Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 63 (1922)
- Issue
- Heft 19 (11.5.1922)
- Date
- 1922-05-11
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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I WWW lll. m VNZL u zeigt die Interpellation des Abgeordneten Dr. Schlittenbauer (V. Vp.) im Landtag, in^ der er behauptet, daß über den Kopf der bayerischen Organisationen hinweg sämtliche Vieh- Lieferungen, die Bayern an Italien zu betätigen hat, an einen Berliner jüdischen Viehhändler, namens W. vergeben worden sei. Hiezu teilt die Vieh ablieferungskom- Mission der Regierung mit, daß sie ursprünglich ausschließlich mit bayerischen Organisationen in. Verbindung trat und mit diesen einen Vertrag abschloß, der aber nicht erfüllt wurde. Daraufhin wandte sie sich an die Firma W., die um mehr als drei Millionen Mark billiger lieferte. Die Vermutung des Dr. Schlittenbauer, daß W. durch Vergünstigungen anderer Art für das Unterangebot schadlos gehalten wurde, ist unzutreffend. Ungarn. Jubiläum Ser arlhoSoxen flemeinfle. Budapest, 26. April. Dle hiesige orthodoxe Gemeinde feierte dieser Tage das Jubiläum ihres 50 jährigen Bestehens. Der Jubeltag wurde durch eine Festsitzung begangen, in der der verdiente Vorsitzende der Gemeinde, Herr Abraham von Freudiger in längerer Rede die Gründungsgeschichte und die Entwicklung des Gemeindewesens behandelte. Der Präsident der orthodoxen Landes-Kanzlei, Adolf Frankl, feierte die Errungenschaften der orthodoxen Autonomie und wies in klaren, unzweideutigen Worten alle unter dem Drucke des traurigen äußeren Geschickes der ungarischen Judenheit immer wieder sich erneuernden Veriuche zurück, diese Autonomie zu beseitigen, und die ungarische Judenheit ohne Rücksicht auf ihre religiöse Gesinnung einer einheitlichen Zwangsorgantsation zu unterwerfen. Alles, was die Asthma sefort gelindert! dies wird ein Arzt den Asthma-Leidenden in ganz Deutschland beweisen.. Die Erklärung einer ärztlichen Autorität wie Dr. R. Schiffmaun, wonach ein in vielen Fällen schnell wirkende9 Linderungsmittel gefunden wurde, wird für Asthmaleidende von großem lnterresse sein. Nach zahlreichen Experimenten gelangten viele Asthmatiker zu dem Schluß, daß die von ihnen angewendeten Methoden wenig oder gar keine Erleichterung gebracht haben. Dr. Schiffmann, der viele Jahre seines Lebens dem Studium des Asthma und ähnlicher Krankheiten gewidmet hat, stellte ein .Mittel hei*, das gewöhnlich sofortige Linderung auch in den schlimmsten Fällen von Asthma gewährt. Um das volle Vertrauen, das Dr. Sehifhuann in die Wirksamkeit seines Mittels setzt, zu beweisen, bittet er diese Zeitung, anzuzeigen, daß er ohne irgendein Entgelt ein reichliches Muster seines Mittels „Asthmador“ allen denjenigen zugehen läßt, welche ihm einfach auf einer Postkarte ihren Namen und die lesbare Adresse schriftlich einsenden, (nichts anderes). Dr. .Schiffmann nimmt an, daß eine positive Probe, die er anbietet, das überzeugendste und einzige Mittel ist, das natürliche Mißtrauen vieler Asthmatiker zu überwinden. Wer einen Versuch mit diesem Arzneimittel machen will, schreibe daher umgehend, da nur innerhalb der nächsten vier Tage unentgeltliche Proben versendet werden können. Bestandteile: 34,90 Prozent Kaliumnitrat, 51,10 Prozent Fol. Datura Arborea, 14 Prozent Symplocarpus Foetidus. Man schreibe nur den Namen und die Wohnung auf eine Postkarte, weiter nichts an Dr. R. Scliiffmannrs Niederlage, Postfach 8., Berlin SW 48. (3(515a ungarische Orthodoxie erlebt habe, könne sie nur in dem Gfühl bestärken, an den Errungenschaften drr Väter festzuhalten und durch Hochhalten des alten Banners der Welt zu zeigen, daß die Thauro allein das organisierende Moment in der jüdischen Gemeinschaft sein dürfe. England. Line flhfion für die öentralilierimg der ÜUdifdien ttilfsarbeif in Rußland. London, 2. April. Die große Not der Juden in der Ukraine, und die Erkenntnis, daß sie nur durch stark konzentrierte und zentralisierte Tätigkeit aller jüdischen Hilfsorganisationen gemildert werden kann, führte in der letzten Woche in London zu einer gemeinsamen Besprechung zwischen Vertretern der Föderation ukrainischer Juden in England und Vertretern des „Joint" in Amerika. Anwesend waren u. a. der amerikanische Direktor der Jointarbeit in Europa, Herr James M. Rojenberg, Dr. Boris Bogen, der jetzt im Begriff ist, nach Rußland zu fahren. Dr. Rosen, der jüngst in der Ukraine geweilt hat, und Schalom Asch, der ein Mitglied der Joint- Exekutive ist. Herr Rosenberg berichtete über die Zusammenarbeit des „Joint" mit der amerikanischen Hilfsadministration in Rußland und in der Ukraine. Aus seinen Darlegungen ging hervor, daß der Joint mit Hilfe dieser Administration Lebensmittelpakete im Wert von 1 Million Dollar an die jüdischen Einwohner in Rußland und der Ukraine gesandt hat. Diese Zusammenarbeit mit der amerikanischen Hilfsadministration habe dem „Joint" viel Administrationsarbelten erspart. Herr Rosenberg schlug vor, die englische Föderation der ukrainischen Juden solle die administrative Maschine des „Joint" für ihre Zwecke ausnutzen. Schalom Asch betonte die Noiwendigkeit der Organisation einer allgemeinen allweltlichen Hilfsorganisatinn, um den Millionen durch den Tod bedrohter Juden in Rußland wirksame Hilfe zu leisten. (I. C. B.) Briefkasten. I. W. in K. Die im Berichte über die Tätigkeit des „Bund Israelitischer Wohlfahrtsvereintgungen in Baden" im Jahre 1931 in Nr. 17 angegebene .geringe Mirgliederzoyl von 164 ist daraus zurückzuführen, daß der Bund nicht Einzelpersonen als Mitglieder aufnimmt, sondern nur Gemeinden und Vereine. Einzelpersonen mit einem Jahresbeitrag von 100 Mk. zur finanziellen Besserstellung des Bundes werden als „Förderer" geführt. S. S. in Hei-ingdsekd. Die Firma lautet: S. Frank u. Sohn, Letpzlg-Plagwitz. Abteilung I. M. K. in Fulda. Ein Artikel aus Norderney besagten Inhalts ist bet uns nicht erschienen. K. Min T. Der Roman spielt in der Gegenwart. S. K. in München. Der Junge ist am 2. Mmcheschwan geboren und leint die Stdroh m. Vermischtes. Frankfurt a. M., 2. Mai. Wie der „Dresdner Anzeiger" miltetil, Hot der Nationalokonom Prof. Franz Oppenheimer einen Ruf an die Universität Tokio (Japan) angenommen. Berlin, 2. Mai. In der Nähe von Moskau wurde, der „B. Z. o. M." zufolge, der Vertreter der Petersburger Reichsdeutschenfürsorge Schott von einer antisemitisch erregten Volksmenge, die ihn für einen Kommissar der außerordentlichen Sowjetkommissivn hielt, beschimpft, insultiert und am Kopf ernstlich verwundet. Nachdem er sich als Reichsdeutscher ausgewlesen harte, lieh ihn die Menge weitersahren. Die gerade den Besitz einer Kirche requierendcn Beamten der auherordemltchen Sowjetkommisston wurden von der erbitterten Menge aus der Stelle getötet. Hamburg, 8. Mai. Für das seinerzeit auch an dieser Stelle veröffentlichte Preisausschreiben des Herrn Hermann Cohn, Hamburg, über „Monismus auf theistischer Grundlage" sind in der jetzt abgeiaufenen Bewerbungssrtst 16 Arbeiten eingegangen. Die Preisrichter, Herren Pros. Dr. E. Dennert, Godesberg Prof. Dr. Ed. König, Bonn und Prof. Dr. Ludwig Stein, Berlin, werden nach Prüfung der Arbeiten den Preisträger bekanntgeben und wird dann die Preis« schrift baldmöglichst veröffentlicht werdeu. Druckiehlerberichtigung. In dem Artikel „Lehreraoi" (Nr. 18, S. li, Avs. 4) muh es stau „da Deutschlands Bevölkerung", richtig heitzen: „da die Landbev ölkerung". 1520 1520 Pflanzenbutter „Kipp o“ Feinste Nußbutter unter Kontrolle 8. Ehrw. Herrn Provinzial-Rabbiner Dr. L. Gähn, Fulda, hergestellt. Bei Bahnsendungen von 20 und 30 Pfund netto zu Hk. 34.— das Pfund oder jeweiligem Tagespreis franko gegen Nachnahme, Postsendungen Mk. 1.— per Pfd. teurer. Vertreter gesucht! leliHrortvemlev fiermann Schick. 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