Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 63 (1922)
- Issue
- Heft 29 (20.7.1922)
- Date
- 1922-07-20
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Israelit. Nr. 39 Sette 7 20. Juli 1922 Amtes waltet, einen prächtig arrangierten Korb mit Lebens- und Genußmitteln, sowie eine Widmung, in der die vorbildliche Pflichttreue, die peinliche Gewissenhaftigkeit, die seltene Sachkenntnis, die fast sprichwörtliche Sparsamkeit für die Kultusgemeinde, die anspruchslose humorvolle Bescheidenheit, sowie die wunderbare Treue in der Wahrung und Uebermittlung der traditionellen synagogalen Gebräuche und Melodien zum Ausdruck kommen. Möge dem rüstigen Jubelgreis, von dessen Beliebtheit die allgemeine Anteilnahme weitester Kreise beredtes Zeugnis ablegte, noch ein langer, froher, gesunder Lebensabend beschteden sein. Vermischtes. Frankfurt a. M., 17. Juli. In unserer Redaktion erschien dieser Tage eine Frau Markus Silber mann aus Safed (Palästina), mit der Bitte, ihr bei Nachforschungen nach ihrem Ehemann behilflich zu sein. Herr Markus Stlvermann Ist noch vor einigen Wochen in Frankfurt a. M. gesehen worden, seitdem aber verschwunden. Es ist möglich, daß er sich an einem Badeplatze befindet. Wir bitten alle diejenigen, die in der Angelegenheit behilflich lein können, um zweckdienliche Mitteilungen. B erlitt, 15. Juni. Herr Dr. M. Hildesheimer schreibt uns: Für einen GerZedek, der aus innerster Ueberzeugung zum Judentum übergetreten ist, suche ich Stellung. Er ist ungefähr 35 Jahre alt, ununverheiratet, kräftig, ursprünglich Landwirt, war Hauptmann des deutschen Heeres und ist zuletzt in Kriegsgesellschaften ai8 Aufkäufer tätig gewesen. Er sucht Anschluß, wo er seine bis jetzt noch geringen religiösen Kenntnisse vertiefen kann. Anfragensind an Dr. Meier Hildesheimer, Berlin, Ltnienstratze 111, zu richten. Saloniki, 1. Juli. In den Kreisen der hiesigen jüdischen Gemeinde herrscht große Aufregung über die durch eine Zeitung bekannt gewordene Verwahrlosung des alten jüdischen Friedhofes von. Saloniki. Man hat sich um dieses ehrwürdige Denkmal vergangener Jahrhunderte so wenig bekümmert, daß Schafe und Rinder dort weiden und die Grabsteine -ohne weiteres dem Diebstahl preisgegeben sind. Es märe Hobe Zeit, daß die zuständigen Stellen -isser unerhörten Pielätsverletzung Einhalt tun. Schweiz .Wengen p, ^'"’SwBernerOber- M. .X. .'and Großer Preisabbau Gästen ans Valutasehwachen Ländern noch extra Ermäßigung Briefkasten. Z. F. in F. Nach der Adresse des Madrider Rabbiners ziehen wir Erkundigungen ein. Vor dem Kriege ist von spanischen Behörden, Körperschaften und Gelehrten aus die Vorteile, die dem Lande durch Rückkehr von Juden, insbesondere der spantoltschen Juden erwachsen würden, vielfach in Zeitungen und Briefen hiygewiese» worden. Seit 1914 haben wir darüber nichts gehört, vermuten aber, daß die Stimmung sich nicht geändert hat. Die wirtschaftlichen Verhältnisse sind in Spanien ebenso schwierig, wie tm übrigen Europa. Daß die früher infolge der historischen Erfahrungen in der jüdischen Volksseele vorhanden gewesene Abneigung gegen die Niederlassung in Spanten sich zu einem Cherem verdichtet habe, ist uns nicht bekannt. I. S. in Kiffingeu. Auf Ihre Karte vom 4. d. Mts. erwidern wir, daß Sie offenbar den „Israelit" direkt bei der dortigen Post bestellt und bezahlt haben. Nur so können wir uns erklären, daß die Post unS mittetlt, Sie hätten plötzlich die Annahme des „v o n uns eingewiesenen Exemplares verweigert und gleichzeitig dort bestellt." Wir bitten um Aufklärung. Frankfurter Kerichte. Joseph Kösterich y'2cr Bon schwerem Leiden ist am Sabbat der vor kurzem in den Ruhestand getretene älteste Lehrer der Israelitischen Volksschule, Herr Joseph Köster ich, erlöst morden. Ein jüdischer Mann von echtem Schrot und Korn, stramm und ausrecht wie in seinem äußeren Erscheinen auch im Innersten des Wesens, ist in ihm dahingegangen, eine Lehrerpersönlichkeit, die über vier Jahrzehnte ihr Bestes, Köstlichstes der Jugend gab, die auf dem Katheder die Schwere und Kleinlichkeit des Daseins vergaß und glücklich war im Lebensberufe wie im Kreise der Familie in Harrer, peinlichster Pflichterfüllung. Die Liebe und Sorgfalt seiner erwachsenen Kinder, von denen ein blühender Sohn allerdings im Weltkriege früh ins Grab sank, hatten dem Alternden einen behaglichen Lebensabend bereitet, besten er nur allzukurz sich erfreuen sollte. An der Bahre, der mehrere Klaffen der Schule voranschritten, zetchnete Herr RaSbinaisastestor G. PDsen in bewegter Rede ein Charakterbild deS Heimgegangenen, der als echter D’2*in rx pmto in den Herzen der Kleinsten die freundlich leuchtenden Sternlein der und hxt entzündet, worauf Herr Jacob Rosen heim namens der Schulverwaltung und Herr Lehrer Pkneas namens des Lehrerkollegiums den Gefühlen der Dankbarkeit und der Treue gegenüber dem Dahingeschiedenen Ausdruck verliehen. Möchte der Allgürige die gebeugte Wittwe, die ihrem Gatten immer tapfer zur Seite gestanden, in ihrem Schmerze aufrichten '«,28 NXL> *pra. N"222N. Agudas Iisroet-Iugevdgruppe. Sonntag, 23. Juli: Gemeinsames Schwimmen. Treffpunkt Uhrtürmchen, Jriedberger Anlage, nachm. 3 Uhr. Kgndas Iisroek-Iugend- und Mädchengruppe. Sonntag, 23. Juli: Führung durch das jüdische Museum. Treffpunkt Ecke Fahrgaste und Börnestraße, vorm. */*1.2 Uhr. Jüdischer Kuruvereiu. Bei den am Sonntag, den 16. Juli, aus getragenen Bezirkswettkämpfen des „Frankfurter Verbands für Turnsport" errang der hiesige Jüdische Turn- und Sportverein „Bar-Kochba" die Meisterschaft in der 4 X 100 rn-Staffel der L-Klaste (Goldschmidt, Katzenstetn, Oppenheim, Grünebaum). Ferner wurde Grünebaum Meister im 400 m Lauf. Vorlagen Divandecken in großer Auswahl | A. M. Thyssen Neue Mainzerstraße 20 3 Fernsprecher Hansa 1784 (3697) | Für verwandte Dame, 29 Jahre alt, streng fromm erzogen, gebildet, in Geschäft und Haushalt erfahren und tüchtig, von vornehmem Charakter und angenehmem Aeußeren suche ich echtiüöischen Kalten. Mitgift Mk. 150.000.— sowie vollständige Friedensausstattung. Solid eingerichtete 5 Zimmer-Wohnung in Großstadt vorhanden. Zuschriften eröeie» mm F. T. 4854 au Ala Haasenstein «. Bo «ler, Frankfurt am Main. Diskretion zugesichen. 3182 Ausländer!; Junger Mann, Mitte 30, selbst.! Kfm., (Pore) 25 I. in Dtschl., i m. g. Einkommen u. mittl.I Vermögen I wünscht Bekanntschaft mit geh. h. 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Herr, anfangs 30, Mitibaber des väterlichen Geschäfts, ichen streng religiöse Partie, »fferten n. 7726 an die Exped. eseS Blattes erbeten. Ich suche für meinen Freund, Mitte 10, streng »rch., vorn. Charakter, gebildeter Kauf»:, sehr vermögend, in Großstadt In Betracht kommen nur gebildete Damen ans erster orthodoxer Familie. Mitgift nicht erforderlich. Zuschriften unter F T. 1385» A. an Ala-HaasenfteinL Bögler, Frankfurt a. M. (3184 Vminskalender. Vereio Meter Tvaii«. SamStag nach Schluß der Synagoge „Dtnim". — 41/* Uhr: „Mikro",' Herr Lehrer Go ldfchmidt. Elve Stunde vor Nacht im Hörsaale Frtedberger Anlage.' „Midrasch") Herr Gustav Kaufmann. S o n n ta g o o r m. 9'/< Uhr: „Gemoro"; HerrR.A.G. Posen. Montag und Mittwoch abend? Uhr: „Gemoro"; Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Dienstag abend 6 Uhr: „Gemoro"; Herr R. A. G. Posen. Donnerstag abend 6 Uhr: „Mischnah"; Herr Rektor Falk. Allmorgendlich „Mtschnalernen". Allabendlich „Schaß - L einen"; Herr H. Halpern Jahrzei t st iftungs lernen. Donnerstag: Moritz Lewrn-Stistung. Freitag: Julius Hirsch-Stiftung. FtSroez-Fugeadarttvve. Samstag vorm. 11'/, Uhr: „Schaß"; Herr H. Halpern. — nachm. 4 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Hosmann. — */« Stunde vor Nacht: Sidrah-Bortrag; Herr Barnch Rabinowitz. (Damen und Herren). Sonntag vorm., 8 Uhr: „Chumtsch mit Raschi" Herr Leopold Oppenheimer. Montag vorm., sowie an allen anderen Wochentagen von b/^7-^8 Uhr: „Sanhedrin - Schiur". — 9 Uhr: „Mischna" für Fortgeschrittene; Herr Herm. Htrschberg. — 9 Uhr: ,.Newtjtm"; Herr S. Unna, Kleine Obermainstr. 30. (Herren und Damen). Dienstag abend *f,9 Uhr, „Dlnim für Anfänger",' Herr Ludw. Frank. — 9 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Hofmann. Mittwoch abend, 9 Uhr: „Sukkoh"; Herr H. Hatpern Donnerstag abend */,9 Uhr: Bücherausgabe. — 9 Uhr: Mischna für Fortgeschrittene; Herr Herm. Hirschberg.?Lgttdas FiSroel-Mabcheugrupve. SamStag vorm. 11*/« Uhr: „Tehillim"; Herr Louis Kahn. — nachm. 4 Uhr: „Thauro"; Herr Lehrer Hirf chberg. Montag abend, 9 Uhr: „Newijim"; Herr S. Unna, Kleine Obermainstr. 30. Verein jn rrb- Sam Stag nachm, nach „Mincha", Hörsaal Friedberger Anlage, Herr Pros. Dr. Sulzbach. Seöetzerrerr 'rov mtoü row- Freitag abend 7.30. S am st a ff morgen 7.45. Samstag nachm. 5.—. Samstag abrnd 9.20. Wochengottesdienst: Morgens 6.15. Nachm. 7.15. Famüiennachri'chlen. B armizwohfeier. Arnold, Sohn der Frau Wwe. Moses Deutsch. Windeckstr. 58, Synagoge Friedberger Anlage. — Ludwig, Sohn des Herrn Josef Blumenthal, Seumestraße (Ecke Sandweg 89). — Jakob, Sohn des Herrn Philipp Posen, Fichtestr. 8, Synagoge Fried - berger Anlage. Keirnt! Suche für Verwandle, sehr schön. Frl., 20 Jahre all, iutell. und geb. aus gut. rel. Fam., eine paffende Partie in gm. Positivu. Gedildeker Kanfiuann bevorznat. Mitgift t50—200 'Mille. Off. mögl. ni. Bild u. Chiffre 7818 u. d. Exp. In Frankfurt am Main Pension mit Logis für 14 jährigen Jungen in religiösem Hanse per l.Sept. gesucht. Ld. 8R«8>» l Birstein. 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