn, Herr Louis Kahn. — 4—5 Nachm., rnin, Herr A. Hirschberg. ZSeshamidräsch, Htterrdstraße 18. Sonntag vorm, von 8-72IO Uhr, Dienstag, Mittwo.ch und Donnerstag abends 10 Uhr:»Gemoro" ndd «Dd; Herr Rechtsanwalt Dr. Breuer. Alltäglich zwischen nn:D und m^D: Dl« ‘rr Herr Rosenzweig. Ieire Emune Aisroek Samstag 5Va: DD« nie, Rabb. Benzion Berm a n n. Sonntag 872—972: DW«1Ü min. Montag und Mittwoch 8'/2—9*/»: jmrtfD Dienstag 872—972: cron Donnerstag 8*/2—972: -i^y i-in Liwjaly Gßerr-Vereirr. Samstag nachm, nach „Minchah" im Hörsaale FriedbergerAnlage, Herr Prof. Dr. Sulzbach. D"^'Aerein. Alltäglich von Sonntag bis Donnerstag abends 72? Uhr: «Dl' 'DD und Samstag 4 Uhr nachm.; Herr Rabbiner S. Weber. Hakttud-Hyora-Merei«. Vereinslokal: Hörsaal Gemeinde- Synagoge Börneplatz. Samstag, 11—12 Uhr: „Schulchan-Aruch"; Herr S. Unna. - 37. Uhr: „Raschi z. Wochenabschnitt": Herr Rabb.-Ass. Lipinsky. — Nach Minchoh: „Mikro": Herr S. Unna. — 1 Stunde vor Nacht: Vortrag im Hörsaal,. Herr Kantor I. B. L e v y. Sonntag, 97s Uhr vorm.: „Gemoro"; Herr S. Unna. Montag, nach Minchoh: „Ein Iakauw"; Herr S. Unna. Dienstag, 87< Uhr abends: „Nwiim"; Herr GL Unna. Don Sonntag bis Freitag vorm, nach Schul: „Mischna"; Herr Oberkantor E. Groß bezw. „Schulchan Aruch"; Herr S. Unna. Fortbildungs-Schiurim von Herrn Rabb.. Dr. Jakob Hoffmann. Sonntag früh nach Schul, Sonntag bis Donnerstag jeweils 874 Uhr: „Gemoro". Dormittags-Fortbildungsunter-rich t von Herrn Rackow bezw. Herrn S. Unna. Sonntag bis Freitag vorm. v. 9—11 Uhr: „Gemoro". Sonstige Fortbildung sschiurim für junge Leute und Knaben. Täglich mehrere Stunden in kleinen Abteilungen. Anmeldungen und Anfragen an Herrn Ad. , Dorfzaun, Am Tiergarten 52, II. (H. 4878). Schrurim in der Synagoge Hermesweg. Von Montag bis Freitag vorm, nach Schul: „Mischna; Herr Herm. Hirschberg bezw. „Schulchan Aruch"; Herr Emil Gottlieb. cheöetzeiteu. 2TDD Vorabendgottesdienst 6.25 Morgens 8.— Nachmittags 4.30 Abends 1. und 2. Tag 7.05. D"mn rw F reitag abend 5.45. Samstag morgen 8.—. Samstag nachmittag 4.30. Samstag abend 7.—. Wochengottesdienst: Morgens 6.15. N achmittags 5.30. Es ist ausschließlich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Schumann.Cheafcvl 7'/- Uhr 7'h Uhr . SiavfffQin-Safffpiet Sonntag Nachmittag, 3 Ahr: Große Familienvorstellung. — Kleine Preise — Ganzes Programm — Sroß-!franfefs5rf1[I Anfang 8 Uhr 8 Uhr WEINKLAUSE Karl Rolf, Lisfy Becker, Willi Rosen, Richard Hirte, Fried! Heinz «. Jngeborg Malström in „Das Getuschel". TANZPALAIS Zwei Barleys, Eltzoff-Truppe, rufstfches Balett. Einlaß 8»/- Uhr — Abendanzug erbeten. WIENER-KAFFEE Täglich Konzert — — — — Eigene Konditorei. *”*a Verantwortlich für den allgemeinen Teil und das Feuilleton: S. Schachnowitz; Aguda-Beilage: Dr. S. Ehrmann; Inserate i. V.: S. Schachnowitz, sämtlich in Frankfurt«. M.; Pädagogische Beilage: Lehrer I. Spiro in Fulda. — Verlag „Israelit", G. m. b. H., Frankfurt a. M. Druck: Hermon Verlags-Aktiengesellschaft, Frankfurt a. M.

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