Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 64 (1923)
- Issue
- Heft 13-14 (29.3.1923)
- Date
- 1923-03-29
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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ifsi; Di! I iss W KM Hi- M W. März 1828.?er. 'S «ÄSi *i in bie oberen Sphären jener verantwortlichen Kreise, wie dieses auch in den Spalten der Presse jenes Lagers mit aller Deutlichkeit zu erkennen ist. -Das wäre ein getreues, leider nur zu wahres Bild der m o m entanen Situation in Erez Israel, welche die hiesige Bevölkerung schwerbedrückt, aber d u r ch a it s nicht hoff n n n g S - los macht. Tie Klärung in Lausanne, Angora, Konstantinopel und überall, wo jetzt Weltgeschichte gemacht wird, kann, wenn sie nicht eine ganze Welt in unabsehbare Tiefen reißen soll, nicht zu lange auf sich Worten lassen. Alle zuständigen Faktoren und berufenen Kenner des politischen und kommerziellen Getriebes stimmen darin überein, daß der voraussichtlich sich bald verziehende Alpdruck einen rapiden Aufschwung der Arbeit in Erez Jsroel, einer intensiven, realen und wirtschaftlichen Tätigkeit hier zur Folge haben wird. Jene Faktoren und Kreise, die durch rechtzeitige Borarbeiten, in Boriussicht des Kommenden, für die unbedingt unmittelbar bevorstehende Zeit gerüstet dastehen, werden entscheidenden Einfluß auf die. Gestaltung des alten und besonders des neuen Jischuw ausüben. Tie Weltgeschichte im Allgemeinen und die Geschichte unseres Erez Hakdoschah im Besonderen kennt keinen Stillstand. Trotz der . gegenwärtig noch bestehenden Sperre der Palästina-Emigration steht zum Beispiel die Eiuwanderung von über 4000 Jehudinr für die allernächste Zeit unmittelbar bevor, die als Pogromflüchtliuge bisher in Konftantinopel waren und nun von der Kemalschen Regierung ausgewiesen wurden. * , Wie man auch über die Gestaltung der Tinge in und um Erez Jsroel denken mag, die eine Wahrheit kann und darf nicht aus dem Auge verloren werden, daß Erez Israel durch eine Geserah min Haschomajim als ein Makompeleta für alle in Bedrängnis kommenden, alle na wenad gewordenen Juden in den Vordergrund getreten ist. Sowie der Sohn einer Witwe, der in der. Fremde seine Existenz zu suchen gezwungen ist, sobald es ihm schlecht geht, er krank und elend darben muß, sich zu seiner armen Mutter zurücksehnt, zu ihr zurückeilt, um selbst bei kargem Brot doch bei der Mutter Schutz zu suchen. Diese Sehnsucht, dieses unstillbare, fast fanatische leidenschaftliche Bestreben, Haften und Trängen ist in der jüdischen Volksseele nach all den Schrecknissen der Kriegs- und Nachkriegszeit erwacht. Wo Verfolgung und Bedrängnis der. Juden in den verschiedenen Ländern aufflammt und noch aufflammen wird, da löst sich auch mit elementarer Kraft der Gedanke der verzweifelten materiell niedergebrochenen Jehudim nach Erez Jisroel aus. Mit dieser unleugbaren Tatsache muß nun jeder Jehudi rechnen, der darin die Fügung Gottes, unerforschtichen Ratschlusses, erblickt und den: das Schicksal seiner jüdischen Brüder und damit des Judentums und seines himmlischen Beschützers am Herzen liegt. Ob man es will oder nicht, wie man auch den Kopf in den parteipolitisch oder galuthpatriotisch gefärbten Sand stecken mag, Erez Jsroel ist zum Brennpunkt des jüdischeil Volkslebens, der jüdischen Schicksalsgeschichte geworden, hier gewinnt alles, was die jüdische Volksseele bewegt, seine Lebenssäfte, und jede Aktion, jede Bewegung, die auf eine geistige, moralische oder materielle Förderung und Stärkung des Judentums abzielt, aber keine Basis in Erez Jsroel hat, hier nicht Wurzel fassen kann, ist für Klal Jsroel verloren, für die Hebung des jüdischen Geistes aussichts- und wertlos. (Schluß folgt.) >{4 an s» tzgevendnr üörpetfchnsl, oiti - «i palästinensischen Regierung Ende Adar ausgeschrieben waren, hat die AgüdaS Jtsroel Orts- und Jugendgruppe in Jerusalem eine eigene Wahlliste aufgestelltobwohl die zionistische, misrachisttsche und radikale linksstehende Poale Zion Fraktion sich zu einem gemeinsamen Wahlvlock vereinigtes und Agudas Jisroel erst in letzter Stunde an die Wähler herantrat, gelang es Agudas Jisroel trotzdem, sieben ihrer Kandidaten zum Wahlsiege zu verhelfen. Unabhängig von diesem höchst erfreulichen Ergebnis, ist als äußerst bemerkenswert die historische Tatsache zu registrieren, daß dank der Tätigkeit der Agudas Jisroel zum ersten Mal die selbständige Orthodoxie Jerusalems den Mut gefunden hat, sich mit Berufung auf ihre Prinzipien bei einem von der Regierung ausgeschriebenen Wahlakt politisch zu betätigen. Der Wahlaufruf der Agudas Jisroel lautete: münster, Schlüchtern. Der O. B. war vertreten durch die Herren Leo Munk und Dr. Max Cohen, die Palästinazentrale durch Herrn Dr.. Willi. Ho r m a n n- ,Frankfurt. Dr. Herz erösfnete den Bezirkstag mit Worten der Begrüßung; er konstatierte mir besonderer Genugtuung die trotz verschiedener Hindernisse überaus starre Beteiligung von auswärts an einer Tagung, die nur ernster Arbeit gewidmet fei. Er gedachte dann des Ut.s> >^nd tc.n *:; in, ir,i. .st, »>e». ^-ert.. v 1 An unsere gottesfürchtigen Brüder! „Am Donnerstag mittag wird die zweite Wahlhandlung für die gesetzgebende Körperschaft Palästinas stattfinden. Zu unserem Schmerze har die Orthodoxie es versäumt, in allen Wahlkreisen eigene Kandidaten aufzusteüen, wodurch bis jetzt Jerusalem bereits in acht Wahlkreisen Vertreter gewählt bat, die größtenteils der Neologie angehören, eine Schmach für Jerusalem und besonders für die Ge- .setzestreuen Jerusalems. Doch kann die Orthodoxie zum Teil die Ehre der Thora noch retten, wenn sie eS versteht, für diejenigen acht Wahlkreise, in denen die Wahlhandlung noch vorzunehmen ist, ihrer Aufgabe nachzukommen. . Die Orthodoxie würde eften nicht wieder gut zu 'machenden Fehler begehen, wenn ste sich nicht vollzählig an den Wahlen beteiligt; auf »hr würde die -Schuld liegen, wenn sie durch ihre Gleichgültigkeit das ^Schicksal unseres Jischuw Händen überantwortete, die snicht vertrauenswürdig sind. z Die Ehre Jerusalems und die Ehre des Judentums liegt auf der Wagschale und jeder von Euch »kann die Wage zum Sinken bringen. 1 GesetzeStreue Brüder! Gehet zur Wahl, wer das Wahlrecht hat, der hat die Wahlpflicht ' Gehet in Maflen! Spornet ein jeder die Genoflen an l Die Ehre Jerusalems, die Ehre des Judentums stellt Euch diese gebieterischen Forderungen! Die di et Stunden der Wahl seien Stunden der Arbertsenthaltung. T-almudgeleh'iie, Kaufleute, Handwerker, Arbeiter, verlaflet die Stätte Eurer Bejchästigung und kommet zur Wahlurne. Und wenn Ihr zur Urne gekommen seid und die Namen der Kandidaten leset, dann denket an Eure Pflicht und wählt nurJehudim, die dteThora halten. Die Liste der Kandidaten kann zum Segen werden oder . . . Zum Segen wenn Ihr Gesinnungsgenossen wählt, die Euch bekannt sind, Juden, die als Abgeordnete nur solche Männer für die gesetzgebende Körperschaft vorgeschlaren werden, die Eare Forderungen vertreten; wählet nur solche Wahlmänner, die mit aller Kraft Euch bewahren werden, daß in die gesetzgebende Körperschaft nicht Solche hineingelangen werden, die Eurer Weltanschauung entgegenireten, und Gott bedüte, dem orthodoxen Judentum Schaden bringen könnten. Werdet dem Judenlum zum Segen und wählet das Leben, seid Euch Eurer Verantwortung bewutz», denket daran, daß eine Stimme das Loos des orthodox-n Judentums entscheiden kann, beweiset Eure Treue. L un bsbe rg ° Uersfeld V'it und widmete ihm, dessen Herz so ganz der Jugend gehörte und der mit unserer Sache ipw, utiaadjit« it m, shtocic her-ochen Gedenkens, die die Versammlung stehend in Ergriffenheit anhörte. Herr Provinzialrabbiner Dr. Cahn begrüßte die Versamnrlung im Namen der Jugendgrllppe Fulda, Herr M. Wertheim als Synagogenältester im Manien der Gemeinde Fulda. Zum Vorsitzenden wurde Herr Lehrer G a n s--Niederaulä gewählt. Hierauf gab Dr. Herz den Tätigkeitsbericht über die Zeit vom 1. 1. 22 bis 31. 1. 23. . Die Zahl der Besuche (in Klammern Schiurun bezw. Vorrräge) betrug: HerSfeld 40 (110),. Cassel 19 (20), Guxhagen 18 (36), Birstein 10 (12), Burghaun 8 (8), Abterode 4 (7), Rhina 6 (6), Niederauln, Oberscemen, Lauterbach je 3 (je 3), Eiterfeld,- Gersfeld je 2 (je 2), Flieden, Treysa, Wüstensachsen, Alsfeld, Schmalnau, Mansbach, Marburg, Hünfeld, Eichwtzge, Reichensachsen je 1 (je 1), FUlda (308). Gesamtzahl der Besuche 128 „ „ Schiurim. etc. 530. 16 Besuche mußten wegen Absage der Gruppen unterbleiben. Gruppen wurden gegründet: In Oberseemen (durch Herrn Lehrer Welsch), in Eiterfelv und Abterode. Le dr ü aff. rr-z^z .ras? .mim 7p ,V'i?p . .n’jyn, nicj .jiun, xer ,c»ncs ,n"7, .,T2 nun .O'bnn .-vvbrin Gehet zur Urne ohne Ausnahme! Keine Stimme darf fehlen! Keine Stimme darf der Gegenpartei werden! gegeben Wählet nur thoratreue Juden! Die Leitung der Agudas Jisroel Jerusalem. Unter den Kandidaten der Aguda, welche gewählt wurden, befindet 'sich auch Rabbiner Bernstein, der Bor sitzende des Waad Hoir hoaschkenasi (Gemeinde, welche dem Berh Din Oberrabbiner Sonnenfeld angehört). Bezirkstag der hessischen A. 3. T-Gruppen. Körperschaft m Palästina. Aerrtfalem, 5. März. Bei den Wahlen für die Urwähler zur ge- * Am 3. Adar fand in Fulda der diesjährige Bezirkstag der hessischen Jugendgruppen statt. Vertreten waren die Gruppen Alsfeld, Birstein, Burghaun, Cassel, Eiterfeld, Frankfurt, Fulda, Gersfeld (mit Hettenhausen und Schmalnau), Guxhagen, Hanau, Hercheld, Lauterbach, Marburg, Niederaula, Obersceruen, Rhina, Treysa, Wüstensachsen. Einzelmitgliedcr waren anwesend aus Mieden, Mansbach, Sal¬ Die Vorträge waren teils propagandistisch, teils befaßten sie sich mit wichtigen Mischen Lebensfragen. In der anschließenden Diskussion fpricht Herr Grünebaum über die Notwondrgreit, die Bezirksbibluither und ihre Zirkulation des,er zu regulieren. Fulda wird zur Zeurrate vestimmr mtu mir der Befcetrung eines Büa;erwarrs betraur. Es sollen größere Beträge zür Erweiterung der Bücherei aufgebracht werden. Herr Dr. Max Cohen- Köln beclagt den Mangel an inneren: Konnex der Gruppen nut der Zeurrate, der besonders im Hrnblick auf die bedocirehende Kenessio gedaulo sehr wichtig sei. Mehrere Gruppen beschweren sich üver mangelhafte Beantworrrurg ihrer Zuschriften nach Köln; von der Zentrale wird die vorübergeyenoe Srörung begründet mit dem Atangel einer tüchtigen Arbeitskraft, der jetzt drhoben sei. Hierauf Referat des Herrn Dr. Willi Hofmann von der Palästinuzenrrale, der eingehend über die teils schon geleistete, reits vorbereitete Erez- JiSroel-Arbert berichtet uno eindringlich darauf^ hinweist, daß die Jrrgendgruppen die heilige Pflicht haben, an dem geistigen und materiellen Aufbau des heiligen Landes mitzuwirken. Die Versammlung nahm folgende Resolution an: „Der Bezirkstag der hessischen A. I. J.-Gruppeu beschließt, unter dein Elndruck des Referates des Herrn Dr. Hofmann, an alle Gruppen den Aufruf zu richten, in ihrem Kreise nach Kräften dafür zu sorgen, daß es der Paläsrinazenrrale durch Bereitstellung reichlicher Niittel eriüöglicht m -ot, i*it UltI» %<u\Duivti. ■ Ui ®i.l|U ver mir< ui großem Urnfmige ui.izumnLen." An das Referat schloß sich eine ausgedehnte Diskttfsion an. Am Nachmittag. sprach Herr Leo Äc u n t -- Köln über „Unsere Zeit und ihre Not.^ Ausgehend von Jecheskel 2, 10 klagte er bitter über die geistig-seelische Not unserer Tage, Wer das raungelude Verständnis für den Zusammenhang zwischen Lehre und Leben, Wer die Flucht vom JdeaiismM znm Materialismus, Wer den Mangel an opferbereiten Persönlichkeiten und hinreichenden Mitteln. Diese Zeiterscheinungen machen es den Jugendorgamsaiivnen unmöglich, die geeigneten Persönlichkeiten an die Stellen zu bringen, wo man fo sehnlich aus sie warte (Sachsen, Untersranken, Ostfriesland). Er widmete warme Worte ehrenden Gedenkens dem uns so srüh entrissenen Herrn Lehrer Landsberg b v. An die Gruppen richtete er den dringenden Ruf, ihre ganze Kraft aufznbieten, um dieser katastrophalen Ätot zu steuern. Der Vorsitzende dankte. dem Redner für seine rPtlflPlii ^RpimTT npfnfm fp.tr lind baldige Abhilfe zu sinnen, da sonst die jüdische Sache in absehbarer Zeit vor einem sie in ihrem Lebensnerv bedrohenden Schaden stehen würde. Dr. Herz bezeichnet als GrundWel unserer Zeit, daß an Stelle der Elternverehrung durch die Kinder die Kinderverehrung durch die Eltern getreten sei. Halberwachsene glauben sich reif und werden für reif gehalten, weil die Konjunktur sie bereichert hat; die altjüdische Anowoh und die Ueberzeugung von der Notwendigkeit dauernder Weiterarbeit an sich selbst seien dadurch bei der Jugend geschlvunden. Er warnt vor den schweren sittlichen Gefahren, die der Jugend durchs den Althandel mit Metallen ujw. drohen. Wir rönnen nur dann wieder auf eine echt- Dis! für i mühl Level zirku peitt wurd Herri gedar iiinäi feit i durch Der ä verhe trügt und , Jude; ihre i zur j fich l Krieg zeit r zen h ckllmi ini £ macht Lände zum! 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