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Der Israelit · 1922-12-28 · Heft 52 (28.12.1922) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
63 (1922)
Issue
Heft 52 (28.12.1922)
Date
1922-12-28
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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»er JSraeM. *k* . .. öte reaktionären Parteien aufgerufen. Da die Bewegung auf alle höheren Schulen Rumäniens übergreift wüßte -er Kultusminister alle Schulen schließen. Bei den Kämpfen wurde der Bukarests Polizeigeneral Ni kol e o n u verwundet. Personalien. Amtsjubiläum des Herrn Rabbiner Dr. Jsak Unna. Mannheim, 17. Dez. * Der gestrige naisn erhielt seine besondere Weihe durch die Frier der 25. Wiederkehr des Dienstantritts des Herrn Rabbiner Dr. U n n a an der Claus- Synagoge (Lemle Moses Claus-Stiftung). Die jetzige angesehene Stellung der gesetzestreuen Minderheit innerhalb der Mannheimer Israelitischen Gemeinde ist der Et folg der segensreichen Wirksamkeit von Herrn Rabbiner Dr. Unna. Es ist nur das Berdienst dieser Persönlichkeit, daß die Aufrechterhaltung — ja, man kann sagen, Erhaltung überhaupt — der rituellen Einrichtungen innerhalb Mannheims nach den strengsten Richtlinien der Lhauro gesichert ist. Am Freitag abend war die Synagoge bis auf den letzten Platz zum Festgottesdienste gefüllt. Nach dem üblichen Gottesdienste, der durch eben von dem Synagogenchor vorgetragenen neuen nrt na? verschönert wurde, ergriff der erste Vorsitzende der Israelitischen Gemeinde, Herr Oberrat Max Goldschmidr, das Wort, um Herrn Dr. Unna Dank zu sagen, für sein selbst, loses Wirken und seine wertvollen Dienste für das Wohl der Gemeinde. In sinnigen min nm richtete der ParneS, Herr Direktor Rosenvaum an den Jubilar herzliche Worte der Anerkennung für sein stetes Interesse und seine aufopfernde Tätigkeit als Führer der Gemeinde. Tiefbewegt von dem Eindruck der Stunde begann der Jubttar mit dem Dank an 'n, und die anwesenden Vorstände der Gemeinde, deren Bemühungen es gelang, dem Klausrabbiner die Stellung eines Gemeinderabbiners zu sichern. Mit dem Wunsche, -atz tfn ihm weiter Kraft und Stärke zur Erfüllung seines hohen Amtes verleihen möge, schloß der Jubilar mit einem lebhaften Appell an seine Gemeinde, ihn in der Ausführung seines verantwortungsvollen Dienstes zu unterstützen. Ein Schlutzgefang des SynagvgenchvrS deendigte die erhebende Feier. Zu einer begeisterten Kundgebung gestaltete sich die rot? ’KJtis nach dem großen Saale der August Lamey- Loge etnberufene Festveranstaltung, deren überaus zahlreicher Besuch beredtes Zeugnis ablegte von der Beliebtheit des geistigen Oberhauptes der Gemeinde. Der vorzüglich geschulte Synagogenchor unter der bewährten Leitung seines Dirigenten, Herrn Theodor Bodenhetm, e, öffnete die Feier mit einem erhebenden Gesang. Diesem folgte etn von Herrn Oberstudtenrat H e t n e m a n n, Ludwtgshasen, verfaßter und von dessen Tochter vor getragener Prolog. Seiner Festrede legte Herr Studienrat Dr. Lev i, Mannhetm-LudwtgShasen, den Gedanken zugrunde, daß a»nn>keinen PerfonenkulluS kennen, daß unsere v'Svn 'i'v)N neben der jumi besonders die INI des van TOTO zur Pflicht gemacht haben, denn wir ehren in dem van TOTO die nTO selbst, die er vertritt. So auch fei die heutige Feier gedacht; befonders dem van "TOTO fei die Huldigung dargebracht. Im Aufträge des Synagogenrates überbrachte Herr Dr. Julius Mosetzdie Glückwünsche der Gemeinde und begrüßte gleichzeitig den Jubilar namens des Badischen Sberrates der Israeliten atS neues Mitglied der gesetzgebenden Landessynode. Herr Joseph Trauü sprach namens der Gem emdebeamten nnd Herr Theodor Gräber tm Aufträge der Vereinigung der Vstjuden. Den Dank für die Tätigkeit deS Jubilars im „Verein zur Wahrung der Interessen deS gefetzeStreuen Judentums in Baden", erstattete Herr Synagogenrat Eduard Bauer, während Herr Rechtsanwalt Dr. Staadecker die eifrige Mitarbeit an den Bestrebungen der Bne BrithLoge hervorhebend erwähnte. Als Vertreter der „Beerdigungsbruderschaft" rühmte Statt jeder besonderen Anzeige! Bruno Galetvshi und Brau, geh. Caro, Berlin W. 15, Kurfürstendamm 167, Mabbinet' Dr. A. Cohn und Frau geb. Cohn, Basel, Eulerstr. 19 beehren sich Freunde und Bekannte von der n"x am . , 1. Januar 1923 Mmüaa’ dm 13. Teiih'sm in Berlin im Brüdervereinshaus, Kurfürstenstr. 115 um 1Va Uhr stattfindenden Termählungsfeier ihrer Kinder JRose und Ma/i'CUS Kenntnis zu geben. Dr. iur. Marcus Cohn Bose Cohn geb. Qalewski Vermählte Tewes 5683 Basel, Austr. 16 Uns freundlichst zugedachte telegraphische Glückwünsche bitten wir für wohltätige Zwecke ablösen za wollen. Herr Studkenrat Dr. Moses Buttenwiefer den Jubilar als Borbild steter Pflichttreue und Hilfsbereitschaft, woraus der aus Frankfurt herbeigeeilte Freund und Mitschüler des Jubilars, Herr Rabbiner Dr. Jakob Horowttz in herzlichen Worten der angenehmen langjährigen Beziehungen zu Herrn Dr. Unna gedachte und ihn als den Lievltngsfchüler seines verstorbenen Vaters, Herrn Rabbiner Dr. M. Horowitz Vit und als einen der strebsamsten Vorkämpfer jüdischen Geistes und jüdischer Wiffenfchaft schilderte. Für die Schüler und den Bund Jüdischer Akademiker (V. I. A. Heidelberg) dankte in zündenden Worten Herr cand. med. Michael Würzburger dem unermüdlichen ai und großen Pädagogen mit dem Gelöbnis der Treue zur Fahne der Tradition. Nun ergriff Herr Rabbiner Dr. Unna selbst daS Wort, dankte allen Rednern für die vielen Beweise inniger Freundschaft und beteuerte, daß er nicht auS perfönttchem Ehrgeiz seine Zustimmung zu der heutigen Feier gegeben habe; ihm sei es nur darum zu tun gewesen, eine Gelegenheit zu schaffen, den Sinn für Eintracht und Frieden innerhalb der Gemeinde zu heben. Um den gemütlichen Teil des Abends bemühten sich in erfolgreicher Weife Frl. Mathilde Lazarus und Herr Max Schuster (Solo), Frl. Gertrud Tr aub und Herr Siegfried Feith (Rezitation), Herr Oberkanior Eppstein (Jargonlieder) und Frau Oskar Rerwttzer .mit Frl. Liefe! Bauer am Flügel. Oppenhetmsche „Lebende Bilder" beschloffen den wohlgelungenen Abend. Mergentheim, 2S. Dez. Die hiesige jüdische Gemeinde steht noch ganz unter dem Eindruck des unerwarteten und furchtbaren Verlustes, den fie durch den Tod der in allen Bevölkerungskretsen verehrten Gattin ihres früheren Rabbiners, der Frau Dr. Betty Sänger erlitten hat. Den Sabbatabend verbrachte sie noch inmitten der Gemeinbemitglieder, unter denen sie so gerne geweilt, anläßtich eines zu Chanucka veranstalteten Vergnügens und alle freuten sich ob ihres heiteren, fast jugendlichen Wesens. Und selbst den ganzen Sonntag ging sie noch ihren menschenfreundlichen Werken nach, die der Zweck ihres Lebens waren, ohne zu ahne», daß am Abend dieses Tages der Todesengel in nur wenigen Minuten sie auS dieser Welt in jene andere, für die sie sich ihr ganzes Leben hindurch vorbereitet hatte, entführen sollte. Erlitt sie auch so den Tod, für den sie gebetet, so traf ihr jäher Heimgang Familie und Gemeinde umso niederdrückender. Nicht was Kinder und Angehörige verloren, soll hier zum Ausdruck kommen, sondern was dem Judentum genommen und was den Bielen, in deren Mitte sie gelebt, entrissen, soll ausgesprochen sein. Seit dem vor 13V2 Jahren erfolgten Tode ihres Gatten, dem sie eine n rwx im schönsten Sinne des Wortes gewesen, war ihr ganzes Ltben etn einziges großes LiebeSwerk. Sie kannte keinen Unterschied zwischen Arm und Reich, zwischen Hoch und Niedrig, für sie war jeder Mensch das Ebenbild Gottes, mit dem sich zu freuen in Stunden des Glückes sie beseeligte, mit dem jedes irdische Leid innigst zu teilen, sie befriedigte und ihr Herzensgebot gewesen. Wie ihr ganzes Leben ein Gottesdienst war, so hatte fie ihr Hauö zu einem Heiligtum gestaltet, darin Israels Gott verehrt und der Thora Wort strengstens befolgt worden ist. Mit ihr scheidet eine Persönlichkeit aus der Gemeinde, die jeder gekannt und jeder verehrt, die von jedem geschätzt und geliebt worden ist. In der Stunde ihrer Beisetzung zeigte sich trotz des schlechten Weiters, die innige und aufrichtige Teilnahme, die Inden und Christen ohne Unterschied ihr bezeugten. An ihrer Bahre sprach nach dem OrtSraböiner Dr. Kahn, der ihre Verdienste als RabdinerSgatttn und als Vorsitzende des Jüdischen Frauen-BereinS besonders hervorhob, der älteste Sohn, der Rabbiner an der Breslauer Synagogengemeinde, Dr. Sänger. Er dankte in seinem und der Geschwister Namen aus tiefbewegtem Herzen der allverehrten Mutter, die ihnen auf allen ihren Lebenswegen Vorbild und Leitstern gewesen. n'MTO. Vermischtes. Berlin, 24. Dez. Jüdische Jugendblätter der „Esra", Redaktion und Verlag Berlin, Heft 3 des 4. Jahrgangs ist erschienen. Nachdem die beiden vorausbegangenen Hefte die Themata „Wir und unsere Litern", „Juden und Ntchtjuden" behandelten, handelt Heft 3 über „Unsere Mahlzeit". Das Heft enthält Kalender-Erinnerungen, raia 'VW ^>ans», „Die volle, offene, heilige und weite Hand", „Salz und Brot macht Wangen ror", „Wie benimmt man sich beim Esten", „Fragen", „Josef und seine Brüder", „R. Samuel Hanagid", ,,'N Utb iiT law», „Was bedeuten Chanucka und Purim?", „Was ist vtvn »vro?", Adresse der Redaktion, Oranienburgerstr. 66. Vnefkasten. B. R. in Fr. Frau Rosa Mannheimer hat sich letzwtllig jedweden Nachrufes verbeten. F. W in Kitzingen Abonnementsabteilung und Inseraten-Expedition sind streng voneinander getrennt. ES ist technisch ganz unmöglich, die Nachnahme der Abonnementsgebühr mit derjenigen für eine zufällig Serade aufgegebene Anzeige zu vereinigen. Jeder Senner eines ZeitungSbetriebeS wird Ihnen das bestätigen. Offerten find bis dato noch nicht eingolaufen. - 28. Verelnskalender. Bereis MeLsr Ghajim. Sam S tag nach Schul: „Dlnim"; Herr Rektor Falk. — nachm. SV, Uhr, im Beretnslokale: „M t r r o"; Herr Louis Kahn. Sonntagabend 6 Uhr, „Jecheskel", Dr. J.Breu<r. Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: „Gemoro"; Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Dienstag abrnd S Uhr und Sonntag früh 9lU Uhr: „Gemoro"; Herr R. A. G. Posen. Donnerstag abend 7 Uhr: „Mifchnah"; Herr Rektor Falk. JahrzettstiftungSlernen. Samstag, Sara Moos, geb. Hirsch-Stistung. Sonntag, Justizrat Dr. Naftali Hirsch-Stiftung. Dienstag, Aron MofeS Schwarzschild-Stiftung. Freitag, Adolf Rosenbaum-Stiftung — Sophie Lehmann-Stiftung. Allmorgendlich „Mtschnalernen". Allabendlich „Schatz.Lernen";HerrH.H alpern. Theater Löweahof. Bühne: Direktor S. Bergmann, Regie: 8. Zucker, Geschäftsleiter H. Burstin._ Auf allgemeines Verlangen vom Publikum: Samstag n. Sonntag den 20. u. 31. Dezember: Die letzten 2 Vorstellungen: DER DIBUK fpUH in) in 3 Akten von Sch, Anski. Montag, den I. Januar 1923. Neul Neu! Zurück zu mein Volk Lebensbild in 4 Akten von Sofia Bialoj. Dienstag n. Mittwoch, den 2. tu 3. Januar. Die hiblisclie Operette* Die Opferung Isaacs pnx* rnpp von A. Goldfaden. Donnerstag, den 4. Januar. Ehrenabend von Sch. Zucker u. M. Apelojg. Die nationale Operette: Jankev und Eisew in 4 Akten und 6 Bildern von Latainer. Das geehrte Publikum wird höfl. ersucht, sich mit Karten zu versehen, da nur 200 Sitzplätze vorhanden sind. Während des Spiels ist feein Einlaß! Anfang 8 Uhr. Einlaß 7™ Uhr. Die gelösten Karten haben nur am selben Tag Gültigkeit Vorverkauf Hotel Löwenhof, Hanauer Lanihtr. 38, Telefon Hansa 2489. Telefonisch bestellte Karten müssen bis spätestens 7 Uhr abgeholt werden, andernfalls dieselben anderweitig verkauft werden. Die Direktion. ] SCHUMANN- 5 Theater 1 TSglich 71/, Uhr: f Große Dezember- J Spezialitäten-Programme. j Jeden Sonntag 3 Uhr: I GROSSE FREMDENVORSTELLUNG, fl Kleine Preise Volles Programm jtaMMf i Tanzpalais | Das vornehmste r. Abendlokal | □ □ Wiener Kaffee □ □ | Original-Zigeunerkapelle Banka Pista. ) Weinklause Claira Waldoll u. das große Dezember- Cabaret-Programm,

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