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Der Israelit · 1923-08-09 · Heft 32 (9.8.1923) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
64 (1923)
Issue
Heft 32 (9.8.1923)
Date
1923-08-09
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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9. August 1923 V "'X ‘ ' ' Der Israelit Nr. 32 Seite 7 von Spiegeln und Spiegelglas eingerichtet. Das Unternehmen trägt den Namen „Sohar". Eine von schweizerischer Seite begründete Uhrenfabrik in Jerusalem beschäftigt bereits 50 jüdische Arbeiter. Hur paUrilna. Jerusalem, 25. Juli. Bereits zum zweiten' Male hat das religiöse Komitee in Amerika die Unterstützungen für die Talmud- Thora-Schulen und Jeschiwas in Jerusalem um 10 °/o herabgesetzt. Geht die Reduzierung in diesem Tempo weiter, so gehen die orthodoxen Anstalten schlimmen Tagen entgegen. Im ganzen betragen die Subventionen nur noch 75 °/o der früher bewilligten Summen, obwohl die Vollunterstützungen schon knapp genug beweisen waren. Dabei verstehen es die radikalen Elemente an der Spitze der unjüdischen Anstalten, immer mehr aus Amerika herauszuholen. Im „Kol Israel" wird darüber schwere Klage geführt, die hoffentlich in Amerika nicht ungehört bleibt. Auch in Haifa macht sich unter der Neuangekommenen Jugend das Bestreben gegen den Sabbat geltend. Die Sabbatentweihungen aus öffentlichen Straßen gehören nicht mehr zu den Seltenheiten. Ein Kaufmann wagte es sogar, sein Geschäft am Sabbat in aller Inhaltsübersicht: 1. Leitartikel: Von Dr. Joseph Wohlgemuth in Berlin: Die große Versammlung. — 2. Wochenrunoschau: Oberrabbmer Kuck und die Zwangsorganisatron in Palästina. — Präsident Karding. — 3. Kleines Feuilleton: Im polnischen Posen. — Zroit interessante Notizen. — Jüdischer Bade-Humor. — 4. Aufsätze: Von Rabbiner I. I. Weinberg in Gießen: Verständigung. — 3. K o r r e s p o n d e n z en u. N achrich t en: Karlsruhe (Israelitische Synode). — Karlsbad (Der Zronistenkongreß). — Warschau (Warsenfürsorge). — Wilna (Der Brisker Raw und die Agudas Iisroel). — Kowno „Iawne" in Litauen). — London (Eine Aguda-Delegation bei Herbert Samnel). — London (Von der Adaß Jisroel-Gemeinoe). — Bukarest. — New-Iork (Rabbinerkonferenz). — Nero-Jork (Von der Träneninsel). — Jerusalem (Reue Industrien in Palästina). — Jerusalem (Aus Palästina). — Jerusalem (Stumme Zeugen). — 6. Personalien. — 7. Vermischtes. — 8. Briefkasten. — 9. Vereinskalender. — 10. Gebetzeiten. — 11. Feuilleton-Beilage : Von Nathan Dreyfutz in Mülhausen (Elsaß): Eine moderne Ehe. — Von Jacob Israel de Haan in Jerusalem: Hyacinthus Orientalis L. — (Die amerikanischen Juden und die Tuberkulose). — 12. Blätterbeilage. empor. Die Firma unterhält an verschiedenen Grotzhandelsplätzen Filialen. Es ist rühmend zu erwähnen, daß alle Geschäfte der Firma Guggenheim am Sabbat streng geschlossen bleiben. Es wurden anläßlich des Jubiläums verschiedene Wohltätigkeitsinstitute mit größeren Geldspenden bedacht. Darmstadr, 20. Juni. Im Vereine „Adas Jisr o e l", Langgasse 41, hielt am Sabbat n*lp 'g. Herr Rabbiner Dr. Marx einen religiösen Vortrag, der alle Hörer begeisterte. Der fast . alle, gesetzestreuen Ausländer umfassende Verein spricht dem verehrten Herrn Rabbiner aus diesem Wege seinen tiefgefühlten Dank aus. . straße 4. — 7-9—7-10 Abends, Bücherausgabe. * — 9—10 Abends, Bürostunde. Donnerstag, 9—10 Abends, 19 Briefe von S. R. Hirsch, Herr Dr. S. Ehrmann. rOW, 7»12—7*1 Vorm., n^nn, Herr Louis Kahn. — 4—5 Nachm., min, Herr A.Hirfchberg. Meshamidrasch, Hsteudstraße 18. S am s t a g 1 Stunde vor Nacht: Dortrag des Herrn B. Rachelsohn. Sonntag vorm, von 8—1/2IO Uhr, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag abends von 1/29—10 Uhr: „Gemoro" NDp am; Herr Rechtsanwalt Dr. Breuer. Alltäglich zwischen nMD und rnD: 018 ‘n Herr Rosenzweig. □‘VsjSmtn. Alltäglich von SonZtag bis Donnerstag abends 7*7 Uhr: aDl”1 ‘DD und Samstag 4 Uhr nachm.; Herr Rabbiner S. Weber. Zaire Kimme ZisroeK Samstag 57a: niDa *p“io, Rabb. Benzion Bermann. Sonntag 8^2—9*/2: □■owion mm Montag und Mittwoch 872—972: rmrBD Dienstag 87*—91/*: □’O'H Donnerstag 8V2—9l/2: iw nn Liwjalh Ghen-Derein. Samstag nachm, nach „Minchah" im Hörsaale FriedbergerAnlage, Herr Pros. Dr. Sulzbach. Form zu öffnen. Eine Gegenbewegung in den frommen Kreisen unter Führung des Stadtrabbiners Rabbi Baruch Markus führte zur Gründung eines Vereins „Mischmereth Sabbat". Der Kaufmann wurde von der öffentlichen Meinung gezwungen, sein Geschäft am Sabbat zu schließen. In Aleppo starb vor kurzem der Chacham, Jomtof I e d i d. Er galt als großer Kabbalist und wurde in Aleppo wie überall auch in Palästina, insbesondere in Jerusalem, wo er früher lange Jahre ein eigenes Beth- Hamedrafch erhielt, wie ein Heiliger verehrt. Die Bestattung ging unter gewaltiger Beteiligung vor sich. In Jerusalem macht sich in letzter Zeit infolge der heißen Witterung großer Wassermangel bemerkbar. Im „Kol Israel" wird darüber geklagt, daß wie an allen anderen Tagen auch am Freitag die Brunnen zur Wasserentnahme nur zwei Stunden geöffnet sind, obwohl sich die Juden an diesem Tage auch für den Sabbat mit Wasser versorgen müssen. Am Sabbat sind die Brunnen geöffnet, ohne daß die Juden dav^n Gebrauch machen können. Sturme Lengen. Jerusalem, 23. Juli. Das Museum an der Jüdischen Nationalbibliothek in Jerusalem erhielt letzthin von Dr. A. Schapiro in' Sasfed einn schauervoll sinniges Geschenk überwiesen: eine Kosakenmütze, wie einen Geldbeutel, beide aus Pergamentfetzen einer Thorarolle angefertigt. Die Gegenstände stammen aus Persien, wo Kosaken in letzterer Zeit wiederholt Judenmetzeleien angerichtet haben. Im Begleitschreiben des Stifters heißt es: „Mögen kommende Generationen sehen, was wir und unsere Väter erlebt und erlitten haben." Personalien. -Lassar Wr-hlii n"y. Berlin, 1. August. Am 23. Juli starb in Berlin einer der größten Industriellen Südrußlands, Lassar B r 0 tz k i, im Mter von 72 Jahren. Den größten Teil seines Lebens brachte er in Kiew zu, wo er an der Spitze der größten Zuckerfabriken und Mühlen stand. Als Philantrop hatte Brotzki Weltruf. Er war es, der in Kiew das jüdische Krankenhaus, das Sanatorium für tuberkulöse Kinder und eine ganze Reihe! anderer Institutionen errichtete. Auch die Handels- und Handwerkerschulen, wie das Kiewer Polytechnikum sind mit sein Werk. Die Stadt Kiew verdankt ihm die elektrische Straßenbahn,' ein Unternehmen, das aus seiner Initiative und Tatkraft entstanden ist. Als die Wirren in Rußland dem Großindustriellen das Leben reichlich verleideten, zog er nach dem Auslands und lebte in den letzten Jahren, wie viele andere Emigranten, m Berlin. In der russischen Judenheit wird ihm ein ehrendes ewiges Andenken bewahrt bleiben. Vermischtes. Basel, 3. August. Dieser Tage beging die bekannnte hiesige Wollfirma A. H. Guggenheim das 60jährige Gefchäftsjubiläum. Im Jahre 1663 vom Vater des jetzigen alleinigen Mitgliedes des Verwaltungsrates, des bekannten Philantropen Herrn Sally Guggenheim, gegründet, schwang sich das Geschäft in der längen Reihe der Jahre zu immer größerer Blüte Brieftasten. L. K. Offenburg. Die Früchte" können unbeschränkt benutzt werden. Cantor H. in I. Es spricht .nichts dagegen, HW nmmy im Zimmer oorzunehmen, sofern sonst HDW wie das ni *1DD nach Vorschrift vollzogen werden. Bereinskalender. Kerein Wekor Ghajirn. Samstag, nach Schul: „Dinim"; Herr Rektor Falk, — nachm. 47- Uhr, im Vereinslokale: „Mikro"; Herr Louis Kahn. Sonntag vorm. 974 und Dienstag 1 Stunde vor Minchoh, „Gemoro". Herr R. A. G. Posen. Montag und Mi'ttwoch abends 7 Uhr. „Gemoro". Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. Donnerstag: 1 Stunde vor Mincho „Mischna"; SKc&tor § q j Allmorgendlich Mischnalernen, allabendlich Schaßlernen. Herr H. Halpern. Jahrzeit Stiftungs-Lernen: Samstag: Jfac Bier-Stiftung. Dienstag: Moritz Hirschberg-Stiftung. Agudas Iisroet-Augendgruppe. Sonntag, 7—8 Dorm. iWD, Herr Dr.Rothfchild. — min bv '’isn für Anfänger, Herr Leopold Oppenheimer. Sonntag bis einschlietzl. Freitag, alltäglich 8—V2IO Uhr abends Gemoroh „Brochaus" im n"I Schwanenstr. 8. Herr M. Nowak. Montag bis einschließlich Freitag, alltäglich 747—i/s>8 Vorm. rmroD *OD1, Herr Dr. S. Ehrmann. M0ntag bis einschließlich Freitag, alltäglich s/-*7—*/j>8 ^lhr Vorm, ma nn» Herr Gerson S chnerb. Montag, 8—9 Uhr abends, Mischnah für Fortgeschrittene, Herr Hermann Hirschberg. Dienstag, 729—V2IO abends, Kizzur Schulchan Aruch für Anfänger, Herr L. Frank. — 7-9—7-10 Uhr abends, Gemoroh Maued Kolon, Herr Dr. W. Hofmann. Mittwoch, 749—10 Abends, DiriDD für Anfänger, Herr Dr. R 0 ths child. — 7-9—7-10 Abends Bücherausgabe. — 9—10 Abends Bürostunde. Donnerstag, 8—9 Abends, niWD für Fortgeschrittene, Herr Herm. H i r s ch b e r g. — 9-10 Abends, 19 Briese von S. R. Hirsch» Herr Dr. S. Ehrmann. naw 7-10—11 Vorm. nniD für Fortgeschrittene, Herr Dr. I. Posten, Am Tiergarten 42. — 7,11—7,12 Uhr, Kizzur Schulchan Aruch, Herr Louis Kahn. — 7* 11—7« 12 Vorm. Tenach, Herr Dr. W. Hofmann, Eschenheimeranlage 1 pt. — 12—1 Vorm. QinDD ‘Dl für Fortgeschr., Herr Halpern. — 12—1 Vorm, ■»an, Herr Lehrer Hirschberg. — 748-4 Nachm, dtidd *D1 für Anfänger, Herr Dr. Rothschild. — 4—5 Uhr, Gemoroh Maued Koton, Herr Dr. W. Hofmann. — 7-2—3 Uhr nachm., m# rin (Hilchaus Schabbos), 3—7,5 Uhr nachm., Pixke Owaus, 7#—7*7 Uhr nachm., Raschi, Herr M. Nowak, anschließend Minchoh. Agudas Zisroel-Mädchengruppe. Montag, 9—10 Abends, HerrS.Unng. Kl. Hbermainstraße 30. £ Diensta g, 9—10 Abos., nim, Herr Dr. Weger. Mittwoch, 7-9-7-10 Abends, Lese- und Aussprache-Abend, Frau Oberl. Munk, Leetbach- Harmud-Hhora-Verein. Vereinslokal: H örsaal Gemeinde- Synagoge Börneplatz. Samstag, 11—12 Uhr: „Schulchan-Aruch"; Herr S. Unna. — 374 Uhr: Dinim von Tischo be aw, Herr Rabb.-Ass. Lipinsky. — Montag. 674 Uhr abends: „Ein Jakauw": Herr S. Unna. Dienstag, 87- Uhr abends: „Nwiim": Herr S Unna. Mittwoch. 674 Uhr abends: „Mstlas Jefchorim"; Herr Dr. Braun. Donnerstag, 8'/-Uhr abends: „Gemoro"; Herr S. Unna. Von Sonntag bis Freitag vorm. nach Schul: „Mischna"; Herr Oberkantor E. Groß bezw. „Schulchan Aruch"; Herr S. Unna. An jedem Wochentagsabend 874 Uhr Gemoroschiur für Fortgeschrittene von' Herrn Rabbiner Dr. Jakob Hosfmann. Fortbildungsunterricht für junge Leute und Knaben. Täglich mehrere Stunden in kleinen Abteilungen. Anmeldungen und Anfragen an Herrn Ad. D 0 r f z a u n, Am Tiergarten 62, II. (H. 4878). Schiurim in der Synagoge Hermesweg. Don Montag bis Freitag vorm, nach Schul: „Mischna"; Herr Herm. Hirschberg bezw. „Schulchan Aruch"; Herr Emil G 0 ttlieb. cheöetzeiten. run row . Freitag abend 7.05. Samstag morgen 7.45. Festfeier und predigt anläßlich der Verfassungsfeier Samstag nachmittag 5.—. Samstag abend 8.45. Mochengottesdienst:' Morgens 6.15. Nachmittags 7.—. Tefilin-Legen am Mo rgen 4.—. Es ist ausschließlich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Schumann>Shcafer 7'/- Uhr Das wunderbare 7»/z Uhr Äugllst-§periakitäken-Tvogramm Sonntag Nachmittag, 3 Uhr: GrAtze Familienvorstellung. — Kleine Preise — Ganzes Programm — SvoßSvanfofuvt Xl WEINKLAUSE Karl Rolf, Lissy Becker, Willi Nosen, Richard Hirte, Fried! Heinz u. Ängeborg Malström in »Das Getuschel". TANZPALAIS Zwei Barleys, Eltzoff-Truppe, russisches Balett. Einlaß 8>/z Uhr — Abendanzug erbeten. WIENER-KAFFEE Täglich Konzert — — — — Eigene Konditorei. 8778a Verantwortlich für den allgemeinen Teil und das Feuilleton: S. Schachnowitz; Aguda-Beilage: Dr. S. .Ehrmann; Inserate i. V.: S. Schachnowitz, sämtlich in Frankfurt a. M.; Pädagogische Beilage: Lehrer I. Spiro in Fulda. — Verlag „Israelit", G. m. b. H., Frankfurt a. M. Druck: Herm on Verlags-Aktiengesellschaft, Frankfurt a. M.

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