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Der Israelit · 1922-09-14 · Heft 37 (14.9.1922) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
63 (1922)
Issue
Heft 37 (14.9.1922)
Date
1922-09-14
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Der Israelit. Nr. 87 Sette 7 7 U. September 1933 Erfolg begonnenen Versuche, ein „jüdisches Kurheim" zu gründen, sind leider infolge der Not oer Zeit nicht weit gediehen. Trotz seines hilflosen Zustandes ist Herr Spiro rastlos tätig; besonders hat er durch Herausgabe der Werke: „Führer und Ratgeber für Bad Oeynhausen" und „Die deutschen Kurorte, ihre Heilmittel und Einrichtungen" großen Nutzen gebracht. Willmars i. Unterfr., 10. Sevt Das älteste Mit. giied der hiesigen israelitischen Kultusgemeinde, Herr Gustav Jakob, feierte am 4. September in seltener körperlicher und geistiger Frische seinen 80. Geburtstag. Daß sich Herr Jakob allgemeiner Wertschätzung und Beliebtheit erfreut, beweisen die zahlreichen Ehrungen, die ihm an seinem Jubellag von Nah und Fern zuteil wurden. Möge dem Jubilar noch ein recht langer, Heiterer und sorgenloser Lebensabend beschiedsu sein. Vermischtes. Pfungstadt, 27. August. Nicht so zahlreich sind eben in unserer hastenden, vornehmlich dem Geldc und dem Besitz gewidmeten Zeit die Stunden, in denen wir, entrückt der Erdenschwere und den Geschehnissen des Tages, nur dem Erhabenen und Göttlichen leben. Solche Weihestunden erlebte die Jüdische Gemeinde Pfungstadt am vergangenen &udö'!P/d rav von seinem Eintritt bis zu seinem Ausgang. Es galt ein NA2."! JV2 festlich zu begehen. Der Initiative -es 1. Vorsitze:-den, des Herrn Mo ritz Mainzer, gelang es unter Mithilfe einiger amerikanischer Freunde, ehemaliger Pfungstädter Söhne und einiger Gemeindemitglieder die Mittel aufzubringen, die altehrwürdige Synagoge von außen und innen zu renowieren und sie in des Wortes wahrster Bedeutung in neuem Glanze erstrahlen zu lassen. Architekt und Handwerker gaben ihr Bestes und schufen im Innern ein harmonisch farbensattes, wahrhaft künstlerisches Werk. Am Freitag Abend versammelte sich die Geminde und auswärtige Gäste unter Führung ihres rcrehrten Raw, des Herrn Rabb. Dr. Marx, Darmstadt, der den Festsabbath inmitten der Gemeinde verbrachte, im Betsaal zum nwv» Gebet. Hierauf wurden die mm nnc in festlichem Zuge in das in hellem Lichte erstrahlende altneue Gotteshaus und unter den Klängen des 'n um den Almemor getragen. Sodann gab der 1. Vorsitzende, Herr Moritz Mainzer in bewegten Worten den Gefühlen -er Stunde Ausdruck. Er dankte den hochherzigen Spendern, dem Architekten Herrn Grund, sowie allen, die zum Gelingen des schönen Werkes beigetragen haben, und gab der Hoffnung Ausdruck, datz das schöne Gotteshaus anspornend und aneifernd auf die Gemeinde wirke, und sMüt zum Ausgangs, punkt neuen echr jüdischen Lebens werde. Herr David Hertz dankte dem 1. Vorfitzenden für den rastlosen Eiker, mit bet et bß§ Werk geplant und gefördert und in unermüdlicher Hingabe bis zum glücklichen Ende geführt hat. Dann erklangen die Worte des Herrn Rabbiner durch den festlichen Raum. Herrliche Thorarvorte gaben der heiligen Stunde die Wethe. Mächtig und dröhnend, begeistert und begeisternd drangen sie an Ohr und Herz der Hörermahnend und warnend, eingedenk zu sein der Tradition der Jahrhunderte alten Gemeinde, in deren Mitte v'ele Große in Israel lebten und wirkten. Dann ertönte das Gebet, zum Empfange der Sabbatbraut nbs nn N27 Herr Leopold Rothschild trug'es, unterstützt von einem aus Gemeindemitgltedern gebildeten Chor, mit prächtiger Stimme vor. Das 2'7pv°Geöet, von Herrn Lehrer Zuckermann schön vorgetragen, beschloß den Abend. Am rot* Morgen nach dem PP1V - Gebet fand in der Synagoge unter Beteiligung von Vertretern der Behörden und der Getstlichkett die feierliche Enthüllung der mit reichem Blumenschmuck umgebenen von den Gemeindemitgliedern gestifteten Ehrentafel für SCHUMANN- Tfeeatsp Die große Modenschau müdem neuen internationalen Variet^programm Sonntag, 3 Uhr: Große Fremdenvorstellung Gross-Frankfurt Weinklause. Tanzpalais. Das führende Kabarett Das vornehme Westdeutschlands. ABENDLOKAL. Wiener Kaffee Ungarische Kapelle. Eigene Konditorei. die im Kriege gefallenen Söhne der Kehilloh statt. Herr Leopold Rothschild, der im Namen des Vorstandes den Gedenkstein seiner Bestimmung übergab, widmete einige Worte dem Gedächtnis der gefallenen Helden, die ihr Leben im Dienste des Vaterlanees und der Gemeinde Hingaben. Und wieder sprach Herr Rabb. Dr. Marx und weihte den Ste'n in ttesergreifender erschütternder Rede. 'Das D'cmn 28 von Herrn Lehrer Zucker mann nnd Gesänge des Chors befchloffen die Feier. Noch einmal nach dem Iimv-Gebet versammelte sich die ganze Gemeinde, Männer und Frauen in der Synagoge, um einem Vorträge des Herrn Rabbiners zu lauschen. Und dann kam die Abschiedsstunde dieses festlichen Sabbats, der allen Teilnehmern unvergeßlich bleiben wird. Mögen die Hoffnungen, die der rührige Parnes an die Ausrichtung der GotteLsiäiie geknüpft, sich in reichem Maße erfüllen, mögen Alt und Jung, besoders die Kinder, die den Ereigniffen des Tages mit leuchtenden Augen gefolgt, eingedenk der heiligen Stunden bleiben zum Segen von Gemeinde nnd ^72. Flieden, 12. Aug. Es wurde immer als ein großer Mangel empfunden,, daß die hiesige Gemeinde nicht im Besitze eintzLmodernen Mikwoh war. Wiederholt mußte das alte Trauenbad, das nicht immer den Vorschriften drs p*i entsprach, durch den verstorbenen Prvvinzialrabbiner Dr. M. Cahn V'St in Fulda ge. schlossen worden. Endlich entschloß sich unser Synagogenältester, Herr Katz, zu einem Neubau. Unter Leitung des Architekten Herrn Schäfer und des Unternehmers H. Nieser ist nun eine Mikwoh entstanden, die alle unsere Erwartungen bet weitem übertrifft. Es ist ein wahres Kunstwerk der Baukunst. Verschiedene Fachmänner, die schon viele Frauenbäder besichtigten, behaupten, eine schönere Mikwoh noch nicht gesehen zu haben. Jedoch hat der prachtvolle Bau einen Kostenaufwand von nahezu 100000 Mk. erfordert. Es darf dem Synagogenältesten Herrn Kotz, der den Bau des Frauenbads aus eigenes Risiko Übernommen hat, der öffentliche Dank ausgesprochen werden. Hoffentlich gelingt es ihm, die noch fehlenden Gelder im Betrage von ea. 30.000 Mk. aufzubrittgsv. Karlsruhe, 9. Aug. Auf Anregung der Herren Rob. Dr. Schiffer und Josef Lupolianski hier, ist zu Gunsten der notleidenden Brüder in Rußland eine größere Geldsamvrlung veranstaltet worden, die über 200.000 Mk. ergeben hat, ferner verpflichtete sich der Einzelne zu wöchentlich einem Laib Brot, deffen Ertrag ebenfalls den Hungernden zu Gute kommen soll. Vriefkasten. W. H. in Baltimore: Ans Ihre Anfrage wird uns vorn Rabbinat mitgeteilt: „Vor allem ist es nötig zu wissen, ob der Kaffee keine Beimischungen enthält, die uns verboten sind. Hierzu müßte man die Herstellung genau kermen. Allem' Anschein nach enthält der Kaffee irgend eine Beimischung. Vorausgesetzt, daß diese Beimischung nichts Unerlaubtes enthält nnd vorausgesetzt, daß der Kaffee gekocht war, darf man ihn am N22> in folgender Wetse gebrauchen: Man gieße das heiße Wasser, das man vom N2L»Osen nimmt, in ein anderes kaltes Gefäß. AuS diesem Gefäße »;£> '^2 darf man dann das Wasser auf das Kaffcepulver gießen. F L- Dauendorf. Gesandter Betrag ist eingegangen. Kalender 3683. Wir stellen unseren Abonnenten wie üblich gegen Einsendung der Versand-Gebühr von Mk. 2.50 1 Luach für das Jahr 5683 soweit der Vorrat reicht unentgeltlich zur Verfügung. Bestellungen erbitten wir biS spätestens 22. September. Fraukfurt a. M. Verlag des „Araelii" S. m. b. S. Frankfurter Berichte. Gin Fag iw Schaarc-Zedek-Kospiiat zu Jerusalem. So nennt sich ein kleines Bilderbüchlcin, das zeigt, wie die Spenden, die man dieser unerreicht dastehenden Institution zmvendet, benutzt werden. Zwecks bcfferer Versorgung der Palienten mit hygienisch einwandfreier Milch in genügenden Mengen, hält das Hospital eine An. zahl Kühe. Außer der befferen Versorgung mit Milch erzielt die Verwaltung durch die eigene Milchwirtschaft eine nicht unbedeutende Ersparnis. An dem Bilde, das gelegentlich einer Operationsvorbereitung ausgenommen wurde, erkennt der Beschauer, in welch' hervorragender Weise den modernen Anforderungen der Hygiene und - Asepsis Rechnung getragen ist. Eine Erweiterung de. technischen Hilfsmittel und Verbefferuug der Gesamt einrichtung — wie z. B. modernerer Beleuchtung ist jedoch erwünscht. Wohltätern ist hier Gelegenheit zu Sonder-Bewilligungen gegeben. Slichaus und 'Nijuliw-WortrSge im Mekor ßchajirn. Am 7>2v» findet eine Stunde vor Nacht im Hörsaale Friedberger Anlage, Vortrag deS Herrn Redakteur Schachnowitz über „Slichaus'^ statt. Sonntag abend 6% Uhr spricht Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer im VereinSiokale Langestraße 18, über „Ptjutim zu Jomktppur". Vmikskslender. Bereis Mekor Ehaii« Samstag nach Schluß der Synagoge ^Dinim"; Herr- Rektor Falk. - nachm. 41/, Uhr: ,Mikro«: Herr Louis Kahn. — Eine Stunde vor Nacht im Hörsaale Friedberger Anlage: „SltchauSgedankeri"; Herr Redakteur Schachnowitz. S 0 n n t a g v 0 r tu. 9«/4 Uhr: „Gemoro"; Herr R. A. G. Posen. — abends 0% Uhr im Bereinslokale: „Pijutim zu Jomkippur": Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: „Gemoro«; Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Dienstag abend 6 Uhr: „Gemoro") Herr R. A. G. Posen. Donnerstag abend 6 Uhr: „Mtschnah"; Herr Rektor Falk. Allworgenölich „Mschnalernen< Allabendlich „Schatz-Lernen",' Herr H. H a lp e r n. Jahrz eit s stiftungslernen. Dienstag: Ludwig Elieser Kallmann-Stiftnng. Mittwoch: Ahron Kattmann-Stiftung. Freitag: Esther Eschwege-Stiftung. Ak«daS JiSrsel-Jusendsrsppe. Donnerstag abend */49 Uhr: „Bücherausgabe". Samstag vorm. 11'/, Uhr: „Schaß": Herr H. Holpern. — nachm, 4 Uhr: „Gemoro" r Herr Dr. Hofmann. — % Stunde vor Nacht: Sldrah Vortrag. (Damen und Herren). Vs Stunde nach SabbatanSgang, Melawe Malkoh, gemeinsam mit den „Zeire emnne Jisrorl," im Bereinslokale. Sonntag vorm., 8 Uhr: „Chumisch mit Nascht"; Herr Leopold Oppenheimer. Dienstag abend 8 Uhr: „Gemoro"; Herr D. H 0sm an n. - '/,9 Uhr: „Dinim" für Anfänger- Herr Ludwig Frank. Mittwoch abends 9 Uhr: „Mlfchnajoth" für Anfänger,' Herr Dr. Rothschild. Sonntag, den 17. September (1. Selichau-tag),. Besichtigung des alren FriedhoseS, unter Leitung d?S Herrn S. Unna. Treffpunkt: Am Hauprportal, Börneplatz 4 Uhr. Gäste, Damen und Herren willkommen. Die Besichtigung findet nur bei günstigem Wetter statt. Zeire Emune Jisroet, Hanauerlandftr. 17. Alltäglich Montag bis Donnerstag inkl.8Uhr abends in den Räumen -er Aguda „Dinim". M und Mittwoch 7'/- Uhr abends Nechneigraben 5, unter Leitung des Herrn Rabb. Weber rwn iwn um Dienstag und Donnertag 8 Uhr abends in den Räumen der Aguda dto. Einige Mitglieder der Zeire Emune JiSroel stnbbereir, hebräischen Unterricht zu erteilen. Nähere Auskunst bet Herrn GrüngraS, Herbartstr. 21. «ignoas Stsroet-Mnochengruppe. S a m 5 t a g v 0 r m. 11 Vs Uhr: „Tehillim"; Herr LoutV Kahn. — nachm. 4 Uhr: „Thauro": Herr Lehrer Hirschberg.-5'/,-6'/.Uhr: „Pintim'- für Rauschhaschona an Hand des Machsor: Herr Dr. E h r m a n n. Montag abend, v Uhr: „Newijtm"- Herr S. Unna, Kleine Obermainstr. 30. Donnerstag abend ‘1,0 Uhr: „Hirfchlrktüre"; Herr Dr. Ehrmann. Verein \n m*?. Samstag nachm, nach „Mincha", Hörsaal Fried, berger Anlage, Herr Prof. Dr. Sulzbach. KeSetzriren. Freitag ade:re 6.10. Samstag morgen 8.—. Samstag nachm. 5.—, SamStag abend 7.25. Wochengottesdienst: Morgens 5.30. Nachm. 6.—. Sonntag morgens 5.15. Freitag morgens 4.30.

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