Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 62 (1921)
- Issue
- Heft 47 (24.11.1921)
- Date
- 1921-11-24
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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34 November 1931 Der JSraeM. Nr. 47 Seite 7 Stelle von Prof. Franz Prätorius dem ordentlichen P of. Dr. Gotthelf Be egst r ätz er in Königsberg i. Pr. übertragen worden. Bergsträßer wirkte seit 1920 als Professor der semitischen Philologie in Königsberg. Nltoria, 17. Nov. Am 31. Oktober v. Mts. fand das 25 jährige Stiftungsfest des Jsraelitisch-Wissenschaftiichen Vereins Altona statt, der seinerzeit auf Anregung des Herrn Oberrabbiner Dr. Lern er von Herrn Wolfs Möller, Altona, ins Leben gerufen worden ist, mit dem Ziele, die heiligen Uebe-lieferungen Israels zu stärken und sie in den Herzen der fugend und der dem Judentum Entfremdeten cinzupflanzen. Bei der stilvollen Feier hielt Herr Oberrabbiner Dr. Lerner die Festrede, weiche von großen Gesichtspunkten aus die Gesamtleistungen des Vereins in Vorträgen und Studien darfteUte und in ihren Ausführungen über Zeit und Ewigkeit die zahlreichen Hörer stark fesselte. Der Verein hat eine Jubtläums- Pakette herausgegeben, welche besonderen Wert erhält düröh das Bildnis des berühniien Rabbi Jonathan Eibeschütz.s. A,> Möge es dem Verein gelingen, sein Ziel mit immer gröberem Erfolg zu verwirklichen. Frcudenburg, 14 Nov. Am 's rcir hielt unser hochverehrter Herr^ Dberrabbin.er Dr. Alt- - mann aus Triejtz üfir einen Vortrag/ mit hem er alle Herzeniibegelstdrte."' Möge der verehtste Herr Ohe.rrabbiner für das große -D!ßfer/tvetch/s er uns gebracht darin Belohnung finden/ daß feine/Worie Beherzigung und Betätigung bet uns finden und möge es uns vergönnt sein, noch oft seinen Worten zu lauschen. Lübeck, 7. Nov. Hier hat die Oberschulbehörde einen Wortführer des Deutschvölkischen Schutz- und und Trutzbundes, den Prof. Hofmeister, vom Dienste suspendieren müssen, weil er seine wüste Agitation in die Schule verlegte. Da er auch nachdem die Schüler in sein Haus kommen liefe, verbot der Schulleiter, Prof. Dr. Rosenthal, den Schülern den Besuch der antisemitischen Eibauungsstunden. Das faßte Hofmeister als „Beleidigung" auf und klagte. Das Schöffengericht verurteilte den Schulleiter, der im Auftrag seiner Behörde handelte, zu 300 Mark Geldstrafe und Gerichtskosten. Ist das zu verstehen? Mainz, 14 Nov Wir lesen im „Mainzer Anzeiger" vom 3. November: „Zu dem Pamphlet „An die lieben, stammen Mainzer .. ." Das anonyme Hetzblatt gegen die Mainzer Volkshochschule enthält auch zahlreiche Vorwüvm,<Hi gen die Juden, den Rabbinerstand und das jüdische Religwnsgesetz. Die Verfasser und Versender haben, nach!nr in ihrem anonymen und gesetzwidrigen Werk bewiesenen Art zu schließen, leider nicht den Mut, sich zu ehrlicher Aussp >ache zu stellen - ich muß mich deshalb damit begnügen, hier in aller Oeffenllichkeit zu erklären, daß diese Verfechter ihrer Ideale sich der willkürlichen, den Zusammenhang der Texte zerreißenden Entstellung, der Verbreitung von Unwahrheit und der Fälschung schuldig gemacht haben. Mainz, den 31. Oktober 1921. Dr. S. Levt, Rabbiner der Israelitischen Religionegemeinde Mainz." Wittenberge, 15. Nov. Die unermüdlichen Bemühungen des Stendaler Rabbiners, Herrn Dr. Nü b n er, in unserer Gemeinde, führten zur Gründung eines Vereines für jüdische Geschichte und Literatur, dem sich die jüdischen Familien der Gemeinden Perleberg, Lenzen, Pritzwalk und Agrabor i. Meckl. vollzählig anschlossen. Der Eröffnungsabend wurde mit ei, em Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Rübner ausgefüllt, der mir großem Beifall ausgenommen wurde. In der nächsten Woche spricht Herr Dr. Rübner über „die Religionen des Orients". Mit der Gründung des Vereines wird die Harmonie und das Zusammengehörigkeitsgefühl der jüdischen Familien gefestigt und gestälkt werden. In deu Vorstand wurden gewählt die Herren Beuger, Barkvwski, Kalischer und Frau Lewy. Jaffa, 18. November. Nach einer Meldung des „Haarez" hat am 18. Tischrt der älteste Sohn von Mendel Beilis, dem bekannten Opfer des Kiewer Ritualmord.Prozesses, Pinchos B e i l t s, S e l b st m o r d begangen. Pinchos Beilis ist Schüler des Jaffaer Gymnasiums. Er diente dann in der Jüdischen Legion als Sergeant. Nach Auflösung der Jüdischen Legion war er beschäftigungslos und fühlte sich unglücklich, sodaß er am Ende zum Revolver griff. Familiennachnchlen. Barmizwohfeiev. Leo, Sohn des Herrn Louis Metzger, Ahrweiler, Walprechtstr. 5l. Sprechsaa!. Heilbronn a. N, 14. Nov. Zur Familientag-Frage. Die Idee, die alten jüdischen Familien dieser Länder zu adelsstolzen und solidarischen Gemeinschaften zusammenzuschließen, finden wir schon zur Zeit Sauls und Davids als bekannten Brauch erwähnt. Das Halten von Familientagen innerhalb dieser Gemeinschaften wäre auch ein schönes Zeichen echtjüdischen Zusammenha>1ens. Auch Ausflüge und Wanderungen, Treffs ährten verstreuter Kami lien zw ei ge, soll e man damit verbinden. Weshalb Grass-Bondi (vorm. M. C. Circhbaum Nachf.) Frankfurt a. M., Gr. Escheimerstr. 4. Spezialität: konÄ"rg Braut-Ausstattungen Verwendung nur guter Qualitäten bestens in Wäsche und Haltbarkeit Baby - Ausstattungen Sorgfältige Bedienung Sauberste Ausführung 35356 Beste Verarbeitung ■■■■!— n.i.1 Samstags geschcossen. —— sollten allein die zionistischen Wanderbüude es fertig bringen, solche Soltdariiät, besonders bet der Jugend zu pflegen. Diese zionistischen Bünde prunken ja geradezu mit der Tatsache, daß die Bundesadresten in ihren Heften und Werbeblätteru lauter Warnen enthalten, die nicht zu alijüdischen Familien gehören, sondern durch Unbekanntheit glänzen. Sie wollen offenbar der Bund der Namenlosen .sein und richten ihre Spitze oft garnlcht sto s hr gegen das Zusammensein der Jugend mit Nicht>uden, als gegen das Verbleiben der Jugend im zuverlässigen Kreise der alten orthodoxen Häuter. Da wird den jungen Menschen soviel von den angeblich engen Mauern ihres stolzen orthodoxen Milieus erzählt, daß sie irre werden müssen. Es ist ja ohnedies nichts Neues, daß sehr v'cle Zionisten aus gekränkter Eitelkeit Zionisten gewordrn sind; das hat mir einer der ihrigen geklagt. Bald find es Juden, denen alle Unjüdischkeit' nicht bei den Christen Bürgerrecht verschafft hat, bald Ostjuden oder Landesjuden, denen alle Nachäffung westeuropäischer Slädrernnlugenden nicht das Odium des Zugewandkrten nehmen hat können. Und so läuft man zur nächsten O-tsgruppe und wird vor Aerger Zionist, wie früher mancher vor Ae'ger katholisch geworden ist. All so etwas dürfte wohl irn' Kreise einer echtjüdiichen Familie nickt akut werden. Da muß das Tor Abrahams geöffnet sein Allen, die hinein rvollen und den Gv't Abrahams verehren. Nicht der halb tierische Rassenin stinkt des Naitonalisten, der sich am wohlsten unter unbekannten Volksgenossen fühlt, sondern der bewußte Stolz des Thora-Adels kann uns Irrende Heini fuhren und Erlösung bringen. Besser als die von unbekannt sein wollenden Menschen auch nicht unabhängige Aguda werden uns die Frmilientage gegen den Zionismus helfen. * ' C. Frankfurter Kerichte. Vereinigung jüdischer Akademiker. Die Bereinigung jüdischer Akademiker Frankfurt am Main (B. I. A.) veranstaltet ~2iy 26 November, abends 8 Uhr, im Vereinslokale dts Mekor Ehnjim, Langestraße 18, einen öffentlichen Vortragsabend, luozu Interessenten, aurfj Damen, eingeladen sind. ES spricht Herr Dr. Willy Hofmann über „Stellungnahme zur Frage der Euthanasie (Sterbehilse)." Vereinskalender. Berei« Mekor Cdajim Freitag abend nach Schul: „Mikro": Herr Gustav K a u f m a n. SamStag vorm, nach Schluß der Synagoge „Din im": Herr Rektor Falk. — mittag 12 Uhr „Melochim": Herr Prof. A. Weyl. — nachm. 3^ Uhr im Veretnslokale: „En Jaakow": Herr Redakteur S. Schach norvitz. Sonntag vorm. 9*/4 Uhr: „Gemoro"; Herr R. A. G. Posen. — nachm. 6 Uhr: Jecheskal: Herr Rabbifier Dr. Jos. Breuer. Montag und Mittwoch abend? Uhr: „Gemoro": Herr Rabbiner Dr. Jos. Br euer. Dienstag abend? Uhr: „Gemoro": Herr N. A. Posen. Donnerstag abend eine Stunde vor Mincho: „Mischna": Herr Rektor Falk. I a h r z e i 1 st i f t u n g s l e r n e n: Donnerstag früh: Julie Lißmnnn geb Kalluan- Stiftung. Allabendlich 8"/, Uhr: „o"S>-Lernen im Vereinslokale; Herr H. H.alpern. > / A««das Jisroel-Jrigendgruppe, Freitag abend nach Schul (Herren und Damen) Sidravortrag: Herr Dr. Sal. Ehrmann. — 8 Uhr: Geselliges Zusammensein. SamStag vormittag. ll3/4 Uhr: „Mischna"; Herr A. Hirschberg. Vp 11'/, Uhr: Schaß: Herr H. Holpern. — nachm. 3 Uhr: „Gemoro": Herr Dr. Hofmann. Montag abend 9 Uhr: „Sukkoh": Herr Leop. Oppenheimer. — Sprechstunde des Angesteltlenausschllsses. Dienstagabend 9 Uhr: „Gemoro" Herr Dr. Hofm a n n. — Mittwoch abend 9 Uhr: „Nwijim" Herr S. Unna. Donnerstag abend %9 Uhr: Bücherausgäbe. Agudas Jisroel-Müdchengrrippe. Freitagabend nach Schul: „Sidrahvortrag" - Samstag vorm. ltl/2 Uhr: „Tehillim"- Herr L. K a h n. — nachm. 4 Uhr:„Thauro": Herr Lehrer A. H irsch b e rg. Montagabend 9 Uhr: Sprechstunde des Angestelltenausschusses. Mittwochabend9 Uhr: „Nwijim"; Herr S Unna. Donnerstag abend ',^9 Uhr: Bücherausgabe. Verein sn mb. Samstag nachm, nach „Mincha", Hörsaal Friedberger Anlage und Sonntag nachm, eine Stunde vor Mincha Langestrnhc 18; Herr Prof. Dr. Sulz buch. Veshamidrasch, Oftendstrnfre 18 Freitag abend, nach Schluß der Synagoge: Hilchot Lchabbos: Herr Rachelsohn. Sonntag früh 8—9 Uhr, M o n tag u Mittwoch abend 8 9 Uh'.: „Gemoro-Schiur" Köp 822: Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. Täglich 1/3 Stunde vor Nacht ,,2-ix "n": Herr R o s e n z w e i g. Samstag, eine 1/3 Stunde vor diacht: Vortrag: Herr H. Halpern. Verein „Tipkereth Bachurim". Sonntag, 27. diov. abends 8'/, Uhr Vortrag: „Der Jargon und seine Literatur": Herr Redakteur Schachno-witz. (He>ren und Damenl Vereiuslrkai Lange Straße 33 prrt. „Jüdische Bibliothek und Lest halle. /di . " HeSk'rzi'ireK nnxr? "n ror. ff v e 11 ü g a u r u ■ 4.05. Samstag m orgr n 8.—. S -.i m s t ö g n u ch m. 4.—. Samstag abend 5.20. W o ch e n g o 11 e s d i e n st: Morgens 6.50. Nachm. 4.—. Montag morgens 630. Famliiennachrichten. Geburten. Eine Tochter: Joses Plaut, gkb. Weil Frankfurt a. M. < urmizwohfeier. Siegfried, Sohn des Herrn Joseph Gans, Backe« weg 9. Synagoge Friedberger Anlage. — Erich, Sohn des Herrn Goldschuiidt, Ostendslraste 25. Verlobte. Mania Kronengold, Scheveningen, mit Max Eisenberg. Frankfurt n. M. GroB-FrankfuU am Eschenheimer Turm TANZPALAST Neu eröffnet: KAFFEE ersten Banges M « Inklause Eingang nur Stiftstrasse üüüi@ Rasieren ohneMeffer mit dem alteiligrsührtenbekaimt. Haßerpuaer „vevilli" Große Büchse M. 40. - , Probe- B»chseM.;r.8s,pottosr.gkg.Cins. desBktragö.Nachn. SöPjg.teurer. in sonlrn Postsch.-K. Frist.(M.) 12390 (3487 Zeil 39 Tel. Hansa 2273 Haltestelle der Hlektr. EckeZeil-Klingt-i-sfi-.a, 0,15. TotlcttNCiiVn Uautcrciii«' Wirtwchaftsartlkel zu billigsten Preisen. Apotheker Schneemann.