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Der Israelit · 1922-06-15 · Heft 24 (15.6.1922) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
63 (1922)
Issue
Heft 24 (15.6.1922)
Date
1922-06-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
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I5y»mtiü> ____ Webe, m Bef nat 7 ß^i sein müssen, während Sei .iiz diese vnva nicht erforderlich find. — Diese Er« klärung dürfte wohl zutreffend sein. Rabb. I. RischkowSki, Königsberg (Pr.) * * » Auf die Anfrage deS Herrn JonaS Wolf, Köln, möchte ich Folgendes erwidern: Der rv'v wollte mit der Zusammenstellurg ni: nat nur entsprechender Ausdrucksweise, wie wir ihn in -er nun bei -er nat in jriSBö und bei der rn?'.' in p'UN begegnen, den Zustand bezeichne», in dem diese zeitlich Abgesonderten sich befinden. Bezüglich der nat heißt eS Levit. 15,1V: nrnaa 'mn »»o» nyatp und der rm*, Levit. 12,2: ppsv xonsn nun ma 'v'a a'b\ Hieran hält sich der;v'D und sagt, sowohl die m: nat als auch die ma mbv, bedürfen zur Reinigung eines jaip und setzt das Wort n*ta in die Mitte, das sich auf beide bezieht, um es eben auf diese Weife einmal zu sparen. Schwierig wäre es nur dann gewesen, wenn der pB statt »Ttf n*tat geschrieben hätte. In dem ganzen vnr> find Beispiele in Hülle und Fülle dafür vorhanden, daß ein selbständiges Ge- oder Verbot das vorangestellte 1 enthält. Um nur eines herauszugreifen: 'all ii^ipl bäte Din 7» 172iM 721 "!' UDlOri ^15 PVpl JpWDl »KÖ*ll. Alles gesonderte Begriffe, weshalb auch stets mit dem trennenden vorangesetzten Buchstaben 1 angeführt. Unsere Stelle will somit zweifellos besagen, daß die nat und Me TNdp, die sich beide im ma Zustand befinden, eines zu ihrer nmv benötigen, aber keineswegs die .-na selbst. Josef Carlebach, Frankfurt a. M. Frankfurter Kerichte. Landesverband für jüdische Woßlfahrtpffege für Kesse« und Kesseuuassa«. In der Borstandssitzung des Landesverbandes am 3L. Dtai wurde bet der Beratung über die Finanzierung mitgeteilt, daß mehrere Gemeinden in Hessen und Heffennaffau dem Verbände beigetreten find. Der Beitrag nach dem Satze von Mk. 2 für jeden Steuerzahler wird allgemein als zu niedrig befunden und auf Mk. 6 erhöht. Einen wesentlichen Teil der Beratung nimmt die Frage der Einrichtung einer rituellen Verpflegung in der IdiotenerztehungSanstatt in Idstein in Anspruch. Die bisher von Frankfurt aus gepflogenen Verhandlungen mit der Verwaltung in Idstein find sehr ermutigend. ES soll zunächst eine genaue Statistik über Bedürfnis und Notwendigkeit dieser Einrichtung aufgestellt werden und für die Kosten soll ev. eine im Landesverbände autonom arbeitende Zentraikaffe sorgen. Ls wird allgemein anerkannt, daß die Großgemeinden, insbesondere Frankfurt a. M., in viel größerem Maße für die wohltätigen Zwecke in Anspruch genommen werden, aiS die Landgemeinden und eS wird zum Zwecke der besseren Agitation eine Propaganda- Kommtffion gewählt. Herr San.-Rat Dr. Feuchtwanger erstattet dann ein kurzes eindruckvoües Referat über die Unterbringung fchwererztehbarer Kinder, für die keine jüdische Anstalt besteht. Der Referent wendet sich an die Rabbiner und Vorsteher, Lehrer auf dem Lande ausfindig zu machen, die die pädagogischen Fähigkeiten haben, solche Kinder in Prtvaterziehung zu nehmen, wodurch sich auch eine gute Einnahmequelle für schlechtbesoldete Lehrer ergeben würde. Interessenten können tn einem zweimonatlichen Kurs bet Herrn Prof. Dührtng, dem Leiter der Erziehungsanstalt Stein- Mühle, die nötigen Anleitungen erhalten und ist für die rituelle Verpflegung der Herren während des Kurses Sorge getragen. Die Angelegenheit wird in den verschiedenen Lehrervereinen reiflich beraten werden. Ueber die Unterbringung von Kindern aus dem Lande referiert ferner Herr Stamm, Frankfurt a.M. Er sagt, daß nach Lage der wirtschaftlichen Verhältnisse heute auch die Landgemeinden mehr zu den Kosten dieser Unterbringungen herangezogen werden müßten. Zum Punkte Berufsberatung bedauert Irl. Eise mann, daß eS einerseits an der Mitwirkung der Schule fehle, andererseits an Fachmännern, die geeignet wären, die Kinder auf ihre berufliche Eignung zu prüfen. Herr Dr. Mannheim betont, daß die Berufsumfchtchtung bei den Ostjuden viel leichter vor sich gehe, was die Beratungsstelle für ostjüdische Flüchtlinge in Frankjurt a. M. zu ihrer Freude wiederholt erfahren hat. Sie eignen sich eben so gut für die Landwirtschaft, wie für verschiedene HandwerkSberufe. ES wird angeregt, einen Tätigtetrsbericht der Beratungsstelle zu verschicken und Rabbiner Dr. Marx Darmstadt wünscht, daß in diesem Berichte auch Näheres über daS Verhältnis der jüdischen zu den ntchtjüdischen Arbeitern mitgeteilt wird. All diese Fragen sollen auf einer besonderen Tagung beraten werden. Aus einem Berichte des Herrn Rabo. Dr. S a n d e r, Gießen erfährt man, daß zur Gründung eines Alien- und SiechenhauseS in Gießen ein Grundstück mitsamt einem Kapital von Mk. 300 0Q§ zur Verfügung stehen. Mit Hinblick aus daS unzureichende Kapital ist geplant, innerhalb der Provinztal-AlterverforgungSanstalt eine jüdische Abteilung einzurichten, an deren Kosten sich alle Gemeinden beteiligen müßten. Leider kann eS sich ft« ÄSraettt_, nüto um 20—25 Plätze handeln, welche Zahl viel zu gering ist. Es wird noch erwogen, ob nicht die infolge der Verhältnisse geschlossene Abteilung im Gumpertzschen Siechenhaus zu Frankfurt a. M. mit Hilfe der in den Gemeinden gesammelten Summen für die Armen und Siechen im Lande wieder in Betrieb gesetzt werden könnte und wird beschlossen, daß der Landesverband durch feine yrgane diesbezügliche Verhandlungen einleitet. ES wird zuletzt noch über die Arbeitsgemeinschaft der Frankfurter Wohliätigkeits.Vereine, zur Bekämpfung der Tuberkulose berichtet. Höchste Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft ist zur Zeit, eine Anstalt zu schaffen für in dieser Beziehung gefährdete jüdische Kinder und der Landesverband soll ihr dabei nach Kräften behilflich sein. Die bedeutsame Sitzung schließt mit Erstattung deS Kassaberichtes und den Wahlen. Der Vorstand setzt sich zusammen aus den Serren: Rabb. Dr. Horowitz. Ltebermann Bär, Bernh. tmon, Adolf Stern» Frankfurt a. M>, Rabbiner Dr. Marx, Darmstaöt, Rabbiner Dr. Dtenemann, Justizrat Dr. Goldschmtdt, Offenbach, Rabbiner Dr. Cohn, Marburg, Dr. Goldstetn, Wiesbaden, Moritz Simon, Bingen und Lehrer Levi, Birstein. Vattsiina im Lichtötkd. Das neue jüdische Palästina heißt die Filmvorführung des Nationalfonds, die am letzten Sonntag Vormittag im U. T ein vollbesetztes HauS in Atem hielt. Der Mechanismus klappte vortesslich. Man sah die Hafenstadt Jaffa und die Landung der Chaluzim, die Häuser der Kolonisten und die leichten Zelte und Baracken der Arbeiter, welche man später auch beim Straßenbau, in den Planlagen und bet den Sprengungsarbeiten begrüßen konnte. Typen aus dem heiligen Lande ziehen an uns vorbei und die Eisenbahn rollt auf dem Schienenstrang durch die Berge Iudäus. Man sieht das Gedränge am Jaffator zu Jerusalem und als Gegensatz im folgenden Bilde die Ruhe der Königsgräber auf dem Oelberg. Einige Propaganda macht der Film mit Bildern auS dem Leben der Jüdischen Legion und der sogenannten Geulahsefte. Man sieht auch prominente Persönlichkeiten der zionistischen Organisation, und den jüdischen Zuschauer erfaßt eine tiefe Sehnsucht: Wären doch auch die Bilder aus der geistigen Kultur Zeugen guter jüdischer Arbeit! Wie ungemischt wäre dann die Freude über all diese Lichtzeichen des Wiederaufbaus tn unserm heiligen Lande. Gross Frankfurt am Etobcnlifln«1 Turm TANZ-PALAST Kaffe« ersten Ranges Weinklaus« SK SCHUMANN- Theatop mit dem sensationellen großen VARIETE Programm ist heute das Ta g e s g e s p r ä o h Täglich 7V, Uhr; Große Vorstellung. Näheres siehe die Anschlagsäulen. Kitte strmlge HaVe. Mit einer sinnigen Spende erfreuten die Kinder -er verstorbenen Ehrendame des ISraeiitischen Waisenhauses, Frau Helene Fuld, die Waisenkinder der hiesigen Israelitischen Waisenanstalt. Die Anstalt unternahm auf Kosten der Familie Fuld eine große, herrliche, mit erheblichen Auslagen verbundene Rheinfahrt. ES ist diese Gabe umso höher einzuschätzen, als in dieser furchtbaren Zeit wirtschaftlicher Not die Anstalten zu sehr um ihre Existenz zu kämpfen haben, als daß sie für Freuden und Vergnügungen noch Sinn und Geld übrig hätten. Zimmernachweis. Der Angestellten - Ausschuß der Agudas JiSroel- Iugendgruppe Frankfurt a. M. hat eine Anzahl Anfragen nach Zimmern vorliegen, ohne daß eS ihm bei weitem möglich ist, die Nachfrage zu befriedigen. Wir bitten daher jede Familie, die tn der Lage ist, ein Zimmer abzugeben oder ein solches nachzuweisen, dies schriftlich dem A ngestellten-AuSschuß der AgudaS Jtsroel-Jugendgruppe Frankfurt am Main, Hanauerlandstraße 17, oder direkt an die Vorsitzenden dieses Ausschusses, Herrn Ernst Adler, Baummeg 50 und Marx Gerfon Schn erb, Nr. Qi «ette 7 OsteUdstr. 1Ü, unter Angabe der Bedingungen zu melden. Agudas Aisroel-Jugeudgruppe. Sonntag, 18. -Juni: Tagesausflug: Eppstein - Eppenheim—Königstein—Cronbera. Treffpunkt: Hauptportal Hauvthahnhof morgens 7.30 Uhr. Führer Herr S. Oberndorfer. Agttdas Iisroel-Wädcherrgnrppe. Sonntag, 12. Juni: Nachmittagsausflug: Bergen —Enkheim—Marnkur. Treffpunkt: 3 Uhr Neuer Ostbahnhof, Haltestelle: Linie 18. Führerin Frida Hirsch. Suppeuarrssatt. Die Suppenanstalt für arme I Sraeltten wird auf Wunsch der Armenärzte trotz Ihres großen Defizits auch während der Sommermonate offen gehalten, um armen Kindern direkte dauernde Hilfe zu gewähren. Die Verwaltung hofft dabei auf finanzielle Unterstützung aller Glaubensgenossen. Ehrenpreise. Die Ehrenpreise für das Automobil- und Motorrad ournier am 16.—20. Juni 1922 zu Bad Homburg vd. Höhe find aus der Werkstätte der Firma Joh Wohack Nachf. Carl Grebenau, Hofsuwelter, gegründet 1-98, hervorgegangen und in dessen Schaufenster, Kaiserstraße 1, vorübergehend ausgestellt. KttnstattssteLuttg. In der Kunsthandlung Trtttler, Goetheplatz, find augenblicklich Handzetchnungen von Moritz v. Schwind zu sehen. Die Arbeiten entstammen einer ersten Privatsammlnng und find von seltener Schönheit. Die Ausstellung bleibt bis Ende dieses Monats und ist den ganzen Tag zu befichtigen. Verein Mekor Chaji«. SamStag nach Schluß der Synagoge .Dtntm". — 47, Uhr: „Mikro"- Herr Gabriel Plaut. — Eine Stunde vor Nacht im Hörsaale Friedberger Anlage: Herr Kantor Steinberger. S o n n t a g v o r m. 9*/4 Uhr: „Gemoro"; Herr R. A. G. Posen. Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: „Gemoro"- Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Dienstag abend 6 Uhr: „Gemoro"- Herr R. A. G. Posen. Donnerstag abend L Uhr: „Mischnah"- Herr Rektor Falk. Allmorgendlich „Mischnalernen". Allabendlich „S ch a ß. L e r n e n" - Herr H. H a l p e r n I ah rzeitstistungs lernen: Sonntag: Rabb. Seltgmann Fromm-Stiftnng. Montag: Erna Weil-Stiftung. Donnerstag: Susanne Marburger-Sttftung. Agudas JiSroel-Jugendgruppe. SamStag vorm. II1/, Uhr: «Schaß": Herr H. Salpern. — lla/4 Uhr: «Mischna"; Herr A. irschberg. — nachm. 4 Uhr: „Gemoro"- Herr Dr. Hofmann. — 8/* Stunde vor Nacht: Sldrah Vortrag des Herrn Dr. Ehrmann. (Damen und Herren). Sonntag vorm., 8 Uhr: „Chumisch mit Raschi" Herr Leopold Oppenheimer. Montag vorm., sowie an allen anderen Wochentagen von 8/«7—y„8 Uhr: „Sanhedrin - Schiur"; Herr Dr. Ehrmann. — 9Uhr:„Mischna" für Fortgeschrittene- Herr Herm. Hirschberg. — 9 Uhr: „Newijim"- Herr S. Unna, Kleine Obermainstr. 30. Herren und Damen. Dienstag abend 7»9 Uhr, „Dtuim für Anfängers- Herr Ludw. Frank. — v Uhr: »Gemoro" - Herr Dr. Hofmann. Mittwoch abend, 9 Uhrr „Sukkoh") Herr H. Halpern. Donnerstag abend 8—9 Uhr: „Hirschlektüre". — 7*9 Uhr: Bücherausgabe. — 9 Uhr: Mtschna für Fortgeschrittene- Herr Herm. Htrschberg. Agudas JtSroel-Madcheagruppe. Samstag vorm. 117, Uhr: „TehiÜtm" - Herr Louis Kahn. — nachm. 4 Uhr: „Thauro"- Herr Lehrer Htrschberg. Dienstag abend 7,9 Uhr: „Tefilloh"- Herr Oberlehrer Kausm ann. Donnerstag abend 9-10 Uhr: „Hirschlektüre": Herr Dr. Ehr mann. Berel« fr, mb. SamStag nachm, nach „Mtncha", Hörsaal Fried» berger Anlage, Herr Pros. Dr. Sulzbach. Hrvetzette«. rot* Freitag abend 7.45. SamStag morgen 7.45. SamStag nachm. 5.—. SamStag abend 9 40. Wochengottesdtenst: M orgens 6.15. Nachm. 7.15.

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