Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 64 (1923)
- Issue
- Heft 33 (16.8.1923)
- Date
- 1923-08-16
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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16. August 1923 Der Israelit Nr. 33 Seite 7 Der XIII. ZionUtenkengrro. Karlsbad., 7. August. In der Eröffnungsrede betonte W e i z m a n n , daß die neue englische Regierung gewillt sei, das dem jüdischen Volke gegebene Versprechen zu halten. Das Verhältnis zu den Arabern hybe sich inzwischen gebessert. Es besteht Hoffnung, die Emigration nach Palästina zu fördern. Er rühmt die Opferwilligkeit der Amerikaner, durch die allein die Wirtschaftskrise überwunden wurde und geht gleich aus sein Ziel los: die Heranziehung weiterer Kreise zu den Arbeiten des Zionismus. Darauf spricht S o k o l o w hebräisch über die Chaluzim und die Entwicklung Palästinas. Auch er unterstreicht die Tatkraft der Amerikaner und bucht auch die Wahlresultate in Polen als Erfolg des Zionismus. Wie Weizmann hält auch er die Heranziehung von Nichtzionisten zur Jewish Agency für unumgänglich. Es folgen Begrüßungen und Ansprachen, u. a. auch Begrüßungsschreiben vom Präsidenten und vom Außenminister der tschechoslovakischen Republik und von Herbert Samuel. Darauf hielt Joseph Löwen eine Gedächtnisrede auf Mar Nordau. Es folgen die Wahlen ins Präsidium, deren Resultat in der letzten Nummer bereits mitgeteilt ist. SttmSitUtt. Die rage der Minderheiten. Bukarest, 5. Aug. Offiziell wird bekanntgegeben, daß vorigen Sonntag eine Delegation des Völkerbundes, bestehend aus drei Personen, in Rumänien angekommen ist, die die Aufgabe hat, sich mit der Lage der nationalen Minderheiten bekannt zu machen und zu prüfen, ob die Beschlüsse des Völkerbundes auch hinsichtlich der Rechte der Minderheiten eingehalten werden. (Wegen Raummangel mutzte eine Reihe Berichte und Korrespondenzen zurückgestellt werden). Inhaltsübersicht. 1. Leitartikel: Agudas Jisroel als Aufgabe und Verwirklichung. — 2. Wochenrundschau: Bialikverehrung und Sabbatentehrung. — Die ersten Folgen. — 3. Homiletik: Einiges über die Armenpflege im allen Israel. — 4. Kleines Feuilleton: Der Ursprung des „Mögen David". — 5. A u fsätze: Kritische Betrachtung von Hauptlehrer a. D. S. Kissinger in Urspringen: Selbstachtung. — 6. Korrespondenzen u. Nachrichten: Frankfurt a. M. (Esrogim und Lulowim). — Karlsbad (Der 13. Zionistenkongreß). Bukarest (Die Lage der Minderheiten). — 7. Feuilleton-Beilage: Bon Jacob Israel de Haan in Jerusalem: In Emirskleidern. — 8. Kinderecke: Von Michael Sachs: Hillel und der East. — 9. Personalien. — 10. Frankfurter Berichte. — 11. Vereinskalender. — 12. Gebetzeiten. Briefkasten. Lehrer I. W. in R. Die Anekdote ist nicht übel, doch dürfen wir die Gemeinde, die hierbei bei Namen genannt werden mützte, nicht beleidigen. Besten Dank! Kantor P. in F. Sie schulden noch 45000 321. bis 31. September. Familiennaä,richten. Barmizwo. Ludi, Sohn des Herrn Moritz Steigerwald. Ostendstratze 49. Synagoge Böneplatz. — Rüben, Sohn der Frau Bertha Grodzinski. geb. Feidel, bei Hermann Löb, Neue Rothofstratze 23. Synagoge Unterlindau 23. — Hans Siegfr., Sohn des Herrn Friedr. D. Weil, Grüneburgweg 41. Synagoge Unterlindau 23. Es ist ausschließlich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Scfiumann'Cheofev 71hiXf)t Das wunderbare 7 /, Uhr?litguff~Spes!afifä$en~$pogi*amm Sonntag Nachmittag, 3 Uhr: Große Familienvorstellung. — Kleine Preise — Ganzes Programm — 335? &voß~&varthfuvf Ä,»7 WEINKLAUSE Karl Rolf, Lilly Becker, Willi Rosen, Richard Hirte, Friedl Heinz u. Ängeborg Malström in „Das Getuschel". TANZPALAIS Zwei Barleys, Eltzoff-Truppe, russtsches Balett. Einlaß 8'/, Uhr — Abendanzug erbeten. WIENER-KAFFEE Täglich Konzert -- — — — Eigene Konditorei. i778a Die Zeichnung auf die wertbeständige Anleihe des Deutschen Reiches nimmt am 15. August ihren Anfang. Im Anzeigenteil dieser Nummer werden die Bedingungen für die Zeichnung bekanntgegeben. Danach lauten die Stücke sowohl auf Dollar als auch auf Mark, und zwar werden Stücke von 1 Dollar bis zu 1000 Dollar ausgefertigt. Die großen Stücke von 1000 Dollar bis zu -10 Dollar einschließlich tragen 6 Prozent Zinsen, die jährlich zahlbar sind. Die Stücke von 5 Dollar abwärts werden ohne Zinsscheine ausgesertigt. Sie werden im Jahre 1935 zu 170 Prozent, also mit einem Aufschläge von 70 Prozent zurückgezahlt, die großen Stücke hingegen nur zum Nennwerte, d. h. zu 100 Prozent. Ein Anleihestück über 10 Dollar würde also im Jahre 1935 mit dem Gegenwert von 10 Dollar, berechnet nach dem New-Porker Wechselkurse, zahlbar sein; ein Stück über 1 Dollar mit dem Gegenwert von 1,70 Dollar. Um den Zinsenbedarf für eine Anleihe bis zu 500 Millionen Mark Gold zu deckend sieht ein von der Reichsregierung den gesetzgebenden Körperschaften vorgelegter Gesetzentwurf die Ermächtigung für die Reichsregierung vor, Zuschläge zur Vermögenssteuer zu erheben. Zur besonderen Sicherung der Kapitalrückzahlung ermächtigt der Gesetzentwurf die Reichsregierung, die einzelnen Vermögenssteuerpflichtigen nach dem Verhältnis ihres steuerbaren Vermögens zur Aufbringung des Kapitalbedarfs heranzuziehen. Demnach sind Zinsen und Kapitalrückzahlung der Anleihe durch die Gesamtheit der deutschen Privatoermögen sichergestellt. Die Anleihe ist zudem mit besonderen steuerlichen Vorzügen ausgestattet: Selbstgezeichnete Anleihe ist von der Erbschaftssteuer frei; auf Umsätze in der Anleihe ist keine Börsenumsatzsteuer zu entrichten. Die Einzahlung auf die neue^ Anleihe kann in hochwertigen Devisen, in Dollarschatzanweisungen oder m Mark (aus Grund des New-Porker Wechselkurses) vorgenommen werden. Erfolgt sie in Devisen oder Dollarschatzanweisungen, so beträgt der Zeichnungskurs bis auf weiteres 95 Prozent, erfolgt sie in Mark, 100 Prozent. Eine Erhöhung des Zeichnungspreises bleibt Vorbehalten. Zeichnungsstelle ist die Reichsbank, ferner fungiert eine große Anzahl von Banken, Bankfirmen und sonstigen Geldinstituten als Annahmestellen für die Zeichnung. Es kann aber der Zeichner auch jede andere nicht als Annahmestelle bestellte Bank oder Bankfirma mit der Zeichnung beauftragen. Verantwortlich für den allgemeinen Teil und das Feuilleton: S. Schachnowitz; Aguda-Beilage: Dr. S. Ehrmann; inferate i. V.: S. Schachnowitz, sämtlich in Frankfurt a. M.; lädagogifche Beilage: Lehrer I. Spiro in Fulda. — Verlag „Israelit", G. m. b. H., Frankfurt a. M. Druck: Hermon Verlags-Aktiengesellschaft. Frankfurt a. M. Alleinsteh. Dame in mittl. Jahren sucht in relig. Hause bei einz.Herrn sof.Stelle als Hauskalterin bei Familienanschl. Süddeutsch!. bevorzugt. Angeb. unt. 11188 an die Erped. 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