Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 63 (1922)
- Issue
- Heft 5 (2.2.1922)
- Date
- 1922-02-02
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2446951-2450189-2450194--69518-2526696- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
2. Februar 1922 Frankfurter Krrichte. Anselm Kirsch rxi- Die an Schrecken reichen Wochen dieser schweren Winterzeit haben uns am 27. Tewes, dem Jahrzeitstage S. R. Hirschs, eine in weiten Kreisen unserer Gemeinde geschätzte, wackere Persönlichkeit entrissen, die bei aller Schlichtheit und Anspruchslosigkeit ihres Wesens und Wirkens auch an dieser Stelle warme Würdigung verdient. Anselm Hirsch, deraus voller Rüstigkeit, kaum 66 Jahre alt, nach zweitägiger Krankheit dahinschied, stammte aus Jchenhausen in Bayern, einer als Stätte der nxTi min bis in die neueste Zelt hinein berühmten Landgemeinde. Die Lehr- und Wanderjahre führten den Jüngling nach der jüdischen Metropole des gesetzestreuen Nordens, nach Halberstadt, wo er sein jüdisches Wissen und Wollen reichlich zu mehren und zu stärken Gelegenheit fand. Was er im Vaterhaus, kn der Heimat und bei vorbildlichen Lehrmeistern an jüdischen Lichtsaaten in sich ausgenommen, das hat er dann, beglückt durch die Ehe mit einem tapferen Weibe, einer Tochter des Münchener Hauses Jeuchtwanger, hier in Frankfurt in die Praxis des Lebens umgesetzt. Er gehörte zu den stillen jüdischen Helden, die in der neuen Zeit leider nichts Alltägliches mehr sind, die ihren Lebensköcher mit — Kindern zu füllen den Mut und den Ehrgeiz haben — ano ibbpx xbn *itt>x nain >-.t”x, und die so durch ihr Leben einen Kommentar zu dem liefen Wort der Weisen liefern: “SS yva n:nJR b'~i oW xvü INI', daß der um des Lebens Notdurst hart ringende, mit Kindern gesegnete Familienvater recht eigentlich die Gottesfurcht zu bewähren vermag. Diese Gottesfurcht, die Liebe zu den Mizwos und eine frohgemute, immer zu heiterem Witzwort geneigte Natur haben ihm den Lebenskampf erleichtert, bis er in den letzten Jahren die Früchte seiner Arbeit in seinen Kindern reifen sehen durfte. An der Bahre entwarf Herr Rabbtnatsassessor Posen in einem von warmem Mitempfinden durchglühten Hesped ein treues Bild des Heimgegangenen, die Söhne und Töchter mahnend, ihres unvergeßlichen Vaters allezeit würdig zn bleiben. n"23t:n. Gustav Meta Es war keine glückheischende Natur mit starkem Lebensverlangen — Gustav M e l a, der kürzlich aus schwerer Zeitlichkeit in helle Ewigkeit heimgerufen wurde. Er fiedelte sich fest, wohnlich und traulich in dem Bezirke jüdischer Pflichterfüllung an und wehrte mit eiserner Konsequenz und Beharrlichkeit ruhig jeden Einbruch der Leichtfertigkeit, Sündhaftigkeit und Ab- Der Israelit irrung, deren der Krieg leider so mannigfache, brachte, ab. Nur in einem Betracht flammte er lichterloh: in seiner Begeisterung für die Khal Adas Jeschurun, für die Israelitische Religionsgefellschaft. Sie verkörperte ihm Ideal seines Lebens und Strebend, ihrem Satzungsentwurf galt das Sorgen seiner Seele bis in die letzten Tage seines irdischen Daseins und ein weitschaüender Plan sozialer Art, dessen Verwirklichung die Ungunst der Zeitverhältnisse einstweilen illusorisch machte, feiert bei ihr vielleicht noch einmal eine glorreiche Auferstehung. Im Gedenken aller, die Gustav Meta kannten, bleibt er erhalten als das ernste und imposame Musterbild einer gediegenen kernhaften jüdischen Persönlichkeit, die in einsamer Selbstbegrenzung und Selbstbeschränkung eine Meisterschaft erreichte wie wenige. mann. M. Sp. Kesped auf Naööiner Ar. IloLek Wie im Inseratenteil bekanntgegeben, findet am Sonntag, den 5. Februar, nachmittags 4 Uhr, in der „Synagoge Linas Hazedek", Langestr. 9t, ein Hesped des Herrn Rabbiner Krieger auf Herrn Rabbiner Dr. N. A. Nobel b“*i, veranstaltet von hiesigen ostjüdischen Kreisen, statt. Verein-kalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul:„Mikro"-HerrDr.Willy Hofmann. Jahrzeit st iftungs lernen: Montag: Wally Prager- und Benjamin Kallmnnn- Sttftung. AgndaS Jisroel-Jugendgruppe. Freitag abend 8 Uhr: Geselliges Zusammensein. GamSi ag vorm. */,U—%12 Uhr: „Chaje Odom" Herr Dr. W. H o fm ann, Eschenheimer Anlage 1. — 11b/, nfjx. „Nttschrm/,; Herr A.Hirfchberg. — 11Uhr: Schatz"; Herr H. Halpern. — nachm. 3 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Hofmann.— 4'/, Uhr: „Grundgedanken der jüdischen Gesetze"- Herr R. Rabinowitz. — abends 61/, Uhr: „Chumisch mit Raschi", Herr Leopold Op p e n h e i m e r. Samstag, eine halbe Stunde vor Nacht: „Sidrahvorlrag"- Herr Dr. Ehrmann. M o n t a g a b e n d 8 Uhr: „Mischna" für Fortgeschrittene - Herr Herm. Htrschberg. — 9—10 Uhr: „Gemoro-Sanheürin"- Herr Dr. Ehrmann. — 9 Uhr: „Sukkoh"- Herr Leop. Oppenheimer« — Sprechstunde des Angestelltenausschusses. Dienstagabend 9 Uhr: „Gemoro" Herr Dr. Hofntamt, Nr. 5 Seite 7 Mittwoch abend ll%0 Uhr: „Zirkel"- Herr Dr- Hofmann. — 9 Uhr: „Newijim"; Herr S- Unna. Donnerstag abend 8—9 Uhr: „Gemoro-Sanhedrim"; Herr Dr. Ehrmann. — Uhr; Bücherausgabe. — 9 Uhr: „Mischna" für Fortgeschrittene- Herr Herm. Hirsch der g. Agudas Jisroel-Madchengruppe. Freitag abend nach Schul: „Sidrahvortrag". Samstag nachm. 4 Uhr: „Thauro"- Herr Lehrer A. Htrschberg. Montag abend */»9 Uhr; „Kursus der hebräischen Sprache"- Fri. E. Horoviez. — 9 Uhr: Sprechstunde des AngeftelltenausschusseS. Dienstag abend V*9— V* 10 Uhr: „Tefilloh"- Herr Oberlehrer I. Kaufmann. Mittwochabend!) Uhr:„Newijim"- Herr S. Unna. Zeire Emuue Jisroel. Lehrprogram m. Freitag abend 8 Uhr: 2l£rive Beteiligung an -er von der Agudas Jisroel-Jugendgruppe veranstalteten geselligen Zusammenkunft. Redner: Herr Lipschütz. Samstag nachm. 3—4 Uhr: Vortrag des Herrn B. Rachelsohn. — 4—5 Uhr: „Newijim"- Herr Lip schütz. — 8-9 Uhr abends: „Hebräisch" - Herr Landau. Sonntag abend 8—9 Uhr: „Deutsch", Gruppe l- Herr Nager. — 9—10 Uhr: „Gemoro"- Herr Speiser. Montag abend 8—9 Uhr: „Deutsch", Gruppe II; Herr Lipschütz. — 9—10 Uhr: „Gemoro"! Herr Judalewitz. Dienstag abend 8—9 Uhr: „Gemoro"- Herr Jakobowttz. — 9—10 Uhr: „Hebräisch"- Herr- Landau. Mittwoch abend 8-0 Uhr: „Deutsch", Gruppe I; Herr Nager. — 0—10 Uhr: „Gemoro"- Herr Judalewitz. D o n n e r s t a g a b e n d 8—9 Uhr: „Deutsch", Gruppe II - Herr Lipschütz. - 9-10 Uhr: „Newijim"- Herr Landau. Hevetzettrn. to rar. Freitag abeno 5.—. Samstag morgen 8.— Sumstag nachm. 4.—. SamStag abend 6.15. Wochengottesdienst: Morgens 6.45. Nachm. 5—. Nährmittel aus Vollmilch und £ahne Vollmilch und reinste Uut prozontige Salme nach Prof. Biedert stark eingedicktergeben das pastenartige Pamogen. welches die wertvollen Bestandteile von Vollmilch und Sahne in konzentrierter Form enthält, itanmgen ist das natürlichste Nähr- und Kräftigungsmittel von leichter Verdaulichkeit und Wohlgeschmack, welches besonders hei Kindern, die es überaus gerne nehmen, schon nach wenigen Tagen überraschende Wirkung zeigt. Kamogon ist im Gebrauch ergiebig und sparsam. Sehr gute Berichte von Aerzten und Müttern. Man nimmt Pamogen löffelweise oder mit Wasser zu Salmeinilch verrührt oder verwendet es zu Milch- und Mehlspeisen. Erhältlich HA in Apotheken und Drogerien. Die Schriften: „Wie ernähre ich meinen Säugling" und „Pahmspeisen für Kinder 'und Erwachsene” kostenfrei durch DEUTSCHE MILCHWERKE, ZWINGENBERG (HESSEN) Keirclt Bru&er, Haus- und G Viehhandliing in fcf). hübsches tüchtiges Mädchen Suche für meinen Bruder, Hans- und Grundbesitzer, Inhaber «»er gutgehende» Viehhandliing in schönem Mainstädtcheu. nicht unter'27 Jahren. Mitgift nicht unter 60 Mill. Anonmn zwecklos. Offerten unter 25466 an die Expedition dieses Blattes. Suche für Verwandten (Vukowiner) 28 I. alt, Inh. einer Großhandlung in chem. techll. Produkten eine Lebensgefährtin mögl. ans dem früheren Oesterr.-Ung. Nur ernstgem. Znschrisleu mit Bild unter genauer Angabe der Fainuienverhättnisie erbeten unter B. M. 918 an Rudolf Mosse, Mannheim. (2136 Israel. Heirat! Einem streng, rclig. jüd gebildeten intelligenten jungen Mann, wäre Gelegenheit geboten, mit gleichgesinnter, hübscher Dame 30 I durch EINHEIRAT 'tt ein bedeutendes Geschäft ein echt jüdisches Hans zu gründen. Große Jriedensansstener und Vermögen vorhanden. Anschriften nicht anonym erbeten unter F. C. D. SSS an Rudolf Mosse, Frankfurt a. M. (214p Suche für meine Schwester. 31 Jahre, ans guter relig. Familie hübsche stattliche Erscheinung, tüchtig in der Hanswirtschast mit schöner Aussteuer n. einem vorläufigen Barvermögen v. 70 Allste HEIRAT. .Holländer, 20 Jahre, aus guter Familie, repräscntabel, Lentnanr der Reserve-Artillerie — wünscht Bekauutschaft mit einfacher, «»abhängiger Dame, sanft. Charakter, zwecks Einheirat in bestehendes gutes Geschäft. Wenn nötig, kann er 4-500.000 Mk. rinbringen. Er ist sehr gebildet (u. a. Deutsch, Franz., Engl.) mid bekleidet momentan gute Staatsstellung, welche er, wenn das Geschäft nicht sehr floriert, geneigt ist ZN behalten,' fühlt aber wehr für den Handel. Briefe mit gerrauen Angaben .unter F. K. D. 858 an Rudolf Masse, Frankfurt a.M. Diskretion ^gesichert und erwünscht. 2142 Aeufierst tücht. Geschäftsmann (selbstst.) 33 I. alp mit gr. Einkommen sucht, gestützt auf makellosen Ruf und Ebarakrer pass. Lebensgefährtin aus gut jüd. Familie. Ernstgemeinte Offerten befördert unter Nr. 25448 die Expedition dieses Blattes. relig* Lebensgefährten am liebsten Handwerker oder Beamten, der den Schabbos hüll mit anskömml. Einkommen Gefl. Zuschriften unter F. B. D. 252 au Rudolf Masse, Frankfurt a. M. (2130 rsma Junger Manu, aus gutem jüd. Hause sucht in' ebensolchen möbliertes Zimmer, möglichst Ostend. Gefl. Offert, unter 25182 an die Exp. ds. Bl. B KHöiEWöHSirSHol Suche nun raschmöglichsten Eintritt für meinen streng relig. Haushalt, bestehend ans Vater n. erwachsenem Sohn, tüchtige feitum WiWtmil bei guter Bezahlung. (25326 JOkAS KAIJ\ Markt Berolzheim Mittelfranken. Matrgrsuch. Für gut erzogene Tochter, tüchtig im Haus und Geschäft, Anfang der 20er Jahren, mit 200 Mille Mk. u. feiner Aussteller, wird standesgemäfic Partie gesucht. Rcstektiert wird aus gesunden, geschäftstüchtigen Mann ans guter Familie. Offerten und zu richten unter Chiffre 25419 an die Exped. d. Bl.