Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 63 (1922)
- Issue
- Heft 25 (22.6.1922)
- Date
- 1922-06-22
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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32. Juai 1«3 Der Israelit. Nr. 3» Seite 7 gleichzeitig mit Vertretern der amerikanischen Negierung Verhandlungen gepflogen, um die prinzipielle Zustimmung Amerikas zu der Ratifikation des syrischen Mandates zu erwirken. Sobald Amerika seine Zustimmung erteilt, wollen England und Frankreich die Ratifizierung ihrer Mandate beschleunigen, auch wenn bis dahin der türkische Friede noch nicht vollständig seirr sollte. # Arnevttra. Der amerifianiftfi-jüdifche Kongreß. London, 26. Mai. Rach telegraphischen Berichten^aus Philadelphia ist der von zionistischer Seite gewaltsam durchgesetzte, sogenannte „amerikanisch-jüdische Kongreß" am Sonntag zusammengetreten. Vertreten waren weder die weiten jüdischen Kreise, die das amerikanisch-jüdische Komitee repräsentiert, noch die Arbeiter, sodaß es sich um ein rein zionistisches Unternehmen handelt. Dem entsprechen auch die gefaßten Beschlüsse, die im wesentlichen auf eine Unterstützung des Keren hajessod htnauslaufen. Ucrtästincr. ßusllM öes misradi! - Vertreters aus Sem MaaS ieumi Jerusalem» 10. Juni. Rabbiner Ostrowski ist aus dem Waad Ifeeumi ausgetreten, weil die in das religiöse Leben tief eingreifenden Beschsüsse über die Zivilehe und das Erbrecht nach seiner Ueberzeugung gesetzestreuen Jubelt die fernere Mitarbeit unmöglich machen. Rabbiner Ostrowski erklärt, daß er für seine Entschließung zunächst nur persönlich die Verantwortung trage. Frankfurter Berichte Beratungsstelle für ostzüdifche Itüchtttnge. Die Beratungsstelle für oftjüdifche Flüchtlinge richtet im Jnseroten'etl erneut das dringende Ersuchen an die jüdische Bevölkerung Frankfurts, sie mit Kleidungsstücken, Schuhen und Wäsche für die oft das Notwendigste entbehrenden jüdischen Flüchtlinge aus dem Osten, die sich in unserer Stadt aufhalten, zu versehen. Die Ablieferung der Kleidungsstücke, Schuhe und Wäsche kann auch bei der Sozialen Kommission der Agudas Jisroel Jugendgruppe, Hanauerlandstraße 17, erfolgen. ZSilliges Misch. Die KaschruS Kommission, der Synagogengemeinde „Israelitische Religionsgesell schüft" schreibt uns: Die der Aufsicht unseres Rabbtnates unterstehenden Metzgereien veröffentlichen im Inseratenteil einer hiesigen Zeitung eine Mitteilung, die mehrere grobe Unrichtigkeiten enthält. Die Gemeindeverwaltung bat sich erst dann entschlossen, den Verkauf billigeren Fleisches, der aus weilen Kreisen des Mittelstandes der Gemeinde mit Recht dringend gefordert wurde, unter Wahrung der religiösen Vorschriften einer nichtjüdischen Metzgerei zu Überträgen als die unserer Aufsicht unterstehenden Metzgereien die Uebernahme dieses Fleischverkaufes wiederholt entschieden abgelehnt hatten. In einer vor Fassung des entscheidenden Beschlusses eigens etnberufenen Sitzung haben die vorgeladenen Metzger nochmals . ausdrücklich erklärt, daß sie die Abgabe billigeren Fleisches in jeder Form ablehnen, ganz einerlei, ob der Verkauf in ihren eigenen Lokalen oder einem besonderen Lokal erfolgt. Diese Erklärung ist protokollarisch niedergelegt. Die in dem Inserate enthaltene gegenteilige'Behauptung ist unwahr. Ebenso unwahr ist die Erklärung, daß der Fleisch' verkauf die Gemeinde bereits 50,606 M. gekostet habe- Abgesehen von den etwa 10,000 M. betragenden Ein' richtungskoston für das Ladenlokal erwachsen denk Gemeinde-Budget keinerlei einmalige oder dauernde, Auslagen." Anm. der Red. Es ist außerordentlich erfreulich und im Jntereffe deS schwer ringenden Mittelstandes aufs dankbarste zu begrüßen, daß die Verwaltungen beider hiesigen Synagogengemeinden den Verkauf billigen Fleisches organisiert haben. Lange genug hat die Oeffentlichkeil und auch die Presse auf die verhängnisvolle Preis-Politik der Koscherfleisch-Metzgei eien erfolglos hingewtefen. Vielleicht bekehren sich diese Metzgereien auf Grund ihrer praktischen Erfahrungen doch allmählich zu der Erkenntnis, daß es nicht augeht, lediglich den eigenen Erwerbssinn walten zu lassen, ohne irgend welche Rücksicht auf die Interessen der Allgemeinheit. SttersHülfe. Die „Zentrale für jüdische Wohlfahrtspflege" schreibt unS: Leute, dle ein Atter von mindestens 65 Jahren haben, deren Einkommen weniger olS 890- M. — wenn sie alleinstehend find — und 9000 M. — wenn sie verheiratet sind — beträgt und vom städtischen Wohlfahrtsamt nicht dauernd unterstützt werden, können von der „Altershilfe" einen Zu- Gross Frankfurt am Etohtnheimcp Turm TANZ-PALAST Kaffee ersten Ranges Weinkiauso ÜBST SCHUMANN - Theater mit dem sensationellen großen Programm ist heute das Tagesgespräch Täglich 7l)a Uhr: Große Vorstellung. Näheres siehe die Anschlagsäulen. schuß erhalten. Anmewungen nehmen entgegen die WohlfahrtSvereine der israelitischen (Sei etnbe und der Gemeinde der israel. Religtonsgesettschaft, sowie der Zentrale für jüdische Wohlfahrtspflege. Gleichzeitig wird daraus aufmerksam gemacht, daß die Sozialrentner, d. h. Personen, die e»ne staatliche Alters- oder Invalidenrente beziehen, bei dem Wohlfahrtsamt einen Amrog auf Erhöhung ihrer Rente a»f 4v00 M. stellen können. Voraussichtlich wird sich dieser Betrag nächstens aus 6000 M. erhöhen. Kteinrentner können bei der Hilfskasse des städtischen Wohlfahrtsamtes, Saalgaffe33, eine Beihilfe beauttragen Auskünfte erteilt die Zentrale für jüdische Wohlfahrtspflege, Stifrsstr. 30, Tel- Hansa 9548, Sprechstunden: 8 -1 und 3—5 Uhr. Der alle jüdische Iriedhof. Unter Führung Profeffor H ü l s e n s unternahmen die Mitglieder des Vereins für Frankfurter Geschichte am letzten Sonntag eine Besichtigung des Friedhofes am Börneplatz. Dieser voran ging ein Bortrag Hülsentz in der Synagoge, der viel JntereffanteS brachte. Nachweislich war der Friedhof volle 600 Jahre in Benutzung. Der älteste aufgefundene Stein stammt aus d'm Jahre 1272. Es ist jedoch anzunehmen, daß schon früher Beerdigungen auf (diesem Platze stattgefunden haben. Leider haben die wiederholten Brände alle Urkunden aus der älteren Zeit vernichtet. Die ersten Juden, die sich in Frankfurt niedergelaffen hatten, wohnten zerstreut in der Nähe des Domes, etwa dort, wo heute das Historische Museum steht. Später diente ihnen die alte Judengaffe, die heutige Börnestraße, Jahrhunde, te hindurch als Wohnstätte. Hier erlitten sie die Qualen, die der Unverstand der aufgehetzten Bevölkerung ihnen bereitete. Als Friedhof hatte die damals gewiß noch kleine Gemeinde einen verhältnismäßig recht großen Platz erworben und ihn mit einer Mauer umzogen. Im Laufe der vielen Jahre erwies sich der Begräbntsplatz zu klein. Die Sradt verweigerte aber eine neue Begräbnisstätte und man half sich durch Aufschütten von Erde, was dann im Laufe der Zeit noch drei- bis viermal wiederholt werden mutzte. Die Grabsteine versanken in dem «eichen Boden und in neuerer Zeit har man einige wieder gehoben, die uns die Geschichte des alten Friedhofs verkünden. Bet der Besichtigung gab Profeffor Hülsen an mehreren Stellen eingehende Erläuterungen über die Zeit der Beerdigungen, sowie über einzelne Familien, von denen Generationen auf dem Frankfurter Friedhof liegen. Jubiläum der Araukfurter Zionistischen Bereinigung. Die Zionistische Vereinigung feierte am Sonntag den Anlaß ihres 25jährigen Bestehens mit einem Festakte in der Frankfurt Loge. Die Festrede hielt Rabbiner Dr. Emil Cohn, Bonn. In einer öffentlichen Versammlung am Abend sprach Dr. Israel Auerbach, Berlin, über „Aufbau des heiligen Landes und geistige Erneuerung des Judentums". Ein FestkommerS beschloß die Feierlichkeiten.' Agudas Iisroek-Iugeudgruppe. Sonntag, den 25. Juni: Nachmittags-Ausflug. Gehspttze. Treffpunkt 3 Uhr Frtedberger Anlage: Führer: Herr Fritz Stern. Gäste willkommen. Aamiltennachrtchtei». Bavmtzwohseier. E«u Offsnbacher, Sohu des Herrn Josef Offenbacher, Scheffelstr. 23. Synagoge frtedberger Anlage. — Jlga Halbtn (Riga) Penfionat libanSky, Im Trutz 47. Synagoge Unterltndau. serelnskaleader. Bereis «tekor Ehaii» SamStag nach Schluß der Synagoge „Dinim". — 4l|* Uhr: „Mikro"; Herr Louis Kahn. Eine Stunde vor Nacht im Hörsaale Friedberger Anlage: Midrasch; Herr G. Kausmann. Sonntag vorm. 9'/§ Uhr: „Gemoro"; Herr R. A. G. Posen. Montag und Mittwoch abend? Uhr: „Gemoro"; Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Dienstag abend 6 Uhr: „Gemoro"; Herr R. A. G. Posen. Donnerstag abend 6 Uhr: „Mischnah"; Herr Rektor Falk. Allmorgendlich „Mischnalernen". Allabendlich„Schaß-Lernen"; HerrH.Halpern Jahrzeit ft istungS lernen: Montag: Jette Kallmann-Stiftung. Mittwoch: Leopold Wallerstetn-Siiftung. Agudas Nisroel-Jugendgruppe. SamStag vorm. 11'/« Uür: „Schaß": Herr H. Halpern. — 11»/. Uhr: HUK Herr A. Hirschberp. — nachm 4 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr H o s m a n n. — 8/4 Stunde vor Nacht: Sidrah Vortrag des Herrn Dr. Ehrmann. (Damen und Herren). Sonntag vorm., 8 Uhr: „Chumisch mit Raschi" Herr Leopold Oppenheimer. Montag vorm., sowie an allen anderen Wochentagen von s/47—V,S Uhr: „Sanhedrin - Schiur"; Herr Dr. Ehrmann. — 9 Nkr: „Mischna" für Fortgeschrittene; Herr Herm. Hirschberg. — 9 Uhr: „Newijtm"; Herr S. Unna, Kleine Obermainstr. 30. Herren und Damen. Dienstag abend 7,9 Uhr, „Dinim für Anfänger"; Herr Ludw. Frank. — 9 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Hasmann. Mittwoch abend, 9 Uhr: „Suttoh"; Herr H. H a l p e r n Donnerstag abend 8—9 Uhr: „Hirschlektüre". — '/,9 Uhr: Bücherausgabe. — 9 Uhr: Mischna für Fortgeschrittene; Herr Herm. Hirschberg. AgudaS Sisroel-Madchengruppe. SamStag vorm. II1/* Uhr : „Tehillim"; Herr Louis Kahn. — nachm. 4 Uhr: „Thauro"; Herr Lehrer Hirschberg. DienStag abend '/,9 Uhr: „Tefilloh"; Herr Oberlebrer Kaufmann. Donnerstag abend 9-10 Uhr: „Hirschlektüre" Herr Dr. Ehr mann. Berel« sn rPl1?. SamStag nachm, nach „Mtncha", Hörsaal Fried» berger Anlage, Herr Pros. Dr. Sulzbach. Hevetzeite«. naw Freitag 7.45 Samstag morgen 7.45. SamStag nachm. 5.—. SamStag abend 9 40. Wochengott es dienst: Morgens 6.15. Nachm. 7.15. Linoleum uni Groit Inlaid in großer Auswahl A. M. Thyssen Neue Maänzerstraße 20 Fernsprecher Hansa 1784 (3697);