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Der Israelit · 1923-06-14 · Heft 24 (14.6.1923) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
64 (1923)
Issue
Heft 24 (14.6.1923)
Date
1923-06-14
Page
– (sequence 14)
Language
German
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* Seite 2 Nr. 11 w WWWWWWM Blätter" ■ - 14. Juni 1923 Landes" ist, wie vielleicht entsprechend „Bereitstellung der Sprache" nnch Stellen wie z. B. finxol ^"3rri *'V 'ö '3 ''ZO2. und sonst ähnliche „Bereitstellungen" noch) kann — ganz oder in Teilen — nicht zur Programmidee von Agudas Jisroel gemacht werden; denn sie ist — im Ganzen wie jeder Teil von ihr — rein und voll Bestimmung und Aufgabe des ^3 des ganzen Volkes. Nur das von Gott für seine Bestimmung geschaffene Volk ist eben dieser Bestimmung adäquat, völlig -angemessen. II. Jisroel hat aber nicht nur die Gefamtheitsaufgabe seiner Bestimmungserfüllung, sondern als lebendiger Volksorganismus die Pflicht, sich, sein Leben, seine gesamten Lebensspannungen TlKfc' 3^ nicht nur "GJ?üü und DIP» zu sein sondern vvrersteinmat und vor allem ^sür seine Bestimmung^ den Tnj?E7 und VIN'P, zu erhalten und zu versorgen. Kurz: p"in ÜV min- Und die der Bestimmungserfüllung dienende Selbsterhältungs-Gesamtheits-Ausgabe kann und soll offenbar in vollem Mäße auf jeden Fall Programm von Agudas Jisroel sein. Tie mag man immerhin Bereitstellungsaufgabe nennen. TP** nopV j-on steht auf Agudas-Jisroels Fahne. Agudas Jisvoels Programm heißt in möglichster Gesamtheit für und an Klall Jisroel arbeiten, nicht aber die Arbeit vo n Klall Jisroel leisten. Es liegt auf der Hand, daß die Erfüllung dieser Gesamtheitsaufgabe die Bestimmungsaufgabe erst sichert, ermöglicht; daß also ein jeder, der an der Erhaltungsaufgabe in der N213 teilnimmt, Bestimmungsaufgabe zu fördern, zugleich Bestimmungsaufgabe selber erfüllt. Und ich glaube auch, daß« das Frankfurter Programm (s. „Die Idee des Agudis'mus" von Tr. I. Breuer, Frkft. a. MI. 5681) im Wesentlichen diese Intention ausgedrückt haben will, nicht aber, Agudas Jisroel zum unangemessenen Träger (wie immer beschränkter) Bestimmungsaufgabe zu machen. Mer dann bedarf es einer radikalen Umformung des Fr.-Pr., daß man nicht mit Neubegründung eines gl. E. (nach Form und Ausbruch assimilatorischen, (nach Wirkung) gefährlichen . . . ismus verkleide und ummodle, was in Wirklichkeit das alte, große mznyif't, geboren aus den Elementen öe$rr3in iT3in und des “ijn’ ronto oder gar Dirn ran« - verschmolzen mit der dem Einzelnen wie der Gesamtheit entströmenden Sehnsucht nach Bestimmungserfüllung des Einzelnen wie des ganzen Volkes. Ja, als Wecker solcher Sehnsucht, 'als Rufer zu solcher BereitsMung mag, soll und wird Agudas .Jisroel aufstehen und bestehen/ wenn sie ihre Aufgabe wahr erfüllen will. Aber nur dieses soll sie predigen, nicht — wie auch, immer verstandenen — Agudismus. Tenn eben damit scheint mir das Fr. Pr. unhaltbar zu sein (jedenfalls für den, der es' auf Grund der vom.Urheber und Verfasser des Programms zu dessen Begründung und 'Erläuterung veröffentlichten Schrift „Di. Idee d. Mgud." beurteilt). 1'. Die — ich möchte fast sagen — Unnatürlichkeit des Fr. Pr. durch ihre Verquickung mit Agudis'mus zeigt sich schon in der Begründung der Notwendigkeit eines Agudismus, um die ^schlafenden Ortsgruppen, zu' beleben! Mer totgeborenen Organismen versucht man doch nicht künstliches' Leben einzuhauchen; man begräbt sie. Und Agudismus soll doch wohl kein Stimulans sein? Was Primäre ist die Idee, die Ortsgruppe das Sekundäre, womöglich erst das Tertiäre. 2. Zur Erfüllung der agudistischen Bereitstellungsäufgabe nun einen Agudisinus als'Weltanschauung zu begründen (s. Fr. Pr. HA 2b, B 1k), ist überflüssig; denn wenn die auf der ewigen, reinen J'isroelbestimmung ruhende jüdische Weltanschauung nicht mehr belebend genug wirken kann, um den Kern des Volkes' um Gott zu scharen, dann wären ja garnicht mehr ir»1 l-iixi 13"N Orr, dann wäre ja gebrochen der Bund '131 WW vb "O' "'Vv 'Ni", — und was Agudismus als Weltanschauung Neues bringt, ist notwendigerweise — unjüdisch , (Fortsetzung folgt.) Die Kenessio Gevnulo tagt in Wien vom 3. bis zum 11. Elnl (15. bis 23. August). Die Kenessio Gednulo wird die Grundlinien festlegen für die zielbewußte Lösung aller, Juden und Judentum bewegenden.Fragen im Geiste öer'rqin Thora. Die Kenessio Gedaulo wird nebst den berufenen Führern und Vertretern der Orthodoxie den überwiegenden Teil der orthodoxen Rabbiner und Talmudgrößen der Welt in ihrem rabbinifchen Rat vereinen. Die Kenessio Gebnulo- Beschlüsse werdem durch den rabbinifchen Rat ratisiziert, so daß dieselben der mnn njn entsprechend, und für jeden thoratreuen Juden von entscheidender Bedeutung sein werden. Die Kenessio Gednulo ist die Wiederherstellung des Glanzes des jüdischen Tsreigestirnes cr-ton ni^cjn rrraj; min Lehre, Gottesdenst und Menschenliebe. Die Kenessio Gednulo ist das Weltparlament der th'oratreuen Judenheit und ist ihr Zusammentritt ein Ereignis von weitgehendster Bedeutung nicht nur für die Orthodoxie, sondern für die Gesamtjudenheit und darüber hinaus für die ganze Welt. Sichert Euch Eure Teilnahme! Werdet und werbet Mitglieder der Agudas Jisroel! Das Schemittajahr. Nach Ablauf des gegenwärtigen Jahres beginnt mit dem Jahre 5684 das Schmittajahr. Für Israels Söhne außerhalb des heiligen Landes hat es' keine praktischen Folgen. Für unsere Brüder dagegen, die im heiligen Lande den. heiligen Boden bebauen, handelt es sich dabei um eine in alle Verhältnisse tief einschneidende Lebensfrage. Das Gesetz der Thora fordert für dieses Jahr die Einstellung jeder Feldarbeit. 'Dieses Gesetz hat von seiner Verbindlichkeit nichts verloren, auch für Zeiten, wie die unsrigen, welche beit verheißenen doppelten, ja dreifachen Erntesegen des sechsten Jahres schmerzlich vermissen lassen. Die Einstellung jeder Bebauung der Felder für die 'Dauer eines ganzen Jahres' ist aber für die jungen Kolonien, die ohnedies schwor um ihr Dasein zu kämpfen haben, eine ernste Existenzfrage. Sie müßten, soweit Menschenaugen sehen, l"n zu Grunde gehen, lvenn sie ein Jahr lang feiern sollen. Sie sind daher auf unsere tatkräftige Unterstützung angewiesen. Es handelt sich hier selbsürerständlich nicht um Kolonisten, die sich außer von den an den Boden sich knüpfenden Vorschriften auch sonst von dem Gottesgesetz emanzipiert haben. Mer es gibt doch bAanntlich ganze Kolonien und viele Kolonisten, die sich durch wahre Gottesfurcht und gewissenhafte Ausübung der Mizwös auszeichnen und somit auch dem Verbot der Feldarbeit im siebenten Jahre mit heiliger Scheu gegenüberstehen. Sie haben in den bisherigen, seit Bestand der Kolonien dahingegangeneu Schmittajah-ren das Schmittagesetz erfüllt, gemäß der Entscheidung der maßgebenden religionsgesetzlichen Autoritäten im heiligen Lande. Viele von ihnen wollten keinen Gebrauch von der 'Dispensation machen, welche hervorragende Meister der Thora gestatteten und die viele ihrer Genossen in den jüngsten Schmittajahren angenommen haben. Die wirtschaftliche Lagd unserer Kolonisten hat sich im wesentlichen auch in den jüngsten Jahren nicht gebessert. Sie werden daher wieder eine Anfrage an die zuständigen Gesetzesbehörden richten. Mag nun die Entscheidung erleichternd oder erschwerend ausfallen, dem Wahrhaft gottesfnrchtigen Kolonisten, wirdes. schwer fallen, sich in Praxis dieser Entscheidung zu unterwerfen. In dem einen Falle muß ihü Die Tagesordnung der Kenessio Gedaulo. Mittwoch, den 3. Glut, nachmittags 8 Uhr: Feierliche Eröffnungssitzung. Begrüßungsansprachen der Agudaorgane sowie der geladenen Organisationen. Mittwock» abend 9 Uhr: a) Konstituierung des Rabbi irischen Rates. 8) Ätzung des Permanenz-Ausschusses, c) Bildung der Landsmannschaften, d) Wahl, Konstituierung und erste Beratung desWahlprüfungsausfchusses. Donnerstag vormittag 9 Uhr: a) Wahl des Präsidiums. 8) Geschäfts- und Finanzbericht des G. A. c) Referat: Agudas Jisroel als Aufgabe und Verwirklichung, d) Vorlage des Satzungsentwurfes. e) Wahl der Fachkornmifsionen. Donnerstag nachmittag 3 Uhr: Generaldebatte über die Vormittagsreferate. Wahl der Satzungskommission. Donnerstag abend 9 Uhr: a) Referat über die finanziellen Probleme der Agudas Jisroel. 8) Wahl des Finanz-Ausschusses, e) Bericht des Wahlprüfungsausschusses. Freitag vormittag 9 Uhr: a) Die äußere und innere Lage der Iudenheit in der Diaspora. Referate aus den einzelnen Ländern mit besonderer Berücksichtigung des Thorastudiums, des Erziehungsproblems und und des religiösen Lebens. 8) Vorlage der Anträge und Resolutionen des G. A. zu Punkt a. c) Konstituierung des Iaw.n e-Fonds für Thora und Volkserziehung. Samstag abend 8 Uhr: Jugend-Tagung. Sonntag vormittag 9 Uhr: Beratung der Referate und Anträge betr. Thorastudium und Erziehung. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Kommissions-Sitzungen. — Fortsetzung der Jugend-Tagung. Montag vormittag 9 Uhr: Erez Jisroel-Referate. Montag nachmittag 5 Uhr: Generaldiskussion zu den Erez Iisroel-Referaten. Dienstag vormittag 9 Uhr: a) Bericht des Finanz-Ausschusses. 8) Beratung des Voranschlages, c) Organisationsfragen, d) Kommissions-Berichte. Mittwoch: a) Bericht der Satzungskommission und Beschlußfassung über die Satzung. 8) Wahl des Zentralrates, c) Wahl des G. A. d) Schlußansprachen. Sitzungen der neugewählten Organe. 1 1 i

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