Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1923-09-17 · Heft 38 (17.9.1923) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
64 (1923)
Issue
Heft 38 (17.9.1923)
Date
1923-09-17
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2446951-2450238-2450272--70778-2528079
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

17. September 19231 Nr. 38 Seite 8 Der Israelit welch schweren Bedingungen die Arbeit angefangen Erde und wie dennoch beträchtliche Erfolge erzielt werden konnten. Die Sowjetmacht, die überhaupt sehr beschränkte Mittel für Gesundheitsschutz aufwenden kann, unterstützt nur organisierte Gruppen der Arbeiter¬ und 'Fachvereinigungen. , Da die jüdischen Massen keiner Klasse angehören, waren sie in dieser Beziehung sehr schlimm daran. Dieser Masse hat nun „Ozo" medipnische Hilfe gebracht. Besonders berücksichtigt wurden die medizinischen Einrichtungen in den jüdischen landwirtschaftlichen Kolonien in Südrutzland. Die grötzte Arbeit wurde den Kindern geleistet. In seinem Bericht schätzte Dr. Gran die Verluste der russischen Juden im Weltkrieg auf 50 000 Tote, 100 000 Invalide; 200 000 Witwen und Waisen sind verblieben. Dazu kommt eine Million Flüchtlinge, die zusammen . ein Vermögen von etwa drei Milliarden Eoldrubel eingebicht haben. In den Jahren 1918 bis 1920, da Bürgerkrieg und Pogrome das Land durchtobten, hat sich die Zahl der Geburten um 150 000 Seelen vermindert. In den Pogromen sind 100 000 Seelen umgekommen, wonach wieder 100 000 Witwen und Waisen verblieben sind. Die Pogrome haben noch ungezählte Verletzte und Invalide gebracht. An Hunger sind (1921-22) 100 000 Juden gestorben. Alle diese Ursachen haben die jüdischen Volkskräfte zerstört. Die Krankheiten haben sich in ungeahntem Matze ausgebreitet. Nur eine starre Organisation kann hier, wie Prof. Rosenthal ausführte, Hilfe schaffen. Als solche soll „Oze" gelten, die hierzu die internationale Anerkennung des Völkerbundes, des Roten Kreuzes und der anderen internationalen Instanzen erhalten soll. Die Hauptaufgabe soll die sanitär-prophylaktische Tätigkeit sein, die Hauptaufmerksamkeit der physischen Gesundung der jungen Generation (Kinder- und Mutterschutz, Schulhygiene, Sport usw.), dem Kampf mit den sozialen und spezifisch jüdischen Krankheiten (Tuberkulose, Trachom, Vavus usw.) gewidmet werden. Berlin, 6. Sept. Mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse findet die Delegiertentagung des Jüdischen Frauenbundes und die Jüdische Erziehungskonferenz, die gemeinsam von der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden und dem Indischen Frauenbund veranstaltet wird, nicht in Frankfurt a. M., sondern in Berlin im Plenarsaal der Jüdischen Gemeinde, Rosen st ratze 2/4, statt und zwar: die Delegier tentagung des Jüdischen Frauenbundes Sonntag den 7. Oktober Abend und Montag den 8. Oktober. Die „Jüdische Erziehungskonferenz" beginnt am Montag Abend den 8. Oktober und endet am Mittwoch den 10. Oktober. Im Anschlutz daran findet am 10. Oktober auch eine Frauentagung der Logen statt. — Anmeldungen zu den beiden ersten Tagungen sind schon jetzt an Frau Henriette May, Berlin, Rosenstratze 2/4 zu richten. Budapest, 10. Sept. Die Statistische Zentralstelle in Budapest veröffentlichte die Ergebnisse der letzten Volkszählung. Demgemäß leben in Ungarn 7,980,143 Menschen. Die Zahl der Juden beträgt 473,310, also 5,9 Prozent der Gesamtbevölkerung. Der Zuwachs der Juden hat sich in den letzten Jahren auffallend verringert; er beträgt nur 0,4 Prozent. Seit der Herrschaft Bela Kuns haben sich allerdings nicht weniger als 16,000 Juden taufen lassen. Briefkasten. L. L. in Wo erth a. S. Sie schulden uns noch Frs. 12 bis 31. Dezember 1923. B. O. in Luxemburg. Wir geben dieses Jahr keine Kalender ab. M. R.. My s l ew i c e. Mk. 500000 für Abonnement eingegangen. Keren Hatauro. Frs. 20 eingegangen von L. R. in Straßburg. S. H. in Heidelberg. Sie schulden uns noch Mk. 4 500 000 Anzahlung September. Familiennachrichten. Barmizwoh: Kurt, Sohn des Herrn Leop. Flamm, Nürnberg. frankfurter Berichte. Agudas Iisroek Irrgerrdgruppe. Die Jugendgruppe Frankfurt hat 50 Arba Minim zum Preise von Lire 12 pro Garnitur «halten. Infolge der beschränkten Anzahl, können die-!«ben nur an männliche Mitglieder der Jugendgruppe Abgegeben werden. Interessenten bitten wir, sich sofort an den Vorstand der A. I. I. Hanauer Landstr. 17 Zu wenden. Weitere Mitteilungen betreffs Ausgabe usw. werden durch Anschlag im Lokal der Jugendgruppe bekanntgegeben. Falls mehr als 50 Anmeldungen vorliegen werden, lltIlß eine Verlosung stattfinden. Inhaltsübersicht. 1. Leitartikel: Versöhnung. — 2. Homiletik: Von Rabb. Dr. 23. Cohen in Berlin: Aktuelles aus Jesaja. — 3. Kleines Feuilleton: Das Jahr 3684 in kalendarischer tinsicht. — 4. Artikel: Die Sabbatfrage auf der Kenessio edaulo. — 5. Korrespondenzen und Nachrichten.— 6. Personalien. — 7. Vermischtes. — 8. Briefkasten. — 9. Familiennachrichten. — 10. Frankfurter Berichte. — 11. Vereinskalender. — 12. Gebetzeiten. — 13. Feuilleton-Beilage: Jomkippur im litauischen Städtchen. — Den Rosengärten entgegen. — Der Vorstand der Agudas Jisroel-Jugendgruppe gibt bekannt, datz auf Rechnung der Jugendgruppe eine Garnitur Arba Minim beschafft worden ist, wodurch jedes Mitglied morgens bis 9 Uhr in unserem Vereinslokal Hanauerlandstr. 17 Gelegenheit hat. Lulow zu benschen. Kür Messeöesucher! Die Agudas Jisroel-Jugendgruppe stellt ihre Lokale wie im vorigen Jahre ayH dieses Jahr wieder den auswärtigen Gästen gerne zur Verfügung. Sie finden in unseren Lern-, Lese- und Klubsälen die beste Gelegenheit, nach des Tages Mühen sich nach Bedarf mit Lernen, Lesen oder Spielen zu zerstreuen. Are Gokdmark. > Wir machen auf diesem Wege noch einmal darauf aufmerksam, daß ein viertel Goldmark noch für das letzte Vierteljahr zu zahlen ist. Die Mitglieder werden höflichst gebeten, sich ihrer Schulden recht bald zu entledigen und dürfte es bei zunehmender Geldentwertung für sie nur zum Vorteil gereichen, baldigst den Beitrag zu entrichten. Aas Krredrich Louifen-Kosprz. Das Friedrich - Luisen - Hospiz, Bad Dürrheim, das in den Sommermonaten wieder überaus stark besucht war, geht nunmehr der Wintersaison entgegen. Es ist auch dieses Jahr Vorsorge getroffen, datz das Haus den ganzen Winter geöffnet bleibt und sind bekanntlich die Winterkuren besonders zu empfehlen, da zu dieser Zeit das Haus nicht so sehr besetzt ist. Die Eltern von Kindern und erwachsenen Mädchen, denen Winterkuren in der Soolbadanstalt Friedrich- Luisen-Hospiz, Bad Dürrheim (Schwarzwald), (mit Inhalatorium und Höhensonne) verordnet sind, geben sich nun vielfach der Meinung hin, datz die Anmeldung nicht beschleunigt zu werden brauche und nach Belieben die Ferienzeit in den Monaten Dezember und Januar gewählt werden könne. Die Verwaltung sieht sich daher veranlaßt, darauf hinzuweisen, datz im vorigen Winter die Anstalt von Dezember bis Ostern voll besetzt war und zahlreiche Anmeldungen unberücksichtigt bleiben mutzten. Es empfiehlt sich daher, für Winterkuren, deren besonders günstige Erfolge anerkannt sind, möglichst schleunigst die Anmeldung vorzunehmen und nicht gerade die Ferien zu bevorzugen, sondern schon die sehr geeigneten Monate Oktober und November, in denen der ruhigere Betrieb bei nicht vollbesetztem Hause für manche Kinder, namentlich nervös erregbare, besondere Vorteile bietet. Für diese Zeit ist auch der Aufenthalt für erwachsene Mädchen sehr zu empfehlen. Vereinskalender. Verein Wekor Ehajirn. Samstag, nach Schul: „Dinim"; Herr Rektor Falk, — nachm. 4x/2 Uhr, im Vereinslokale: „Mikro"; Samstag, 15. Sept., Herr Leopold Schwab; Samstag, 22. September, Herr Dr. Rothschild. Sonntag vorm. 9^4 und Dienstag 1 Stunde vor Minchoh, „Gemoro". Herr R. A. G. Posen. Montag und Mittwoch abends 7 Uhr. „Gemoro". Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. Donnerstag: 1 Stunde vor Mincho „Mischna"; Herr Rektor Falk. Allmorgendlich Mischnalernen, allabendlich Schaßlernen. Herr H. Halpern. Jahrzeit Stiftungs-Lernen: Mittwoch, 19. Sept.: Jsak Rothschild-Stiftung. Freitag, 21. Sept.: Moses Aumann-Stiftung. Agudas Arsraet-Augendgrnppe. rattf den 8. Sept. Vorm. rDlD inDl für Fortgeschr., Herr Dr. I. Posen, Am Tiergarten 42. — 1kll—* 1lol2 Uhr, Kizzur Schulchan Aruch, Herr Louis Kahn. — Vs 11—Vs 12 Vorm. Tenach, Herr Dr. W. Hof mann, Eschenheimeranlage 1 pt. — 12—1 Vorm. aT!DB 'Dl für Fortgeschr., Herr Halpern. — 12—1 Vorm. Herr Lehrer Hirschberg. — ^3—4 Nachm. □,inDD ‘Dl für Anfänger, Herr Dr. Rothschild. — 4—5 Uhr, Gemoroh Maued Koton, Herr Dr. W. Hofmann. — 1k2—3 Uhr nachm., cna v>n (Hilchaus Schabbos), 3—^.5 Uhr nachm., Pirke Owaus, 1l25—1hJl Uhr nachm., Rafchi, Herr M. Nowak, anschließend Minchoh. — 1iS Uhr nachm., Vortrag Volksbildungsheim. Thema: crDi □wnn Referent Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Sonntag, 7—8Vorm.?MD,HerrDr. Rothschild. — min yj für Anfänger, Herr Leopold Oppenh eimer. Sonntag, Donnerstag und Freitag, S—1/2l0 Uhr abends Gemoroh „Brochaus" im Schwanenstr. 8, Herr M. Nowak. Donnerstag und Freitag, 7—1/28 Vorm. mniD jnDJ* Herr Dr. S. Ehrmann. Donnerstag und Freitag, 7—V28 Uhr Vorm. □"IN m Herr Gerson Schn erb. . Agudas Aisroet-Mädchcngruppe. rot£N V2I2—Val Vorm., D'tfnn, Herr Louis Kahn. — 4—5 Nachm., min, Herr A. Hirschberg. Zzeshamidrasch, Hstcudstraße 18. Sonntag vorm, von 8—'/2IO Uhr, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag abends von 1 /29—10 Uhr: „Gemoro" Nßp *02; Herr Rechtsanwalt Dr. Breuer. Alltäglich zwischen nwD und 2^D: ma ‘n Herr Rosenzweig. Zeire Emirne Iisroek Samstag 5‘/s: rVQN ’ip’iD, Rabb. Benzion Bermann. Sonntag 8V2—9Va: cwN"in min- Montag und Mittwoch 8'/s—9'/-: pYiniD Dienstag SVa—9Va: □'O’H Donnerstag 8V2—9l/a: nn Lirvjath tzhen-Derein. Samstag nachm, nach „Minchah" im Hörsaale FriedbergerAnlage, Herr Prof. Dr. Sulzb a ch. O"^-Werein. Alltäglich von Sonntag bis Donnerstag abends V*7 Uhr: kdv> ‘dd und Samstag 4 Uhr nachm.; Herr Rabbiner S. Weber. Hatmud-Wora-Werein. Vereinslokal: Hörsaal Gemeinde- Synagoge Börneplatz. Samstag, 11—12 Uhr: „Schulchan-Aruch"; Herr S. Unna. — 3*/4 Uhr: „Raschi z. Wochenabschnitt"; Herr Rabb.-Ass. Lipinsky. — Nach Minchoh: „Mikro"; Herr S. Unna. — 1 Stunde vor Nacht: Vortrag im Hörsaal, Herr Kantor I. B. L e v y. Sonntag, 9'/s Uhr vorm.: „Gemoro"; Herr S. Unna. Montag, nach Minchoh: „Ein Jakauw"; Herr S. Unna. Dienstag, 8V4 Uhr abends: „Nwiim"; Herr S. Unna. Don Sonntag bis Freitag vorm, nach Schul: „Mischna"; Herr Oberkantor E. Groß bezw. „Schulchan Aruch"; Herr S. Unna. Fortbildungs-Schiurim von Herrn Rabb. Dr. Jakob Hoffmann. Sonntag früh nach Schul, Sonntag bis Donnerstag jeweils 8V4 Uhr: „Gemoro". Vormittags-Fortbildungsunterricht von Herrn Rackow bezw. Herrn S. Unna. Sonntag bis Freitag vorm. v. 9—11 Uhr: „Gemoro". Sonstige Fortbildungsschiurim für junge Leute und Knaben. Täglich mehrere Stunden in kleinen Abteilungen. Anmeldungen und Anfragen an Herrn Ad. Dorfzaun, Am Tiergarten 62, II. (H. 4878). Schiurim in der Synagoge Hermesweg. Von Montag bis Freitag vorm, nach Schul: „Mischna"; Herr Herm. Hirschberg bezw. „Schulchan Aruch"; Herr Emil Gottlieb. Geöetzeiten. Jom Aippur Verbot des Essens 6.30 Vorabend (2iol Nidre) 6.45 Ausgang (Schemas) 7.10. m«n row Freitag abend 5.55. Samstag morgen 8.—. Samstag nachmittag 4.30. Samstag abend 7.10. N)ochengottesdienst: Morgens 6.15. Nachmittags 6.- Es rst ausschließlich Sache der Leser, die iin Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Die Zeire Emune Jisroel Ortsgruppe Halberstadt wünscht ihrem'Gönner Herrn KM. Dr. Auerbsefi, Hafberstadl ' ein herzlich 21V xi 'W 0 ax <1 xx xx e aa für den Lubawitzer i") und seine 3 in Russland und Palästina nimmt entgegen Pliiiigaga W©I#f* a« Schwanenstrasse 6 Postscheck-Konto 55043. Verantwortlich für den allgemeinen Teil und das Feuilletons E. , « ch a ch n o w itz; Aguda- Beilage: Dr. G. Ehrm an n; i. V.: S. S ch ach nowih, sämtlich in Frankfurt a. M.; Vadagogl,che Beilage: Lehrer I. Spiro in Fulda. — Verlag ,,Israelit", G. m. b. H., Frankfurt a. M. Druck: Hermon Verlags-Aktiengesellschaft, Frankfurt a. M.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.