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Der Israelit · 1922-09-21 · Heft 38 (21.9.1922) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
63 (1922)
Issue
Heft 38 (21.9.1922)
Date
1922-09-21
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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i gelte 6 Nr. Der Israel« Teil den hervorragenden Männern zuzuschreiben, die hier wirkten. Da ist vor allem der bekannte Reb Mosche Merzig. der dort vor 100 Jahren lebte und dessen Bild man noch heute in sehr vielen Familien des^Saulandes findet. Zu ihm ptlgertcn Schüler von nah und fern, aus Deutschland und Frankreich. Einer seiner bekanntesten Schüler war ein Godchaux Schnerb aus Touft der sein Schwiegersohn wurde. Er gründete vor 75 Jahren den jüdischen Synagogenchor und führte ihn zu großer Blüte. Ec schenkte dem synagoal.-n Gesang viele neue Weisen, die noch heule — so auch in Frankfurt a. M- — gesungen werden. Dieser Lynagogenchor wuchs sich zu einer besonderen Bedeutung für die Merziger Gemeinde aus. Im anzugehören, galt als eine Ehre. Und so finden wir noch heute hervorragende, ergraute Männer neben Knaben als tätig Milwirkende. Unter diesen Umständen ist es begreiflich, daß die Merziger Gemeinde den Wunsch hatte, den Tag des 75 jährigen Bestehens des Chores festttch zu begehen. Aus fernsten Ländern, aus Brasilien, dann auch aus der Schweiz, aus Luxemburg und aus oft len Teilen Deutschlands waren geborene Merziger herbeigeströmt, und die drei hierfür angesetzten Tage, der 16, 17. und IS. Juni wurden zu wahren Festtagen. Im vorigen Jahre war durch den Trierer Maler, Max Lazarus, die Synagoge in einer so eigenartigen Weise ausgemalt worden, daß man hier von einem Wendepunkt in der künstlerischen Behandlung derartiger Ausgaben sprechen kann. Die Merziger Gemeinde ist eine Sehenswürdigkeit geworden. Die Feier begann mit dem Freitagabend Festgollesdtenst, an dem der unter der trefflichen Leitung des Sohnes des Gründers, Herr Isaak Schnerb, stehende Chor zeigte, datz er auch heule noch auf einer für d'e Verhältnisse ungewöhnlichen Höbe steht. Die Feier fand ihre Fortsetzung in dem Festgottesdienst am Samstagmorgen. Hier ist die seltene Tatsache hervorzuhebcn, dah über lOu 000 Mark geschnobert wurden. Ein Herr Edmund Hanau stiftete den Fonds zur Gründung eines jüdi chen Altersheimes, das zu Eh.en des grotzen Lehrers und Gründers des Synagogenchores den Namen Godchaux Schnerb-Sriflung erhielt. Die Feier fand erst Sonntagabend ihren Abschluß in Festspielen aus der Geschichte der Gemeinde, deren hervorragende theatt Mische Darbteiungen jenseits jedes DiletantiSmus standen. Wir könnten es nur als ein Glück bezeichnen, wenn die Geschlosst nheit des Merziger G metndetebens befruchtend auf andere jüdische Gemeinden wirken würde. Die Merziger Gemeinde aber und ihrem Shnagogenchor: Ad blas hamoschiach! Theatw Die große Modenschau mit dem neuen internationalenVarieteprogramm Sonntag, 3 Uhr: Große Fremdenvorstellung Gross Frankfurt Weinklause. Tanzpalais. Das führende Kabarett Das vornehme Westdeutschlands. ABENDLOKAL. Wiener Kaffee Ungarische Kapelle. Eigene Konditorei. Erfahrung zu bezeugen, in welch' schwieriger Weise der Einkauf in Triest von statten geht. Hochachtungsvoll A. Rothschild. MW. Kaufmann. es uns selbst überlasten bleiben, darüber zu befinden, welche Berichte Aufnahme verdienen. A. R. in E- Besten Dank für die Zusendung, die wir jedoch infolge Raummangels nicht verwenden kö»men. Sprechsaal. Die Geburt ihres Sohnes WALTER JOHN zeigen hocherfreut mit rüits nöTim rQTi:*®»»w felix Strauss und 9rau Bertha geb. Caro. Kopenhagen, Ostbanegade ll. Vriefkasten. C K ln Fr. Der „Versuch" ist für uns ungeeignet. Manuskript steht Ihnen zur Verfügung. A. I. in Wien. Die „chassidtsche Erzählung" entbehrt der Pointe, die ihre Veröffentlichung rechtfertigen sollte. Kl. M. in A. Die Tendenz des Gedichtes eignet sich für uns nicht. Manuskript steht Ihnen zur Verfügung < I Sch. in Fr. Der Bericht ist aus Bersehen während der Ferienabwesenheti des zuständigen Redakteurs liegen gebl'eben und erscheint jetzt nachträglich. Für Ihre Ratschläge danken wir bestens, doch muß Zur Esrogim - Verteuerung. Frankfurt a. M., 18. Sept. 23. Verehrte Schriftleitung des „Israelit" Hier Wir sind dem Herrn Dr. Spitz in Gailingen dankbar, datz er uns durch sein „Eingesandt" im JSraelit No. 37 Gelegenheit gibt, über die ESrogimprcise dieses Jahres Aufklärung zu geben. Die Unterzeichneten haben Ende Juli d. I. ein Circular versandt, in welchem auf Basis des damaligen Kurses von M. 16.— per Lire ein Preis von M. 400.— angenommen worden ist, um festzustellen, welches Quantum zu diesem vermeintlichen Höchststände der Lire in Frage kommen könnte. Eine Eindeckung konnte und durfte aus kaufmännischen Gründen nicht erfolgen, da die Möglichkeit vorlag, daß der Kurs bis zum Einkauf der Ware rückläufig würde und diese sich dadurch verteuere. Leider haben sich die Valulaverhättnisie verschlechtert und glauben die Importeure. durch Eindockung zu einem noch günstigen Kurse die Jnteresten der Consumenlen gewahrt zu haben, sodatz sie in der Lage sind die complellen Brba Minim zu dem müßigen Preise von M. 1700.- bis M. 2300.- liefern zu können — während der Preis zum Höhststande der Lire auf das doppelte gekommen wäre. Die Unterzeichneten bedauern selbst aufs lebhafteste, daß die wirtschaftlichen Berhältniste nicht jedermann gestatten, MizwaS Lulof durch Anschaffung eigener Arba Minim zu erfüllen und würden es im eigenen Jntereffe gerne sehen, wenn eine größere Anzahl gekauft werden würde. Zum Schluffe möchten wir doch nicht unerwähnt lasten, datz die Esrogim nicht nach Tischo beaw nach Triest kommen, sondern erst Rösch Chodesch Clnl und daß auch da nicht gleich gekauft werden kann, da erst durch kluges Abwarten ein angemeffener Einkaufspreis erzielt wird. Im übrigen ist ein Vertreter der Freien Vereinigung in der Lage dnrch eigene Vereikskslenim. Bereis Mekor Ehaii«. Samstag nach Schluß der Synagoge: „Dintm^; Herr Rektor Falk. - nachm. 41/, Uhr: Mikro"; Herr Hermann Jrankenthal. Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: -Gemoro"; Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Dienstag abend 6 Uhr: „Gemoro"; Herr R. Ä. G. Posen. Donnerstag abend 6 Uhr: „Mifchnah",' Herr Rektor Falk. Allmorgendltch „Mischnalernen". Allabendlich „Schatz-Lernen";HerrH.Halpern. Jahrzeitsstiftungs lernen. Freitag: Moritz Kallmann Stiftung. AgrrdaS JiSroek-Juseirvgrrrppe. Donnerstag abend */*9 Uhr: „VücherauSgabe". Montag bis Freitag 8/47—V*8 Uhr: „Gemoro Sanhedrim",- Herr Dr. Ehrmann. 1 Tag Roschhaschonoh, nachm. 5 Uhr: Vortrag des Herrn H alpern: „Roschhaschonoh - Gedanken". An beiden Roschhaschonoh-Tagen nachm. 3 Uhr: „Tehellimsagen". Montag und Donnerstag vonS-IOUHr: „Mischnajvs" für Anfänger; Herr Herrn. Hirschberg. Dienstag abend 8 Uhr: „Gemvro") Herr D. Sofm ann. — 7a9 Uhr: „Dinim" für Anfänger; err Ludwig Frank. Mittwoch abends O Uhr: „Mischnajoth" für Anfängers Herr Dr. Rothschild. Zeire Emune Jisroel, Hanauerlaudstr. IV. , Alltäglich Montag bis Donnerstag inkl.8Uhr abends in den Räumen der Aguda „Dinim". Montag und Mittwoch 7'/, Uhr abends Rcchneigraben 5, unter Leitung des Herrn Rabb. Weber nsvn twn tnöi. Dienstag und Donnertag 8 Uhr abends in den Räumen der Aguda dw:m. Bgudas Fisroel-MSdchengrrrppe» Montag abend, 9 Uhr: „Newijim",- Herr S. Unna, Kleine Obermainstr. 80. Donnerstag abend lls9 Uhr: „Hirschlektüre"; Herr Dr. Ehrmann. Verein fr, jvi1?. VsmStag nachm, nach „Mincha", Hörsaar Fried» öerger Anlage, Herr Prof. Dr. Sulzbach. nwn row. Freitag ctfcfnß 5.55 Sam stag morgen 5.5b, I. Tag Predigt. SamSta« nachm. 4.30. Abends I. Tag 7.10. Festesausgang 7.10. Wochengottesdtenst: Morgens 5.15. Nachm. 5.20. Montag morgens 5.—; „ nachm. 5.45. Samiliennachrichten. Geburten. Einen Sohn: Leopold Löwenthal, Oberer Atzemer 19. Verlobte- Lina Neumann, Grüneftratze 19, mir Samuel Jmmergut, Allerheiligenstraß? 85. Freie Vereinigung L d. Interessen d. orthod JudenfumsE.V. -=^- Ausbildung von Mohelim -.. Die Ausbildung findet in Frankfurt a. Bl. oder Berlin statt. Junge Leute von streng religiöser Gesinnung und Lebensführung wollen ihre Meldungen für Frankflirt a. BI. an unser hiesiges Bureau Sohiitzenstraße 14, für Berlin an Herrn Jacob Lei), Oranten* bnrgerstraße 69. richten. Die Dauer der Ausbildung bewegt sieh je nach der persönlichen Eignung und sonstigen Umständen zwischen 4 und 8 Wochen. Die finanziellen Zuschüsse zu den Kosten des Aufenthaltes in Frankfurt und Berlin werden, soweit notwendig, von uns auf Grund der Anträge der Bewerber von Fall zu Fall festgesetzt. Der entsprechende Antrag ist an unser Bureau zu richten. Freie Vereinigung ifir die Interessen des orthodoxen Judentums £. V. 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