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Der Israelit · 1922-02-16 · Heft 7 (16.2.1922) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
63 (1922)
Issue
Heft 7 (16.2.1922)
Date
1922-02-16
Page
– (sequence 7)
Language
German
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1«. KÄbruar 1923 Untertitel „Dem.Denker" und „dem Prediger" sich darauf beschränkt, mehr oder minder originelle Ab» Handlungen philosophischer und homiletischer Art beizutragen. Im drillen Teil, „dem Führer" gewidmet, findet sich aber neben der Uebersetzung einiger Testtoth von Franz Rofenzweig ein Aufsatz von Robert Weiß über „Jüdischen Sozialismus", der zu breiviccteln eine Anklage gegen -te ^Orthodoxen" und „Gesetzestreuen" enthält, deren Funktionen beim Aufbau Palästinas sich auf die Rolle eines „KüchenschomerS" beschränken, die kein Verständnis und kein Wort der Hilfe für daS soziale Ringen der jüdischen Arbeiter übrig hatten und in ihrem burgeoiShaften Manchestertum sich mit der „bequemen, Antwort begnügten: In unserer Thauro ist genug Sozialismus." Abgesehen von der objektiven Ungerechtigkeit der Weis'schen Borwürfe ist eS wenig zartfühlend, daß er feine. Anklage gegen die gesamte Orthodoxie richtet. Zu ihr gehört ja auch der MtSracht, der zu feinen deutschen Führern auch den Jubilar zählt, dem diese Festsch ist geweiht ist. Während aber Weiß lediglich die Untätigkeit der Orthodoxie in Hinsicht der sozialen Probleme bemängelt und seine Ausführungen immerhin den Eindruck eyrlichen Suchens machen, findet sich in derselben Abteilung ein Aufsatz unter dem Titel: „Räumet, räumet, macht Bahn!", der in der Tat au fS Ganze geht und mit allem auftäumt, was mit dem Leben des gesetzestreuen Juden zusammenhängt. Wir lassen nach dem Rezept Friedrichs deS Großen, der anordnete, daß die Schmäh-PaSquillen an den Mauer wänden niedriger gehängt würden, damit ein jeder deren Wert beurteile, auch einige Sätze diesetzsAxiik» lS in extenso folgen: „Wie sehen die Gerechten unserer Zeit auS? Am Morgen legend sie mit den Gebetriemen die Religion in den Tefilltnbeuiel und gehen an ihr Tagwerk, alS ob nichts geschehen sei: Der Mtnhag verdrängt daS Gesetz, daS Unwisien formt sich zum Schema, die Religion wird Sport. Sie machen keine Konzessionen, aber sie sind bedacht, die Religion mit dem Komfort der Neuzeit zu umgeben. Heißt eS nicht, die Heuchelei fei eine Verneigung des Lasters vor der Tugend? Unser wohltrainterter Hausherr rastert nicht, aber er entfernt den Bart auf chemischem Weg, seine Gattin entblößt ihr Haar nicht, aber sie trägt eine viel schönere Perrücke, das Taschentuch wird um die Hand und der Hausschlüssel um den Leib gebunden, aber dem goldenen Kalb wird on allen Ecken, bis in die Gotteshäuser hinein, geopfert. Der Sabbat ist im Winter am beliebtesten, weil man am Abend noch inS Geschäft gehen kann, im Geschäft aber ist die Religion nur om Sabbat zuhause, denn da ist es streng geschloffen. Dle Ehe ist ein Geschäft, die Wohltat ein Posten im Hauptbuch, und im Kampf der Meinungen find die F ömmsten die Gehässigsten. Die Gegner ist immer ein Schelm, hat er aber Erfolg, so macht man ihm Konkurrenz. ob es sich um Pflanzenfett, oder um den Aufbau Palästinas handelt. Und die Religion selbst bleibt am Wege liegen, man braucht sich nicht um sie zu kümmern, denn sie wird fertig inS HauS geliefert, von der Geburt bis zum Tode zu gedankenlosem gewöhn, heitsmätzigem Gebrauch. Mit der Einschränkung nur, daß im geheimen Kämmerlein der eigene Schulchan Aruch, die Religion nach Maß, bevorzugt wird. Das schönste „Wunder jedes Tages", das religiöse Erlebnis. Müde, flüssig, vielleicht sogar schädlich oder unjüdisch." In dieser Tonart, stark an Gronemanns „Tohu Wabohu" erinnernd, geht es noch eine Sette weiter. Wir Hallen es unter der Würde einer orthodoxen Zeitung, diese lieblosen Schmähungen zu widerlegen. Sollte der Autor, der die Juden zu kennen glaubt, weil er ihre Bärte gesehen hat, von der Richtigkeit seiner skurrilen Ansichten subjektiv wirklich überzeugt sein, dann hätte er den Versuch machen sollen, in einen engen Kreise von Gesetzestreuen — etwa mit dem Jubilar, dem die Festgabe geweiht ist — diese Dinge zu besprechen und auf Mittel zu ihrer Abhilfe zu sinnen. DteS aber in einer Festschrift zu tun und die ganze jüdische und nichijüdische Oesiemlichkeit alS Zuschauer etnzuladen, grenzt an die Uebertretung deS Verbots von fron 87 JWV Der Autor dieses Artikels, der so überaus tief und liebreich in das innerste Seelenleben der getetzeStreuen Juden einzudringen versteht, heißt Dr. Eugen Mayer und ist Syndikus der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt a. M. E. Dereinskalender. Verein Mekor Cßajim. Freitag abend nach Schul: „Mikro"- Herr Louis Kahn. SamStag vorm, nach Schluß der Synagoge „Dinim"; Herr Rektor Falk. — mittag 12 Uhr „Melochim"- Herr Prof. A. Weyl. — nachm. 8*U Uhr int Vereinslokale: „En Jaakow"; Herr Redakteur S. Schachnowitz. S o n n t a g v o r m. 9 V« Uhr: „Gemoro"; Herr R. A. G Posen. — abend 6 Uhr, Langeftr. 18.- „En Jaakow". Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: „Gemoro"- Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Dienstag abend 7 Uhr: „Gemoro"- Herr R. A. Posen. DomnerStäg abenb 'eine .Stunde vor Mincho: „Mtschna"- Herr Rektor Falk. Der J-raelit . Allabendlich 8% Uhr: „v"lp-Lernen im Vereinslokale - Herr H. Halpern. Jahrzeitstiftung-lernen: Donnerstag: Simon Altmann-Stiftung. Agn-aS MSroet-T«aend„r«ppe. Freitag abend 8 Uhr: Geselliges Zusammensein. SamStag vorm. VI—V,12 Uhr: „Ehaje Odom" Herr Dr. W. H o f m a n n, Eschenheimer Anlage 1. — ll8/4 Uhr: „Mtschna"- Herr A.Htrschberg. — 11V, Uhr: „Schaß": Herr H. Halpern. — nachm. 3 Uhr: „Gemoro"- Herr Dr Hof» mgnn. — l'/zUhr: „Grundgedanken der jüWchen Gesetze" - Herr R. Robinow! tz. — 3/4 Stunde vor Nacht: „Sidrahvortrag", Herr Direktor Dr. Lange. — abends 9 Uhr, Vortrag des terrn Dr. Hofmann: „Ltchtgestalten aus rankfurter jüdischer Vergangenheit": (R. Joseph Hahn, (Josef Omezj und seine Zeit). Sonntag vorm. 8 Uhr: „Chumisch mit Nascht"- Herr Leopold Oppenheimer. Mo«tagabend8 Uhr: „Mischna" für Fortgeschrittene - Herr Herm. Hirschberg. — 9—10 Uhr: „Gemoro-Sanhedrin"- Herr Dr. Ehrmann — 9 Uhx: „Sukkoh"- Herr Leop Oppenheimer. — Sprechstunde des Angestelltenausschusses. Dienstagabend 9 Uhr: „Gemoro" Herr Dr. Hofmann. Mittwoch abend V,9 Uhr: „Zirkel"- Herr Dr. Hofmann. — 88/* Uhr: Vierter Bortrag des Herrn Dr. S. Ehrmann: „Palästina in Vergangenheit und Gegenwart". — 9 Uhr: „Newijim"- Herr S. Unna. Donnerstag abend 8 9 Uhr: „Gemoro.Sanhedrim"- Herr Dr. Ehr mann. — */*9 Uhr: Bücherausgabe. — 9 Uhr: „Mtschna" für Fortgeschrittene- Herr Herm. Htrfchberg. Agudas Jisroel-Mädchengruppe. SamStag vorm. ll*/aUhr: „Tehillim"- Herr Louis Kahn. — nachm. 4 Uhr: „Thauro"- Herr Lehrer A H t r s ch b e r g. — 3/< <&tuni>e vor Nacht: „Sidrahvortrag". — abends 9 Uhr: Vortrag des Herrn Dr. H o f m a n n. Montag abend */,9 Uhr: „Kursus der hebräischen Svrache"- Fri. E. Horovicz - 9 Uhr: Sprechstunde deS AngestelltenauSschusseS. An die jüdische Bevölkerung Frankfurts und Umgebung! Gedenket unserer frierenden Wrüder aus dem Osten «nd gevt «ns Kleider, Schüße und Wäsche. Hunderte haben nichts Warmes anzuziehen Entbehrliche Sachen bitten wir, an folgende Stellen abznliefern: Hanauerlandstr. 17 (Agudas Jisroel) Langeftr. 30 (Beratungsstelle f. ostjüd. Flüchtlinge) Auf telefonischen Anruf Vormittags 10—1 Uhr (Hansa 3728) werden die Kleidungsstücke jederzeit abgeholt. Beratungsstelle für ostMlsche Flüchtlinge Oerein ziir Meuerunii lieber MiMer Sflrnersiflfflier o. o. Zu der Dienstag, den 28. Februar d. J. abends 6,30 Uhr Langestraße 30,1 stattfindenden MITGLIEDER- VERSAMMLUNG werden die verehrl. Vereinsmitglieder hierdurch höflichst eingeladen. TAGESORDNUNG: 1. Jahresbericht für 1921. 2. Erteilung der Decharge an den Vorstand. 3. Verlosung e. Aussteuer 1. Klasse. 4. Vergebung einer Aussteuer des Dreyfus Jüdels'sehen Anssteaerfonds. Frankfurt ». M., 12. Februar 1922. Der Vorstand Mischer Tmn-u Sportverein,IarKochba" PURIMFEST mit erstklassigen Darbietungen und anschließendem BALL Samstag, 25.Februar, pünktlich 8V2 Uhr in den Sälen des Volks&ildnngsheims, Eschersheimeranlage 1 Karten bei allen Mitgliedern, in der Drogerie Schneemann, Zeit 39, im Handschuhhaus „Zeil“ Zeil 2 Hversof i. W. Um Jrrtümer zu vermeiden, weift ich daraus hin, daß die Billa Nix Aesttzer A. Zettttn in Oberhof meiner Aufsicht nicht untersteht. (8668 AnSbach, 18. iS. 81. DistrMSrabv. Dr. Brador. ppD 'iü nncDj? 900 fein zn haben bei v. STEMMER, LnbwigShafen a. Rh., Marftr. Tel. 614. (3688 Nr. 7 Sette 7 Dienstag abend V.9—VO Uhr: „Tefilloh"- Herr Oberlehrer I. Kaufmann. Mittwoch abend: Vortrag des Herrn Dr. Ehrmann. — 9 Uhr: „Newijtm"- Herr S. Unna. Donnerstag abend8-9Uhr:„Hirsch-Lektüre"; Herr Dr. S. Ehrmynn. — '/,9Uhr: Bücherausgabe. Notiz. Sonntag, den 19. Februar, abends 7 Ubr: „Fest, abend der Agudas JiSroel-Jugendgruppe" im Volksbtldungsheim. Verein fn JTD- SamStag nachm, nach „Mincha", Hörsaal Frtedberger Anlage und Sonnlag nachm, eine Stunde vor Mincha Langestraße 18- Herr Prof. Dr. Sulzbach. Beshamidrasch, Ostendftraste 18. Freitag abend, nach Schluß der Synagoge: Hilchot Schabbos; Herr Rachel so hn. Sonntag früh 8-9 Uhr, Montag u. Mittwoch abend 8-9 Uhr: „Gemoro-Schiur" nvv 022; Herr Rechtsanwalt Dr. I Breuer. Täglich V, Stunde vor Nacht „ena "n" - Herr Rofenzweig. SamStag, eine Stunde vor Nacht: Vortrag- Herr H. Halpern. rron Beshamidrasch, Ottendstrasze. Von Sonntag bis einschl. Donnerstag */,6—7 Uhr abends, 'cö"; Herr Rabbiner S. Weber. Verein Tifercth Bachurim. Sonntag, den 19. Februar, abends 8*/, Uhr, Langestraße 88, Vortrag des Herrn W. M ü l l e r über „Religiöse Erziehung". HeSetzetten. ■nn’* row. Freitag abeno 5.20. Samstag morgen 8.— SamStag nachm. 430. SamStag abend 6.35. Wochengottesdienst: Morgens 6.45. Nachm. 5.30. tMeritur-MnfljDll im Erholungsheim Utlla Aspira dadSoden gmrg. Eigene Milchwirtschaft. Zentralheizung. — Tel. 100. — Prospekte durch Dr. phil. Ad. Kallner. (3476 .. ■■ -m! i Zell 39 Tel. Hansa 2273!:; [Haltestelle d. Linien 3,6,15. [ i Vorteilhafter Einkauf von allen j! i Bedarfsartikeln i; Apotheker Schneemann, i i .. „Gut Purim" heisst das herrliche neue purimbuch von Fianter. Gedichte, Abhandlungen. Theateranfführung. 11. s. w. Schaustes Pnrimgeschenk f. Kinder gegen Einsendung von 18 Mk. (Postscheck 7116) franko. (25508 LOUIS LAIB, Berlin C. 2., Neue Friedrichstr. 61-63. Tafelöl la Qualität nDB 'IV mit ■jston von Sr. Ehrw. Herrn Rabb. 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