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Der Israelit · 1922-02-23 · Heft 8 (23.2.1922) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
63 (1922)
Issue
Heft 8 (23.2.1922)
Date
1922-02-23
Page
– (sequence 7)
Language
German
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' 38i Webru»r 1*32 SfiQI .[fe -WÄM«!aö«bd-?-M^jorität vor der öffentlich'eu f\u'6(’u tcbod)- Geleg euhl'it bcn /nÄp l0*c eiSCUCK (V«cvtac\c ohue s,i,Mö'iw'c.fuOMroufMnt können. .lr4chia?,6WMjs««MnSie gm den Anklagen, die ein-!!>JWi^Mtftijr' a-esteu die Liberalen erheben unb ■rfMmffilL bczcichncu? ichou der adrmji nKeulsGMl .M.t ivahr daran! WüMs Wort an diesen 'Anklagen, >n Mw ch rvlo 6 SNmmm n qs nt ach er er d a ganze: ^tai/voA:i($. nnmrx^ini)- uvitb dlid-JoSt mod jO'm lim IbdiW anb dim L MMW°Lim öürither Kanfsnsrat 6ttu inQ mmniüivjfjiw Jürich, 10. Febr. WWHisch- Demokratie hat noch jiiiipiieiraki WrMiß, sich durch (NN ganz besonders nsMWsikMWi'vMlv Unduldsamkeit gegenüber reli- Mst^MMikgen und religiöser Gewissen- M>WW^°SMWch"cu^ So wie die Schweiz MÄÄiemsrgjM VM allen Kulturländern den trau-- . NiMNl löWWÄ'tÄMkinder liluhMnE 'DrWokLatie z u m Schreibe n a rn MÄH tOlzW'iül gen, oder ob man sich zu SÄlMlpS bequemen büi'fc, jeden nach aiMMMl, ÄMIMn-Und auf eigene Verantwortung -nrdtkS /GelvgMch'kji.-KMes guten Schulzeugnisses ersa 111 (J 91* n.1 Mit 92 gegen 35 Stimmen -M^oh?JDM'Kantonsrat'einen Antrag des .nivi£&ni$mminuMhn angenommen, ivonach der RegierungsratstaMufgefordert wird, seinen Be- ^7^cfff-U#'Wn9i9tzDT e zember 1914 betreffend Dis- Smfljt israelitischen Volks sch iil er von tztt-WuMMN MWi,Handarbeiten am Sabbath aufirarMhebeaij acUÄd ndie O r d n u n g diese r?L e r - h ä l t n i f s e d e n Ort s s ch u l b e h ö r d e n z u . Dabei sollen die letzteren einvon der bisher gcumf)i‘teu ^is- 7'nMlsaÄon mNr, abzuseheu, „wenn die Schulordchl»i!)jMi uM'Mchulsühruug beeinträchtigt werden." ntak/ "selbstverständlich, daß die letztere -^Ml^Msl-LM^HLringen Wert hat, angesichts der Tendenz, .den «Schulbehörden die möglichst entschiedene 'Dramfsalierung der religiös erzogenen ftWsch^K Müder zu suggerieren. VergebeM'4rat der Rcgierungsrat dafür ein, ni MdHE MlWöMng! der Stundenpläne Rücksicht Kinder zu nehmen: vergebens j-,AM MchhchprSozialist, Pfarrer Reichen, der 'nlsHthoikichü Merrichterstatter Köpfli, der Kommn- '^^E'WAkMu-ndi'-der Sozialist!Dr. Farbstein für Rs Regierungsrates ein — die E^Ächrer verbohrten Intoleranz treu wiMMi,.,..... . , . --iliugdsthat sszdeinen Beschluß zustande gebracht, der ^^dHÜ'ZÜckhichaft freiheitlich gesinnten Kreisen V%cr^Nst^iAWÄt die Schweiz wieder einmal anfs w-RMPMstMchromtttieri. n‘ IQ'Jn r;mi'J'Jdi'Jr;;V) «w ^"KWnsland. Äf ÄÜ” nhaaemle-Befrfilufs. nt, tchjn ,6sl-M«London/ 10. Feor. jj, ^Hikf^DrrHung, die in konservativen und i')<i 0tgHdMsg 'Meisen durch die Verhandlungen in mriÄMttckaMWg und den Sieg des liberalen nadFudsnjÄirus,/Mit dem sie endeten, hervorgerufen 2^r1st)v^eh1l mMer weitere Kreise. Die Anregung >"eRäMiE^H6Mogs, in einer allgemeinelt Kon- WiHlischen Orthodoxie, die Lage zu w^^möglich^ eine Einheitsfront zur nmWsHWNgühtzMberlieferten religiösen Erziehungs- ^'öchMtziMtvAnker Sicherung einer wahrhaft judi- "'JuÄstbbWrbildintg zu schaffen, wird von eiten beifällig begrüßt. Auch nrj&if ,/^un>i?Liga veröffentlicht eine Kundgebung, -raqV'suilhnsüü ÜNÄ scharfen Worten gegen den Be- IJ,n,JffiAews-CoIlege protestiert und ßitr aufrust. Eirr interessantes Zlvischen- "NUMff Uf kftretcn Dr. Gastcrs, der merkchstrÄWWbise gegen die Behauptting Rev. .pW & .t® Äer H-raeÜt __9tt. > ^tte 7 Sterns sich wendet, Männer tute Graetz und lstmg hätten in dem gegenwärtigen Feivs College keine Vorlesung erhalten können. Dr. (vaster behauptet, beide Männer hätten völlig auf dem Boden des orthodoxen Judentums gestanden, uwgegen Rev. Stern natürlich den Gegeubeiveis zu führen nicht schwer war. Oer VettgllungLöMwulk für Paläfiina. London, 17. Febr. Der Verfassnllgm'iltwnrf für Palästina ist der Presse nunmehr iirr Wortlaute zngegangen. Er sieht die Bildung einer g e s e tz g e b e n d e n Körperschaft vor, die das Recht hat, Gesetze unter ausdrücklicher Zustimmung des Oberkommistars oder des Königs von England zu erlassen, vorausgesetzt, daß durch diese (vesetze die G e w i s s e n s freih e i. t und die f r e i e 'A u s ii b u u g des G 0 t t e s d iw n st e s nicht beeiutrüchtigt, und keinerlei Unterscheidungen znischen den Einwohnern Palästinas je nach ihrer R a s s c, R eligi 0 n oder S p r a ch e vorgenommen werden. Ter gesetzgebende Rat wird aus 25 Mitgliedern bestehen, von denen 10 Regierungsbeamte sind. Von den - übrigen 15 werden 12 in indi r e i t e r W a h t d ur ch W a h 1 m ä n n e r von der Bevölkerung Palästinas gewählt, wobei jeder männliche valästinensische Bürger über 25 Fahre aktives Wahlrecht besitzt. Ein Mitglied wird von den vereinigten Handelskammern ernannt, und zwei vom Oberkommissar, wobei Gruppen berücksichtigt werden sollen, die bei den Wahlen unzulängliche Vertretung gesunden haben. Von den letztgenannten 3 Nominierten soll einer ein Mohammedaner, einer ein Ehrist und einer ein Jude sein. Tie Bestimmungen über die Gerichlsbarkeit sehen neben den allgemeinen Gerichtshöfen religiöse G c r i eh t e vor. Von den jüdischen religiösen (Gerichtshöfen wird gesagt, daß ihnen die ausschließliche Kompetenz in allen Angele g e n h e i t e n d e s P e r s 0 u e u ft a n d c s der jüdischen Bewohner Palästinas zufältt. Als offiziell anerkannte, gleichberechtigte Staatssprachen gelten Englisch, Arabisch und Hebräisch. Wenn irgend eine religiöse Gemeinschaft oder ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung Palästinas Beschwerde führt, daß die Bedingungen des 'Mandates von der Regierung Palästinas ilicht beobachtet werden, so soll eine solche (vruppe berechtigt fein, durch ein Riitglied der gesetzgebenden Körpcrschast ein Memorandum dem Oberkommissar und durch diesen dem Bölkerbundrat zu überreichen, es fei denn, daß der Oberkommissar dem Gefuchstelter schriftlich die Gründe mitteilt, aus denen er die Denkschrift nicht u-eitergeben ivill. Ame^izrel. Lifauifdie Rabbiner in flmeriba. New-Korst, 20. Januar. Als Vertreter des Nabbinerverbands in Litauen weilte Rabbi Elteser Fardamskt vor kurzem in Amerika, um die amerikanischen Juden für das Schicksal der Rabbinerflüchtlinge in Litauen zu interessieren. Litauen ist unter allen neuaebildeten und Randstaaten heute das ein. ztge^Land, das die Flüchtlinge aufnimmt. Die Anhäufung der Heimkehrenden in den litauischen Städten führte aber zu katastrophalen Zuständen, unter denen die Geistlichen, die Rabbiner und Lehrer, am schwersten zu leiden haben. Es gibt unter diesen Flüchtlingen Rabbiner von enormer Gelehrsamkeit und einer Tatkraft, die für das Judentum nutzbar gemacht werden müßte. Der Zweck der litauischen Rabbiner- Delegation in Amerika ist, die Amerikaner auf diese Träger der Thora aufmerksam zu machen und er wurde bis zu einem gewissen Grade auch erreicht, indem sich in New-Jork ein Komitee gebildet hat, mit der Aufgabe, einen Fond zu schaffen, der die Ueberführung der Rabbiner- Flüchtlinge nach Amerika ermöglicht. Das gleiche Komitee läßt sich angelegen sein, den aus Litauen kommenden Rabbinern geeignete Stellen in amerikanischen Gemeinden zu verschaffen, in denen bekanntlich infolge von Mangel an Lehrern und Leitern die geistige Not so groß ist, wie die nratertelle bet den Flüchtlingen in Litauen. UaLüstina. ßmg Horfhcliffe in Paläfiina London, 10. Febr. Der Tiiin's-König, Lord 91 0 u t h C1 - (s c Hai sich nach Pnlnstiua begeben, um dort, wie verbreitet wird, eine unabhängige Untersuchung der politischen und lvirtschastlichen Lage vorzunehmen. Es ist selbstverständlich, daß die „Times" sich von ihrem palästinensischen Korrespondenten täglich spaltenlange telegraphische Berichte über den Triumphzug Lord 'Aorthcliffs senden läßt. Der Lord mahnt im Regierungsgebäude ans dem Oelberg, wo er m Vertretung des z. Zt. unpäßlichen .Herbert Samuel von denl Fivilsekretär Deedes mit Aufmerksamkeiten überhäuft ivird. Lord'A'orthelisse machte bei den zahlreichen Empfängen und Ansprachen, die bereits stattsanden, uub an denen sich Araber, Christen und Fnden beteiligten, ans seiner antizionistifchen Stimmung kein.Hchl; doch zeigte er seine Obiclrivitär immerhin durch die Zurückweisung der ihm gleich in tvaza vorgebrachten arabischen Anklagen, die sich gegen eine angeblich ungebührliche Bevorzugung der Füdeir bei den Beamtcn- Ernennungen richten. Er betonte im übrigen, daß sein Begleiter, der durch die Aufdeckung der antisemitischen Fälschung der „Weisen von Zivil" bekannte „Tiures"-Korrespondent im nahen Osten, unabhängige Erkundigungen bei alleit Parteien einziehen iverde. Bei einem Empfang in R i s ch 0 n le Z i 0 u drückte der Präsident der Kolonie die Dankbarkeit der Inden gegenüber dem britischen Publikum aus, worauf Lord Northcliffe erwiderte, man scheine in Palästina „das Interesse des britischen Publikums am Zionismus zu überschätzeu". Er ivandte sich dann gegen die Einwandernilg unerivünschter Elemente, insbesondere gegen die angebliche Eiiiwanderung von Bolscheivisten. Die Bcitglieoer der z i 0 n i sti s ch e ll Exekiltive wurde wucden ebenfalls empfangen und verteidigten die .ziollistifche Einwanderung gegen die Anklagen ihrer Gegner. Lord Olortheliffe mahnte 0ringend zur äußersten Sorgfalt bei der Auswahl der zur Einwanderung zuznlasfcmden Elemente, damit jeder Anlaß zu neuen Zusammenstößen vermieden werde. Ein besonderes Interview gewährte Lord ttzorthclifsc dem .Herausgeber des „Daor Hajauiii", dessen Druckerei er besichtigte. Zerusatem, 10 Februar. Der in Begleitung Lord Rorthelisses befindliche „Timcs"-Korrespolldent Mr. G rave s hat sich bekanntlich um die jüdische Sache eil: hohes Verdienst dadurch erworben, daß er die infame Fälschung der berüchtigten antisemitischen „Protokolle der Aelteften von Zion" aufdeckce und die daraus geschmiedeten Anklagen gegcn die ganze jüdische Gemeinschaft durch feine Veröffeutlichuugeu in der „Times" zerstreute. Die Druckereigesellschaft „Hassolel", die Herausgeberin von „Daor Hajaum" benichte daher den 'Aufenthalt Lord Northclisfes in Jerusalem, um Mr. Graves ein Bankett zu geben. Zahlreiche jüdische Notablen, außerdem der Gouverneur Stores waren anivesend. Oberrabbincr Kuk dankte Mr. Graves im Namen des Judentums. fiiis paläfiina. Jerusalem, 25. Jan. Das 20. Jubiläum des Nationalfonds gibt in zionistischen Kreisen Anlaß zu einer großen Propagandatätigkeit für den Fondsund die zionistischen Bewegung überhaupt. Es gelang den Veranstaltern, auch eine Sympathie-Erklärung der Oberrabbiner Kuk und Jacob Meir zu erlangen, die in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Oberrabbintes zu Sammlungen aufforderten. In einem polemischen Artikel gegen die Dele-

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