Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 63 (1922)
- Issue
- Heft 9 (2.3.1922)
- Date
- 1922-03-02
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Sekte 8 Nr. S Der Israelit. Frankfurter Berichte. Zum Andenken an Kdnard Keift Am Donnerstap, den 2. Adar (2. März) istdie erste Jahrzeit für den unvergeßlichen Eduard Feist Ein sinniges Denkmal haben ihm Familie und Freunde errichtet mit der Herausgabe seines Manuskriptes über die Einteilung der nach Irankfurter Minhag. Es ist daraus ein schönes und für jeden Frankfurter niy tott unentbehrliches Büchlein geworden, das mit jedem Blatte von der Liebe zeugt, die die Herausgeber, auch die Druckerei (Louis Golde) auf die Ausstattung verwendet haben. Das Buch ist von Anfang bis zu Ende ausschließlich in lichtvoll hebräischen Typen gehalten und sorgfältigst korrigiert. Es nennt sich ‘töö und umfaßt sämtliche nmo, sowie die Einteilung an Wochen-, Fast-, Fest- und Halbfeiertagen, auch die Wahl der mnttan; hier und da wird dem m-p ton auch ein wertvoller Fingerzeig bezüglich einer Frankfurter Eigenart in Aukdruck oder Melodie gegeben. DaS Ganze spricht von Feistscher Gründlichkeit und gewissenhafter Korrektheit. Herr Lehrer Simon Unna hat das Merkchen mit einer hübschen hebräischen Einleitung versehen. Die „Frankfurter" werden das ‘pn }vot als würdige Ergänzung des stvrrund naSty nSnp warm begrüßen. Hefterrtlicher Aortrag der Bereinigung Jüdischer Akademiker. In der Vereinigung Jüdischer Akademiker spricht nächsten Dienstag Herr Rabbiner Dr. Bon di, Mainz, über „Redaktion und Abschluß des Talmuds". Der Borirag findet in den Räumen des „Mekor Chajim", Langestr. 18, präzise Uhr abends statt. Agudas Iisroek Hrls- und Zug endgruppe. Am Mittwoch, den 8. März, abends 9 Uhr, spricht im „Hotel Löwenhof" Herr Dr. Jos. Breuer über das Thema: „Das Vermächtnis Samson Raphael Hirsch's an die deutsche Orthodoxie". Damen und Herren herzlich willkommen! Spnagogengeweinde Israelitische Hieligionsgesellschast. Bei den am Sonntag stattgehabten Wahlen wurden die Herren Moritz Felsenstein, Emil G o l d s ch m i d t und Adolf Stern in den Vorstand, die Herren Jacob Becker, Heinrich Eisemnnn, Leopold Mosbacher, Arthur Oppenheimer, Pros. Tr. Schüler und Leopold S ch w a b in ben (9 c m e i n b e v ct t gewählt. Schläge statt Arot. Ein Fall unerhörter Roheit wird uns vvm Betroffenen glaubwürdig erzählt. Ende Januar, als mit Hinblick auf die bevorstehende Brotteuerung die Bäckerläden bestürmt wurden, wollte ein hier ansässiger jüdischer Weißbinder namens K. (Ausländer), sich in einem Bäckerladen etwas Brot kaufen, da er über Mittag an der Arbeitsstätte bleiben wollte. Als er den Laden geschlossen fand, wollte er gleich anderen Käufern, durch die Hintertüre ins Geschäft gelangen. Auf sein Schellen, kam der Bäckereibesitzer heraus, packte den Mann im dunklen. Hausgang am Kragen und versetzte ihm solche wuchtige Schläge auf den Kopf, daß er bewußtlos zu Boden fiel. Der Mann steht jetzt noch in ärztlicher Behandlung. Die Bäckerei befindet sich in der W.straße im Ostend und lebt, wiewohl der Besitzer Nichtjude ist, fast ausschließlich von jüdischer Kundschaft. am Eaohenhcimep Turnt TANZ-PALAST Kaffee ersten Ranges Woinklame S8SSJT SCHUMANN- Theater mit dem sensationellen großen VARIETE Programm ist heute das Tagesgespräch Täglich 7lls Uhr: Große Vorstellung, Näheres siehe die Anschlagsäulen. U Awrohom Iehudo Dziakoszynski y'2£t- Am 23. tost? hat R. Awrohom Jehudy Dzialoszynski nach kurzer Krankheit seine reine Seele ausgehaucht. Nüd<wer die 'n? gehabt hat, den Verstorbenen näher zu kennen, wird die Lücke ermessen, die der Tod hier gerissen hat. nmnS pN8 *m Familiekmachrlchleil. Barmizwohseier. Felix, Sohn des Herrn Benni Grünebaum, Große Bockenheimerstr. 6. Vereinskalenoer. Verein Mekor Ehajim. Freitag abend nach Schul: „Mikro") Herr cand. med. Fritz Homburger. SamStag vorm, nach Schluß der Synagoge „Dintm"; Herr Rektor Falk. — mittag 12 Uhr „Melochim"; Herr Prof. A. Weyl. — nachm. 4 Uhr im Vereinslokale: „EnJaakow"; Herr Redakteur S. Schachnowttz. S o n n 1 a g v o r m. 9% Uhr: „Gemoro"; Herr R. A. G. Posen. — nachm. 6 Uhr: „Jecheskel"; Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: „Gemoro",' Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Dienstag abend 7 Uhr: „Gemoro") Herr R. A. Posen. Donnerstag abend eine Stunde vor Mincho „Mischna"; Herr Rektor Falk. Allabendlich 8% Uhr: „»"^-Lernen im Vereins« lokale) Herr H. Halpern. Jahrzeit stiftungslernen: Montag: Louis Joseph-Stiftung. Dienstag: Karl Guggenheim-Stiftung. Mittwoch: Babette Gvldschuüdt-Stistung. Agudas Jisroel-Jugendgruppe.! Freitag abend 8 Uhr: Geselliges Zusammensein. SamStag vorm. V.ti-Vi1^ Uhr: „Chaje Odorn« Herr Dr. W. H o f m a n n, Eschenheimer Anlage 1' — ll3/4 Uhr: „Mischna"; Herr A.Hirschberg' — 11»/, Uhr: „Schaßt; Herr H. Halpern. — nachm. 3 Uhr: „Gemoro") Herr Dr. Hof« mann. — ^/zUhr: „Grundgedanken der jüdischen Gesetze"; Herr R. R a b i n o w i tz. — 3U Stunde vor Nacht: „Stdrahvortrag") Herr Halpern. Sonntag vorm. 8 Uhr: „Chumisch mit Raschi") Herr Leopold Oppenheimer. Montagabends Uhr; „Mischna" für Fortgeschrittene) Herr Herm. Hirschberg. — 9—10 Uhr: „Gemoro-Sanhedrin") Herr Dr. Ehrmann. — 9 Uhr : „Sukkoh"; Herr Leop. Oppen h e i m e r. — Sprechstunde des Angestelltenausschusses. Dienstagabend 9 Uhr: „Gemoro" Herr Dr. Hof- Mittwo'ch^bend V*9 Uhr: „Zirkel"; Herr Dr. Hosmann. — 9 Uhr, im Hotel Löwenhof, Bortrag des Herrn Dr. Jos. Breuer: „Das Vermächtnis S. R. Hirsch's an die deutsche Orthodoxie". — 9 Uhr: „Newijim"; Herr S. Unna. Donnerstag abend 8-9 Uhr: „Gemoro-Sanhedrim") Herr Dr. Ehrmann. — Va9 Uhr: Bücherausgabe. — 9 Uhr: „Mischna" für Fortgeschrittene; Herr Herm. Hirschberg. Agttdas Jisroel-Mädchengvttppe. Mittwoch abend: Vortrag des Herrn Dr. Jos. Breuer im Hotel Löwenhof. — 9 Uhr: „Newijim"; Herr S. Unna. Alles andere wie gewöhnlich. Verein in 71'N. Sam Stag nachm, nach „Mincha", Hörsaal Fried« berger Anlage und Sonntag nachm, eine Stunde vor Mincha Langestraße 18; Herr Prof. Dr. Sulzbach. BesHamidrafch, Ostendstratze 18. Freitag abend, nach Schluß Her Synagoge: Htlchot Schabbos; Herr Rachelsohn. Sonntag früh 8—9 Uhr, Montag u. Mittwoch abend 8-9 Uhr: „Gemoro-Schiur" Köp »03? Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. Täglich Vs Stunde vor Nacht „tm "n"; Herr Rosenzweig. ' Samstag, eine Vs Stunde vor.Nacht: Bortrag? Herr H. H a l p e r n. DtoDH BesHamidrafch, Ostendstraste. Bon Sonntag bis einschl. Donnerstag V,6—7 Uhr abends, „rrrah 'dö"; Herr Rabbiner S. Weber. Jüdische Frauenvereinigung e B. Sonntag, den 5. März, abends 6 Uhr, im Hörsaal Friedberger Anlage, Bortrag des Herrn Emil Goldsch midi über „Purtmallegorien". Hröetretterr. rrönn Freitag abend 5.40. Samstag'morgen 8.— SamStag nachm. 4.30. Samstag abend 7.—. Wochengottesdienst: Morgens 6.30. Nachm. 5.30. Das Jüdische Theater im „Hotel Löwenhof" verabschiedet sich mit drei Galavorstellungen am Donnerstag, Samstag und Sonntag abend vom Frankfurter Publikum. Wer es noch nicht getan hat, benütze die Gelegenheit, die rechte Volkskunst und echte des Jüdischen Theaters kennen zu lernen. Tvüv aus 3 erwachs. Personen besteh, streng orihod. Haushalt wird Stutze bei vollständig. Jamilienanschl. gesucht. Dienstmädchen Vorhand. Frau A. J. Hofmann. Uhlandstr. 52. (25709 Israel, üeliglonsletirer sucht Hmi mit anmutigem, blonden Mädel, gr. Erfch. ans nur 1. religiöser Saut. Grüß. Vermögen erw. Offerte nur mit Bild unt. F. T. 18466 an Ala-Haasenstein & Bögler, Frankfurt am Main. (3072 M. Mratiiiio für eine nahe Verwandte gesricht. Dies, ist streng religiös, ans g. Sam., häuslich n. geschäftlich s. tüchtig. Mitgift 70 Mille. Nel. Wittber in ges. Position nicht ausgeschlossen. Offerten unter F. T. 12481 3( an Ala- HaasensteinLVogler. Frankfurt am Main. 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