Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 63 (1922)
- Issue
- Heft 17 (27.4.1922)
- Date
- 1922-04-27
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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27. April 1022 HeschiHLsvorlräge im Mekor Ghazim. Während der Omerzeit finden, wie in früheren Jahren, je am Sonntaa abend s/4 Slunde vor Nacht, in den Räumen des „Mekor Chajim", Langrstr. 18, Geschichtsvorträge des Herrn Redakt. Schachnowitz statt. Der Zyklus umfaßt die Aera der deutschen bezw. Frankfurter Großen der früheren Jahrhunderte. Diesen Sonntag hat das Referat, das s/48 Uhr beginnt, die Lehrweise und tragische LebensgeschtchtedesRabbiMeirvonRothenburg zum Thema. Km Wercz-Aöeud. Eine Gedenkfeier für den jüdischen Schriftsteller und Dichter I. L. Perez veranstaltete der jüdische Arbeiter-Verein Poale Zion am Montag abend im Jestsaal des Hochschen Konservatorium und verschrieb sich zu diesem Zwecke die besten Kräfte der rühmlichst bekannten in Berlin gastierenden Wilna er Schauspielertruppe, die in Vorlesungen und Rezitationen aus den Werken des Dichters, dessen Schaffen so anschaulich vor Augen führten, wie es eben nur diesen hochbegabten Künstlern gegeben ist. Das einleitende Referat hielt Herr Dr. Hermann Weyl, der den anwesenden westlichen Gästen in einer geistvollen und fein pointierten Arbeit den Menschen und den Dichter Perez näherbrüchte. Der Abrnd, der ungefähr um eine Stunde später begann, als angesetzt war, entschädigte das Publikum sür das Warten in vollem Maße. Mit Staunen erfuhr manch einer, der es noch nicht wußte, welche Höhe die Mische Literatur und Vortragskunst des Ostens in den letzten Jahren erreicht hat. Das tzhorfest. Nach 14 Jahren feierte der Synagogenchor der Synagogengemeinde „Israelitische Reltgionsgesellschaft" wiederum ein Fest, das erneu so wunderbaren Verlauf nahm, daß man mit dem Wunsche schied, uns keine Der JSraeltt 14 Jahre mehr bis zum nächsten warten zu laffen ... Es war alles von liebevollster, sachkundigster Hand vorbereitet. Natürlich gebührt der erste Lorbeer wieder dem Leiter des Ganzen, dem Chordirigenten Herrn Neumann, der es in kurzer Zeit verstanden hat, den Chor aus eine bewundernswerte Kunstyöhe zu bringen. Aber nicht minder verdienen Dark und Anerkennung der Vorstand des Chorvereins, die älteren wie die jugendlichen Mitwirkenden und alle, die zum herrlichen Verlause nach Kräften beigetragen haben. Nach Prolog und Ouvertüre bekam man Sologesänge von Herrn Gerlich zu hören, dieses Mal keine hebräischen, sondern italienische, dann sangen Chöre mit Orchester und Solls sowie einDoppelguarteit mit vollendeter Kunst von Max Neumann bearbeitete Psalmen von Lewandowski und ein kleiner werdender Geigenvirtuose spielte Stücke von Gluck und Händel. Ungeheuere Freude lösten die heiteren Nummern aus: eine von 15 Kindern des Chores mit Hilfe des Jüdischen Orchesters ausgeführte Symphonie und etnTterquarlett, dem auch noch eine Katzenmusik als allerlübste Zugabe folgte. In großem Formale wurden uns dann die Kostbarkeiten aus der Raritätenkammer unserer Synagoge mit schönen humorvollen Eiläuterungsworten des Herrn Liebermann vorgeführt. Die Gegenstände wurden mit viel Kunst und Liebe im Atelier Bender hergestellt. Nicht minder Beifall, sogar bei dem plötzlich erschienenen und mit feierlichem „Voruch habbo" empfangenen „Landesfürsten" fanden das Kauplet des Herrn Nathan Rotschild und die kleinen Niggerboys, deren einer und. kleinster noch eine Solozugabe von den prächtigsten Bosheiten brachte, die ungeheuere Erheiterung erweckte. Die Verbindung zwischen den einzelnen Nummern besorgte mit gutem Geschick und Humor Herr Alfred Rosenfelder und am Klavier saßen abwechselnd die Herren Neu mann, Ludwig Isaak und Isaak Schnerb. Der öffentlichen Beransialirng voraus ging nachmittags ein Festeffen für fim/Jör iD/rnn im 25. Lebensjahre, ans vornehmer, HMrN" JllMIIII, religiöser Familie, kerngesund, in getcherier, aussichtsreicher Position in einem ersten Bankhause, der 'ich nach entbehrungsreichem Frontu. Gefangenendienst zu einer esten gesetzestrenen Ueberzengnng dmchgerungen hat, erachtet den Zeitpunkt als erreicht, in eine Heirat mit einem geistig und körperlich schönen Mädchen bis zum 23 Lebensjahre, einer echten Jüdin, in des Wortes wahrster Bedeutung, ünzngehen. Vorbedingung: Emunvh; Basis: edler Charakter; Aufbau: Vermögen; Sicherheit.- meine Persönlichkeit: Ziel: verwirklichter v'tteswille. Gest, ansführl. Zuschriften, welche nur mir zur Kenntn. gel. n. str. verschw. behandelt werden, nebst Bild, d. znrückgeschickt wird, erbitte ich unt. 7095 an die Exped. d. Bl. NNNWANWrZrZNrZislrslGrL! Meinen verehrt. Kunden bringe ich hiermit zur Kenntnis, daß ich am 1. Mai m. Geschäftslokalitäten v. Baumweg 14, nach Sandweg 6 e (Laden) verlege. Ich sichere meiner Kundschaft weiterhin prompte und beste Bedienung zn und rechne ferner auf geneigtes Wohlwollen. (7184 Empfehle mich A. Rothschild, Molkereiprodnkte nnd Colonialwaren Milchabgabestelle Nr. 192. ' Telefon Taunus 3013. lSM.WMSliiMö.v. Sn der am Dienstag, den 9. Mai d. I. abends 6Y2 Uhr, Langestraße 30 L stattfindenden Kl I.T G LI E DIE R- VERSAMMLUNG werden die verehrt. Vereinsmitglieder hierdurch Höst. eiugeladen Tagesordnung: 1. Verlosung von Aussteuern 11/Klasse. 2. Wahl zweier Revisoren. G Heirat G Für Nichte, hübsch, tücht., nettes Mädchen, 23 I. brünett, mittelgroß, schlanke Figur, tücht. r. Geschäft u. Haus, gediegen, gute bürgerl. Erziehung, ans guter. Familie in Landstadt Nähe Frank-- surts, wird Partie m. tücht. Geschäftsmann aus guter Familie gesucht. Mitgift 150 Mille u. Ausstattung, Vermittler verbeten. Briefe unter Nr. 7090 an die Expedition dieses Blattes. k°ilLikZkL»Z!l°lrLlkZ!ksllZ!Z>kZiLllLl!Z!ZrLl Stifte für meine Verwandte streng fromm gebildete Dame, Anfangs 30er, mittelgroß, mit seltenenHerzensu. Charaktereigenschaften, umfangreichen Kenntnissen im Haushalt nnd Geschäft passende {Partie mit frommen Herrn in sicherer Lebensstellung. Mitgift bis Mk. 250 Mille und' schöner Aussteuer. Süddeutschland bevorzugt. Offerten n. L. W. 7150 an die Expedition dieses Blattes. Für eine Verwandte suche orthodoxen Galten am liebsten Geschäftsmann. Auch Witwer mit Kind nicht ausgeschlossen. Das Mädch. ist 38 Jahre alt, von angenehmen Aeußern, sehr tüchtig im Haushalt n. Gechäft und besitzt eine Mitgift von 40 Mille nnd Aussteuer. Angebote unter M. B. 7130 an die Exped. dieses Blattes erbeten. Für Verwandte aus hochachtbarer Familie, hübsche Erscheinung, geschäftl. und Häusl, tücht. — Mitte der 20 — mit eigenem Hause und Einrichtung, suche strebsamen, religiösen Mann dem Gelegenheit geboten ist, sich eine sichere Existenz zu gründen. Off. unt. Chiffre R. K. 7112 an die Exped. dies. Blattes. Frankfurt a. M., den 25. April 1922. (7169 Der Borstand. Ist. Seiraisgesuch. F.m. Schwägerin, Kriegerswitw., statt!. Erscheinung, 36 Jahre, mit einem reizend.Knabenv.sJahren, im Besitze einer Wohn., komplett. Einricht, n. Ansst., mit Vermög., suche geeign. Lebensgefährten in sich. Position. Qff.u.D. 15417 attÄau.*Esp.n.Frenz,G.m.b.H., Mainz. 7116 najotd 6 Bände, noch so schön im Stande, wie neu, zu verkanfen. 7131 Philipp Freimann sen., Treuchtlingen (llllitteisranken), Marktplatz 78 I. Die Frau eines sehr armen jiib. Schuhmachers in Bad Schönfließ (Neumark) ist lungenkrank, kann aber laut ärztl. Gutachten durch Behandlung im Sanatorium noch gerettet werden. Leider sind die Geldmittel in der kl. Gemeinde nicht aufznbringen. (7172 Wir bitten deshalb, edeldenkende Menschen zu dies. Rettungswerk beizutragen. Spenden an 8. Schocken, Vorstand der Synag. - Gemeinde, Bad - Schönfliest, Fran Kleinfischel, Israel. Frauenverein, Pyrii- (Pom.) Kant.u.Lehrer WieserPyritz. \;Zell 39 Tel. Hansa 2273i 1 j empfiehlt i 1 i; seine neu errichtete jlj jj Medizinal-Drogerie | ii und Parfümerie jj;; j Apotheker Schneemann. | ®'—.13 mim bv '"V1 Raschi’sKommeat.z. Peuta lench, übers, v. Dr. Bamberger, Hamb., eleg. Ganzlwd. 1H. 12D.— Ilttv.1 nilJttDIichtspendende Lencbter, bearb. u. übers. v. Dr. Bamberger, eleg geb. BL 70 — niö^mi mim ist« Bibeln. Talmndschaiz v. Kohn- Bamberger, 11. Äufl., eleg. geb. m. 02 — Zu bez. d. alle BuehhdJgn.u. direkt v. Verlag. (3675 KRAMER’s bebr. Buchbdlg., Hamburg, 13. gsner-MiiMt im Erholungsheim MUa Aspira dadSoben rituelle Verpfle- Eigene Milchwirtschaft. Zentralheizung. - Tel. 100. - Prospekte durch Dr. phil. Ad. Kallner. (3476 Nr. 17 Seite 7 : Mitalieder des^ Chores und geladene Ehrengäste. Das treffliche Mahl wurde gewürzt durch ebenso saftige Reden der Herren Hermann Bauer für den Vorstand des Chorvereines, Jacob Rosen heim sür den Gemeindevorstand, Be st ho ff sür die Verwaltung, Mos. Schnerb, Kantor Stetnberger und Max Neu- Löst Blumen zu Gunsten unter ernährter Kinder ab! Jüdische Frauenveretntgung e. B., Frankfurt a. M., Schwanenstraße 22. Tel. Hansa 2825. Postscheckkonto Nr. 42258. veretnskalenoer. Verein Mekor Ehaji«. SamStag vorm, nach Schluß der Synagoge: „Dtnim": Herr Rektor Falk. — mittag 12 Uhr „Melochim"- Herr Prof. A. Weyl. — nachm. ^5 Uhr im Bereinslokale: „Mikro" - Herr Louis Kahn. Sonntagvorm. 9l/4 Uhr: „Gemoro": Herr R. A. G. Posen. — abends präzis 8 Uhr: Geschichtsvortrag über „Die tragische Geschichte des R. Meir von Rothenburg"- Herr Redakteur Schachnowitz. Montag und Mittwoch abend? Uhr: „Gemoro" - Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Dienstag abend 7 Uhr: „Gemoro"- Herr R. A. G. Posen. 7 Donnerstag abend 7 Uhr: „Mischnah"- Herr Rektor Falk. All morgendlich „Mischnalernen". Allabendlich „Schaß - Lernen"; Herr H. H a l p e r n. Jahrzett stiftungslernen: Freitag, 5. Mai: Helene Mayer, geb. Bloch-Stistung Ägudas Jisroet-Jugenvgruppe. Samstag vorm. l/*U—-1/» 12 Uhr: „Chaje Odom"- Herr Dr. W.-H 0 fm ann, Eschenheimer Anlage 1. — 11^/4 Uhr: „Mischna" - Herr A. H t r s ch b e r g. — IVh Uhr: „Schatz"- Herr H. Halpern. — nachm. 3 Uhr: „Gemoro"- Herr Dr. Hof« mann. — aJ4 Stunde vor Nacht: „Sefiroh- Lernen"- Herr Dr. Ehr mann. Sonntag vorm., sowie an allen anderen Wochentagen von 8IJ—1lt8 Uhr: „Sanhedrtm-Schtur"- Herr Dr. Ehrmann. — 8 Uhr:,„Chumtsch mit Rascht"- Herr Leopold Oppenheimer. — % Stunde vor Nacht: „Sefiroh-Lernen"- Herr Rachelsohn. Montag, y2 Stunde vor Nacht: „Sefiroh-Lernen" - Herr Dr. Markus Lange. — 8 Uhr: „Mischna" sür Fortgeschrittene - Herr Herm. Htrschberg. — 9 Uhr: „Sukkoh"- Herr Leop. Oppenheimer. — Sprechstunde des Angestelltenausschuffes. Dienstag abend */» Stunde vor Nacht: „Sefiroh- Lernen"- Herr Dr. Hofmann. — 9 Uhr: „Gemoro"- Herr Dr. Hosmann. Mittwoch abend l/* Slunde vor Nacht: „Sefiroh- Lernen"- Herr Prof. Sulzbach. — 9 Uhr: „Newijim" - Herr S. U n n a. Herren und Damen. Donnerstag abend 7* Stunde vor Nacht: „Sefiroh. Lernen"- Herr Rakor. — */,9 Uhr: Bücherausgabe. — 9 Uhr: „Mtschna" für Jortgeschrtttene- Herr Herm. Htrschberg. Mgudaö JiSrvei-Mädchengruppe. SamStag vorm. 117, Uhr: „Tehtllim"- Herr Louis Kahn. — nachm. 4 Uhr: „Thauro"- Herr Lehrer Hirschberg. Dienstag abend '/,9 Uhr: „Tefilloh"- Herr Oberlehrer Kaufmann. Donnerstag abend 9—10 Uhr: „Hirschlektüre"- Herr Dr. Ehrmann. Verein fn SamStag nachm, nach „Mtncha", Hörsaal Friedberger Anlage und Sonntag nachm, eine Stunde vor Mtncha Langesrraße 18- Herr Prof. Dr. Sulzbach. Veshamidrnsch, Osterrdftratze 18. Sonntag srüy 8—9 Uhr, Montag u. Mittwoch abend 8-9 Uhr: „Gemoro-Schtur" nop »03; Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. Täglich V, Stunde vor Nacht „bin "n" - Herr Rosenzwetg. Hevetzeiterr. inan ynm natp. Freitag abend 7.05. Samstag morgen 8.—. SamStag nachm. 5.—. SamStag abend 8.30. Wochengottesdienst: Morgens 6.15. Nachm. 7.—. Samlliennachnchten. Barmizwohfeier. Walter, Sohn des Herrn Max Ullmann, Hauffstraße 10, Synagoge Unterlindau. 9342967045290