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Der Israelit · 1921-12-15 · Heft 50 (15.12.1921) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
62 (1921)
Issue
Heft 50 (15.12.1921)
Date
1921-12-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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15, Dezember 1931 Der ASraeltt. «r. 50 Gelte 7 Gemeinde, zu zwei Dritteln auS Vertretern der BerwaltungSkom Missionen besteht, bet Lenen eine besondere praktische Erfahrung auf den verschiedene« Gebieten der Gemeindeverwaltung vorauszusetzen'ist. Die Generalversammlung, künftig Gemeindeversammlung genannt, hat nur einen Heine« Teil ihrer Aompeienzen an den Grmeinderat abgeben müssen. Doch fallen ihr nach § 13 dafür auch eine ganze Reihe neuer Aufgaben zu, soüaß dteftS Organ, das bei einer Großgemeinde eigentlich eine Anomalie darstellt, auch künftig eine ziemlich bedeutende Rolle spielen wird. Die Wahlen, die bisher innerhalb der Generalversammlung starifinden mutzten und mit dem Wachstum der Gemeinde daher immer grötzere Schwierigkeiten verursachten, sollen nach dem Entwürfe fortan autzerhalb der Gemeindeversammlung, jedoch in unmittelbarem Anschlutz an diese starifinden, wobei der Wahlakt nicht vor Ablauf von 3 Stunden nach Beendigung der Gemeindeversammlung geschlossen werden darf. Unverändert sind die Btftrmmungen über die Kompetenzen des Rabbtnates; jedoch ist die Möglichkeit der Anstellung weiterer dem G> meinderabbiner untergeordneter Rabbinen oder Rabbinats-Aff.ssoren geschaffen. Bei der Anstellung dieser Rabbinen, sowie bei der Anstellung von Borbetern und Schochtim ist das Einverständnis des Gemeinde!abbiners milder Person des anzustellenden Beamte»» erforderlich. Bon ganz besonderem Interesse sind die Bestimmungen der neuen Satzung über die Steuerpfltcht der Mitglieder. Es handelt stch h er um dte Neuvrlebung alun jüdischen Rechtes, um die Durchsetzung tief eingreifender religiös.rechtlicher Forderungen überhaupt, losgelöst von allen äußeren staatlichen Zwangsmitteln, also um eine Probe auf das Exempel, ob die Steuerhoheit des alten ThoragefttzeS im Kreise der Orthodoxie sich ohne mechanische Machtmittel durchzusetzen vermag. Die Gemeindesteuern werden nach dem Einkommen abgestuft, auf die Gemeindemriglteder gemäß den Steuersätzen umgelegt, die Vorstand und Gem.tnderat alljährlich beschließen. Zunächst erfolgt Selbstelnschätzung der Mitglieder noch bestem Wissen und Gewlffen. Werden Selbsteinschätzungen vom Steuerautzschutz beanstandet, so kann dieser den Steuerpflichtigen, nachdem ihm Gelegenheit zur Aeutzerung gegeben war, selbständig veranlagen. Gegen die Veranlagung steht dem Tteuerpflichtigen das Recht der B rufung an einen zu diesem Zwecke gebildeten Berufungöausfchutz zu, der endgültig entscheidet. Mitglieder, die alsdann die festgesetzten Steuern nicht entrichten, können in der Ausübung der Mitgliedsschastsrechte beschränkt und im Falle beharrlicher Weigerung aus der Gemeinde ausgeschloffen werden. Die Satzung sieht endlich für den Fall. daß das neue Steuersystem sich nicht genügend bewähren sollte, die Einführung der öffentlichen Zwangssteuer vor, wozu der übereinstimmende Beschluß des Vorstandes und Gemeinderares erforderlich ist. Der Entwurf der Satzung ist das Ergebnis nahezu zweijähriger Arbeit der aus allen Kreisen der Gemeinde zusammengesetzten Satzungskommission in Gemeinschaft Grass-Bondi (vorm. M. C. Kirchbautn Nachf.) Frankfurt a. H.| Gr. Eschenheimerstr. 4. . Spezialität: komplettier8 Braut-Ausstattungen Verwendung nur guter Qualitäten bestens in Wäsche und Haltbarkeit ' Baby Ausstattungen Sorgfältige Bedienung Sauberste Ausführung 3535b Beste Verarbeitung .—■ Samstags geschlossen . — mit der Verwaltung. Es spiegelt in seinen neuen Bestimmungen die in den l> tzien Jahrzehnten eingetretene gewaltige innere und äußere Entwicklung der Gemeinde wieder und hält nichtsdestoweniger in pietätvoller Treue zu einer durch die Wirksamkeit großer Persönlichkeiten geweihten Vergangenheit die bewährten Grundlagen fest, auf denen sich das Gemeindeleben in so erfreulicher Weise entwickeln konnte. So ist denn zu hofft«, daß die neue Satzung in der beoo, stehenden Generalversammlung die einmütige Zustimmung der Gesamigemeinde finden wird. %. Kkchonon Sajfra Eine jener alljüdischen Prachtgestalten, wie sie leider auch im Osten nur noch vereinzelt atS Zeugen einer thorareich ren Zeit unter den Lebenden wandeln, betteten wir am letzten F'eiiag mittag zur letzten Ruhe. Ein asm }pr war Rabbi Elchonon Saffra in des Wortes tiefstem Sinne, aus deffen Weisheitsborn man wie aus einer Heilquelle schöpfte. Mit freundlich strahlendem Au'e und einem klugen Worte im Munde, so t >at er Jedermann entgegen. Und wo es nottat, wußte er auch k ästig die Hand zu regen und helfend einzugrrisen, wobei er und auch Andere feine Jahre — er war wohl ein Neunziger — vergaßen. Er stammle aus Dünaburg und war schon in der Heimat der verbindende Pol zwischen den Parteien. Verband er doch die glühende Innigkeit und Gemütstiefe des Chasüd mit der Klargeisttgkeit und der mwn rons des Litauers. 70 Jahre lang hat er als *ie>id Thorarolle, Tefillin und Mesusaus angefertigi und unzählige Meisterwerke mit Künstierhand geschaffen. Aber ec schrieb auch mit dem Herzen und hat nicht nur Thora geschrieben, sondern m 2712V no n? a"p. Er hat auch im anderen Sinne Thora verbreitet und für Hebung des Thoraglanzes unausgesetzt gearbeitet. In den letzten Jahrzehnten lebte der Greis in der Nähe seiner Kinder in Deutschland und fand im Hause des Sohnes in Frankfurt a M. im Kreise blühender Enkelkinder ein a'ESrfr mn ms, ein liebevolles Heim, wo er, fast bis zuletzt bei fleißiger Arbeit, einen heiteren Lebensabend in Ehren und Frieden genoß. Auch hier war es bald eine große Freundesschar, die voller Bewunderung zum klugen Patriarchen hinaufiah und im Beshamtdrasch Ostendstraße fand er auch geistigen Helmatboden. Dort wird der Platz des asm jpt leer bleiben, ir*?» inist. Hokderre Kochzeitsfeier. Herr Isaak M. Mainz, hier, beging am letzte« Sabbat in Gemeinschaft mtt seiner Gattin das Fest der goldenen Hochzeit. Trotzdem d.r Jubilar, getreu seiner allem Aeußerlichen abgeneigten kern'gen Eigenart jede Huldigung ablehnte, ließen es sich seine zahlreichen treuen Freunde und Verehrer doch nicht nehmen, ihre Mttfreude an dem schönen Feste zu bezeugen. Isaak Mainz gehört zu den Männern, die dem jüdischen Leben unserer Stadt das Gepräge aufdrücken, nicht nur durch feine intime und lies eindringende Kenntnis jüdischer Lehre und ir.Sb sondere deS lokalen Frankfurter MinhagS, sondern auch durch eine unermüdliche und weimn.faffende Tätigkeit aus dem Gebiete deS Gemilus Ehessed und der Zedokoh. Möchte de« Jubelpaar ein heiterer, langer Lebensabend vergönnt sein. ßijanukahfeier der Agudas Aisroet Iugcndgruppe. DienStag, den 3. Januar, abends 7 Uhr findet in den Räumen des Volksbildungsheims eine Chanukahfeier statt. Es sind musikalische und deklamatorische Darbietungen unter Milwtlkunq des jüdischen Orchefterverelns vorgesehen. Ebenso Ansprachen, Rundgesänge und Blumenfestspiele. Karten zu Mk. 8.-, Mk. 15 -, Mk. 35.- und Mk. 40.— sind zu haben in allen jüdischen Buchhandlungen, beim Verlag des Israelit und in derJugeudgruppe. MeLor ßhajim. Der für diesen Sonntag abend anberaumte Bortrag deS Herrn Distriktsrabbiner Dr. Br euer, Aschaffenburg, wird mit Rücküchl ans die Gemeinde-Generaloerfamm. lung auf den 15. Januar verlegt. vLüst Blumen zu Gunsten unterernährter Kinder ab! Jüdische Frauenvereintgung E. B. Tel. H.3825. Postscheckkonto No. 42#8* chevetzette«. rivV'i ro©. Freitag avent, 4. —. Samstag morgen 8.—, SamStag nachm. 4.—. SamStag abend 5.15. WochengotteSdienst: Morgens 7.05. Nachm. 4.—. ' ÄK ÄGÄÄjMGÄ usciet Mlsdesvsüer« ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil Suche für meine Schwester, 50. v. jugendl. Aussehen, schuld!, zeschieden, ktnderl. aus guter relig. Familie 250 Mille Vermögen enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. I Streng religiöser lediger junger Mann, i 27 Jahre alt, mit engl, und franz. Sprachkenntniffen. firm in der Portefeuille-, Leder, Fell und Häute-Branche, sowie Mst allen Kontorarbeiten vertraut, sucht Stellung ln, oder Nähe Frankfurt. Haupt Bedingung; Samstags nW> jüdische Feiertage frei. Offenen mucr M. S. 25100 an öle Mredilion dieses Blatts. Lermittl. angenehm. Zuschrift rmter F. T. 15184 A. an Ala- Haasenstein & Bögler, Frankfurt am Main. (3055 Suche f . meine Schwester Osijüdin.! Vollwaise, Mitte der 20er,, seit Kindheit ununterbrochen ln Deutschland, aus sehr gutem relig-ösem Hause, angenehmes ^esen äußerst tüchtig im Haushalt, mit möblierter Vierzimmer- Vohnung und einigen Mille bares Geld, einen orthodoxen soliden Kaufmann mit sicherer Existenz, zwecks Heirat« 1|itr ernstgemeinte Offerten unter ausführlicher Klarlegung der Verhältnisse und Büfngimg von In. Referenzen und Bild, das »ui alle Fälle zurückgesandt wird, finden Berücksichtigung. Ditzkr. lvird verlangt und zugesichert. Evtl. Vermittlung von Verwandten "beten. 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Karten ä M. 8. 15, 25 und M. 4.0 sind SU haben bet allen jüdischen Buchhandlungen, „Verlag des Israelit" und in der „Jugendgruppe". [25118 Von Anfang Februar bis NLd wird für jungen Mann pxv Wachkur AliseniW im Hochgebirge gesucht. Es wird nur aus wirklich gute und streng koschere Verpflegung reflektiert. Bedingung ist, daß Arzt am Platze. Offerten mit Angabe von Referenzen und Bedingungen unter Nr. 25111 an die Expedition dieses Blattes. 4 - köpfige Familie sucht möbliert mitKnchenbenntznng. Hohe Bezahlung evtl. Penston. Offerten unter 85086 an die Expedition dieses Blattes Her/iCnsivaiuich, Hübsche Witwe in d. 40 I. lebenslnstig, m. 16 I. alt. Tocht. israel.w. s. m. ebensolchem Herrn sna verheiraten. Off. n. K. 2 . 25082 a. d. Exp. Ans dem Gebiete der Kinderfiirsorge geschulte u. erf. orrhod. junge Dame sucht selbstständige soziale Tätifjkeit Off. ]}, 25092 a. d. Exp. ds. Bi. Theater Löwe> hof Tel Hansa 2489. Hananerlandstr- 38. Tel. Hansa 2489. Nur 3 Vorstellungen diese Woche. Samstag, Sonntag, Dienstag. Samstag (SchabbosL den 17. Dezember 1921, um S Uhr abends : Große Ueberrasehung! Große Ueberrasehuiig I ------ Da« jSd. Kind. ----- Große Operette mit Gesang und Tanz in 4 Akten von J. L A T EIN E K. Sonntag, den IS. Dezember 1921 •- Oep Eiserne Mann. ------ Lebensbild in t Akten von .7. G o rd i n. Diengtagr. den 30. Dezember 1031: Neu! I/.uhen, L a« he in, Lachen. Neu!. Madame-Fräulein. ------- Große Komödie in 3 Akten von B a u in w o 11. Einlaß 7-30 Uhr. Anfang 8 Uhr. Karten Vorverkauf bei Herrn A.Mangel „Hotel Löwenhof". Täglich von morgens 10 Uhr und Abends an der Kasse Kur gefl. Kenntnisnahme diene dem geehrten Vubliknm, daß der Saal rechtzeitig genug geheizt und den ganzen Abend über warm gehalten wird. Achtung! Große Ucberraschiing Achtung! Zur gell. Kenntnisnahme d. Karlsruher jüd. Publikum Zum Ersten Male in Karlsruhe im Saale Friedriehshof, Kuri Friedrichstr. 28. 2 Große Knust Vorstellungen Mittwoch, tlen 21 Dezember, abends 8 Uhr A Mames TrsPen (Einer Mutter Tränen) Drama in 3 Akt. v. J.Markowitz LDoiinarstag, den 22. Dezember: Lachen — Lachen — Lachen Sie lachen Tränen Oie drei kluge Narinom. Große Komödie in 3 Akten von 8. Segall. B9D 4775^165

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