Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 63 (1922)
- Issue
- Heft 12 (23.3.1922)
- Date
- 1922-03-23
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Sette 6 Nr. 12 gründers und Leiters des Jewish College in London Im „Lernen" fand er Trost, als er seinen Sohn Dr. Moses Jriedländer und seinen Schwiegersohn Isaak Neumork im Kriege verlor. Er hatte das seltene Glückbei seinen Urenkeln als ’rmö zu wirken. 1 Die letzten Schicksale seiner Heimat zwangen den Achtzigjährigen, seine Wirkungsstätte zu verlassen. Mit dem Gefühle tiefsten Dankes und schmerzlichen Bedauerns sah die Gemeinde Posen ihren Führer von sich ziehen. In Fürth, wo Jriedländer zurückgezogen lebte, erwarb er sich große Beliebtheit und Verehrung. Davon zeugte die rege Teilnahme bei seinem Heimgänge. Herr Rabbiner Dr. Deutsch und Herr Prof. Dr. Feilchenf el d, der Schwiegersohn drS Heimgegangenen, widmeten ihm warme Worte des Abschieds und des Nachrufs. Bei einer Gedenkfeier in der großen Synagoge in Posen zeichnete Rabbiner Dr. Freimann das Lebensbild des verewigten Freundes und Mitarbeiters. Wer Israel Jriedländer kannte, dem wird er unvergeßlich bleiben. n"zs:n. Frankfurter KrriHte. Vas Aurimfest der „Zeire Krnrrne Iisroel". Vom Purimseste der „Zerre Emune Iisroel" am Dienstag abend kann nur bedauert werden, daß nicht ein noch größeres westliches Publikum im Theaterioale des Löwenhofes anwesend war, um den guten Geist der hier in der genannten Verbindung vereinigten östlichen Jugend kennen und bewundern zu lerne,!. Die Vereinigung setzt sich zusammen aus sämtlichen Hörern der Sch n e rd ersehen Jeschtwvh — aus die wir noch demnächst zurückkommen — Jüngern der Thoralehraustalt des Herrn Raboiner Dr. Breuer und vielen handelrretbenden und in kaufmännischen Stellungen befindlichen jungen Leuten, und es ist ein herrlicher Ge-st, der das Ganze zusammenhält und beseelt und der sich auch an diesem Abend widerspstgelt. Der Saal war bis auf den letzten Play besetzt, denn zu den etwa hundert Mitgliedern waren auch die V. I. A. fast vollzählig erschienen, ebenso viele hiesige Gäste und Freunde des Vereins. Zwei junge Mitglieder des Synagogenchores sangen herrliche Lieder. Alles andere war Eigenwerk, „Hausindustrie" der Zeirim selbst, aus deren Köpfen und Taschen bestritten, von den gutbelegten, Brötchen, voUgefüllten Btergläsern und Schnapsgläschen bis zu den Gesängen, Rezitationen und der Aufführung am Schluffe. Ja die letztere haue es uns angetan, daß wir, allen Zeitgefühles entratend, erst gegen 3 Uhr aufbrachen. Die drei Akte, von den Veranstaltern selbst gedichtet, zeigten in drastisch feinpointierter Art, mit Geist und Humor und sogar ausgesprochenem Kunstsinn die Psyche des Ostjuden, sein Leben, Lachen und Lernen. Das Bil> im zweiten Akte, der uns ein Dutzend Ostjuden tm Rythmus der hüb bß* rrm Hagada schel Pessach mit Erläuterungen von Dr. Mb Lehmann. Vierte, durchgesehene und aus dem Nachlasse des Verfassers erweiterte Auflage. Mir. J 2 Vollbildern. Treis: Elegant geh. Mk. 70-75 zuzügl.50°f'o Verlagsteuevungszuschlag. Hagada mit deutscher Uebersetzung, Kommentar und Notenanhaug von M. Japhet. Preis: Kart. Mk. 11.40, elegant geh. Mk.22.50 und 51)% Verlagsteuernngszuschlag. Hagada nach W. Heidenheim neu übersetzt von Rabbiner Dr. Selig Bamberg er. Mit zehn Bildern, nach alten Holzschnitten gezeichnet von Sianislans Bender. Preis: Elegant geh. Mk. 10.-, u. 50 °,’o Verlagsteuerungszuschlag. Dieselbe, Velinpapier, Leimvandband, Holdobersehnitt Mk. 45.— und 50°/o Verlagsteuernngszuschlag. J« Kauft mann Verlag IH« Lehrberger & Co. Frankfurt S. M„ Schillerst!*. 19, 367,7 j. Heirat! Edeldenkender Herr sucht die Bekanntschaft einer Wittwe oder Waise, relig. Es kommen Damen in Betracht mit eigenem Heim ev. kleines Geschäft lt. auf einem kleinen Platze Süddentschl. Betr. Herr besitzt selbst ein größeres Vermögen. Damen bis 45 I. können sich melden. Offerten u. Nr. 25918 an die Exped. d. Bl. erbeten. Heiratsgetegenheit ohne Mitgift Wittwer in gesicherter angesehener Position und vermögend sucht für sein reichlich und mit allem Komfort ausgestattetes Heim eine aus gutem Hause stammende Gouvernante oder Hausdame von jugendlichem hübschen Aussehen und gutmütigen Charakters zwecks baldiger Eheschließung. 2 Kinder, 5—8 Jahre, vorhanden. Offerten — am liebsten mit Photographie, die zurückgeschickt wird — an „Y, W. €. A,“ vor Y. Yeatingstr.22, Antwerpen Der JSraelit. herzerquickenden Gemoro-Melodie mit den Kerzen in der Hand beim Lernen zeigte und deren aus der Ekstase heraus geborenen Lieder ohne Worte hören ließ, wird Schreiber dieses, wohl wie allen Anwesenden unvergeßlich bleiben. Man nahm von diesem Feste ein Stück Herzenswärme mit noch Hause, die weit über Purim hinaus uns die Kraft des Talmudwortes zeigen wird: min ff.ton* Agrrdas Iisroel! Hrts- und Iugendgruppe. Am Mittwoch, den 29. März, abends 83/4 Uhr präzise, findet im Volksbildungsheim, Saal 2, ein Vortrag des Herrn Rabbiner Horovicz, Jerusalem, über das Thema: „Palästinaarveit und Orthodoxie" stau. Löst Blumen zu Gunsten unterernährter Kinder abl Jüdische Fr au en v ereini gun g, Schwanenstr. 22, H. 2825. Vereln-taienoer. Verein Mekor Evaji«. Sonntag vorm. 974 Uhr: „Gemoro"; HerrR.A.G. Posen. — abends 6^/, Uhr: „Eine Parschas Poro.Betrachtung": Herr Emil Goldschmidt. Montag und Mittwoch abend? Uhr: „Gemoro": Herr Rabbiner Dr. Jos. Bl euer. Dienstag abend 7 Uhr: „Gemoro") Herr R. A. Posen. Donnerstag abend eine Stunde vor Mincho: „vlischna": Herr Rektor Falk. Allmargendltch „Mischnalernen". Jahrzeitstiftungslernen: Montag früh; Direktor Mendel Hirsch-Stistuyg. Dienstag früh: Sofie Bier-Stiftung. Laudas JiSroel-Jugendgruppe. Samstag vorm, ^11—*/,12 Uhr: „Chaje Odom"; Herr Dr. W. H o f m a n n, E'chenheimer Anlage 1. — lls/4 Uhr: „Mischna"; A. Hirschberg. — 11'/, Uhr: „Schaß": Herr H. Halpern. — nachm. 3 Uqr: „Gemoro"} Herr Dr Hofmann.— 4'/,Uhr: „Grundgedanken der jüdischen Gesetze"; Herr Rabrno w itz. — ^4 Stunde vor Nacht: „Sidrahuvrtrag". Sonntag vorm. 8 Uhr: „Chumisch mit Raschi"; Herr Leopold Oppenheimer. Montag abend8 Uhr: „M ischn a" für Fortgeschrittene; Herr Herrn. Hirsch borg. — 9-10 Uhr: „vrmoro-Sanhedrin") Herr Dr. Ehrmann.— 9 Uhr: „Sukkoh"; Herr 2eop. Oppenheimer. — Sprechstunde des Angestelllenausschusses« Dienstagabend9 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Hofmann. Mittwoch abend 8s/4 Uhr, im Volksbildungsheim: Jmtge Witwe, schöne Ersch. str. vd. vielseitig gebildet mit gnigeheud. Paniewarenu. Berjaiivgesch., Wohn. u. Barvermvg, sacht baldigst U eirat mit gleichstes. Herrn n. unt. 30 I. fr.Kaufm.,Ostjude,uichtansgeschl. Off. n. E. S. B. 25911 a. d. Exp. ds. Bl. Junges gebild. Mädchen, mit höherer Schulbildung sucht passmdes Huus, wo sie sich nn Geschäft öetät. kann (Kenntnisse in Stenographie n. Maschinenschr. vorh.) und nebenbei den Hansh. eri. kann. Beding, ist aber gute Behandlg. u. vor allem Familienanschluß. Off. n. 25880 an die Exp. ds.Bl. Whwer, in den 60er Jahren, aber jünger anssehend, gesund, rüstig, geschäftstätig, in guten Verhältriiffen.alleknsteheild, da allkKüider verheiratet siitd, wünscht sich wieder mit einer streng rcligiösen Dame ohne Kind ». ohne Anhang, gesund u. frisch aussehend, und in bess. Verhältnissen zu verheiraien. Gesl. Off. 11. M. T. 25896 an die Expedition dieses Blaues. Für meinen Neffen, 29jäbr. sehr tüchtig. Kaufmann mit vornehm. Auftreten, repräsrntabte Ersch., intell. mit vorzügl. Charaktercigeuschaften suche ich Einheirat in gut. Geschäft. Rest, wird auf ein gesundes, hübsch., wohlerzog. Frl, von 18—26 I., makellosem Vorleben,, Herzensu. .Geistesbildung, häuÄ. Vorzügen u. ans gut jüd. Hause. Nichtanonym. Zuschriften, die streng diskr. behandelt werden, erbeten unter „Glücksparrie No. 25822 an die Expedition dieses Blattes. Glanz - Partie. Für meine Schwester, 25 I., sehr ansehnliches und gebildetes Mädel, im Hansh. sinn und seit einigen Jahren in gut. Position in einem ersten Bankhaus in mittl. Stadt tätig, suche ich einen tüchtigen Mann (Kaufmann od. Bankbeamten) der beabsichtigt, sich ein schönes Heim zu gründen. Mir ist 100 Mille, sonne eine schöne Ausstattung. Gcfl. Zuschr. erbitte n. Chiffre 25876 a. d. Exped. 2 Freundinnen in Frankfurt a. M. (20 u. 30 Jahre alt) suchen zwecks gemeins. Sonntags- und Ferienwandg. gebildete Herren kennen zu lernen. Off. n H.L. an A. I.Hofmann Bnchhdlg., Krankfnrt a. M. flelroi. fjoliönöer, 3sroel. Herr, 22 Jabre, gebildet, kerngesund, ans bochachtb. Familie, Vermögen */, Million Mark, sucht mit gebildeter Fabrikanten- Tochter oder Dame (Witwe), welche ein gutes G schüft hat, zwecks späterer Aufnahme als Teilhaber Ausführliche Briefe mit B'ld „Witte Huis" Laan 3» den Haag Holland. (2178 Suche für uieine Tochter, Ostjüdin, 22 Jahre alt, schöne Erscheinung, in Deutschland erzogen, sehr gebildet u. tüchtig im Haushalt paffende Partie (Ostjnde) Wenn Kenntniffe in der Möbelbranche Eintritt in das väterliche Geschäft bis zur Hochzeit möglich. Mitgift 100 Mille Von der anderen Seite auch etwas Vermögen erwünscht. Off. nnter 26888 an die Exp. ds. Bl. 23 März 1928 Vortrag des Herrn Rabbiner Hoxovioz über „Palästinaarbeit und Orthodoxie". —'9 Uhr: „Newijim"; Herr S. U n n a. Herren und Damen. Donnerstag abend 8-9 Uhr: „Gemoro-Sanhedrim"s Herr Dr. Ebrmarln. — ^»9 Uhr: Bücherausgabe. - 9 Uhr: „Mischna" für Fortgeschrittene- Herr Herm. Hirschverg. Jüdische Frauenvereinigung e. B . Dienstag, den 28. März, abends 8l/a Uhr, im Hörsaal Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn Heinrich Eise mann über: „Praktische Palästtnaarbeit". Gäste, Damen und Herren, willkommen. cheSetzeltr« nips ^rip'i raw- Freitag n d e n d 6.10. Samstag morgen 8.—. SamStag nachm. 4 30. Samstag abend 7.30. Wochengott es dien st: Morgens 6.30. Nachm. 6.- Cross Frankfurt am Eschenheimer Turm TANZ-PALAST Kaffee ersten Ranges Wainklausa 1Ä.™ SCHUMANN- Theater mit dem sensationellen großen Programm ist heute das Tagesgespräch Täglich 7'/, Uhr: Große Vorstellung. Näheres siehe die Anschlagsäulen. Von heute ab täglich frle WM Bestellungen aut PDS müssen jetzt aufgegeben werden 3676 Bäckerei |Carpf Sandweg 28 Telefon H ansa 5273 Zell 39 Tel. Hansa 2273 Haltestelle d. Linien 3,6,15. j Vorteilhafter [Einkauf v on allen i Bedarfsartikeln i Apotheker Schneemann.! tm Erholungsheim MUa Aspira Sad Soden «MLMs (Taunus) WOrmntB Vorzügl. reich- HMn haltige, streng rituelle Berpflegung. Eigene Milchwirtschaft. Zentralheizung. — Tel. 100. — Prospekte durch vr. phil. Ad. Kallner. (3476 Junge Dame, berufstätig, sucht nettes möbliert. Zimmer (mit voller Pension.) Gefl. Off. sind n. Jir. 25892 an die Expedition ds. Blaues zu richten. Lehrstelle für Zahntechnik ist zu besetzen. 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