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Der Israelit · 1923-03-08 · Heft 10 (8.3.1923) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
64 (1923)
Issue
Heft 10 (8.3.1923)
Date
1923-03-08
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Sette 6 Nr. 10. DerJSraelit M. Wr in L. ES ist uns nicht ganz klar, wieso die zwei letzteren Worte im Rätsel enthalten sein sollen. I. W. in Uetzlfeld. Ts verbleibt ein Rest für das 2. .Vierteljahr von 825 Mk. M. L. in R. Für den Monat März 590 Mk. W. Levh in-L. Die Esra-Heste erhalten Sie durch Dr. Arnold Merzbach, Berlin, Oranienburger stratze 65. M. Schin M. M. 825. I. G. trnW. Der am 14. 10. 1910 geborene Knabe wird wtsrt' /,ß Barmizwo. Bremen I. 1) Thoralkhranstatt Jeschirvo des HerrnRabb.Dr.Breuer, Friedberger Anl.4. 2) JeschiwaSThorasMoscheh des ^errn Rabb. Schneider, Grünestraße. Die Aufnahmebedingungen erfuhren Sie am besten bet den Anstalten direkt. Ein hebräisches Seminar, d. h. ei« solches mit hebräischer Unterrichtssprache, ist uns in Deutschland nicht bekannt. . verübt. Es wurden etwa 200 Gebetsmäntel gestohlen, ferner ein silberner Becher. Der Wert der gestohlenen Sachen beträgt etwa 800,000 M. Vermischtes. Frankfurt a. M., 4. März. Die Deutsch-Holländische PalästtnavcrwaUung schreibt uns: „Die von unserer Zentrale in Amsterdam, den Pektdrm und Arnarkalim der Gemeinden des Heiligen Landes, in der Regel hergesttltte Spendenliste würde nach den gegenwärtigen Druckpreijen Zwetdrittei des gesamten in Deutschland eingehenden Spendenbetrages verschlingen. Unter diesen Umständen glaubt die Verwaltung im Sinne der Spender zu handeln, wenn sie von der Herstellung der Spendenliste absieht." Köln, 5. März. Herr Dr. J.Scheftelowitz. Rabbiner der Synagogengemetnde ^und fett 1920 Prioatdozent für arische Philologie auf der Kölner Universttät ist zum Honorarprofessor an der genannten Universität ernannt worden. Professor Dr. Scheftklowitz entstammt einer Gelehrtenfamilie, die vor vieren Jahren aus Litauen nach Deutschland üt-ersiedelre. Sein Vater, Rabbi Bmjomtn Seftelowitz, ist in KönigSbeig »n Pr., wo er vor einigen Jahren gestorben ist, als hervorragender L2N. TD^n und D'DtP XI' noch ln Aller Erinnerung. Reinheim (Hessen), 27. Febr. Am letzten Sonntag fand yter wieder nach tanger Zeit vet der Rechnertn des Frauenvereins, Frau U. Frvhmann l. die General-Versammlung statt. Her^ Lehrer Borenkerg begrüßte die Anwesenden unb; verbreitere sich über die Ziele oes Vereins, die N'vai hpiS bezwecken. Herr U. Frohmann 1. stiftete in hochherziger Weise dem Verein 100,V00 M. anlätz ich der Ankuu.st seines ersten Enkels und zum Andenken an seinen Vater?"Xt, als GoischaU Frohmann-Stiftung. Die Zinsen sollen für n r verwendet werden. Zum Vorstand wurde einstimmig Frau Max Kartsberg gewühlt. Bet feinen Torten und Kaffee verweilte die Versammlung noch längere Zeit. Mbge der Verein weiter blühen und gedeihen und möchten sich noch mehrere solcher Stifter finden. München, 14. Jan. Wett in der Verfilmung von Lessings „staryan der Weife", der Jude in edlem Menschentum erscheint, sahen die Sachverständigen der Münchener Retchsfiimkunststelle dartn eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit. Die Fllm- OberprüsungSstelle tn Berlin gab dann „Nathan den Weisen" frei. Hinter der Komik dieses Münchener antisemitischen Faschings grinst aber ein gefährlicher, bitterer Ernst politischen und geseUschasrlichen Verfalls und fafztsttscher Unkultur. Emden, 14. Jan. Anläßlich des Jahrzeitstages S. R. Htrschs hatte die Arbeitsgemeinschaft jüd. Vereine die Mitglieder zu einer Gedächtnisfeier eingeladen. Nach einigen einleitenden Worten gab Herr Jakab v. d. Walde ein Lebensbild des großen Mannes. Herr Lehrer Gottschmk berlchtete an Hand vorliegender Ortginalakten einige interessante Begebenheiten aus der Rabbtnerzett Htrschs in Emden während der Jahre 1841—1817. Lann verlas Herr Wolf Valk dle de« kannten Streitschriften gegen Dr. Hes. Nachdem noch die Betrachtung „Die jüdische Wegzehrung" oorgelesen worden war, schloß der Letter den Abend mu dem Wunsche, daß der tseift S. R. Htrschs in uns als den Angehörigen einer seiner früheren Gemeinden wieder neu aufleben möge. Mülheim' (Ruhr), 8. Jan. In der Synagoge wurde in der Nacht auf Sonntag ein Etnbruchsdiebstahl rv* Schumann-Theater i% ui*. IO Spezialitäten IO von internationalem Ruf Jeden Sonntag Nachm. 3 Uhr bei klein. Preisen: Grosse Familienvorstellung. Anfang Groß-Frankfurt An-f-a"g 8 Uhr. 8 Uhr. WtfkinlrlmiQA Irma v. Körfy, Ilse Petersen, Dr. Allos W CllllUdUdC nnd dag Märzprograin™ Tofianplni« Tanzvorführungen, Palaisballorehester 1 Donnerstas.Samstas.Sonnt.Einlaß7 Uhr. Donnerstag,Samstag,Sonnt. Einlaß 7 Uhr. Wiener ffaffpA Original ungarische Zigeuner- W Mgugr Mnec _ kapeueGyallay Peri. - Frankfurter Berichte. Gottfchatk Oowschmidt?"r, Mitten im Sabbatfrtedest ist Gottschalk Gold sch m id r feiner Gattin ms X2n abw gefolgt, eine Zeitspanne von nur 6 Wochen liegt zwischen dem Tode der Ehegatten, von denen man sagen kann: D’öWi o’anjttrr mea Romani nmrD, „die im Lebcn eng und treu zusammenhtellen sind nun auch im Tode ungerrennr" Ein N1N' ist mit ihm dahingegangen, der auf ein Leben rastlosen Fleißes uns unermüdlichen Pflichteifers zurürkvlrcken konnte, dessen Rechtschaffenheit und Lamerretr im Handel und Wandet als leuchtendes Beispiel dasteht. Er war das Borvild eines jüdischen Handwerkers, der durch, seine Frömmigkeit und Gewissenhaftigkeit seinen Stand geadelt und sich bei der Ausübung feines Berufes durch die musterhafte Erfüllung des nstP iw'p ouszeichneie. In Etnfachbeit und Bescheidenheit wandelnd, gewährte es ihm die größte Befriedigung, seine Kinde». echt jüdische Häuser gründen zu sehen. Welcher Beliebtheit und Wert- Ichatzung sich dreier biedere und wackere Mann in allen Kreisen erfreute, zeigte sich, vet der üoecauS großen Letlnayme an der -'fr. Möge der niDT des treuen Verklärten den Kindern und Enkeln vetsteyen. ,T'2SXi. Gnrhü§«ng einer Gedenktafel. Eine Feier von eigener Weihe vereinigte am Sonntag Nachmittag ein großes Auditorium in der Realschule der Jsraelittichen RettgionSgesellschast. Es galt, eine Gedenktafel zu enthüllen, die oie Namen von 72 früheren Schülern der Schute, die im Dienste des Larerlanves den Heldentod ans beul Felde der Ehre gesunden haben, für alle Zeiten verewigt. Die Lasel, ein Knnsrwerc in Marmor, ist von der Firma S. H o l l ä n d e r hergestellt. Mit ernster Musik, Gesang und freier Rede wurde der Anlaß gefeiert. Rach einer höchst stimmungsvollen Traueronvertnre begrüßte der Vorsitzende des Eltern bei rares, Herr Siegfried R e u b e r g e r, die Errschienenen uno dankte all denen, die an der Errichtung des Denk- Rnrnen öes Sch, Lange für Schule und Lehrerkollegium. Herr Studienrat Max Munk als Teilnehmer des Feldzuges Zeichnete in feinsinniger Zusarnmensasinng die Gedantengänge eines Frontsoldaten in beschaulichen Augenblicken der Kampfesruhe über „den wieder ins Paradies weisen". Zuletzt brachte noch Herr Pros. Dr. B o n d i zum AnSoruck, was das Herz der Lehrer bei dem jähen Lebensavschluß derer, die ihnen in den Jahren oes Werdens so sehr in oie Seele gewachsen waren, tief bewegt, nnd unter den getragenen Klängen der Kapelle erhob sich Bankreihe nach Bantreihe, um in feierlichem Zuge hinalif an der Gedenktafel vorbei zu defilieren. Der Orchesterverein und die verstärkten Ehöre leisteten unter hon bewährten Leitung des Herrn Mar 3t e ll m a n n Hervorragendes. Die zwischen den einzelnen Reden 'ertönenden Gebete und Psalmgesänge, zum Teil unter Solomitwirkung des Herrn Kantor S t e i n b c r g e r, wirkten geradezu erhebend. Die Feier war des Anlasses würdig und wird uns in steter Erinnerung bleiben. Das große Aerhör. Das große Verhör, die Jahresprüfnng der Thoralehranstalt Jeschiwah, fand am letzten Sonntag Nachmittag in den Räumen der Jeschiwah in Anwesenheit des Herrn Rabbiners, der Dozenten, des Kuratoriums und vieler Mitglieder statt, lieber 50 Jünger, zur Hälfte aus Deutschland stammend, saßen vor ihren offenen Folianten, und es war eine Freude, mit anzusehen, wie beschlagen und kapitelsicher auch die Jüngsten Rede und Antwort standen. Mit Hilfe der bewährten Dozenten wurden auch in diesem Jahre wie der Herr Rabbiner in eindrucksvoller Schlußrede feststellte, zur talmndischen Ausbildung der Jugend in Deutschland hervorragende Leistungen erzielt,' sowohl im Hauptschinr wie int Nebenschinr, der allahkNOlich unter non DT!: 'vp2 ftanfinfcet. Unter den älteren Bachnrim wird auch fleißig and mit bestem Ersolg das bester der v'jdivD oearvetter. Bei der Gelegenheit fei noch erwähnt, daß der Herr Rabbiner in diesen Tagen auch die unteren Abteilungen der Jefchiwa, in denen über hundert noch schulpflichtige Knaben unter Leitung von Dozenten int Nebenamte mehrmals in der Woche Gemoro lernen, inspiziert hat und sich über das Resultat der Prüfilugen sehr befriedigt äußerte. Are. Uurirnfeier der Ksra-Gruppe. Die am Montag im Bolksblldungshetm post kestum abgehaltene Purimfeter der hiesigen Esra-Gruppe brachte Lust und Leben, Betrieb und ehrliche Fröhlichkeit, wie es für ein Fest der Jugend sich ziemt, g 8. März 1923 <?3 i.ab strahlende Kindergesichler und noch strahlendere Mütter und Vater, die die Leistungen ihrer Lieben fiel ßig beklatschten. Herr Dr. Paul K u l p als Vorsitzender, hielt eine schöne Festrede/worauf die einzelnen fleißig etngeübten und mit Liebe durchgesührten Attraktionen folgten. Anmutige Kinderlänze auf der Bühne; erheiterten das Auge und Rundgesänge erfreuten das Ohr. Zwischendurch produzierten sich junge ESräer mit Wort und Witz und zum Teile ganz geistreichen Thora-Parodien. Lebende Bilder aus der Geschichte der Esra und der Megiloh, sowie kleine Aufführungen fanden' reichen, wohlverdienten Bet« fall, und zum Schluß ging noch ein Theaterstückchen über die Bühne, das „Ein Sederabend der Esra" benannt, für Kenner der Verhälintffe an der Hand der Hägada bekannte Personen und Vorgänge der Esra ausspielte. Man war froh und heiter, man amüsierte sich gut, aber darüber hinaus mar es doch erhebend zu beobachten, welch zahlreiche frohgemute Jugend sich hier um die Führer und Führertnnen schart, um sich in der jüdischen Lebensanschauung zu befestigen und für jüdische Arbeit der Zukunft vorzubereiten. IttchLigfleÄ'ttng. Im Berichte über die Purimfeier der A. I.- Jugendgruppe in der letzten Nummer ist dem Berichterstatter insofern ein Irrtum unterlaufen, als das Doppel-Quartett sowohl wie der gemischte Ehor nicht allein aus Mitgliedern des Synagogenchors der "Jsraelirtschen Reltgionsgesellschaft bestanoen, sondern sich auch aus Mitgliedern des Synagvgenchors Börne« platz, zusammensetzten. UatMud-Mora-Nerei«. Im Talmud - Thora - Verein werden im Monat März folgende Vorträge gehalten: Samstag, 10. März, abends 6 Uhr: ne>& bv;; Herr S. Unna. — Samstag, 17. März, abends 0,15 Uhr: nvv b\tf; Herr S.Unna. — Samstag, 24. März, avends 6.30 Uhr: nov 21V nap; Herr Rabb. Aff. L i p i n L k y.— Samstag, 31. März, abends 6,30 Uhr: nos 7L» man; Herr S. Unna. Sämtliche Borträge finden im Hörsaal der Gemeinde-Synagoge, Börneplatz, statt und ist auch die Teilnahme von Damen erwünscht. Vmwkalender. Berei« Mekor Ehaji«. SamStag nach Schul: „Dintm"; Herr Rektor Falk. — n a ch m. 4 Uhr, im BereinSlokale: „Mlkro"; Herr Lehrer Goldschmidt. Sonntag, abends6*/* Uhr, Langestr. 18.: Midrasch"; Herr Dr. S. Eyrmann. Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: ^Gemoro" Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Dienstag abend 6 Uhr und Sonntag früh 9'/« Uhr: „Gemoro"; Herr R. A. G. Posen. Donnerstag alend 7 Uhr: „Mischnah"; Herr Rektor Falk. Allabendlich ,/Schaß-Lernen"; Herr H. Halpern. I ah rzeitsti sinnig S lernen. Samstag: Moses Löb Rosenbaum-Stiftung. Sonntag: Mirjam Hirsch-Stiftung, Janni Joseph- Stiftung. Montag: Clementine Goldschmiöt'Stistnng, Olga Lion- Stiftung. Mittwoch: Therese Roos-Stiftung. Donnerstag.: Direktor Mendel Hirsch-Stiftung. Freitag: Sofie Bier-Stiftung. ' Ag«d«s Jiseoel-JugendgrupNe. Freitag, 8—10 Uhr: „Chumisch mit Raschi"}■ Herr ■. M. Novack. Samstag vorm. 7*12—1 Uhr: „Gemoro^; HE Halpern. — lltlO Uhr: „Gemoroschiur" der Ortsgruppe. — 8/410—11 Uhr: „Gemoroh Sukkoth"; Herr Dr. I. Posen, Am Tiergarten 42. — 7,11 Uhr: „Chaje Odom-Schiur"; Herr Dr. W. Hofmann, Eschenheimer Anlage 1. — 12—1 Uhr: „Thauroy mit Raschi"; Herr Lehrer Hirschberg. 2—4 Uyr: „Chumisch mit Raschi", 4—5 uhr: „Chaje Odom, „HUches SchabboS"; Herr M. Novack. — nachm. 3-4 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. W. H o fm a n n. — 1 Stunde vor Nacht: „Gemoroh Sanhedrin"; Herr Dr. Ehr mann. — Abends 7,9—10 Uhr: „Gemoroh Braches"; Herr M. Novack. Sonntag vorm. 8—9 Uhr: „Chumisch mit Raschi"; Herr Leop. Oppenheimer, abends 8 Uhr: Sanitätskurs; Dr. Rothschild. Montag 8—9 Uhr: „Mischnajoth" für Fortgeschrittene; Herr Herm. Hirschberg. - 7xj4—81/i Uhr: „Gemoroh.Sänhedrtn"; Herr Dr. S. Ehrmann. Dienstag abend 7,9—7,10 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. W. Hofmann. -- 8—9 Uhr: „Dintm" für Anfänger; Herr Ludwig Frank. — 9 Uhr: BücherauSgave. Mittwochabend 9-10 Uhr: „Mischnajoth" für Anfänger; Herr Dr. Rothschild. — 7,9—7,10 Uhr: „Gemoroh-Sanhedrtn"; Herr Dr. S. Eyrmann. — 9-10 Uhr: Bürostunde. Donnerstag abend 8—9 Uhr: „Mischnajoth" für Fortgeschrittene; Hexr Herm. Htrschberg. —

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