Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 64 (1923)
- Issue
- Heft 10 (8.3.1923)
- Date
- 1923-03-08
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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LMM M8 Wti lv Kinderheimen der AdjgWom befinden, dreimal Mglich gespeist tverben. Sitzung öes öosrS ok üeputies- London, 23. Febr. Die stark besuchte Sitzung des Board of Deputies brachte zunächst Kommisfionsberichte. Das Gesetzgebungs-Komitee hat sich an das Ministerium des Innern wegen Erleichterung der Naturalisationen und milderer Anwendung des Deportation-Paragraphen bei Ausführung der Fremdengesetzgebung gewandt. Ueber die Verhandlungen mit der russischen Sowjet-Regierung ist bereits berichtet worden.. Das Joint Foreign Committee hat nunmehr beschlossen, ein ausführliches Memorandum über die russischen Religionsverfolgungen, das der Sowjetregierung Übersicht wurde, zu veröffentlichen. Der Bericht des gleichen Komitees beschäftigt sich ferner mit der Lage der Juden in Oesterreich-Ungarn, Rumänien und Polen, und insbesondere mit der Ausweisung der russisch-jüdischen Flüchtlinge aus Polen und Rumänien. Ein Antrag des Preffekomitees auf Veröffentlichung von Broschüren zur Aufklärung über das Judentum in wetteren christlichen Kreisen wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. (Siehe Wochenrundschau.) Ketttcmd. Mg«, 1. März. Rabbi Simcho Roach Schnererfohn, gleich hochverehrt als Chassidimrabbt wie als Gemeinderabbtner von Bobrutsk, ist dieser Tage gestorben. Der große Tote wird von einer ungeheuer zahlreichen Verehrergemeinde betrauert. Arnertk«. llenrg Ford PräHdentfdiaftshandWat? Wew'YorL, 1. Febr. Nach Berichten der New-Dork „Tribüne" scheint es Tatsache zu sein, daß der bekannte Krösus Henry Ford wirklich die Absicht hat, bei der Präsidentenwahl 1924 als Kandidat aufzutreten. Seine 7500 Geschrftsagenten urtb die unbegrenzten Dollarmillionen, über die dieser dem Antisemitismus als Sport verfallene Industriekönig verfügt, sollen in denDienst seiner Wahlkampagne gestellt werden. Man darf hoffen, daß der Versuch an dem gesunden Sinne des amerikanischen Volkes scheitert, immerhin zeigt er, welchen Gefahren Amerika durch seine Plutokratie ansgesetzt ist. 068 ludiiüum 9er amerihanifchen Reform. Hle«-V-rk, 16. Febr. Die Union der amerikanisch-jüdischen Gemeinden hielt unter Teilnahme von vielen hundert Delegierten ihre Jubiläumsverscunmlung zur 'Feier des 50 jährigen Bestehens des Verbandes ab. Die Tagung war von einem Kranz festlicher Veranstaltungen der mit dem Bunde in BezrchüW sicherten verschiedenen Mrperschäften unigeib'en und sollte eigentlich durch das Erscheinen des'Präsidenten Harding ausgezeichnet werden. Statt dessen richtete der Präsident (wie bereits gemeldet. Red.) eine in warmen Worten gehaltene Botschaft -an die Versammlung. In den BorLräjgen und Predigten der Reformrabbiner traten neue Gesichtspunkte naturgemäß nicht zutage. Einer von ihnen forderte in dürren Wdrten die „Revision der Bibel", die „Ausmerzung alles Veralteten" und es fielen dabei Worte, die man einem gläubigen Juden ohne sich der Lästerung schuldig zu machen, nicht wiederholen kann. Ein leises Bedauern darüber, daß die Resormbewegung in Amerika durch das Uebergewicht der jüdisch sprechenden Massen im großen Ganzen zur Einflußlosigkeit verurteilt ist, kam in .manchen Reden zum Ansdruck. (Sine sehr scharfe und entschiedene Stellung nahm die Versammlung gegen den Z i o n i smu s ein. Eine Resolution S chn lin an n spricht aus, daß die Gemeinden „jede Form des jüdischi-nationalen Heimes ablehnen und das jüdische Volk als eine geistige Gemeinschaft betrachten, deren Heimat.die ganze Welt sei." Die Versammlung erklärt sich deshalb gegen jede Teilnahme von Nichtzionisten an dem Aufbau Palästinas. Dieser Radikalismus hatte eine starke Minderheit gegen sich, die von Morgenthau geführt war und bei Ablehnung des Zionismus doch für die wirtschaftliche Besiedlung des Landes die Kräfte der Gesamtjudenheit eingesetzt wünscht. Orthodoxe 3ugän9oidani|afion. Ikew-Hork, 2. März. Am letzte,: Sonntag hat sich hier ün B e rb a n d der orthodoxen Jugendorganisatione n konstituiert. Der Verband will eine religiöse Tätigkeit entfalten und den religiösen Gedanken in die breiten Schichten des Volkes tragen. 20 Organisationen und Vereine waren bei der Gründnngsversammlung vertreten, u. a. auch Agudas Jisroel, verschiedene Klausvereine und Lernvereine. Herr Moses Epstein eröfsnete die Sitzung mit einer kurzen Rede, in der er die Notwendigkeit der gemeinschaftlichen Arbeit aller orthodoxen Elemente betonte. Es wurden dann die Wahlen vorgenommen, die Statuten beraten und Resolutionen gefaßt. Bestimmungen über Einzelheiten wurden den nächsten Sitzungen überlassen. yaiajUna. Msnossrgen unS Anderes- Jaffa, 1. Marz. Eine Mazzokommission hat den Mazzoverkauf zu verhältnismäßig günstigen Bedingungen geregelt. Trotzdem finden wilde Verkäufer, die die Mazzos von auswärts beziehen, für ihre Waare großen Absatz. Da über die Herkunft der Mazzos jegliche Kontrolle fehlt und deren rituelle Zuverlässigkeit in Frage ist, hat das Rabbinat mit einer Verordnung den Kauf und Genuß derselben verboten. Auch in Wirt schaftlicher Beziehung bringt diese ganz unnötige ausländische Konkurrenz großen Schaden, der gewiß nicht zur Hebung der Lage beiträgt. To9eslall. Jerusalem, 1. März. Am Donnerstag morgen verstarb Rabbi Schlomo Salman Schapiro. Der Verstorbene, ein Enkel von Rabbi Chaim Woloschtner, war lange Jahre Rabbiner und Leiter der Jeschiwa in Krtnik und zählte zu den größten rabbinischen Autoritäten unserer Zeit. Sein Sohn, Rabbi Abraham Beer Schapiro, ist der derzeitige Oberrabbiner von Kowno. Bet der Beerdigung waren auf Anordnung des Rabbtnats Sonnenseld alle Geschäfte geschloffen und jede Arbeit ruhte. Unter Vorantritt der Talmudthoraschüler und der Diskinschen Waisenkinder wurde das ritt in die Jeschiwa Meah Scheartm überführt, wo Oberrabbtner Kuk und mehrere andere Rabbiner ergreifende Trauerreden hielten. Zehntausende, unter ihnen auch die ältesten Rabbiner unter Führung des Oberrabbiners Rabbi CH. Sonnenfeld, begleiteten die Bahre bis zum Oelberge. kine allgemeine flrbeiferhonferen? Jaffa, 16. Febr. Hier ist vorige Woche die zweite allgemeine Konferenz der jüdischen Arbeiter P a l ä st i n a s eröffnet worden, der unter den heutigen Verhältnissen eine gewisse Bedeutung für die Entwicklung des inneren jüdischen Lebens in Palästina znkommt. 'Tie stärkste Fraktion ist der s o z ial i st i s ch e B l o ck, der beinahe 3000 Stimmen erhalten Hat. Die zweitstärkste Gruppe mit etwa 1500 Stimmen der H a p o e l hazair. Beide Gruppen stehen sich ziemlich nahe und befinden, sich im Gegensatz zu den weiter linksstehenden kommunistischen und P o a l e Zion- Arbeite in. Ueber die Ergebnisse der Beratirngen wird noch zn berichten sein. dneslaflen. A, Kunstadt (Bratislava). 10,000 Ml. erhalten S. Br. in M. Wir sind bereit, das uns freundlichst zugesandte Manuskript in der Peffach-Nummer zur Beröffentlichung zu bringen, doch wird eS nötig sein mit ein paar kleinen Aenderungen gegen Schluß Mißverständnissen entgegenzutreten. Besten Dank. Frl. G. S—r, Franks. Ihr Wunsch, daß wir die RedaktionSartikel mit Autornamen versehen oder wenigstens signieren, scheint unS leider unerfüllbar. CS kommt nämlich bet einer RedakttonSglosse nicht darauf an, was dieser oder jeder meint, sondern auf die Stellungnahme des Blattes. Nicht unberechtigt mögen Ihre Wünsche bezüglich der belletristischen Beiträge auf der Feuilletonseite sein. Wir haben sie dem betreffenden Herrn anheimgeftelli, der Ihnen für das freundliche Interesse dankt und Besserung verspricht. - Am 25. 2. 23 eingegangen: Bon Selma Reis, Mcher-Brod, 1 Kr. für rückständiges Inserat; 28. 2- Isak Gerson, Mähr. Dstrav, Kr. 20. Mt den prachtvollen Rieschel-Wellsieb-Grudeherd im Gebrauch? Jede Hausfrau, der die Gesundheit und das Wohlergehen ihrer Angehörigen am Herzen liegt; jeder landwirtschaftliche Haushalt, jede Pension, jede Gastwirtschaft, jedes Hotel. Es gibt keinen Beruf, der nicht mit der Grudefeuerung mit Wellsieb arbeitete. Fleischer, Bäcker, Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Friseure, Gastwirte, Rechtsanwälte, Lehrer, Rentner, Landwirte usw. schwören auf den unübertrefflichen Rieschel-Wellsieb-Grudeherd. — — Lassen Sie sich die nächste Verkaufsstelle mitteilen! Deutsche Patent-Grudeofen-Fabrik Walter Rieseltet & Co. m.b.H. Liebertwolkwitz 304 bei'Leipzig. » , \'% •Vi ■ ' : rü 1 i -:S: •Vv. r . ■* .'-j f;:-i PHI ' f iina