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Der Israelit · 1922-11-02 · Heft 44 (2.11.1922) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
63 (1922)
Issue
Heft 44 (2.11.1922)
Date
1922-11-02
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Bitte 8 Ho. 44 Ln Msaekt. s. November 1VW. lange Jahre erfreulicher Aortentwickluas beschieden sein Goldene «Hschzett. Maier Ncuberger und Frau, Kleine Obermainstratze 17, begehen «m kommenden jdip, den 4. November, s. G. to. das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Dienstzndikärrm. Im Krankenhause der israelitischen Gemeinde wurde am Sonntag. den 3V. Oktober, das 35 jährige Dienstjubiläum der Wirtschafterin Frl. Mathilde Strauß festlich begangen. Der Jubilarin wurden vom Pflegamt, den Aerzten, Schwestern und Angestellten, wertvolle Geschenke überreicht. Die Veranstaltung zeugte von der Beliebtheit, deren stch Frl. Strauß in ihrem Wirkungskreis erfreut. . Almosen6asten der Israelitischen Gemeinde. Brot und Kartoffeln haben Preise erreicht, die für einen Teil der Bevölkerung unerschwinglich find. Für den Winterbedarf vorzusorgen ist eine unserer notwendigsten, aber auch kostspieligsten Aufgaben. Wir wenden uns an alle Glaubensgenossen mit der dringenden Bitte: Gebt so reichlich als Ihr könnt! Zuwendungen werden aus Postscheckkonto Nr. 5331 erbeten. herein Gegenseitigkeit. Laut Beschluß des Vorstands vom 11. Oktober 1922 wurde der Mitglieds-eitrag für das Jahr 1923 auf 100 Mk., das Eintrittsgeld für neue Mitglieder auf mindestens 200 Mk. festgesetzt. Angesichts der außerordentlich gestiegenen Holzpreise kann die bisherige freiwillige und kostenlose Lieferung des Holzes für die Särge seitens des Vereins nicht mehr bei« behalten werden. Die Jsraelittsche Gemeinde und die Shnagogengemeinde Israelitische Religionsgesellschaft werden das für Anfertigung der Särge erforderliche Holz dem Verein zur Verfügung stellen und bei ihren Begräbnisgebühren in Ansatz bringen. Per Golem von Im Löwenhof wird von der „Wiener derrtsch- Wrischen Operette" noch weiter „Der Golem" gespielt. Es hat seinen eigenen Reiz, diese Materie die man bis jetzt aus Buch und Theater nur in nichtjüdischer Bearbeitung' gesehen hat, hier von jüdischen Künstlern erfaßt und künstlerisch bewälttgt zu sehen. Schon die ergreifenden, kantoral hervorragenden hebräischen und jüdischen Einleitungsgesänge lohnen den Besuch. Das Stück ist mit viel lustigen Schnurren und Possen ausgestattet, die den Ernst und die Tragik der Handlung angenehm' unterbrechen. Jüdische Iramnvereinignng Das Winterprogramm der Jüdischen Frauenvereinigung beginnt Sonntag, den 5. November, abends 6 Uhr, pünktlich im Hörsaal Friedberger Anlage 5 mit dem Kurs des Herrn Dr. Joseph Breuer „Aus dem häuslichen Pslichtenkreis der jüdischen Frau". Der Kurs wird 'jeweils int Tageskalender beS „Israelit" bekanntgegeben. Die geselligen Züsainnrenkünste mit Rezitationen und Gesangsvvrträgen finden diesen Winter im „Jüdischen Heim" statt. Tee wird kostenlos verabreicht. Das erste Zusammensein ist Dienstag, den 7. Nov., 41/2 Uhr. Aernfsöeratung rrnd Kröeitsnachweks. Der Verein „Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden", Börnrstr. 54/56, Postscheckkonto 40 348 Tel. Hansa 7085 (Israel. Gemeinde) schreibt unS: Unter den vielen jüdischen Wohlfahrtseinrichtungen, die in Frankfurt existieren, nimmt der Verein Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden sozusagen eine hervotragende Stelle ein. Der Verein hat stch zur Ausgabe gestellt, arbeitslosen, aber arbeitswilligen Juden Arbeit und Stellung zu verschaffen. Daß dies keine leichte Aufgabe ist, besonders für ausländische Juden braucht hier wohl nicht betont zu werden. Eine kleine Anzahl älterer Herren mit echt jüdischem Gemüt be. müden sich tagtäglich diesen Leuten Stellung zu ver» schaffen, damit sie nicht in die traurige Lage kommen, Almosen zu nehmen. . Der Verein handelt nach dem Schrtstwort: „Wenn dein Bruder verarmt und seine Hand erlahmt, so sollst du ihn stützen, damit er nicht sinkt," und der Mensch sinkt, wenn er Almosen annimmt. Der Birein muß deshalb alle Glaubensgenossen bitten, ihn materiell und ideell zu unterstützen, denn durch die enorme Geldentwertung find die Ausgaben außer» ordentlich gewachsen, während die Einnahmen gewisser» maßen die gleichen geblieben find. Die ideelle Bitte geht dahin, alle Geschäftsinhaber, Fabriken, Handwerker re. zu bitten, Arbeitsgelegenheit anzuzeigen; man wird für paffendes Personal Sorge tragen. Der Verein sucht auch schulentlassenen Knaben passende Lehrstellen zu Ostern zu verschaffen und wird daher gebeten, offene Lehrstellen dem Verein zu melden. (ES mutz beachtet werden, daß der Verein auch Stellen vermittelt, die die Beobachtung des Sabbats nicht gestatten; religiöse Bewerber müssen daher von vornherein betonen, daß fie nur Stellen mit freiem Sabbat annehmen. Red.) Israelitische Gemeinde. Zum Gemeinderabbiner an der Börneplatz-Synagoge als Nachfolger Rabbiner Dr. Nobels s. A. ist Herr Rabbiner Dr. Hoffmann auS Radautz (Bukowina), gewählt worden. — Die Gemeinde gibt seit JahreS» beginn einen „amtlichen Anzeiger der Gemeinbever» waltungheraus, der an die Mitglieder unentgeltlich versandt wird. In der unS vorliegenden zweiten Nummer berichtete Rabbiner Dr. Sellginann über die „Organisation LeS jüdischen Religionsunterrichts" tn der Gemeinde, danach wird an 41 städtischen Schulen und Privatschulen Religionsunterricht erteilt und zwar in „tolerantem, jeder Richtung gerecht werdendem Sinne". Bon den insgesamt 1396 Kindern lernten 873 das ist 62°/, hebräisch, aber nicht in diesem Religionsunterricht, sondern tn der ReligionSschule am Hermes» weg, den hebräischen Unterrichisanstalten und privat. Ein Aufsatz von Gemeindesekretär Meyer schildert die Geldnöte der Gemeinde in Ziffern, die zur Stunde wohl schon längst stark überholt find. Eine Anzeige fordert zur Mazzos.Borbestellung bei den Bäckern aus unter Beifügung von 200 Mk. für das Pfund als Anzahlung. Sereln-kalen-er. Brrei» Mekor Ghali«. Ireitag abend nach Schul: „Mikro"; Herr Loui» Kahn. Samstag nach Schul: „Dinim"; Herr Rektor Falk. — na chm..3'/.Uhr, im BereinSlokale: „En Jakow"; Herr Redakteur Schachnowttz. Sonntag abend 6 Uhr: „Midrasch"; Herr Oberlehrer Jos. Kaufmann. Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: „Gemoro"; Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Dienstag abend 6 Uhr und Sonntag früh »V« Uhr: „G?moro"; Herr 8t. A. G. Posen. Donnerstag abend 7 Uhr: „Mischnah"; Herr Rektor Falk. Aümorgendltch „Mischnalernen". Allabendlich „Schatz-Lernen"; Herr H. H a l p e r n. JahrzeitSfttstungslernen. Samstag: Isaak HeSdörffer»S1iftung. Dienstag: Eva Lob-Stiftuna Freitag: Erich Hofmann-Stistung. Agudas Jisroel-Jngendgrnppr. Montag */,9—1/stO Uhr: „Gemoroh-Sanbebrin"; Herr Dr. S.Ehrmann. — 8 -0Uhr:„Mischna- 'joth" für Fortgeschrittene; Herr Hermann Htrschberg. DtenStag abend 8—9 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. W. Hofmann. — VzO-'/rlO Uhr: „Dinim" für Anfänger; Herr Ludwig Frank. Mittwoch abend 9—10 Uhr: „Mischnajoth" für Anfänger; Herr Dr. Rothsch ild. — 7a9- V210 Uhr : „Gemoroh Sanhedrtn; Herr Dr. Ehrmann.— 9-10 Uhr: Büroftunde. Donnerstag abend 8—9 Uhr: „Mischnajoth" für Fortgeschrittene; Herr Herm. Htrschberg. — 9—10 Uhr: „19 Briese von S. R.Hirsch"; Herr Dr. Ehrmann. — °/,9 Uhr: BücherauSgabe. Freitag nach Schul: „Sidrahvortrag"; Herr Leopold Oppenheimer. — abends 8 Uhr: Gemütliches Beisammensein. Samstag vorm. V2IO-I Uh.: „Gemoro"; Herr Holpern. — li,i 0 Uhr: „Gemorofchiur" der D Heirat! G Für intelligentes, gemütvoller Mädchen, 27 Jahre, bescheiden und häuslich erzogen, (Deutsche in Holland wohnhaft) Mitgift 5000.— Holland. Gulden, wird die Bekanntschaft, eines sympathischen Herrn in gesicherter Lebensstellung, bis zu 35 Jahre gesucht. Frankfurt bevorzugt, doch keine Bedingung! Angebote (am liebsten mit Bild) au die Expedition dieses Blattes unter Chiffre 8722. Ich suche für meine Tochter, 25 Jahre alt, im Geschäft und Haushalt sehr tüchtig, einen streng religiöseu Gatten, Mitgift Hundert Tausend Mark sowie gute Aussteuer. Offerten tuiter Nr. 8726 an die Expedition dieses Blattes. Suche für meine Schwester, 34 I., streng orthodox, ans achtbar. Familie, nett, eins, erzog, gleichgesinnt. Herrn, evtl.Wwr., zwecks Heirat Mitgift vorhanden. Offert, unt. Chiffre »750 an die Exp. d. Bl. Heirat ins Ausland. Ein wohlhabenderWitwer, Photograph im Ausland, 35 Jahre alt, gut gebildete Persönlichkeit von edlem Charakter, musikalisch, sucht ein Mädchen od. eine kinderlose Witwe im Alter^ von »0 I. die musikalisch gebildet ist u. die Wtrtschast gut versteht. Russische Mädchen bevorzugt. Mitgift unnötig. Photogr. erbet. Strengste Diskretion zugefichert. Angebote mit. Nr. 8740 an die «xp. d. Bl. Israelitische Heirat. Suche f. m. Schwägerin, 30 I. stattliche Fignr, sehr geschäftstüchtig, anspruchslos, religiös, häuslich erzogen 150 Mill. u. Ia. Jriedensaurstener evtl, kompt. 3 Zlmmerwohnnng fit Frkft.a.M. paffende Partie. Offerten unter 8747 an die Exped. dS. Blattes. Tüchtiger, veruiögender junger Mann ans gutem Hause, mit eigenem Geschäft, sucht die VekauniMaft eines frommen Mädchens bis 34 Jahren mit korpulenter Figur, reflekt. wird auf gute Erziehung u. nur wirklich fesche Figur. Mitgift völlig Nebensache. Verschwiegenheit Ehrensache. Zuschriften mit Lichtbild u. näherer Angabe erbeten uut*>r 9?r. 8731 an die Expedition ds^-Blattes. Ortsgruppe. — '/«IO—11 Uhr: „Gemoroh Sukkoth": Herr Dr. I. Pvsen, Am Tiergarten 42. — 12—1 Uhr: „Thauroh mit Nascht"? Herr Lehrer Htrschberg. nachm. 3-4 Uhr: „Gemoro";HerrDr.W. Hofmann. — 1 Stunde vor Nacht„Gemoroh Sanhedrtn"; Herr Dr. Ehrmann. Ag«das Jisrorl.MSdÄengrnPtze. Montag abend, 10 Uhr: „Newijtm"; Herr S. Unna, Kleine Obermatnftr. 30. Dienstag abend 9—10 Uhr: „Dintm"; Herr Dr. Weg er. Mittwoch abend V.9—1/,10 Uhr: „Lese- und AuS» spracheabend"; Frau Dr. Munk, Leerbachstr. K Donnerstag abend9-10Uhr:„19Briefev.Hirsch" Herr Dr. Ehrmann. Freitag nach Schul: „Sidrahvorirag"; Herr Leop. Oppenheimer. SamStag vorm. V*12—Uhr: „Tehillim": Herr Louis Kahn. — nachm. 4—5 Uhr: „Thauro" Herr A. Htrschberg. Zeire Emune Jisroel, Hanauerlandstr. 17«. Alltäglich Montag bi- Donnerstag inkl. S Uhr abends in den Räumen der Aguda: „Dinim". Montag und Mittwoch 71/3 Uhr abends^ Rechneigraben 5. unter Leitung des Herrn Rabb. Weber: rawi pki tnaa., Dienstag und Donnerlag 8 Uhr aberrds, in den Räumen der Aguda: bwsj. Samstag abend 8 Uhr: „Melawe Malkofeier" und Begrüßung des als Gast anwesenden Herrn M 0 n d r y auS Polen. Mitglieder der Jugendgruppe willkommen. Bereits fn SamStag nachm, nach „Mincha", Hörsaal Fried»- berger Anlage, Herr Pros. Dr. Sulzbach. Beshamidrasch, Oftrndstrast« 18 Sonntag vorm, von 8—'/»1V Uhr, Montag-. Dien-tgg Und Donnerstag abends vorr */,9-10 Uhr: „Gemoro" aep ton; Herr Rechtsanwalt Dr. Breuer. O"V-Berein. Alltäglich von Sonntag bis Donnerstag abends 727 Uhr: „,T*i 'bö"; Herr Rabbiner S° Weber. Geßetzrtte«. Freitag abend 4.30. SamStag morgen S.—. SamStag nachm. 4.—. SamStag abend 5.45. WochengotteSdtenft: MargrnS 6.30. Nachm. 4.30t 1 ■ ——— ■ 1— Aamiliennachrichten. Geburten. Eine Tochter: Lehrer Max Goldfchmidt (geb. Faik)^Sandweg 74. Fttrgeö. LSjähr. strengst. Lehrerstochter, sparsam v. tüchtig, wird pass. Lebensgefährte solider Kaufmann oder Lehrer gesucht. Gute. neue Schlaf-, Eßzimmer. Kücheneinrichtung sowie kompl. Aussteuer stehen als zeitgemäße Mttgabe zur Bersügnng. Vermittlung v. Augehör. erw. u. Angebote aus Süddentschland Vorzugs, z. Händ. interessierender Verwandt, erb. uni. Chiffre „Zeit 8744" an öie (S&ebition ös. Bl. He iral wünscht selbständiger Kaufmann. Inhaber eines gutgehenden Geschäftes in westfälischer Großstadt (29 Jahre, kriegsverletzt, Beinamputation, von angenehmem Aeußern und großem Vermögen) mit einer hübschen, musikalischen Dame im Alter von20-25 Jahren. Mitgift von ca. 2 Millionen u. kompletter Wohnungsaussteuer erwünscht. Ehrlich gemeinte Zuschriften m. Bild (welches znrückgesandt wird) erbitte an die Expedition dieser Blatteunter Nr. 8725. Vermittler verbeten. Tüchtigem jungen Mann ist Gelegenheit geboten in ein Wein- «.Gpirittiosengefchäst eu xro« einzuheiraten uitft sofort Teilhaber zu werden. Brtteffende Dame ist 22 Jahre alt, selten guter Charakter, wirklich häuslich und tüchtig. Angebote unter Nr. 8738 an die Expedition d§. Blattes. Einheirat Gesucht wird für Verwandte,, hübsches, gesundes, gutmütig, u. tüchtiges Mädchen, Mitte 30mit eig« sehr gutgeh. gemischt. Warenhaus sowie grötz. Privatvermögen n. Haus in kl. Stadt Mitrelsrankens ein tücht. ralig. mögt, bianchekundiger Herr auchohne eigenes Kapital aus guter Familie. Offerten unter 8713 an die Expedition dieses Blattes. für zwei große streng fromme- Partien gesucht. Offerte» unt. F. I. N. 981 an Rvdvlf Moffe, Frankfurt a. M. lLGSWÄLL! IM ( Zatl 89 T«I. Haasa 2278;! Bohnerwachs 1 und; sämtliche Pulzart kel | | Apofhekcr Schneemann, i _i

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